News | Beiträge ab Seite 233
Medizin
FDA: Notfallzulassung von COVID-19-Impfung für 5- bis 11-Jährige
Die U.S.-Arzneimittelbehörde (Food and Drug Administration, FDA) hat die Notfallzulassung für den Pfizer-BioNTech COVID-19-Impfstoff bei Kindern von 5 bis 11 Jahren (auch definiert als 5 bis < 2 Jahre) erteilt. Bei dieser Altergruppe wird der Impfstoff in 2 10-µg-Dosen im Abstand von 21 Tagen verabreicht. Das 10 µg-Dosislevel wurde sorgfältig auf Grundlage von Daten zur Sicherheit, Verträglichkeit und Immunogenität ausgewählt. Dies ist der erste COVID-19-Impfstoff, der in den Vereinigten Staaten für diese Altersgruppe zugelassen ist.
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Medizin
Wie die COVID-19-Pandemie Kopfschmerzen und Migräne beeinflusst
Migräne ist eine neurologische Erkrankung individueller Ausprägung, die von den behandelnden Ärztinnen und Ärzten neben einer individualisierten, leitlinienbasierten Therapie, eine intensive Begleitung und erhöhte Aufmerksamkeit für die Belange der Patientinnen und Patienten erfordert. Diese Herausforderungen könnten durch die noch immer anhaltende COVID-19-Pandemie noch größer werden – denn aktuelle Daten zeigen, dass eine COVID-19-Erkrankung Kopfschmerzen verursachen und Migräne verstärken kann. Was dies für Betroffene bedeutet und wie eine erfolgreiche Migränetherapie aussehen kann, stellten die Expertinnen Prof. Dr. Dagny Holle-Lee (Vorsitz), Essen, Dr. Astrid Gendolla, Essen, sowie Dr. Katharina Kamm, München, bei einem Symposium im Rahmen des diesjährigen Deutschen Schmerzkongresses in Mannheim vor.
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Medizin
LDL-C-Senkung: Ein Jahr Praxiserfahrung mit Bempedoinsäure
Seit November 2020 steht mit dem Cholesterinsenker Bempedoinsäure als Monopräparat sowie als Fixkombination mit Ezetimib eine zusätzliche orale Therapiestufe für die Behandlung von Betroffenen mit Hypercholesterinämie und hohem oder sehr hohem kardiovaskulären Risiko zur Verfügung. Als erste, einmal täglich oral einzunehmende Add-On-Therapeutika einer neuen Substanzklasse (ATP-Citrat- Lyase (ACL)-Inhibitor) wirken sie ergänzend zu Statinen und anderen oralen Lipidsenkern. So kann eine zusätzliche Senkung des Cholesterinspiegels erreicht werden (1–3).
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Medizin
Urtikaria: Dupilumab verbessert signifikant Juckreiz und Nesselsucht
In einer Phase-III-Zulassungsstudie, in der Dupilumab bei Patientinnen und Patienten mit mittelschwerer bis schwerer chronischer spontaner Urtikaria (CSU), einer entzündlichen Hauterkrankung, untersucht wurde, wurden nach 24 Wochen die primären und alle wichtigen sekundären Endpunkte erreicht (1). In Studie A (der ersten von 2 Studien) des klinischen LIBERTY-CUPID-Programms bewirkte die zusätzliche Gabe von Dupilumab zur Standardtherapie mit Antihistaminika im Vergleich zur Antihistaminika-Therapie und Placebo (Placebogruppe) bei noch nicht mit Biologika vorbehandelten Patientinnen und Patienten eine signifikante Linderung von Pruritus und Nesselsucht (1).
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Schlaganfall
Schlaganfall: Vom Nihilismus zur Intervention
Anlässlich des heutigen Welt-Stroke-Days berichteten namhafte Schlaganfallexperten der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft über den aktuellen Stand in der Behandlung und Nachsorge des Schlaganfalls. Im Fokus: Die Aktualisierung der Leitlinien, Stroke Units und die telemedizinische Versorgung.
