News | Beiträge ab Seite 243
Medizin
Studie NAVIGATOR: Tezepelumab reduziert Exazerbationen bei breiter Patientenpopulation mit schwerem unkontrollierten Asthma
Aktuelle Daten der Phase-III-Studie NAVIGATOR zeigen, dass Tezepelumab die jährliche Asthma-Exazerbationsrate (AAER) (i) bei einer Vielzahl von PatientInnen mit schwerem unkontrolliertem Asthma statistisch signifikant und klinisch relevant reduziert (1, 2). Dieser Effekt konnte auch bei einer PatientInnen- Population mit einer niedrigen Konzentration von Eosinophilen im Blut (< 300 Zellen/μl) erreicht werden. Zudem wurden ähnliche Verringerungen der AAER in einer Subgruppe von PatientInnen beobachtet, die zur Baseline eine eosinophile Ausgangskonzentration von weniger als 150 Zellen pro Mikroliter Blut aufwiesen. Schweres Asthma kann das Leben von PatientInnen einschränken und betrifft derzeit etwa 34 Millionen Menschen weltweit (3, 4). Viele Betroffene sind trotz einer hochdosierten, inhalativen Erhaltungstherapie, dem Einsatz von Biologika und oralen Kortikosteroiden (OCS) nicht symptom- und exazerbationsfrei (4, 5, 6).
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Medizin
Hüft- und Kniearthrose: Corona-Zeit wie überbrücken?
Auch wenn Impfstoffentwickler große Fortschritte melden: Momentan rollt die zweite Corona-Welle. Einige Krankenhäuser fahren ihre Regelversorgung bereits wieder herunter, um Kapazitäten für an COVID-19 Erkrankte frei zu halten. Für Patienten mit schwerer Arthrose ihrer Hüft- oder Kniegelenke kann dies bedeuten, dass sie länger als geplant auf ihr Ersatzgelenk warten müssen. Informierte Patienten können jedoch die Zwischenzeit besser überbrücken und so zu ihrer Lebensqualität beitragen.
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Medizin
Verbessertes Screening bei gleichzeitigem Vorhandensein von Aortenstenose und kardialer Amyloidose
Die Aortenstenose, die hochgradige Einengung der Aortenklappe, und die kardiale Amyloidose, bei der es zur Ablagerung von Eiweiß im Herzmuskel kommt, sind schwere Herzerkrankungen, an denen besonders ältere PatientInnen gleichzeitig erkranken können. Unter Beteiligung eines Forschungsteams konnte nun in einer internationalen Studie gezeigt werden, dass ein auf einfachen klinischen Parametern basierendes Punktesystem dabei hilft, die Diagnostik zu verbessern, um ein gleichzeitiges Auftreten beider Krankheiten zu erkennen.
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Medizin
Gleicher Pathomechanismus bei schweren COVID-19-Verläufen wie beim systemischen Lupus erythematodes?
Eine aktuell in „Nature Immunology“ hochrangig publizierte Arbeit (1) stellt eine interessante Hypothese auf: So komme es bei schweren COVID-19-Verläufen zur gleichen Aktivierung von B-Zellen und Autoantikörperbildung wie bei Patienten mit akuten Schüben des systemischen Lupus erythematodes (SLE). Das wirft die Frage auf, ob der Einsatz von von zielgerichteten immunmodulatorischen Therapien, die beim SLE eingesetzt werden, auch bei schweren COVID-19-Erkrankungen erfolgversprechend sein könnte.
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Medizin
Schweres Asthma: Benralizumab reduziert Bedarf an oralen Kortikosteroiden
Der Anti-IL5-Rezeptor-Antikörper Benralizumab (Fasenra®) (1) führt bei 62 % der Asthma-PatientInnen mit einer erhöhten Eosinophilen-Anzahl im Blut zum vollständigen Absetzen der oralen Kortikosteroide (OCS) als Erhaltungstherapie: Das zeigen aktuelle Daten der offenen Phase-IIIb-Studie PONENTE (2), der – mit etwa 600 Teilnehmenden – größten bisher durchgeführten Studie zur Steroidreduktion bei schwerem Asthma. Derzeit erhält mehr als ein Drittel aller PatientInnen mit schwerem Asthma eine dauerhafte oder intermittierende OCS-Behandlung als Add-on-Therapie, um Symptome und Exazerbationen zu kontrollieren (3, 4). Der häufige oder dauerhafte Einsatz von OCS kann jedoch zu schwerwiegenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen führen (5-7).
