News | Beiträge ab Seite 233
Medizin
CAD: Phase-III-Daten zu Sutimlimab gegen Kälteagglutininerkrankung
Die Ergebnisse aus Teil A von CADENZA, einer doppelblinden, placebokontrollierten Zulassungsstudie der Phase III zur Beurteilung der Sicherheit und Wirksamkeit von Sutimlimab bei Patienten mit Kälteagglutininkrankheit (Cold Agglutinin Disease, CAD) ohne Bluttransfusion in der jüngeren Vergangenheit (innerhalb der letzten sechs Monate), wurden auf dem Kongress der European Hematology Association 2021 vorgestellt. Die Daten zeigen, dass eine Behandlung mit Sutimlimab bei Patienten mit CAD zu einer raschen und nachhaltigen Hemmung der C1-aktivierten Hämolyse führte, die bereits innerhalb der ersten Behandlungswoche feststellbar war. Im Verlauf der Studie wurden im Vergleich zu Placebo klinisch signifikante Verbesserungen beim Hämoglobinwert und in Bezug auf Fatigue erzielt.
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Medizin
Aktuelle Therapie-Ansätze bei neurogener Detrusorüberaktivität
Aktuelle Ansätze für die Therapie der neurogenen Detrusorüberaktivität (Neurogenic Detrusor Overactivity, NDO) mit intravesikalem Oxybutynin wurden von Experten bei einem digitalen Pressegespräch vorgestellt.
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Medizin
Fördert ein Mangan-Mangel Typ-2-Diabetes?
Erbanlagen spielen bei einem Typ-2-Diabetes eine wichtige Rolle, nun könnte ein weiteres zu den bislang mehreren Hundert bekannten Genen hinzukommen. Dr. med. Martin Daniels, Universitätsklinikum Tübingen, forscht an einer Gen-Mutation, die über verschiedene Zwischenschritte möglicherweise auch das Diabetesrisiko erhöht. Dafür wurde er nun mit der Menarini Projektförderung 2021 der BERLIN-CHEMIE AG ausgezeichnet. Die Tübinger Arbeitsgruppe untersucht schon länger den Beitrag von genetischen Faktoren für die Entstehung des Diabetes, speziell der SLC-Transporter. Nun ist ein neuer Marker in ihren Blickpunkt geraten: eine Missense-Mutation (A391T) im Gen des Mangan-Transporters (SLC39A8). Dieses Protein sorgt in seinem Normalzustand dafür, dass unter anderem Mangan aus dem Darm ins Blut aufgenommen wird.
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Medizin
SLE: Erster Zulassungsantrag für Voclosporin zur Behandlung
Der erste Zulassungsantrag für den oralen Calcineurininhibitor Voclosporin zur Behandlung der Lupus-Nephritis wurde bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) eingereicht.
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Medizin
Neues Biologikum zur Behandlung der Atopischen Dermatitis
Die europäische Kommission hat den monoklonalen Antikörper Tralokinumab im Juni 2021 für die Behandlung der Atopischen Dermatitis (AD) zugelassen. Tralokinumab ist das erste Biologikum, das gezielt Interleukin(IL)-13, ein Schlüsselzytokin der AD, neutralisiert. Dies hemmt die IL-13 nachgeschalteten Signalwege und unterbricht den Kreislauf aus Entzündungen und Störung der Hautbarriere.
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Gesundheitspolitik
Krankenhaus Rating Report 2021
Die wirtschaftliche Lage deutscher Krankenhäuser hat sich im Jahr 2019 weiter verschlechtert. 13% lagen im „roten Bereich“ mit erhöhter Insolvenzgefahr. Auch ihre Jahresergebnisse sind gesunken, 33% der Kliniken schrieben auf Konzernebene einen Jahresverlust. Im Jahr 2020 dürften die Ausgleichszahlungen für die Einnahmeausfälle der Krankenhäuser während der COVID-19-Pandemie zu einem positiven Netto-Effekt führen. Ab 2022 könnte sich die Lage jedoch deutlich verschlechtern. Zu diesen und vielen weiteren Ergebnissen kommt die 17. Ausgabe des „Krankenhaus Rating Report“, der im Rahmen des „Hauptstadtkongress 2021 – Medizin und Gesundheit“ der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Er wurde gemeinsam vom RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und der Institute for Healthcare Business GmbH (hcb) in Kooperation mit der Bank im Bistum Essen (BIB) und der HIMSS erstellt.
