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Neuer Rekord: 6 Millionen registrierte Spender in Deutschland
"Die 6-Millionen-Marke bei den registrierten Blutstammzellspendern wurde geknackt" freut sich Dr. Carlheinz Müller, Geschäftsführer des Zentralen Knochenmarkspender-Registers Deutschland (ZKRD). Für Patienten, die an Leukämie oder einer anderen Erkrankung des blutbildenden Systems leiden, bedeutet diese Spendenbereitschaft enorm viel. Jeder registrierte Spender erhöht die Chance der Patienten, den für sie genau passenden Spender zu finden. "Dass es in Deutschland so viele hochmotivierte Spender gibt, haben wir dem unermüdlichen Einsatz der 27 Spenderdateien und deren zahllosen ehrenamtlichen Helfern zu verdanken", so Müller.
Infobus von „Herzenssache Schlaganfall“ tourt durch Deutschland
Jährlich erleiden hierzulande rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall. Dabei könnten sich 50 bis 70% aller Schlaganfall-Erkrankungen durch gezielte Vorsorgemaßnahmen und die Förderung einer gesunden Lebensweise verhindern lassen. Die von Boehringer Ingelheim initiierte und in Kooperation mit der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe (SDSH) sowie der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) umgesetzte bundesweite Aufklärungskampagne „Herzenssache Schlaganfall“ setzt genau hier an: Ziel ist es, den Informationsstand über Ursachen, Risikofaktoren und Vorsorgeoptionen in der Bevölkerung deutlich zu verbessern und somit die Anzahl der Schlaganfälle zu reduzieren.
Adipositas: Gefährliche Ausschüttung von Zytokinen im Fettgewebe
Das Fettgewebe von Menschen mit starkem Übergewicht (Adipositas) ist mehr als nur ein Energiespeicher. Es mischt sich in den Stoffwechsel, die Immunabwehr und sogar in die Psyche der Betroffenen ein. Eine interdisziplinäre Studie des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums (IFB) AdipositasErkrankungen der Universität Leipzig konnte zeigen, dass bei Adipositas mehr Signalstoffe des Immunsystems im Fettgewebe produziert und ins Blut abgegeben werden als bisher angenommen. Diese so genannten Zytokine können dann im gesamten Körper zu entzündlichen Prozessen führen.
Systematischer Review zur Bedeutung von Keratolytika und Emollentien bei Psoriasis: Innovatives physikalisches Wirkprinzip - verträgliche Alternativen zu Salicylsäure
Die topische Therapie mit Emollentien und Keratolytika ist integraler Bestandteil im Management der Psoriasis. Doch die Datenlage ist dünn, wie ein aktueller systematischer Review (1) nun zeigte, der sich auf 60 Publikationen zwischen 1983 und 2013 stützt. Als am besten untersuchtes Keratolytikum wurde Salicylsäure identifiziert. Die Autoren des Reviews, Dr. Arnd Jacobi, Prof. Dr. Matthias Augustin und Dr. Anke Mayer vom Institut für Versorgungsforschung in der Dermatologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, betonen aber gleichzeitig die erheblichen Limitationen der Salicylsäure aufgrund ihrer systemischen Toxizität.
Hirnforscher belegt Erfolg der Musiktherapie bei Tinnitus: Gehirn verändert sich binnen fünf Tagen
Der Hirnforscher Christoph Krick an der Universität des Saarlandes hat untersucht, warum eine Musiktherapie bei Tinnitus so gut wirkt. Die von Heidelberger Forschern entwickelte Therapie hilft dabei, lästige Ohrgeräusche buchstäblich "wegzusummen". 80% der Patienten empfanden nach dieser Behandlung den Tinnitus nicht mehr als quälend, bei acht Prozent verschwand er ganz. Über Aufnahmen im Magnetresonanz-Tomographen (MRT) konnte Krick nachweisen, dass sich schon nach fünf Tagen die Gehirnstrukturen verändern. Der Lernfortschritt während der Musiktherapie reorganisiert jenes Hirngewebe im Gehörkortex, das aufgrund der Tinnitus-Störung zunächst abgebaut wurde.
DGP 2015: Roflumilast reduziert COPD-Exazerbationen und Hospitalisierungen on Top zu Triple-Therapie
Das Risikomanagement ist ein wichtiges Therapieziel bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung COPD. Neue Studiendaten belegen, dass Roflumilast (Daxas®) die wesentlichen Risiken wie die Zahl an mittleren und schweren Exazerbationen sowie die Zahl an Hospitalisierungen nochmals signifikant reduzieren kann, wenn Patienten bereits eine maximale Therapie bestehend aus LABA, LAMA und ICS erhalten. Die Ergebnisse der REACT-Studie wurden weltweit zum ersten Mal auf dem 56. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP) vorgestellt.
