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Medizin

NSAR: Fixkombination reduziert gastrointestinale Komplikationen

NSAR: Fixkombination reduziert gastrointestinale Komplikationen
© Gina Sanders – stock.adobe.com
Zusätzlich zu den ärztlich verordneten Medikamenten versorgen sich viele Patient:innen mit frei verkäuflichen Präparaten (1). Häufig handelt es sich um nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), die das Risiko für Magen-Darm-Blutungen steigern – eine Problematik, die gerade bei älteren Patient:innen an Bedeutung gewinnt, gab Prof. Dr. med. Monika Reuß-Borst vom Rehabilitations- & Präventionszentrum Bad Bocklet auf einem Symposium beim Deutschen Schmerzkongress zu bedenken. Verbessern lässt sich die gastrointestinale Verträglichkeit durch die Fixkombination des NSAR Naproxen mit dem Protonenpumpenhemmer (PPI) Esomeprazol, die eine hohe Adhärenz bei der PPI-Einnahme sichert und die Inzidenz gastroduodenaler Ulzera deutlich reduziert (2).
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Häufige Einnahme von OTC-Produkten

In einer US-amerikanischen Studie gaben 771 befragte Anwender des Antikoagulans Apixaban mit 97,5% fast ausnahmslos an, OTC-Produkte einzunehmen – oft, ohne sich möglicher Interaktionen zwischen Apixiban bzw. Acetylsalicylsäure (ASS) und NSAR bewusst zu sein (1). Die gleichzeitige Einnahme von Ibuprofen antagonisiert aber zum Beispiel den plättchenhemmenden Effekt der ASS (3). „Ärzt:innen sollten Patient:innen deshalb nach der Einnahme solcher Präparate fragen“, betonte Reuß-Borst, der zufolge NSAR nach wie vor eine wichtige Säule der Rheumatherapie sind. Ihre Wirksamkeit sei unbestritten. Die ebenfalls bekannten Nebenwirkungen seien aber insbesondere bei älteren Patient:innen ein wichtiger Aspekt. Denn etwa 40% bis 50% der mit NSAR behandelten Patiente:innen entwickeln ein gastrisches oder duodenales Ulcus (4). „Gerade bei älteren Menschen ist es wichtig, auf Komedikation zu achten, da zum Beispiel die im Alter häufig verordneten selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer das Blutungsrisiko der NSAR noch steigern (5)“, so Reuß-Borst.
 
 

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©SasinParaksa - stock.adobe.com

Medikationspläne mit fixen Kombinationen vereinfachen

Reduzieren lässt sich das gastrointestinale Risiko der NSAR durch Einnahme eines PPI (6). Aufgrund unzureichender Adhärenz entsteht jedoch bei rund 20–30% der Patient:innen eine „Magenschutzlücke“ (7). Zudem kommt mit dem PPI bei den häufig schon mit mehreren anderen Medikamenten behandelten Patient:innen noch ein weiteres Präparat hinzu. „Es ist aber wichtig, möglichst wenig Präparate zu verordnen – und hier können sinnvolle Kombi-Präparate dazu beitragen, die Komplexität der Medikation zu reduzieren und so die Adhärenz der Patient:innen zu verbessern“, sagte Reuß-Borst. Eine Möglichkeit bietet die fixe Kombination des NSAR Naproxen 500 mg mit dem PPI Esomeprazol 20 mg (Vimovo®) (8). Somit steht ein Präparat zur Verfügung, das die Schmerztherapie und den Magenschutz fix kombiniert. Gegenüber magensaftresistenten Naproxen-Tabletten allein reduzierte sie die kumulative Inzidenz von Magen- bzw. Duodenalulcera in einer 6-monatigen Studie signifikant um etwa 82,3% bzw. 90,1% (p<0,001 bzw. p=0,003) (2).

Günstiges kardiovaskuläres Verträglichkeitsprofil 

Ein Vorteil von Naproxen gegenüber anderen NSAR: Es verfügt innerhalb dieser Substanzklasse über ein vergleichsweise günstigeres kardiovaskuläres Verträglichkeitsprofil (9). Dies kommt aus Sicht von Reuß-Borst im Rahmen einer individualisierten Therapie besonders bei Patient:innen mit entzündlichen rheumatischen Erkrankungen zum Tragen – denn sie haben aufgrund der chronischen Inflammation per se ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko, mindestens vergleichbar mit Patient:innen mit Diabetes (10, 11). „NSAR sollten aber generell so kurz wie möglich und so niedrig dosiert wie nötig eingesetzt werden“, betonte die Internistin.

Quelle: Grünenthal


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