News | Beiträge ab Seite 224
Medizin
RACOON verknüpft Universitätskliniken zur COVID-Forschung
COVID-19 hat zahlreiche Grenzen des deutschen Gesundheitswesens aufgezeigt. Unter anderem fehlt es an ausreichender Digitalisierung, nationaler Zusammenarbeit und der strukturierten Erfassung medizinischer Daten zur Pandemie. Um das zu ändern, haben sich sämtliche radiologische Universitätsklinika mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg, dem Fraunhofer-Institut für Digitale Medizin MEVIS in Bremen und der Technischen Universität Darmstadt zusammengeschlossen und das multizentrische Forschungsnetzwerk RACOON Radiological Cooperative Network ins Leben gerufen. Mit dem Netzwerk existiert nun eine landesweite Infrastruktur zur konsequent strukturierten Erfassung radiologischer Daten von COVID-19-Fällen. Finanziert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.
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Medizin
COPD: Inhalations-App unterstützt Adhärenz
VisionHealth hat die Markteinführung von Kata® Clinical bekannt, einer neuen Version der Kata®-App mit erweiterter Funktionalität. Mit Kata® Clinical will VisionHealth Sponsoren und Auftragsforschungsinstituten (CROs) ein neues Angebot für klinische Studien bei chronischen Lungenerkrankungen unterbreiten, das durch die Nutzung der Technologie die Teilnehmererfahrung und gleichzeitig die Studienergebnisse verbessert.
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Medizin
Influenzasaison: ältere Menschen durch Impfung schützen
Die Grippezeit beginnt – und vor allem ältere Menschen sind durch Influenzaviren gefährdet. Für sie gibt es positive Nachrichten: „Dies ist die erste Saison in Deutschland, in der Menschen über 60 Jahre mit dem neuen Hochdosis-4-fach-Influenzaimpfstoff geimpft werden können. Dieser hat eine höhere Wirksamkeit als der zuvor empfohlene Standard-Impfstoff“, erklärt Dr. Anja Kwetkat, Universitätsklinikum Jena. Nicht nur Älteren rät die Expertin zur Grippeschutzimpfung, sondern allen Menschen, die sich impfen lassen können. Nur so lässt sich auch die Verbreitung von Grippeviren erschweren – und damit eine mögliche doppelte Infektionswelle aus Grippe und Corona.
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Medizin
Lebererkrankungen: Ergebnisse zu MKK4-Inhibitoren
Bei 2 renommierten wissenschaftlichen Konferenzen werden neue Daten zum First-in-Class-Ansatz von HepaRegeniX zur Leberregeneration vorgestellt: Während des 27. Balfour Surgery Research Symposiums am Freitag, den 12. November 2021, werden Daten, die das regenerative Potenzial der MKK4-Inhibition unterstreichen, im Rahmen des Vortrags „Pivotal Randomized Trial of a Novel Pro-Regenerative Drug in Post-Resection Liver Failure“ (Randomisierte Pivotalstudie eines neuartigen pro-regenerativen Medikaments bei Leberversagen nach Resektion) von Dr. Abu Rmilah vorgestellt. Das Thema wurde als eines der besten eingereichten Abstracts ausgezeichnet.
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Medizin
Arteriosklerose: Mechanismen der Immunabwehr gegen Gefäßentzündungen
Fortschritte auf dem Gebiet der Immunonkologie könnten künftig auch neue Wege in der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen eröffnen. Maßgebliche Schritte dazu hat ein Team aus Forschenden unter der Leitung von Dr. med. Kai-Uwe Jarr, Universitätsklinikum Heidelberg und Universität Stanford, USA, und Prof. Dr. med. Nicholas J. Leeper, Universität Stanford, gefunden. Die Forschenden untersuchten, inwiefern ein gegen den Zelloberflächen-Marker CD47 gerichteter und bereits in der Krebstherapie bei Tumorpatienten und -patientinnen eingesetzter Antikörper (Magrolimab in Kombination mit Rituximab) auch für die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, genutzt werden kann. Im Zentrum der Arbeit steht die Idee der „Makrophagen-Checkpoint-Hemmung“.
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Medizin
Pneumokokken: Impfung besonders bei Senioren wichtig
Modellierungen deuten an, dass aufgrund der Hygienemaßnahmen während der SARS-CoV-2-Pandemie in der kommenden Wintersaison vermehrt Erkrankungen mit infektiösen Erregern zu erwarten sind. Die STIKO bestätigt ihre Empfehlungen für eine Pneumokokken-Impfung von Risikogruppen.
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Gesundheitspolitik
Kliniken bleiben durch Corona weiter im Ausnahmezustand
Bei der Neuordnung der Krankenhaus-Finanzierung sollte das bestehende Fallpauschalen-System vereinfacht statt noch komplizierter gemacht werden. Zudem plädieren die Kliniken in privater Trägerschaft an die zukünftige Bundesregierung, die Corona-Politik mit Weitsicht zu betrachten und zu gestalten.