Prevenar 13 erhält Zulassungserweiterung zur Prävention der Pneumokokken-Pneumonie bei Erwachsenen ab 18 Jahren
Die Europäische Kommission hat die zugelassenen Indikationen für Prevenar 13® erweitert: Der 13-valente Pneumokokken-Konjugatimpfstoff (PCV13) ist ab sofort auch für die Prävention einer Pneumokokken-Pneumonie bei Erwachsenen ab 18 Jahren zugelassen. Gleichzeitig wurden Ergebnisse der Zulassungsstudie CAPiTA (Community-Acquired Pneumonia Immunization Trial in Adults) in die Fachinformation aufgenommen: Die Studie konnte einen signifikanten Rückgang erster Episoden einer Impfstoff-Serotyp-bedingten CAP mit nicht-bakteriämischem/nicht-invasivem Verlauf sowie einer Impfstoff-Serotyp-bedingten invasiven Pneumokokken-Erkrankung (IPD) bei Erwachsenen über 65 Jahre nachweisen.
„Gras“ auf Rezept: überfällige Reform oder riskanter Hype?
Am Mittwoch beginnt in Frankfurt der "Deutsche Schmerztag". Ein Thema auf dem viertägigen Kongress: Cannabis auf Rezept für Schwerstkranke.
Kassen: Individuelle Gesundheitsleistungen größtenteils nutzlos
Ein Großteil der von Ärzten angebotenen individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) hat für die Patienten keinen messbaren Nutzen und ist zum Teil sogar schädlich. Zu diesem Ergebnis kommt der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) drei Jahre nach dem Start des sogenannten IGeL-Monitors. Die Mehrheit der 37 auf der Webseite bewerteten Leistungen schneide nicht gut ab - und einige sogar richtig schlecht, sagte MDS-Geschäftsführer Peter Pick am Donnerstag in Berlin. Die Leistungen, die Patienten aus eigener Tasche zahlen, seien "in der Regel medizinisch nicht notwendig".
Infliximab jetzt auch als Biosimilar verfügbar
Remsima® wurde von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) als erstes Biosimilar des TNF-alpha-Blockers Infliximab zugelassen. Damit bietet sich für Patienten mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen eine neue therapeutische Option. Die Indikationen sind rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew, Psoriasis-Arthritis, Psoriasis sowie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.
Essener Mediziner: Ethikrat verunsichert Bürger bei Organspende
Der Essener Mediziner Eckhard Nagel hat dem Deutschen Ethikrat vorgehalten, mit seiner Stellungnahme zu Hirntod und Organspende die Verunsicherung in der Bevölkerung zu schüren. Eine akademische Diskussion über juristische oder die menschliche Existenz betreffende Probleme sollte nicht dazu beitragen, die Patienten in den Wartezimmern und Krankenhäusern, die auf Heilung hoffen, zu vergessen.
Grüne: Mehr Anstrengungen gegen Zwangsbehandlung von Patienten
Nach Entscheidungen des Bundesgerichtshofes sind seit zwei Jahren ärztliche Zwangsbehandlungen von psychisch Kranken wieder zugelassen. Die Grünen verlangen nun eine lückenlose Dokumentation aller Einzelfälle.
Oxycodon statt Piritramid: Bessere Verträglichkeit durch weniger opioidinduzierte Nebenwirkungen
Die patientenkontrollierte i.v.-Analgesie (PCIA) zählt zu den etablierten Verfahren der postoperativen Schmerztherapie. Bei einer Umstellung einer PCIA von Piritramid auf Oxycodon (Oxygesic® injekt) traten die opioidtypischen Nebenwirkungen hoch signifikant seltener (p < 0,0001) auf - so das Ergebnis einer retrospektiven Analyse (1) von 6.945 Patientendaten.
Pflegende Familienangehörige sind gesetzlich unfallversichert
Pflegende Familienangehörige sind grundsätzlich gesetzlich unfallversichert. Allerdings gilt dies nicht für alle Tätigkeiten im Rahmen der Pflege, wie zum Beispiel die Gabe von Medikamenten. In bestimmten Fällen kann aber dennoch ein Arbeitsunfall vorliegen, wenn die Medikamentengabe allein deshalb erfolgte, um eine versicherte Tätigkeit wie das Zu-Bett-Bringen zu ermöglichen.
