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News | Beiträge ab Seite 275

Medizin

Illegale und gefälschte Arzneien: Warnung vor dem Wunderpulver

Ein bräunliches Pulver, abgepackt zu Tagesdosen in kleinen Faltbriefchen und natürlich ohne Beipackzettel: Mit diesem angeblich rein pflanzlichen Wundermittel hatte sich vor kurzem eine Frau an Professorin Ulrike Holzgrabe, Inhaberin des Lehrstuhls für Pharmazeutische und Medizinische Chemie der Universität Würzburg, gewandt. Sie sei Rheumapatientin und beziehe regelmäßig ihre Arznei von einem vietnamesischen Heiler aus der Nähe von Ho-Chi-Minh-Stadt; manchmal fahre sie sogar persönlich nach Vietnam, um diese für ein paar Dollar dort zu kaufen, erzählte die Frau der Chemikerin. Die weite Reise sei ihr das Arzneimittel wert, da es ihr, im Gegensatz zu den Mitteln, die ihr der deutsche Arzt verschrieben hat, sehr gut helfe. Allerdings sei sie jetzt doch daran interessiert, die genauen Bestandteile dieser Substanz kennen zu lernen.

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Medizin

Bei therapierefraktärem Asthma und COPD an primären Immundefekt denken

Therapieresistenz bei respiratorischen Erkrankungen wie Asthma oder COPD und eine ungewöhnliche Infektanfälligkeit: Dass sich hinter diesem Bild ein primärer, also angeborener, Immundefekt verbergen könnte, wird bisher nur selten bedacht. Die Folge ist oft eine späte Diagnose und möglicherweise bereits irreversible Organschäden durch rezidivierende Infektionen. Experten halten deswegen eine Sensibilisierung von Primärbehandlern für notwendig. Bei den häufigsten primären Immundefekten, den Antikörpermangelerkrankungen, steht mit der Substitutionstherapie mit Immunglobulinen eine effektive Behandlung zur Verfügung. Auf die Möglichkeiten bei Diagnostik und Therapie wiesen führende Experten auf einem von CSL Behring unterstütztem Symposium unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Helmut Teschler, Essen, und Professor Dr. Rainer Wiewrodt, Münster, im Rahmen des Kongresses der DGP in Bremen hin.

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Medizin

Ophthalmologie: Keratokonus ist mit augenärztlichem Sachverstand in den Griff zu bekommen

Doppelt sehen mit einem Auge - geht das überhaupt? Bei einer relativ seltenen Hornhauterkrankung ist das tatsächlich ein mögliches Symptom, erklärt Prof. Dr. Gerd Geerling vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands: „Die Rede ist vom Keratokonus, einer krankhaften Vorwölbung und Ausdünnung der Hornhaut. Etwa 40.000 Menschen in Deutschland sind davon betroffen.“

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Medizin

Stress-MRT sagt Herzinfarktrisiko verlässlich voraus

Mittels Stress-Magnetresonanztomografie kann das Risiko eines Herzinfarktes verlässlich vorausgesagt werden. Dabei genügt der Nachweis einer mit speziellen Medikamenten (Dobutamin) hervorgerufenen Durchblutungsstörung (Ischämie) in nur einem diese Störungen verursachenden Herzmuskel-Segment, um Patienten mit erhöhtem Risiko eines zukünftigen Herzinfarkts, kardiologischen Eingriffs oder Todes zu erkennen. Das berichteten die Studienautoren PD Dr. Sebastian Kelle (Deutsches Herzzentrum Berlin) und Dr. Sorin Giusca (Universitätsklinikum Heidelberg) auf der 80. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim.

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Gesundheitspolitik

TK Bayern: „Jede Minute Tabletten im Wert von 9.650 Euro“

Die niedergelassenen Ärzte haben den gesetzlich Versicherten in Bayern im vergangenen Jahr Arzneimittel im Wert von knapp 5,1 Milliarden Euro verschrieben. Rechnerisch sind das 9.650 Euro in jeder Minute wie die Techniker Krankenkasse (TK) in München heute mitteilte. Dabei verordneten die Ärzte im Freistaat mit Arzneien im Wert von 482 pro Kopf am sparsamsten. Im Bund lag der Pro-Kopf-Wert bei 538 Euro, den höchsten Wert hatte Mecklenburg-Vorpommern mit rund 672 Euro. Gegenüber dem Vorjahr war das ein Anstieg pro Kopf von 5,2 % in Bayern und 5,4 % im Bund.

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Medizin

Lebensbedrohliche Lungenentzündung - Millionenförderung für Ursachenforschung

Ein beträchtlicher Teil der eigentlich gut behandelbaren Lungenentzündung nimmt einen schweren, lebensbedrohlichen Verlauf. Noch immer sterben viele Patienten daran und die Ursachen sind nur zum Teil bekannt. Ein von Wissenschaftlern der Universität Leipzig geleiteter Forschungsverbund erhält jetzt 3,8 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung für die Untersuchung der unterschiedlich schweren Verlaufsformen. Knapp 1,2 Millionen Euro davon gehen nach Leipzig an das Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie (IMISE).

