News | Beiträge ab Seite 233
Medizin
3 Min|
Atopische Dermatitis: Monoklonaler Antikörper neutralisiert gezielt IL-13
Für die Behandlung der Atopischen Dermatitis (AD) stehen topische und systemische Arzneimittel zur Verfügung, wobei bei der topischen Therapie unter anderem die Erhaltungstherapie eine wichtige Rolle spielt, um neuen Schüben vorzubeugen. Im Bereich der systemischen Arzneimittel bereichert seit 2021 Tralokinumab das Armoratorium für Patient:innen mit mittelschwerer bis schwerer AD (1). Der monoklonale Antikörper neutralisiert gezielt Interleukin-13 (IL-13), ein Schlüsselzytokin in der AD (2) und unterbricht den für AD typischen Kreislauf aus Entzündungen und Störung der Hautbarriere (3).
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Medizin
3 Min|
DiGA bei Rückenschmerzen
Vivira, die digitale Gesundheitsanwendung für Rücken-, Knie- und Hüftschmerzen, wurde vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) am 17. Februar 2022 für den Bereich Rücken endgültig in das Verzeichnis für Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA-Verzeichnis) aufgenommen. Damit bestätigte das BfArM die Ergebnisse der randomisiert kontrollierten Vivira-Studie (RCT-Studie) zum Rücken: Die Schmerzintensität von Patient:innen, die mit der DiGA Vivira trainierten, reduzierte sich statistisch signifikant und insbesondere in klinisch relevantem Ausmaß.
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Medizin
2 Min|
Chronische Niereninsuffizienz: Zusatznutzen von Dapagliflozin
Der gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat Dapagliflozin einen Zusatznutzen zur Behandlung erwachsener Patient:innen mit chronischer Niereninsuffizienz (CKD) attestiert (1). Bei Patient:innen mit CKD ohne symptomatische, chronische Herzinsuffizienz (HI) als Komorbidität sieht der G-BA in der Therapie mit Dapagliflozin einen Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen, bei Patient:innen mit CKD mit symptomatischer, chronischer HI als Komorbidität einen Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen. Somit ist Dapagliflozin der erste und bislang einzige SGLT-2-Inhibitor, der zur Behandlung erwachsener Patient:innen mit CKD zugelassen ist und dem darüber hinaus in dieser Indikation ein Zusatznutzen zugesprochen wurde.
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Herzinsuffizienz
2 Min|
Arthroseschmerz: NSAR bei älteren Patient:innen?
Der Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung steigt – und viele von ihnen haben chronische Schmerzen. Eine adäquate Schmerztherapie mit möglichst geringen Risiken kann dazu beitragen, die Lebensqualität und auch die Selbstständigkeit zu erhalten.
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Gesundheitspolitik
4 Min|
Lieferengpass Tamoxifen: Patient:innen brauchen Versorgungssicherheit bei unverzichtbaren Medikamenten
Der Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF) und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG) fordern zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Senologie e.V. (DGS) am aktuellen Beispiel des nur noch schwer verfügbaren Brustkrebsmedikaments Tamoxifen eine transparentere Kommunikation und Informationen bei Lieferengpässen. Für eine nachhaltige Versorgungssicherheit braucht es eine Neuausrichtung, die nicht länger durch die Mechanismen von Preis- und Rabattdruck gefährdet ist, sondern eine Skalierbarkeit gewährleistet, die Schaden von den Patient:innen abwendet.
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Medizin
3 Min|
Perkutane Trikuspidalklappenreparatur: Ein zukünftiger Weg aus der Rechtsherzinsuffizienz?
Eine neue Studie des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) überprüft, ob Patient:innen mit einer insuffizienten Trikuspidalklappe von einer Katheter-gestützten Reparatur der Herzklappe profitieren. Geleitet wird die Studie von Wissenschaftler:innen am LMU Klinikum München.
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Medizin
7 Min|
Kongressbericht ANIM 2022 – Neue Erkenntnisse zu Delir und NeuroCOVID
Ärzt:innen, Wissenschaftler:innen, Therapeut:innen und Pflegefachkräfte diskutierten vom 20. bis 22. Januar 2022 auf der 39. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) interdisziplinär und berufsgruppenübergreifend zwischen Forschung und Praxis der Neurologischen und Neurochirurgischen Intensivmedizin.