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Medizin
Was ist Morbus Castleman?
Seltene Erkrankungen können sich in häufiger auftretenden, vermeintlich offensichtlicheren Erkrankungen „verstecken“. So auch bei Morbus Castleman. Charakteristisch für eine der Unterformen, der idiopathische multizentrische Morbus Castleman (iMCD), ist eine multifokale Lymphadenopathie begleitet von einer inflammatorischen Symptomatik, z.B. Nachtschweiß, Fieber, Gewichtsverlust und Fatigue (1). Zudem kann eine Hepatosplenomegalie auftreten (1).
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Depression
Medizinisches Cannabis – patientenindividuelle Therapieoption
In Deutschland leiden 20% der Bevölkerung an chronischen Schmerzen. Neben den somatischen treten häufig auch psychische Beschwerden hinzu. Die Lebensqualität durch eine geeignete Schmerztherapie zu verbessern, ist oberstes Ziel einer pharmakologischen Intervention. Meist werden Opioide eingesetzt, die häufig mit starken Nebenwirkungen einhergehen und ein hohes Suchtpotenzial bergen. Als Monotherapie oder auch begleitend zur Opioidgabe können Cannabinoide Abhilfe schaffen: Bereits eingesetzt werden sie vermehrt bei Tumorschmerzen, Nicht-Tumorschmerzen, chronischen Schmerzen, neuropathischem Schmerz und bei spastischem Schmerz bei Multipler Sklerose (MS).
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Medizin
Diabetesprävention: Cities Changing Diabetes setzt auf Bewegung
Rund zwei Drittel der Menschen mit Diabetes leben momentan in Städten (1). Aktuellen Untersuchungen zufolge liegt die Diabetesprävalenz in Berlin bei rund 10%, mit großen regionalen Unterschieden (2). So verzeichnet der Bezirk Marzahn-Hellersdorf im Gegensatz zu den anderen Berliner Bezirken eine überdurchschnittliche Diabeteshäufigkeit. Gründe dafür sind unter anderem ein stark steigender Altersdurchschnitt der Bevölkerung und ein geringes Einkommen, z.B. durch Langzeitarbeitslosigkeit. Seit Oktober 2020 ist der Stadtbezirk offiziell erste deutsche Cities Changing Diabetes (CCD) Partnerstadt. Im Rahmen der Initiative möchte der Bezirk aktiv gegen die ansteigenden Diabeteszahlen vorgehen und startet gemeinsam mit dem dänischen Pharmaunternehmen Novo Nordisk jetzt erste Präventionsmaßnahmen.
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Medizin
Verbesserte Wirksamkeit von neuem Malaria-Wirkstoff
Die Substanz Artemisone ist ein vielversprechendes Mittel gegen Malaria. Allerdings kommt es bislang nicht zum Einsatz: Der Wirkstoff ist zu instabil und wird vom Körper nur schlecht aufgenommen. Einem Team der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und der Hebräischen Universität Jerusalem ist jetzt ein wichtiger Fortschritt gelungen: Es hat ein sehr einfaches Zubereitungsverfahren entwickelt, wodurch der Wirkstoff besser verabreicht und auch zuverlässig gelagert werden könnte. Über ihre Arbeit berichten die Forschenden im Fachjournal „Antimicrobial Agents and Chemotherapy“.
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Medizin
Was kann Künstliche Intelligenz in der Medizin leisten?
Was kann künstliche Intelligenz (KI) in der Medizin leisten? Auf der virtuellen Digitalkonferenz DMEA wurde dies an konkreten Beispielen und Anwendungsszenarien für Kliniken gezeigt. Die Veranstaltung machte klar: Der wichtigste Erfolgsfaktor ist der Mensch. Er generiert die Daten für die Systeme, muss deren Entscheidungen nachvollziehen können und ihre Unterstützung akzeptieren. Das funktioniert nur, wenn der Nutzen überzeugend und wissenschaftlich nachweisbar ist.
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Medizin
Künstliche Intelligenz in der medizinischen Diagnostik
Künstliche Intelligenz (KI) kann medizinisches Personal in der Diagnostik unterstützen. Sie zu trainieren erfordert allerdings den Zugriff auf ein schützenswertes Gut: medizinische Daten. Ein Forschungsteam der Technischen Universität München (TUM) hat eine Technik entwickelt, die die Privatsphäre der Patientinnen und Patienten beim Trainieren der Algorithmen schützt. Anwendung findet die Technik nun erstmals in einem Algorithmus, der in Röntgenbildern Pneumonien erkennt.
