Mittwoch, 19. Juni 2024
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Medizin

Schweres Asthma: Website klärt Betroffene und Fachkreise auf

Schweres Asthma: Website klärt Betroffene und Fachkreise auf
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Asthma gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen. Allein in Deutschland leiden geschätzt 5% der Erwachsenen und 10% der Kinder und Jugendlichen an der anhaltenden Entzündung der Atemwege. Darunter sind rund 650.000 Menschen, die an schwerem Asthma leiden und unter diesen über 50.000, deren schweres Asthma unkontrolliert verläuft. Ursächlich dafür ist zum einen, dass Asthmatiker:innen zum Teil überhaupt nicht in ärztlicher Behandlung sind. Andere werden standardmäßig mit Dauer- und Notfallmedikation versorgt, erreichen aber dennoch keine Symptomfreiheit. Die Folgen sind nicht selten ein durch Luftnot und Anfälle geprägter Alltag, erschwerte Berufstätigkeit und allgemein eingeschränkte Lebensqualität.

Defizitäre Versorgungslage bei schwerem Asthma

Patient:innen mit schwerem Asthma fühlen sich mit ihrem Leiden oft allein gelassen – „Mir kann sowieso nicht geholfen werden“ oder „Ich bin eben austherapiert.“ In vielen Fällen wird keine ausreichende Diagnostik gefahren und die Betroffenen somit nicht state of the art therapiert. Die Pneumolog:innen bekommen diese Patient:innen oft gar nicht zu Gesicht.

Aktionsforum schweres Asthma soll Versorgung der Betroffenen verbessern

Aufgrund dieser Tatsache hat der Bund deutscher Pneumologen (BdP) bereits 2021 die Awareness-Kampagne asa – Aktionsforum schweres Asthma – ins Leben gerufen mit dem Ziel, die defizitäre Versorgungslage der Betroffenen zu verbessern. Zudem will die asa-Kampagne positive Reize schaffen, Aufmerksamkeit erwecken, zum Handeln animieren und vor allem eines: berechtigte Hoffnung geben.

Einsatz von Biologika bei eosinophilem Asthma erfolgreich

Denn die Behandlung von Asthma verändert sich, unter anderem dank des Updates der NVL Asthma (Nationale Versorgungsleitlinie Asthma) vom März 2023. Erfolgte die Behandlung bisher überwiegend durch eine kurzfristige Milderung der Symptome, gibt es nun vor allem für Betroffene mit schwerem Asthma Hoffnung auf langfristige Prävention und die Aussicht auf eine effektive Therapie und mehr Lebensqualität. Insbesondere bei eosinophilem Asthma, das durch übermäßig viele eosinophile Granulozyten, eine Gruppe der weißen Blutkörperchen im Blut, gekennzeichnet ist, versprechen neue Wirkstoffe aus der Klasse der Biologika Linderung. Diese Antikörper greifen in die entzündlichen Prozesse des Körpers ein und bekämpfen somit die Ursache statt der Symptome des Asthmas.
 
 

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Hausärzt:innen und Betroffene müssen bei Asthma aktiv werden

Gelingen kann dies jedoch nur, wenn die entsprechenden Patient:innen den Weg zu Fachärzt:innen suchen und Allgemeinmediziner:innen Ball an die spezialisierten Kolleg:innen abspielen. Deshalb setzt die Kampagne der Pneumolog:innen nicht nur an einem Ende an, sondern richtet sich sowohl an Betroffene als auch an Hausärzt:innen. Beide Gruppen sollen dem Krankheitsbild mehr Beachtung schenken und aktiv die bestmögliche Therapie umsetzen oder in die Wege leiten.

Aktionsforum schweres Asthma: Website für Betroffene und Fachkreise

Umfassende Information beider Seiten ist das Hauptanliegen des Aktionsforums schweres Asthma. Auf der Website finden Patient:innen- und Fachkreise jeweils spezifische Inhalte für die eigene Perspektive. So soll das Bewusstsein von schwerem Asthma Betroffener für die eigene Erkrankung geschärft, auf moderne Therapiemöglichkeiten hingewiesen und zum Fachärzt:innen-Besuch motiviert werden. Asthma-Patient:innen sollen sich nicht alleingelassen fühlen, sondern zum aktiven Mitwirken an der Therapie animiert werden mit der Aussicht auf ein weitgehend beschwerdefreies Leben mit Asthma.

Quelle: Bundesverband der Pneumologen, Schlaf- und Beatmungsmediziner (BdP)



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