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Medizin
3 Min|
EMA-Zulassung für Somatrogon bei Wachstumshormonmangel im Kindesalter
Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat das langwirksame rekombinante humane Wachstumshormon Somatrogon zugelassen – eine 1x wöchentlich zu verabreichende Injektion zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen ab 3 Jahren mit Wachstumsstörungen aufgrund einer unzureichenden Ausschüttung von Wachstumshormon.
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Medizin
2 Min|
Hypertonie: Lebensstilveränderung mit digitaler Unterstützung
Die DAK-Gesundheit verbessert die Versorgung bei Bluthockdruck: Die Krankenkasse bietet ihren Versicherten exklusiv die kostenlose Hypertonie-App „Liebria“. Das neue Online-Angebot der Entwicklungsfirma „GAIA“ unterstützt Bluthochdruck-Patienti:nnen für 6 Monate bei einem gesunden Lebenswandel, um so die Erkrankung besser zu managen.
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News
1 Min|
Gesundheit statt Geschmack?
Zucker, Fett und Salz gehören zu den wichtigsten Geschmacksträgern. Trotzdem haben gerade erste beide einen schlechten Ruf und gelten als ungesund. Auch in Deutschland versuchen viele Menschen auf Zucker und Fett zu verzichten, wie die Grafik zeigt.
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Medizin
3 Min|
Hauttumoren seit Pandemie-Beginn später diagnostiziert
Die Inanspruchnahme der gesetzlichen Hautkrebsfrüherkennungsuntersuchung ist in der Coronapandemie stark eingebrochen. Die Folgen werden langsam sichtbar: Größere Tumoren bei der Erstdiagnose mit schlechteren Heilungschancen, warnt BVDD-Vizepräsident Dr. Thomas Stavermann. Über diese Entwicklung diskutieren Expert:innen auf der Pressekonferenz von BVDD und Deutscher Dermatologischer Gesellschaft (DDG) am 18. Februar 2022 auf der Dermatologie KOMPAKT & PRAXISNAH.
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Medizin
2 Min|
Neuer SFB zur Lymphom- und Entzündungsforschung
Die Universität zu Köln hat einen neuen Sonderforschungsbereich (SFB) bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingeworben. Der neue SFB 1530 trägt den Titel „Aufklärung und Targeting von pathogenen Mechanismen bei B-Zell-Neoplasien“. Der SFB wird mit 10,9 Mio. Euro über 4 Jahre gefördert. An dem von Köln aus geleiteten neuen SFB zu Lymphomen sind auch 2 Projekte der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und des Universitätsklinikums Essen beteiligt.
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Medizin
4 Min|
Wie sieht die optimale Behandlung einer Dysphagie aus?
Schluckstörungen können vielfältige Ursachen haben: Von neurogenen Störungen über eine eosinophile Ösophagitis (EoE) bis hin zu Kopf-Hals-Tumoren. Es bedarf daher einer umfassenden interdisziplinären Diagnostik, um eine zielgerichtete möglichst kausal orientierte Therapie der Dysphagie gewährleisten zu können. Was beim Management von Schluckstörungen zu beachten ist, wurde von Expert:innen beim 29. Gastroenterologischen Seminar der Falk Foundation e.V. in Leipzig erläutert.
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Medizin
3 Min|
Multiple Sklerose: Liegt die Ursache doch nicht in den Genen?
Forschende der Universität Zürich und des LMU Klinikums München haben das Immunsystem von eineiigen Zwillingspaaren untersucht, um den Einfluss von Umwelt und Genetik auf die Multiple Sklerose aufzuschlüsseln. Dabei haben sie möglicherweise Vorläuferzellen der krankheitsverursachenden T-Zellen entdeckt.
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COVID-19
2 Min|
Wirkt Remdesivir auch gegen Mutationen von SARS-CoV-2?