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Medizin
MS: Anhaltende Verlangsamung der Progression unter Ocrelizumab
Der frühzeitige Einsatz von Ocrelizumab verlangsamt auch langfristig die Behinderungsprogression von Patienten mit RMS und PPMS effektiv und verbessert damit die Prognose der Patienten nachhaltig. Das belegen aktuelle Daten der Extensionsphasen der Studien OPERA und ORATORIO (1, 2). So war das Risiko für eine Behinderungsprogression (bestätigt über 48 Wochen; CDP48-EDSSd) bei RMS-Patienten, die über 6,5 Jahre durchgehend mit Ocrelizumab behandelt wurden, gegenüber jenen Patienten, die zunächst mit Interferon beta-1a s.c. behandelt wurden, signifikant um 28% reduziert (p=0,012) (1). Bei PPMS-Patienten, die von Anfang an mit Ocrelizumab behandelt wurden, reduzierte sich das Risiko einer CDP48-EDSS über 7 Jahre um 31% gegenüber Patienten, die zu Beginn der ORATORIO-OLE von Placebo zu Ocrelizumab gewechselt waren (2). Patienten mit kontinuierlicher OCREVUS-Therapie benötigten im Vergleich zur Kontrollgruppe zudem später einen Rollstuhl (OPERA) bzw. eine Gehhilfe (ORATORIO) (1, 2).
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Praxismanagement
Ärzte-Umfrage bestätigt: Telemedizin ist weiter auf dem Vormarsch
Eine aktuelle DocCheck-Umfrage unter 300 Ärzten gibt Aufschluss zur Akzeptanz und Nutzung von Video-Sprechstunden von Medizinern sowie den Vorteilen und Herausforderungen für den Praxisalltag. Über ein Fünftel der befragten Ärzte (21%) bietet demnach bereits telemedizinische Leistungen an – weitere 18% haben konkrete Pläne, in die telemedizinische Anwendung einzusteigen. Gründe dafür liegen aus Sicht der Ärzte vor allem in den Vorteilen der höheren Flexibilität (49%) und gesteigerten Effizienz (42%), die digitale Leistungen mit sich bringen können.
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Medizin
Neurologisches Syndrom bei Kindern identifiziert
Ein neu entdeckter genetischer Defekt führt bei Kindern zu verzögerter Sprachentwicklung und motorischen Beeinträchtigungen. Dem Syndrom liegen Veränderungen in der RNA-Interferenz zugrunde. "Dieser Mechanismus reguliert die Expression von Genen in den Zellen, er steuert also, wie genetische Informationen im Organismus zum Ausdruck kommen und in Erscheinung treten", sagt Prof. Dr. Hans-Jürgen Kreienkamp, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Für die Entdeckung des Mechanismus wurden die beiden US-Wissenschaftler Andrew Z. Fire und Craig C. Mello 2006 mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin ausgezeichnet.
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Medizin
Morbus Crohn: Langfristige klinische Remission unter Ustekinumab
Auf der diesjährigen UEGW Virtual 2020 (United European Gastroenterology Week) wurden neue, finale 252-Wochen-Daten der offenen Langzeitverlängerungsstudie (Long-Term Extention, LTE) von IM-UNITI vorgestellt. Diese Daten zeigten, dass die Behandlung von Patienten mit mittelschwerem bis schwerem aktiven Morbus Crohn mit Ustekinumab (Stelara®) über fast 5 Jahre zu einer langfristigen klinischen Remission führen kann (1).