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Medizin
COVID-19: Besondere Versorgung chronischer Schmerzpatienten
Bewegungsmangel, eingeschränkte Therapieangebote, verstärkte soziale Isolation: Die Corona-Pandemie verschärft die ohnehin schwierige Situation chronischer Schmerzpatienten noch weiter. Umso wichtiger sind wirksame und verträgliche Opioid-Analgetika in herausfordernden Zeiten, betonte Ulf Schutter.
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Medizin
TNF-Inhibitoren in der Rheumatologie – aktueller Forschungsstand
Insgesamt 8 Beiträge stellte Prof. Dr. Frank Buttgereit von der Charité Universitätsmedizin Berlin im virtuellen Posterwalk vor. Den Anfang bildete der Abstract „COVID-19 Vaccine Safety in Patients with Rheumatic and Musculoskeletal Disease”, demzufolge Impfstoffe von Pfizer/BioNTech, AstraZeneca sowie Moderna bei RMD-Patienten ein gutes Sicherheitsprofil besitzen. Etwa ein Drittel der Geimpften, so das Studienergebnis, litt unter Nebenwirkungen; Krankheitsschübe sowie schwere Nebenwirkungen waren jedoch selten beziehungsweise sehr selten. Effektivität und Verträglichkeit unterschieden sich nicht von der Bevölkerung.
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Medizin
Neues aus der Thyreologie: Schilddrüse interdisziplinär
Schilddrüsenerkrankungen sind vielfältig und vielschichtig. Insbesondere wenn sie mit anderen Erkrankungen assoziiert sind, ist oftmals eine interdisziplinäre Zusammenarbeit notwendig.
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Medizin
Biologika-Therapie: Wie eine „App“-likation Ihre Patienten digital unterstützen kann
Launch der App CimplyMe® – die begleitende App für ava Connect®, für einen ganzheitlichen Ansatz im Management einer Biologika-Behandlung in der Rheumatologie und Dermatologie
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Medizin
Effektiv gegen Magnesium-Mangel: Magnesiumorotat überzeugt mit hoher Absorption
Muskelkrämpfe, Verspannungen und Nervosität können Hinweise auf einen Magnesiummangel sein, der bei Patienten in der täglichen Praxis keineswegs selten zu beobachten ist. Bei der Therapie des Defizits sollte man ein geeignetes Präparat wählen: Denn wie viel Magnesium in den Körper gelangt, hängt entscheidend von der Art der Magnesiumverbindung ab.
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Medizin
Akustikusneurinom: Frühe Operation rettet meist das Hörvermögen
Das Akustikusneurinom (Vestibularisschwannom) ist ein seltener, gutartiger Tumor des Gleichgewichtsnervens, der durch Hörminderung, Schwindel und Tinnitus diagnostiziert wird. Kleinere dieser Tumoren werden grundsätzlich bestrahlt, größere Tumoren operativ entfernt. Eine klinische Studie unter Federführung der MedUni Wien konnte nun zeigen, dass eine frühe Operation des Akustikusneurinoms das Hörvermögen mit einer Erfolgsquote von bis zu 83% erhalten kann.
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Medizin
PCR-Ergebnisse allein ungeeignet als Indikator für Pandemie-Maßnahmen
Forschende der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) weisen im renommierten Journal of Infection darauf hin, dass die Ergebnisse von RT-PCR-Tests allein eine zu geringe Aussagekraft haben, um damit Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung zu begründen. Gemäß ihrer Untersuchung beweisen positive Testergebnisse nicht hinreichend, dass mit SARS-CoV-2 Infizierte andere Personen mit dem Coronavirus anstecken können. Zusammen mit Wissenschaftlern der Universität Münster und dem MVZ Labor Münster hatten sie zuvor rund 190.000 Ergebnisse von mehr als 160.000 Menschen dahingehend ausgewertet.
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Medizin
Zulassung für Pneumokokken-Konjugatimpfstoff PCV 20
Die Food and Drug Administration (FDA) hat den 20-valenten Pneumokokken-Konjugatimpfstoff PCV 20 für die Prävention von durch das Bakterium Streptococcus pneumoniae verursachte invasive Pneumokokken-Erkrankungen (IPD) und Lungenentzündungen bei Erwachsenen ab 18 Jahren zugelassen.
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