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Medizin

Neue Substanzklasse für Pulmonale Hypertonie: Riociguat greift verstärkend in den NO-sGC-cCMP-Signalweg ein

„Zur Behandlung der Pulmonalen Hypertonie gibt es mittlerweile mehrere Therapiemöglichkeiten, unter denen sich beispielsweise die 6-Minuten-Gehstrecke verbessert, aber von einer normalen Belastbarkeit und Lebenserwartung sind die Patienten immer noch weit entfernt“, sagte Prof. Marius Hoeper, Hannover. Die Letalität ist immer noch sehr hoch, Ursache ist meist Rechtsherzversagen. Nun wurde mit dem sGC-Stimulator Riociguat (Adempas®) ein Vertreter einer neuen Substanzklasse zugelassen für Patienten der WHO-Funktionsklassen II-III mit inoperabler bzw. rezidivierender CTEPH* nach pulmonaler Endarteriektomie sowie mit PAH*. Damit eröffnet sich eine Reihe neuer Möglichkeiten im Hinblick auf Kombinationstherapien, die den Patienten ein um Jahre längeres Leben bei guter Lebensqualität ermöglichen können, so Hoeper.

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Medizin

Brustkrebsfrüherkennung: Frauenärzte raten zu Ultraschall

Mit jährlich rund 70.000 neuen Fällen ist Brustkrebs weiter mit großem Abstand die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Zur Früherkennung wurde in Deutschland flächendeckend ein Mammographie-Screening etabliert, zu dem seit 2009 alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren in zweijährigem Turnus eingeladen werden. Aber auch Frauen, die regelmäßig daran teilnehmen, können zwischen diesen Terminen an einem Brusttumor erkranken. "Diese sogenannten Intervalltumore sind im Röntgenbild anders als etwa beim Ultraschall häufig nicht zu erkennen. Dies gilt besonders für Frauen mit hoher Brustdichte", sagt der Gynäkologe Dr. Wolf Dieter Fiessler aus dem Vorstand der frauenärztlichen Genossenschaft GenoGyn.

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Gesundheitspolitik

DGE-Stellungnahme: Fehlinformationen zur Jodversorgung gefährden Gesundheit

Fehlinformationen zur Jodversorgung der bundesdeutschen Bevölkerung, wie jüngst in einer ZDF-Sendung geschehen, sind irreführend und verantwortungslos, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE). Die Behauptung, Jod im Tierfutter lande in hohen Mengen "auf dem Teller" und sei gesundheitsschädlich, schüre eine „Jodangst“, die zu einem Meiden von Jod und langfristig zu einer Jodmangelepidemie führe, warnt die Fachgesellschaft. Jodmangel bewirkt eine vermehrte Bildung von Kröpfen, auch Struma genannt, und von Schilddrüsenknoten.

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Medizin

Etoricoxib bei Gelenkschmerzen/ Gastrointestinale Beschwerden reduzieren

Bei der Behandlung von Arthroseschmerzen stehen traditionelle und selektive NSAR an erster Stelle. Doch die Therapie kann eine Gratwanderung sein. Auf der einen Seite sollen Schmerzen, Entzündung und Beweglichkeit verbessert werden. Dem stehen mögliche gastrointestinale Nebenwirkungen gegenüber - die können von Sodbrennen und Magenschmerzen bis hin zum Ulcus, zur Blutung, Perforation und Magenausgangsstenose reichen. Ziel ist es, den Patienten so einzustellen, dass er mit möglichst wenigen Nebenwirkungen ein Maximum an Lebensqualität erreicht. Der COX-2-Hemmer EXINEF® mit dem Wirkstoff Etoricoxib zeichnet sich durch ein gutes gastrointestinales Sicherheitsprofil aus.

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Medizin

Der genetische Beitrag zur „Schusseligkeit“

Schlüssel verlegt? Namen vergessen? Stoppschild übersehen? Wer häufig unter solchen Schusseligkeiten leidet, hat nun eine Erklärung dafür: Psychologen der Universität Bonn haben jetzt einen Zusammenhang zwischen dem Gen "DRD2" und solch alltäglichen Aussetzern nachgewiesen. Wer über eine bestimmte Variante dieses Gens verfügt, lässt sich leichter ablenken und erlebt signifikant häufiger Momente, die mangelnder Aufmerksamkeit geschuldet sind. Die Wissenschaftler berichten voraussichtlich in der Mai-Ausgabe der "Neuroscience Letters" über ihre Ergebnisse, die bereits jetzt online vorab verfügbar sind.

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Medizin

Vorsicht vor Überdosierung: Schmerzmittel können den Nieren schaden

Die Nieren sind die wahren Hochleistungssportler unseres Körpers: Rund 180 Liter Flüssigkeit werden täglich durch sie gesäubert. Doch jeder Sportler kann an seine Grenzen kommen. „Durch die langfristige und hoch dosierte Einnahme von Schmerzmitteln können die Nieren ernste, sogar irreparable Schäden nehmen“, erklärt Heidi Günther, Apothekerin bei der BARMER GEK, anlässlich des morgigen Weltnierentags.

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