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Medizin

17. Februar 2021 SARS-CoV-2-Mutation: Neue Variante B.1.258 im Großraum Kdyne – Frankfurt – München

Im Zuge der aufgetretenen SARS-CoV-2 Mutationen aus Großbritannien und Südafrika hat CENTOGENE 262 Vollgenom-Virus-Sequenzierungen bei Proben von Menschen vorgenommen, die im Zeitraum von Juli bis Anfang Oktober 2020 in Deutschland positiv getestet worden waren. Bei 10,7% der 262 untersuchten Proben wurde eine Mutation von N439K im Spike Protein gefunden; 25 dieser 28 Proben wiesen neben N439K zusätzlich eine Deletion im Spike auf, die relevant für die Pathogenität der britischen Variante B.1.1.7. ist. 93% der B.1.258 Isolate wurde im Dreieck zwischen Kdyne, Frankfurt und München gefunden.
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Das Unternehmen testet seit Ende Juni 2020 in zahlreichen Walk-In-Corona-Teststationen in Deutschland aber auch in mobilen Einsatzteams in Bayern Reisende und Testinteressierte aus der breiten Bevölkerung. Das Unternehmen hat rückwirkend 262 Vollgenom-Sequenzierungen des Virus aus positiven Befunden aus Deutschland und dem deutsch-tschechischen Grenzgebiet vorgenommen. Das Virus-positive Material stammt aus den Monaten Juli bis Anfang Oktober 2020. Neu eingehende positive Befunde werden inzwischen systematisch einer Vollgenom-Analyse unterzogen.

10,7% der in diesem Zeitraum untersuchten Proben zeigen die Mutation N439K im Spike Protein. 25 dieser 28 Proben wiesen neben der N439K Mutation zusätzlich eine Deletion im Spike auf, die sich unter anderem als relevant für die Pathogenität der britischen B.1.1.7.-Variante erwiesen hat. In den sequenzierten Proben nimmt die Zahl des B.1.258 Corona-Erregers von Juli bis September stark zu. 93% dieser Variante wurden im Gebiet zwischen Frankfurt, München und Kdyne, Tschechien, gefunden. Die Daten werden der Forschung über internationale Datenbanken zur Verfügung gestellt. Die infizierten Personen wurden bereits bei ihrem positiven Befund von den Gesundheitsbehörden der Isolierung unterworfen.

„Die Datenlage zu SARS-CoV-2 Varianten in Deutschland ist noch dünn. Es gibt bisher keine experimentelle Evidenz bezüglich der Eigenschaften der SARS-CoV-2 Variante B.1.258, die zusätzlich zu der Mutation von N439K des Spike Proteins eine Deletion im Spike aufweist. Wir halten es aber für möglich, dass diese Variante Überlebensvorteile gegenüber dem Wildtyp aufweist. Die Daten anderer Arbeitsgruppen weisen darauf hin, dass die Mutation N439K die Virus-Bindung an den zellulären Rezeptor erhöht und zu einer verminderten Bindung an neutralisierende Antikörper führt, während die Deletion im Spike die Virusinfektiosität erhöht,“ sagte Prof. Peter Bauer, Chief Genomic Officer des Unternehmens. „Da diese Variante größtenteils in einem geographischen Dreieck zwischen Kdyne, Frankfurt und München gefunden wurde, halten wir eine Selektion dieser Variante im Bereich Oberfranken für wahrscheinlich. Sie könnte Ende letzten Jahres ein wesentlicher Faktor für die schwere pandemische Lage in dieser Region gewesen sein.“

Quelle: Centogene


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