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News | Beiträge ab Seite 23

Medizin
Blutzuckerspiegel wichtiger als Körpergewicht bei Prädiabetes

Blutzuckerspiegel wichtiger als Körpergewicht bei Prädiabetes

Ein normalisierter Blutzuckerspiegel ist auch ohne Gewichtsabnahme möglich. Bisher war die Gewichtsreduktion das oberste Therapieziel bei Menschen mit Prädiabetes. Die Analyse einer großen Tübinger Studie zeigt: Betroffene, die durch einen gesunden Lebensstil ihren Blutzuckerspiegel wieder in den Normalbereich bringen, aber kein Gewicht verlieren oder gar zunehmen, senken trotzdem ihr Risiko für Typ-2-Diabetes um 71%. An der Studie beteiligt waren Forschende des Universitätsklinikums Tübingen, von Helmholtz Munich und des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD).
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Gesundheitspolitik
"Bedenkliche Tendenzen" nach Cannabis-Legalisierung

„Bedenkliche Tendenzen“ nach Cannabis-Legalisierung

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken sieht angesichts der ersten Auswertungsergebnisse zur Legalisierung von Cannabis politischen Diskussionsbedarf. „Die Zwischenevaluation des Cannabisgesetzes zeigt trotz der teilweise noch fehlenden weiteren Datengrundlage bedenkliche Tendenzen“, sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Ein Anstieg von Gesundheitsstörungen aufgrund von Cannabiskonsum und auch beim Gehalt des berauschenden Wirkstoffes THC sei besorgniserregend.
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Medizin
Ixekizumab: EU-Zulassung bei juveniler Arthritis

Ixekizumab: EU-Zulassung bei juveniler Arthritis

Die Europäische Kommission hat die Zulassung für den IL-17A-Inhibitor Ixekizumab zur Behandlung der aktiven juvenilen Psoriasis-Arthritis (JPsA) und der aktiven Enthesitis-assoziierten Arthritis (EAA) bei Kindern ab sechs Jahren erteilt, die zuvor unzureichend auf krankheitsmodifizierende Antirheumatika (DMARDs) angesprochen oder diese nicht vertragen haben [2]. Damit umfasst das Behandlungsspektrum von Ixekizumab nun auch diese Erkrankungen, die zur Gruppe der juvenilen idiopathischen Arthritis (JIA) zählen. Aufgrund der vielfältigen Erfahrungen in anderen Zulassungen für Erwachsene – seit neun Jahren in der Plaque-Psoriasis, seit acht Jahren in der Psoriasis-Arthritis (PsA) und seit fünf Jahren in der axialen Spondyloarthritis (axSpA) – liegen bereits umfassende Daten zur Wirksamkeit und zu einem in 25 Studien untersuchten Verträglichkeitsprofil vor [1, 3]. Die starke Wirksamkeit von Ixekizumab auf Gelenke und Haut wurde auch durch die jüngst auf dem 53. Deutschen Rheumatologiekongress vorgestellten Ergebnisse neuer Real-World-Daten deutlich [4].
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Medizin
POSITIVE-Studie untersucht Langzeiteffekte von Tildrakizumab bei Psoriasis
EADV-Kongress

POSITIVE-Studie untersucht Langzeiteffekte von Tildrakizumab bei Psoriasis

Beim 34. Kongress der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV) wurden neue Langzeitergebnisse der POSITIVE-Studie vorgestellt, die erstmals das psychische Wohlbefinden als primären Endpunkt in einer dermatologischen Real-World-Evidenz-Studie untersuchte. Die zweijährigen Daten zeigen Verbesserungen sowohl der Hauterscheinungen als auch der Lebensqualität bei Patient:innen mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis unter Tildrakizumab.
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Medizin
CAR-T-Zelltherapie bei Colitis ulcerosa erstmals erfolgreich

CAR-T-Zelltherapie bei Colitis ulcerosa erstmals erfolgreich

Einem Ärzt:innen-Team am Deutschen Zentrum Immuntherapie des Uniklinikums Erlangen ist es weltweit erstmals gelungen, eine junge Patientin mit therapieresistenter, schwerer chronisch-entzündlicher Darmerkrankung (Colitis ulcerosa) erfolgreich mit einer Zelltherapie mit CD19-CAR-T-Zellen zu behandeln. Die Ergebnisse dieser neuartigen Behandlung wurden in der aktuellen Ausgabe des New England Journal of Medicine veröffentlicht [1].
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Gesundheitspolitik
Krankenakte: Probleme beim Zugang für jeden Dritten

Krankenakte: Probleme beim Zugang für jeden Dritten

Viele Patient:innen haben Probleme, wenn sie Einblick in ihre Krankenakte nehmen wollen. Sie müssen teilweise große Anstrengungen unternehmen, um ihre Akte zu erhalten, benötigen Unterstützung Dritter oder bekommen keine vollständigen Unterlagen. Das zeigen die Ergebnisse einer Online-Befragung des Marktforschungsinstitutes Bilendi im Auftrag des Aktionsbündnisses Patientensicherheit und des AOK-Bundesverbandes mit knapp 3.300 Teilnehmenden. Demnach hatten knapp ein Drittel der Befragten (31%) schon mindestens einmal eine Krankenakte für sich oder für Angehörige angefordert.
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Medizin
Rekordverdächtiges FSME-Jahr 2024 in Deutschland