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Medizin
MS: 4-Jahresupdate zur Behandlung mit Cladribin-Tabletten
Vor 4 Jahren wurde der erste Betroffene mit Multipler Sklerose (MS) in Deutschland mit Cladribin-Tabletten behandelt. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Klaus Schmierer, London/UK, und Prof. Sven Meuth, Düsseldorf, präsentierten Expertinnen und Experten die in den letzten Jahren gesammelten Praxis-Erfahrungen und Langzeitdaten. Die Expertinnen und Experten waren sich einig: Die Daten zeigen, dass Cladribin-Tabletten sicher, effektiv und langwirksam sind und sprechen daher für einen frühen Einsatz des Medikaments in der MS-Therapie (1, 2).
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Medizin
ATTR-CM: Tafamidis in aktueller ESC-Leitlinie empfohlen
Die Wahrnehmung der bislang oft unterdiagnostizierten Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie (ATTR-CM) steigt, was auf verbesserte diagnostische Möglichkeiten mittels kardialer Bildgebung und die erste kausale Therapieoption mit Tafamidis 61 mg zurückzuführen ist (1, 2). Nun hat der Transthyretin-Stabilisator zur Behandlung der ATTR-CM auch Eingang in die aktuelle Leitlinie der European Society of Cardiology (ESC) gefunden (2). Optimierungsbedarf besteht weiterhin bei der frühzeitigen Diagnose der Erkrankung, die schon in der Primärversorgung im Zusammenspiel von allgemeinmedizinisch, internistisch und kardiologisch tätigen Ärztinnen und Ärzten ansetzen sollte. Klinische Aufmerksamkeit bei Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz – dem vorherrschenden Beschwerdebild bei einer ATTR-CM – ist daher von zentraler Bedeutung. Der Ätiologie einer Herzinsuffizienz muss stets auf den Grund gegangen werden.
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Medizin
S3-Leitlinie zu Tinnitus aktualisiert
Bei Tinnitus rauscht, piepst, dröhnt oder klingelt es ständig im Ohr, ausgelöst beispielsweise durch einen Hörsturz, Knallgeräusche oder ein Ungleichgewicht der Flüssigkeit im Innenohr. Dies beeinträchtigt die Lebensqualität der Betroffenen erheblich, zumal dann, wenn die körpereigenen Ohrgeräusche chronisch werden. Rund 10 Millionen Menschen erkranken jährlich, bei rund 1,5 Millionen ist dieses Leiden chronisch. Diese Patientengruppe steht im Focus der überarbeiteten S3-Leitlinie, die unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V., Bonn (DGHNO-KHC) auf den neuesten Stand gebracht wurde.
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Medizin
AD: Studienergebnisse zur Umstellung von Dupilumab auf Upadacitinib
Auf dem 30., virtuellen, Kongress der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV) wurden neue Daten aus dem klinischen Phase-III-Studienprogramm von Upadacitinib zur atopischen Dermatitis (AD) präsentiert. Die Analyse zeigte, dass unabhängig von Alter, Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit, Gewicht, Schweregrad der Erkrankung und vorheriger systemischer Therapie ein größerer Anteil der Patientinnen und Patienten, die mit Upadacitinib (15 mg oder 30 mg; einmal täglich) behandelt wurden, im Vergleich zu Placebo in Woche 16 eine 75%-ige Verbesserung beim Eczema Area Severity Index (EASI 75) erreichte (1). Eine weitere Analyse der Phase-IIIb-Studie (Heads Up), die vergleichend Upadacitinib 30 mg versus Dupilumab 300mg untersuchte, konnte zeigen, dass bei Messungen in 4 Körperregionen mehr Patientinnen und Patienten, die mit Upadacitinib 30 mg behandelt wurden, in Woche 16 EASI 75 erreichten als mit Dupilumab (2).