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Medizin
Plaque-Psoriasis: Neuartiger, oraler, selektiver TYK2-Inhibitor in Phase-III-Studie überlegen
Es liegen positive Ergebnisse der Studie POETYK PSO-1 vor, der ersten pivotalen Phase-III-Studie zur Evaluierung von Deucravacitinib (BMS-986165), einem neuartigen, oralen, selektiven Tyrosinkinase-2 (TYK2)-Inhibitor, für die Behandlung von Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis. In der Studie POETYK PSO-1 wurde die Dosierung von 6 mg Deucravacitinib einmal täglich untersucht. Beide co-primären Endpunkte wurden im Vergleich zu Placebo erreicht, wobei mehr Patienten nach 16 Wochen Therapie mit Deucravacitinib einen Psoriasis Area and Severity Index (PASI) von 75 erreichten, definiert als eine PASI-Verbesserung um mindestens 75%, wie auch einen sPGA (Static Physician’s Global Assessment)-Score von 0/1 (frei von Hautläsionen oder fast frei).
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Medizin
Chronische Niereninsuffizienz: Biomarker Cystatin C bei risikoarmen Patienten genauer als Kreatinin
Chronische Nierenerkrankungen, häufig Folge von Diabetes oder Bluthochdruck, gelten als eigenständiger Risikofaktor für Herzinfarkt oder Schlaganfall. In einer Studie wurde gezeigt, dass eine auf dem Marker Cystatin C-basierende Messmethode unter bestimmten Umständen genauer sein kann als die bislang verwendete Messung mittels Kreatinin. Veröffentlicht wurde die Arbeit im Fachjournal BMC Medicine.
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Praxismanagement
Abschied vom analogen Arztbrief
Das Telekom Krankenhausinformationssystem iMedOne® ist bereit für die Kommunikation im Medizinwesen (KIM). Kliniken können analoge Arztbriefe künftig ersetzen und so Geld und Zeit sparen. Wenige Wochen nachdem die gematik die iMedOne®-Funktionalität für den E-Medikationsplan erfolgreich geprüft hat, folgt der nächste Schritt auf dem Weg zum digitalisierten Gesundheitswesen: Die gematik bestätigte iMedOne® die Konformität seiner Schnittstelle zum KIM-Clientmodul*.
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Gesundheitspolitik
EU sichert sich Biontech-Impfstoff - Spahn zuversichtlich
Europa hat beim Ringen um den ersehnten ersten Corona-Impfstoff eine entscheidende Hürde genommen. Der Vertrag mit den Herstellern ist perfekt. Doch ein Ende der Pandemie ist nicht schnell in Sicht.
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Medizin
SARS-CoV-2-Impfstoff: Vielversprechende Phase-III-Daten
Sehnsüchtig wartet die Welt auf einen Corona-Impfstoff. Als erstes westliches Unternehmen legt der deutsche Hersteller Biontech Zwischenergebnisse einer großen Studie vor. Wie gut schützt die Impfung? Und gibt es Nebenwirkungen?
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Medizin
Patientenbefragungen digitalisieren: Mit PROM und PREM zu höherer Behandlungsqualität
Die Einschätzung des eigenen Gesundheitszustands und des Wohlbefindens durch den Patienten im Alltag während einer Therapie (Patient Reported Outcome Measures, kurz: PROMs) sowie die Bewertung der Versorgungsqualität im Allgemeinen (Patient Reported Experience Measures, kurz: PREMs) finden auch heute noch in Kliniken und Praxen klassisch analog mit Stift und Papier statt. Die Digitalisierung dieser regelmäßigen Patientenbefragungen birgt große Chancen: Durch eine strukturierte Datenabfrage können damit verbundene administrative Aufwände und manuelle Analysen zum einen vollständig entfallen und automatisiert werden. Zum anderen besteht über Data Mining die Möglichkeit, Daten in der Breite zu konsolidieren und darüber Informationen über die Effekte von Therapien zu erhalten – und damit das Potenzial, sie patientenindividuell zu verbessern und neue Standards zu schaffen.
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Medizin
MS: Gute Langzeitwirkung und günstiges Sicherheitsprofil von Teriflunomid
Der Wirkstoff Teriflunomid hat sich in Langzeitstudien wie auch in Real World-Studien bei der Therapie der schubförmig-remittierenden Multiplen Sklerose (RRMS) etabliert und zeigt eine langanhaltende Wirksamkeit bei guter Verträglichkeit und konsistent günstigem Sicherheitsprofil. Untersuchungen zu antiviralen Effekten zufolge kann Teriflunomid (Aubagio®) möglicherweise auch den Verlauf einer Covid-19-Erkrankung günstig beeinflussen (1), berichtete Professor Dr. Mark Obermann, Schildautal Seesen, bei einem virtuellen Pressegespräch. So gibt es nach seiner Darstellung Berichte über selbstlimitierende Covid-19-Erkrankungen bei auf Teriflunomid eingestellten MS-Patienten (1).. „Die Effekte werden derzeit eingehend untersucht“, erläuterte der Neurologe.