Rekordverdächtiges FSME-Jahr 2024 in Deutschland

Im Jahr 2024 gab es in Deutschland 686 gemeldete Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)-Fälle, der bisher zweithöchste Stand seit Beginn der Datenerfassung [1]. Die diesjährigen Meldungen deuten erneut auf ein hohes Infektionsniveau hin: Mit aktuell 550 gemeldeten Infektionen (Kalenderwoche 1 bis 37) liegen die Fallzahlen bereits über dem Wert aus dem Vergleichszeitraum im Vorjahr [2]. Auch bei Kindern und Jugendlichen stiegen die gemeldeten FSME-Erkrankungen in den letzten zehn Jahren über 50% an [3].
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Medizin

Zweites Alzheimer-Medikament Donanemab in der EU zugelassen

Der Alzheimer-Wirkstoff Donanemab hat von der Europäischen Kommission die Zulassung erhalten. Nach Lecanemab ist Donanemab das zweite Medikament, das den Krankheitsverlauf im frühen Stadium moderat verlangsamen kann und dabei an einer der möglichen Ursachen ansetzt. Die Besonderheit: Donanemab wird nur einmal im Monat als Infusion verabreicht und die Behandlung kann beendet werden, sobald die krankheitsrelevanten Proteinablagerungen weitgehend entfernt sind. Lecanemab dagegen muss alle zwei Wochen gegeben werden und ist als Dauertherapie angelegt.
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Gesundheitspolitik
WHO stärkt Pandemie-Regeln - keine Anordnungen zu Lockdowns

WHO stärkt Pandemie-Regeln - keine Anordnungen zu Lockdowns

Für eine bessere Vorbereitung auf eine mögliche neue Pandemie haben die mehr als 190 Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihre Vorsorgeregeln aktualisiert. Neu kann die WHO eine „pandemische Notlage“ als höchste Alarmstufe ausrufen, damit Länder Schutzmaßnahmen treffen können. Das steht in den aktualisierten internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV), die an diesem Freitag in Kraft getreten sind. Sie sollen helfen, die grenzüberschreitende Ausbreitung von Krankheiten besser zu verhindern und zu bekämpfen.
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Medizin
Neue Therapien bei Lebererkrankungen: Primär Biliäre Cholangitis, Hepatitis C und D
Viszeralmedizin 2025

Neue Therapien bei Lebererkrankungen: Primär Biliäre Cholangitis, Hepatitis C und D

Die Hepatologie befindet sich im Wandel: Neue Therapieoptionen eröffnen zusätzliche Möglichkeiten in der Behandlung chronischer Lebererkrankungen. Für die Primär Biliäre Cholangitis (PBC) steht seit März 2025 mit Seladelpar eine neue Therapieoption in der Zweitlinientherapie zur Verfügung. Sechs Monate nach der Markteinführung zeigen sich im hepatologischen Praxisalltag erste positive Erfahrungen. Bei Hepatitis C und Hepatitis D stellt sich weiterhin die Herausforderung, wie Patient:innen mit einer chronischen Hepatitis-C-Virus (HCV)-Infektion oder Hepatitis-D-Virus (HDV)-Infektion besser identifiziert und diagnostiziert werden können. Auf einer Pressekonferenz im Rahmen des Kongresses Viszeralmedizin 2025 in Leipzig standen diese und weitere Themen zur Behandlung von Menschen mit Lebererkrankungen im Fokus.
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Medizin
CHMP empfiehlt Elinzanetant gegen vasomotorische Symptome

CHMP empfiehlt Elinzanetant gegen vasomotorische Symptome

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat Elinzanetant für die Zulassung in der Europäischen Union empfohlen. Die Zulassung des Wirkstoffs wurde beantragt zur Behandlung von moderaten bis schweren vasomotorischen Symptomen (VMS; auch bekannt als Hitzewallungen), die mit den Wechseljahren oder einer endokrinen Therapie bei Brustkrebs verbunden sind. Die endgültige Entscheidung der Europäischen Kommission über die Zulassung wird in den kommenden Monaten erwartet.
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Gesundheitspolitik
Praxen können teils noch nicht mit E-Akten starten

Praxen können teils noch nicht mit E-Akten starten

Kurz vor dem Start der verpflichtenden Nutzung der neuen elektronischen Patientenakten (ePA) in den Arztpraxen sind die technischen Voraussetzungen noch nicht überall gegeben. Für den Einsatz müssten die Praxisverwaltungssysteme mit einem ePA-Modul ausgestattet sein, sagte das Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Sibylle Steiner, der Deutschen Presse-Agentur. Nach dem letzten Stand der KBV seien nun etwa 80% der Praxen damit ausgerüstet. „Dass etwa ein Fünftel der Praxen noch nicht mit der ePA arbeiten können, sehen wir sehr kritisch.“
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