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Praxismanagement
Video statt Wartezimmer: Der digitale Arztbesuch
Durch die Corona-Maßnahmen kamen Kinder im letzten Jahre oft ohne Infekt durch den Winter, doch nun steigt die Anzahl von Infekten und dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) bei Kleinkindern stark an. Der digitale Arztbesuch bietet bei Erkältungs- und Grippeinfektionen oder ersten Anzeichen des RSV unkompliziert schnelle Hilfe.
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Medizin
Unzureichende Versorgung von Depression, Diabetes und Adipositas
Wie gut Menschen mit Diabetes oder Adipositas mit ihrer Erkrankung leben können, hängt nicht zuletzt davon ab, wie zuverlässig sie die notwendige Selbstbehandlung – vom Blutzuckermessen über Bewegung bis hin zu einer angepassten Ernährung – meistern. Denn psychische Erkrankungen wie Depressionen und Ess- oder Angststörungen behindern die Selbstmanagementfähigkeiten immens. Dennoch fehlt es derzeit an ausreichend ausgebildeten Psychotherapeutinnen und -therapeuten, ambulanten Beratungsstellen und niederschwelliger Unterstützung. Wie die psychosoziale Versorgung Betroffener verbessert werden kann, erläutern Expertinnen und Experten der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG).
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Medizin
ATTR-CM: Tafamidis in ESC-Leitlinie empfohlen
Die Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie (ATTR-CM) ist eine Erkrankung die immer häufiger vorkommt. Deshalb ist es von großer Relevanz, dass die ATTR-CM rechtzeitig erkannt wird und dann eine adäquate Therapie erfolgt. Eine gute Kooperation von Hausärzten, Internisten und Kardiologen ist deshalb unerlässlich. Tafamidis ( VyndaquelR ) , ein Transthyretin-Stabilisator, hat sich bei der Behandlung sowohl der altersbedingten Wildtypform als auch der hereditären ATTR-Amyloidose als vorteilhaft erwiesen.
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Medizin
Colitis Ulcerosa: Ergebnisse zu Langzeitwirksamkeit von ABX464
Neue Ergebnisse einer erweiterten Anzahl an Patientinnen und Patienten aus der laufenden offenen Phase-IIb-Erhaltungsstudie zur Behandlung von Colitis ulcerosa (CU) wurden bekannt gegeben. Nach Ende der Induktionsstudie setzten diese Patientinnen und Patienten ihre Behandlung mit einer 1-mal täglichen, oralen Einnahme von 50mg ABX464 fort. Diese neuesten Daten aus der laufenden Erhaltungsstudie (Stichtag: 15. September 2021) wurden am 4. Oktober auf der UEG Week Virtual 2021 in einer Late-Breaking Abstract Präsentation von der leitenden Prüfärztin Prof. Séverine Vermeire vorgestellt und sind nachfolgend zusammengefasst. Die Ergebnisse bekräftigen das Potenzial von ABX464, eine im Behandlungsverlauf sowohl anhaltende als auch verbesserte Wirksamkeit zu erzielen, wobei das Molekül weiterhin ein gutes Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil aufwies.
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Medizin
Atemwegsinfekte früher behandeln
Das kalte Wetter und mehr Kontakte lassen die Infektionszahlen steigen. Was gut für das Abwehrtraining ist, kann in Corona-Zeiten die Bronchien zusätzlich belasten. Einfach abwarten und Tee trinken, ist deshalb keine gute Option.