Liprolog U200 - das erste hochkonzentrierte Mahlzeiteninsulin
Ab sofort stellt die BERLIN-CHEMIE AG mit Liprolog® 200 Einheiten/ml KwikPenTM (Liprolog® U200) das erste kurz wirksame Insulinanalogon in höherer Konzentration zur Verfügung. Das neue Liprolog® U200 enthält doppelt so viele Einheiten Insulin lispro wie der bisherige Liprolog® KwikPenTM. Die Wirkung bleibt gleich. Nach einer aktuellen Untersuchung assoziieren Diabetologen und Hausärzte mit einem konzentrierten Mahlzeiteninsulin relevante Anwendungsvorteile: ein geringeres Injektionsvolumen, eine bessere Compliance sowie den Wegfall einer Dosisaufteilung in zwei Injektionen bei hohen Dosierungen.
Körperliche Aktivität schützt die Nerven: Bewegungsmuffel erkranken häufiger an Parkinson
Körperliche Aktivität ist gut für die Gesundheit, senkt das Risiko für Schlaganfall und Demenz - kann aber noch viel mehr: Bewegung schützt vor der Parkinson-Krankheit. Wissenschaftler des renommierten Karolinska Instituts in Stockholm fanden heraus, dass tägliche moderate körperliche Aktivität das Risiko für Parkinson verringert. Am deutlichsten ist dieser Effekt bei den Männern. „Wir haben nun starke Gründe anzunehmen, dass körperliche Aktivität die Wahrscheinlichkeit für eine Parkinsonerkrankung senkt - ähnlich wie das für die Alzheimerkrankheit schon bekannt ist“, erklärt Prof. Dr. Günther Deuschl von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN).
SPD im Bundestag will Energy Drinks für Jugendliche verbieten
Die SPD im Bundestag will durchsetzen, dass Energy Drinks nicht länger an Jugendliche unter 18 Jahren verkauft werden. Dafür soll das Jugendschutzgesetz geändert werden, wie die verbraucherpolitische Sprecherin Elvira Drobinski-Weiß der "Saarbrücker Zeitung" (Donnerstag) sagte. Zur Begründung sagte sie, die Politik habe die Aufgabe, Minderjährige vor vermeidbaren Gefahren zu schützen.
Insulinpen NovoPen 4 wird ab 1. März von weiterentwickeltem Nachfolger NovoPen 5 abgelöst
Novo Nordisk wird den Insulinpen NovoPen® 4 fast neun Jahre nach seiner Markteinführung in Deutschland zum 01. März 2015 außer Handel nehmen. Seit 15. September 2014 ist bereits sein Nachfolger, der weiterentwickelte NovoPen® 5, in Deutschland erhältlich.
Typ-2- Diabetes: Preisverhandlungen zu Empagliflozin starten
Jardiance® (Empagliflozin) ist in Europa, den USA und anderen Ländern zur Behandlung des Typ-2- Diabetes zugelassen und seit August 2014 in Deutschland verfügbar. Knapp ein halbes Jahr nach der Markteinführung sieht der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) in seiner Entscheidung den Zusatznutzen für den SGLT2-Hemmer als nicht belegt an. Boehringer Ingelheim und Lilly, Partner in einer weltweiten Diabetes-Allianz, sind vom klinisch-medizinischen Nutzen des Wirkstoffs überzeugt, den andere Behörden, wie das NICE für England oder das Schottische Medical Consortium (SMC), ähnlich schon bestätigt haben.
Gastrointestinale Störungen bei Morbus Parkinson
Gastrointestinale (GI) Störungen zählen zu den häufigsten nicht-motorischen Symptomen bei Morbus Parkinson und können den Alltag der Patienten erheblich belasten. Dennoch werden GI-Symptome bislang weder konsequent überprüft noch therapiert, erläuterte der Essener Prof. Dr. med. Dirk Woitalla. Aus seiner Sicht ist hier erhöhte Aufmerksamkeit gefragt: „Die klinischen Auswirkungen von GI-Störungen haben erheblichen Einfluss auf Verlauf, Therapie und Management des Morbus Parkinson.“ Im Rahmen eines Pressegesprächs in München wies er darauf hin, dass insbesondere die Wirkung oral verabreichter Dopaminergika bei GI-Störungen verringert sein kann. Anhand konkreter Fallbeispiele aus seiner Düsseldorfer Praxis zeigte Dr. med. Michael Lorrain, welche Vorteile eine GI-unabhängige dopaminerge Stimulation für die Patienten haben kann. In einer Online-Befragung unter Leitung von Dr. med. Peter Themann, Hetzdorf, äußerten sich Betroffene und Angehörige zur Problematik von GI-Störungen und den Einfluss auf die Lebensqualität.