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Gesundheitspolitik
Online-Schulungen zu Digitalisierungsthemen
Mit der Fertigstellung der Online-Schulung zum E-Rezept hat das Beratungs- und Schulungsunternehmen DG Digitales Gesundheitswesen das Kursangebot zu den Anwendungen der Telematikinfrastruktur komplettiert. Damit stehen Beschäftigten in Praxen und Kliniken jetzt insgesamt sechs Online-Kurse zur Verfügung, mit deren Hilfe sie sich begleitend zum Berufsalltag effektiv auf die Herausforderungen vorbereiten können, die Neuerungen wie die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) oder die elektronische Patientenakte (ePA) mit sich bringen.
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Medizin
Prävention kardiovaskulärer Ereignisse bei pAVK
„Menschen mit einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) sind kardiovaskuläre Risikopatienten“, betonte Universitätsprofessorin Dr. Christine Espinola-Klein, Mainz, und ergänzte: „Eine klare Verbesserung der Prognose dieser Patienten wird mit der Senkung des LDL-C-Wertes erzielt (1). Lassen sich die in den Leitlinien empfohlenen Zielwerte mit einer intensiven Statintherapie (± andere lipidsenkende Therapien) nicht erreichen, können PCSK9-Inhibitoren wie Alirocumab eine Option sein, um das kardiovaskuläre Risiko zu senken“ (2).
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Medizin
Kinder mit Diabetes: mehr Unterstützung im Alltag gefordert
Die Zahl von Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes, die eine sehr schlechte Stoffwechsellage haben, sinkt seit etwa 10 Jahren. Auch die Zahl der schweren Hypoglykämien (Unterzuckerungen) ist dank technischer Hilfsmittel wie Insulinpumpen oder Glukosesensoren zurückgegangen (1). Doch nicht alle jungen Patientinnen und Patienten erreichen die in nationalen und internationalen Leitlinien gesetzten Therapieziele. Denn moderne Technologien stellen hohe Ansprüche an einen strukturierten Alltag, die von den Heranwachsenden, ihren Familien und Betreuerinnen und Betreuern in Kita und Schule viel abverlangen. Welche Herausforderungen es gibt und was es braucht, um die Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland weiter zu verbessern, erläutern Expertinnen und Experten der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) bei der Kongress-Pressekonferenz der Diabetes Herbsttagung am 5. November 2021.
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Medizin
COPD: Studie zeigt Dringlichkeit des Exazerbations-Managements
Kürzlich veröffentlichte Ergebnisse der großen retrospektiven Beobachtungsstudie AvoidEx zeigen die Bedeutung von Exazerbationen in der Versorgungssituation von Patientinnen und Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) (1). Die Auswertung von mehr als 250.000 Patientinnen und Patienten verdeutlicht, dass eine oder mehrere erlittene Exazerbationen die Wahrscheinlichkeit für weitere Ereignisse erhöhen und die Zeit bis zu deren Auftreten verkürzen. So erlitten nahezu die Hälfte (49,1%) der Patientinnen und Patienten ohne Exazerbationen zu Beginn der Studie mindestens eine weitere Exazerbation innerhalb des Follow-ups über 8 Jahre (1). Die Studienergebnisse weisen zudem darauf hin, dass nahezu zwei Drittel der untersuchten Patientinnen und Patienten keine der leitliniengerechten inhalativen Erhaltungstherapien in den 12 Monate vor Indexdatum erhielten. Dies schließt auch Schwer- bzw. Mehrfachexazerbierer ein. Die Daten unterstreichen nach Aussage der Autorinnen und Autoren die Notwendigkeit eines verbesserten Exazerbations-Managements mit dem verstärktem Fokus auf Exazerbationsprophylaxe durch optimale medikamentöse Behandlung im Rahmen der COPD-Therapie (1).
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Medizin
Hot Topics auf dem DIVI21 VIRTUELL
Neue Erkenntnisse zum Sepsis-Management
Besonders spannende und zudem hochaktuelle Themen der Intensiv- und Notfallmedizin werden am letzten Tag des virtuellen DIVI-Kongresses im Rahmen der Hot-Topics-Sitzung vorgestellt. Jetzt haben die Programmorganisatoren ein erstes Vortragsthema und den Referierenden bekannt gegeben: Prof. Tobias Welte, Medizinische Hochschule Hannover, wird über die gerade neu überarbeitete Leitlinie der Surviving-Sepsis-Campaign sprechen. 5 Jahre nach Erstveröffentlichung der Empfehlungen zum Management der Sepsis und des septischen Schocks gibt es nun eine Reihe von neuen Erkenntnissen, die beim DIVI-Kongress am 3. Dezember im Detail vorgestellt werden.