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Gesundheitspolitik
Fehlende Pflegekräfte auf Intensivstationen
Immer mehr Betten auf Deutschen Intensivstationen sind gesperrt und stehen nicht mehr zur Verfügung. Zu diesem Ergebnis kommen die Initiatoren einer Umfrage unter 643 Intensivmedizinern der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin (DGIIN). „Dahinter steckt keine böse Absicht – es fehlt schlicht das geschulte Pflegepersonal!“, erklärt der Past Präsident der DIVI, Professor Uwe Janssens, Chefarzt Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin St.-Antonius-Hospital. Die schon vor der Pandemie nachweisbaren Probleme in der Intensivmedizin haben sich verstärkt. „Die zurückliegenden, zermürbenden Monate haben zu einer Verschlechterung der Stimmung und zu weiteren Kündigungen von Stammpflegekräften geführt!“ So ist in der kommenden Zeit ist mit einer spürbaren Einschränkung in der Versorgung der Bevölkerung zu rechnen.
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Medizin
App gegen Burnout
Der Therapiekurs HelloBetter Stress und Burnout ist vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) dauerhaft als Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) zugelassen worden und kann somit auf Rezept verordnet werden. Es ist die weltweit erste und bis jetzt einzige verschreibungsfähige digitale Intervention zur Behandlung von Burnout-Symptomatik (ICD-Kodierung: Z73).
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Medizin
Effektive NMOSD-Schubprophylaxe unter Satralizumab
Aktuelle Langzeitdaten zu Satralizumab belegen ein günstiges Nutzen-Risiko-Profil des Interleukin-6 (IL-6)-Rezeptorinhibitors in der Behandlung von Menschen mit NMOSD, bei denen sich Autoantikörper gegen das Wasserkanalprotein Aquaporin-4 (AQP4) im Serum nachweisen lassen (1, 2). Die Daten aus den OLE-Phasen der zulassungsrelevanten Phase-III-Studien SAkuraStar und SAkuraSky wurden beim 37. Kongress des European Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis (ECTRIMS) 2021 präsentiert.
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Medizin
Phase 2b-Daten belegen Wirksamkeit des RSV-Impfstoffkandidaten
Daten der Phase-2b-Studie CYPRESS weisen darauf hin, dass der Impfstoffkandidat gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) von Janssen Pharmaceutical Companies of Johnson & Johnson vor einer durch RSV verursachten Erkrankung der unteren Atemwege (lower respiratory tract disease, LRTD) schützen kann. Die Wirksamkeit des Impfstoffs betrug bis zu 80% bei Erwachsenen ab 65 Jahren (1). Die Studienergebnisse wurden Anfang Oktober auf der virtuellen Konferenz IDWeek 2021 in Form eines Late-Breaking-Abstracts vorgestellt.
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Medizin
Zielgerichtete Schmerztherapie bei chronischen Rückenschmerzen
Rückenschmerzen sind der häufigste Grund für einen Arztbesuch in Deutschland. Fehlbelastungen, Nervenschäden und Verschleißerscheinungen an der Wirbelsäule können zu Entzündungen und schmerzhaften Bewegungseinschränkungen führen. Der Ultraschall bietet neue innovative diagnostische und therapeutische Verfahren in der Schmerztherapie von Rückenleiden. Sonografisch geführte Injektionen in Wirbelgelenke oder an die Nervenwurzeln können Schmerzen reduzieren und erst so weitere Behandlungsformen wie eine Physiotherapie ermöglichen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) hin. Durch eine ultraschallgeführte kurzfristige Ausschaltung von Nerven könne außerdem der Schmerzursprung identifiziert werden.
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Medizin
Neu entdeckter Gendefekt löst Diabetes aus
Mutationen in ONECUT1 stören Entwicklung der Bauchspeicheldrüse
Ein internationales Team unter deutsch-französischer Leitung hat aufgedeckt, dass Mutationen im Gen ONECUT1 Formen von Diabetes auslösen können. Solche Gendefekte führen zur Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse und beeinträchtigen die Insulin-Produktion der Betazellen. Die Studie, an der Forschende des Universitätsklinikums Ulm federführend beteiligt waren, wurde in „Nature Medicine“ veröffentlicht (1). Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Arbeit helfen bei der Personalisierung von Diabetes-Therapien.
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