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Medizin
Unfallchirurgen positionieren sich für die Vorbereitung zur medizinischen Bewältigung von Terror- oder Amoksituationen in Kliniken
Anlässlich des gestrigen Terroranschlages in Wien und dem der vergangenen Woche in Frankreich bekräftigt die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) die Notwendigkeit, Kliniken auf die Bewältigung einer derartigen lebensbedrohlichen Einsatzlage vorzubereiten. „Wir nehmen die Terrorbedrohung unverändert sehr ernst und arbeiten schon länger daran, dass Mediziner für die Versorgung von Schuss- und Explosionsverletzungen ausgebildet werden. Jetzt fordern wir die flächendeckende Umsetzung unserer Konzepte. Sie sind ein wichtiger Baustein der Daseinsvorsorge“, sagt DGU-Präsident Prof. Dr. Michael J. Raschke. So hat die Fachgesellschaft im neuen erst kürzlich veröffentlichten Weißbuch Schwerverletzenversorgung (3. Auflage) eingeführt, dass sich Kliniken verpflichtend auf die Bewältigung von Terror- oder Amoksituationen vorbereiten müssen.
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Medizin
ATTR-CM: Frühe Diagnostik für frühzeitigen Therapiebeginn
Die Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie (ATTR-CM) ist aufgrund ihres breiten Symptomspektrums bislang oft unterdiagnostiziert. Entscheidend ist es, betroffene Patienten bereits in frühen Stadien in der kardiologischen Primärversorgung zu identifizieren, damit sie in einem spezialisierten Zentrum adäquat versorgt werden können. Das ist angesichts der Tatsache, dass die mit einer hohen Mortalität assoziierte Erkrankung mit Tafamidis (Vyndaqel®) 61 mg nun erstmals kausal behandelt werden kann, ein wichtiges Anliegen. Welche Red Flags den Verdacht auf eine ATTR-CM lenken, welche Maßnahmen für eine zuverlässige Diagnostik ergriffen werden sollten und wie eine ATTR-CM behandelt wird, waren Themen bei den DGK Herztagen.
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Medizin
Verbesserte Anfallskontrolle durch Perampanel: Gute Chancen auch bei speziellen Patientengruppen
„Umfangreiche Erfahrungen aus dem Praxisalltag und neue Studienergebnisse zeigen, dass es bei Einsatz geeigneter Antikonvulsiva im Rahmen einer individualisierten Epilepsietherapie möglich ist, die Anfallskontrolle nachhaltig zu verbessern“, konstatierte Prof. Dr. Bernhard J. Steinhoff, Epilepsiezentrum Kehl-Kork, Vorsitzender eines Symposiums im Rahmen der DGfE-Jahrestagung. Zu den häufigen Herausforderungen im Praxisalltag zählen die Behandlung von Epilepsiepatienten mit Schlafstörungen, idiopathisch generalisierten Epilepsien sowie die Therapieentscheidung bei Hirntumor-assoziierten epileptischen Anfällen.
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Medizin
Morbus Gaucher: 5 Jahre gute Erfahrung mit Substratreduktion
Mit einer Prävalenz von weniger als 1/40.000 gehört die Speicherkrankheit Morbus Gaucher in unseren Breiten zu den seltenen Erkrankungen, merkte PD Dr. med. Anton Gillessen, Münster, auf einem Online-Meet-the-Expert an. Dennoch sollte der Arzt, vor allem bei einer Hepato- und Splenomegalie „einfach daran denken.“ Denn die gesicherte Diagnose ist mit einem Trockenblut-Test leicht zu erstellen. Und die Existenz von 2 guten Wirkprinzipien hat den M. Gaucher gerade vom Typ 1 gut behandelbar gemacht.
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