Neue Daten belegen die In-vitro-Aktivität von Remdesivir gegen 10 SARS-CoV-2-Varianten, einschließlich Omikron. Die Daten stimmen mit anderen In-vitro-Studien überein, die unabhängig voneinander von Forschenden aus Institutionen in anderen Ländern durchgeführt wurden, darunter Belgien, die Tschechische Republik, Deutschland, Polen und die Vereinigten Staaten, die die antivirale Aktivität von Remdesivir gegen mehrere zuvor identifizierte Varianten von SARS-CoV-2 bestätigten, darunter Alpha, Beta, Gamma, Delta und Omikron.
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Medizin
2 Min|
Psoriasis-Arthritis: 2-Jahres-Daten zu Guselkumab
Vor kurzem wurden in der Fachzeitschrift Arthritis & Rheumatology aktuelle Daten zu Guselkumab bei aktiver Psoriasis-Arthritis (PsA) vorgestellt. Die finalen Ergebnisse der Phase-III-Studie DISCOVER-2 beinhalten Daten zur Wirksamkeit und Verträglichkeit des ersten selektiven Interleukin(IL)-23-Inhibitors über einen Zeitraum von 2 Jahren (1). Die Daten wurden deskriptiv ausgewertet und sind konsistent zu denen vorheriger Studienauswertungen (2, 3).
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Medizin
4 Min|
Zulassung für 20-valenten Pneumokokken-Konjugatimpfstoff
Die Europäische Kommission hat die Zulassung für den 20-valenten Pneumokokken-Konjugatimpfstoff (PCV20) erteilt. Der Impfstoff ist zugelassen bei Personen ab 18 Jahren für die aktive Immunisierung zur Prävention gegen invasive Erkrankungen und Pneumonie, die durch Streptococcus pneumoniae verursacht werden.
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Medizin
3 Min|
Typ-2-Diabetes: GLP-1-RA ermöglicht signifikante Gewichtsreduktion
Anlässlich des International Society for Pharmacoeconomics and Outcomes Research European Congress (ISPOR EU) wurden neue Patient-Reported-Outcome-Daten (PRO) der prospektiven Beobachtungsstudie TROPHIES vorgestellt (1). Bereits bei einer ersten Auswertung nach 6 Monaten (2) zeichnete sich unter Dulaglutid (3) eine schnelle und ausgeprägte Gewichtsreduktion ab, die bis zum Ende des Beobachtungszeitraums nach 12 Monaten (1, 4) anhielt. Zu diesem Zeitpunkt betrug die mittlere Gewichtsveränderung -3,2 kg. Insgesamt erreichten 23,2 % der Patient:innen mit Typ-2-Diabetes (T2D) unter Dulaglutid eine Gewichtsreduktion um ≥ 5% ‒ 39,8% zudem einen HbA1c-Wert < 7% (4).
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Medizin
6 Min|
Atopische Dermatitis: Neuer JAK-Inhibitor zeigt schnelles und starkes Ansprechen
Mit dem selektiven Januskinase 1 (JAK1)-Inhibitor Abrocitinib steht seit dem 15. Januar 2022 eine neue Therapiemöglichkeit für erwachsene Patient:innen mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis (AD), die für eine systemische Therapie infrage kommen, in Deutschland zur Verfügung (1). Seine gute Wirksamkeit und sein gut untersuchtes Sicherheitsprofil zeigte der JAK1-Hemmer im umfangreichen JADE-Studienprogramm (2-9). Darin überzeugte Abrocitinib mit einem schnellen und starken Ansprechen (2-4, 10, 11).
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Medizin
3 Min|
Wie kann Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen frühzeitig diagnostiziert werden?
Ein Bluttest reicht aus, um die Autoimmunerkrankung Typ-1-Diabetes bei Kindern früh zu erkennen und schwere Stoffwechselentgleisungen zu verhindern. Mit der Fr1da-Studie bietet das Forschungszentrum Helmholtz Munich das weltweit größte bevölkerungsweite Screening zur Typ-1-Diabetes-Früherkennung bei Kindern an. Nun haben die Wissenschaftler:innen eine detaillierte Analyse zu den Kosten der Teststrategie veröffentlicht. Eine Einführung des Screenings in die Regelversorgung würde das Gesundheitssystem in Deutschland voraussichtlich 22 Euro pro untersuchtem Kind kosten.
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