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Medizin
Hochwirksame neue Behandlungsoptionen in der Wundversorgung
In Deutschland leiden 2,7 Millionen Menschen an chronischen Wunden, Tendenz steigend. Die Problematik der komplexen und schlecht heilenden Wunde steht im Fokus des 04. Nürnberger Wundkongresses. Von Kernthemen wie dem diabetischen Fuß bis hin zu speziellen Herausforderungen wie großflächigen Verbrennungswunden steht erneut eine große Themenvielfalt auf dem Programm. Einen ersten Einblick in Schwerpunkte, Highlights und neueste Forschungsergebnisse der hochkarätigen interprofessionellen Tagung gibt Kongresspräsident Prof. Dr. med. Martin Storck, Direktor der Klinik für Gefäß- und Thoraxchirurgie am Städtischen Klinikum Karlsruhe und Präsident des Deutschen Wundrates (DWR).
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Praxismanagement
1 Jahr „App auf Rezept“ – Patientennutzen auf dem Prüfstand
Damit der Rauchstopp gelingt, die Blutzuckerwerte konstant gut bleiben oder starkes Übergewicht sinkt, müssen Patienten die eigene Krankheit dauerhaft im Blick haben. Dabei helfen inzwischen erstattungsfähige digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs). Wie steht es um die sogenannte „App auf Rezept“ nach einem Jahr der Einführung? Eine Einschätzung und einen Ausblick geben Expertinnen und Experten der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) beim DGIMTalk am 8. November 2021. Sie diskutieren zudem, wie der medizinische Nutzen der Apps in Studien untersucht werden kann und was wir zur Digitalisierung im Gesundheitswesen von den europäischen Nachbarn lernen können.
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Nephrologie
Metabolische Azidose: unabhängiger Risikofaktor bei CKD
Die metabolische Azidose ist für Patientinnen und Patienten mit einer Nierenerkrankung ein unabhängiger Risikofaktor. Dies ist das Ergebnis einer retrospektiven Beobachtungsstudie an über 51.000 Patientinnen und Patienten mit nicht-dialysepflichtiger chronischer Nierenerkrankung im Stadium 3-5 (CKD=chronic kidney disease) (1).
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Multiple Sklerose
Anhaltende Effektivität und Sicherheit mit Cladribin bestätigt
Seit 4 Jahren steht die Behandlungsoption mit Cladribin bei Multipler Sklerose zur Verfügung. Die Erfahrungen in der klinischen Praxis zeigen, dass ein frühzeitiger Einsatz eine anhaltende effektive Wirksamkeit und Sicherheit erzielt. Zudem ist die Familienplanung bereits 6 Monate nach der letzten Gabe möglich.
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Medizin
Renale Anämie: Zulassungsantrag für Vadadustat bei EMA eingereicht
Der erste Zulassungsantrag für den oralen HIF-Prolyl-Hydroxylase-Inhibitor Vadadustat zur Behandlung von erwachsenen Patientinnen und Patienten mit renaler Anämie im Rahmen einer chronischen Niereninsuffizienz wurde bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) eingereicht.
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Medizin
CED: Risikogen für Krebsentstehung entdeckt
Ein Kieler Forschungsteam des Exzellenzclusters „Precision Medicine in Chronic Inflammation“ hat einen neuartigen Mechanismus gefunden, der die DNA-Reparatur bei Menschen mit chronischen Darmentzündungen stören und so zu Darmkrebs führen kann.
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Medizin
FDA: Notfallzulassung von COVID-19-Impfung für 5- bis 11-Jährige
Die U.S.-Arzneimittelbehörde (Food and Drug Administration, FDA) hat die Notfallzulassung für den Pfizer-BioNTech COVID-19-Impfstoff bei Kindern von 5 bis 11 Jahren (auch definiert als 5 bis < 2 Jahre) erteilt. Bei dieser Altergruppe wird der Impfstoff in 2 10-µg-Dosen im Abstand von 21 Tagen verabreicht. Das 10 µg-Dosislevel wurde sorgfältig auf Grundlage von Daten zur Sicherheit, Verträglichkeit und Immunogenität ausgewählt. Dies ist der erste COVID-19-Impfstoff, der in den Vereinigten Staaten für diese Altersgruppe zugelassen ist.
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Medizin
Wie die COVID-19-Pandemie Kopfschmerzen und Migräne beeinflusst
Migräne ist eine neurologische Erkrankung individueller Ausprägung, die von den behandelnden Ärztinnen und Ärzten neben einer individualisierten, leitlinienbasierten Therapie, eine intensive Begleitung und erhöhte Aufmerksamkeit für die Belange der Patientinnen und Patienten erfordert. Diese Herausforderungen könnten durch die noch immer anhaltende COVID-19-Pandemie noch größer werden – denn aktuelle Daten zeigen, dass eine COVID-19-Erkrankung Kopfschmerzen verursachen und Migräne verstärken kann. Was dies für Betroffene bedeutet und wie eine erfolgreiche Migränetherapie aussehen kann, stellten die Expertinnen Prof. Dr. Dagny Holle-Lee (Vorsitz), Essen, Dr. Astrid Gendolla, Essen, sowie Dr. Katharina Kamm, München, bei einem Symposium im Rahmen des diesjährigen Deutschen Schmerzkongresses in Mannheim vor.
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