Samstag, 18. Mai 2024
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Medizin

Künstliche Befruchtung ohne Folgen für das Kind

Künstliche Befruchtung ohne Folgen für das Kind
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Eine groß angelegte Studie unter der Leitung der Universität Bristol über die Auswirkungen von Fruchtbarkeitsbehandlungen hat in Bezug auf Blutdruck, Herzfrequenz, Blutfettwerte und Glukosewerte keine soliden Unterschiede zwischen Kindern, die auf natürlichem Wege gezeugt wurden, und Kindern, die mit Hilfe assistierter Reproduktionstechniken (ART) gezeugt wurden, festgestellt (1). Die Wissenschaftler:innen wollten herausfinden, ob die ART zu Nachteilen für die Herz-Kreislauf-Gesundheit der Kinder führt. Die Stichprobe umfasste auch 8.600 Kinder, die an der Studie „Children of the 90s“ (2) teilgenommen hatten. In dieser Studie wurden schwangere Frauen und ihre Kinder seit 1991 beobachtet.

Studie untersucht gesundheitliche Risiken im Zusammenhang mit künstlicher Befruchtung

Seitdem zum 1. Mal ein Kind nach einer künstlichen Befruchtung geboren wurde, gab es Fragen zu den gesundheitlichen Risiken. Frühere Studien waren jedoch durch eine geringe Stichprobengröße, eine kurze Nachbeobachtungszeit und unbefriedigende Vergleichsgruppen eingeschränkt, so die Forschenden. Die Studie, die von einer internationalen Forschungsgruppe der Assisted Reproductive Technology and Health Partnership durchgeführt wurde, analysierte die Daten von 35.000 Kindern aus Europa, Singapur und Australien.
 
 

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ART vs. natürliche Empfängnis: Keine Unterschiede in der Kindheit

Die Studie war groß genug, um zu untersuchen, ob eine Empfängnis mit ART Auswirkungen auf Blutdruck, Herzfrequenz, Blutfette oder Glukose hat. Der Untersuchungszeitraum erstreckte sich von der Kindheit bis ins frühe Erwachsenenalter. Die Forschenden stellten fest, dass der Blutdruck, die Herzfrequenz und die Glukosewerte bei einer künstlichen Befruchtung ähnlich waren wie bei einer Empfängnis auf natürlichem Weg. Mittels ART empfangene Kinder verfügten in der Kindheit über leicht höhere Cholesterinwerte. Im Erwachsenenalter war dies nicht mehr der Fall.

Leicht erhöhter Blutdruck im Erwachsenenalter bei Empfängnis mit ART

Allerdings gab es bei den Betroffenen Hinweise auf einen leicht erhöhten Blutdruck im Erwachsenenalter. Laut Forschungsleiter Ahmed Elhakeem von der Universität Bristol handelt es sich um die bisher größte Studie dieser Art, die ohne Daten aus Studien wie „Children of the 90s“ nicht möglich gewesen wäre. Insgesamt wurden für die Studie 14 Längsschnittkohortenstudien ausgewertet. Dabei handelte es sich um 11 Kohorten aus Europa, 2 aus Australien und 1 aus Singapur. Details wurden im „European Heart Journal“ veröffentlicht.

Quelle: University of Bristol

Literatur:

(1) Ahmed Elhakeem et al. Long-term cardiometabolic health in people born after assisted reproductive technology: a multi-cohort analysis, European Heart Journal, 2023;, ehac726.
(2) Children of the 90s Studie. University of Bristol.



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