News | Beiträge ab Seite 64
Gesundheitspolitik
Lauterbach wirbt für Grippeschutz- und Corona-Impfung
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat zur Grippeschutz- und Corona-Impfung aufgerufen. Der SPD-Politiker ließ sich in Berlin selbst gegen beides impfen und sagte im Anschluss, es sei jetzt eine sehr gute Zeit dafür. „Wir haben schon viele Corona-Infektionen. Im Abwassermonitoring steigen derzeit die Werte, somit ist die Impfung sinnvoll“, fügte er hinzu. Schwere Verläufe seien nach wie vor ein Risiko, insbesondere für ältere Menschen.
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Gesundheitspolitik
Bundestag beschließt Klinikreform
Deutschlands Kliniken stehen vor einer umfassenden Neuordnung. Nach 2 Jahren Vorbereitung hat der Bundestag die umstrittene Krankenhausreform der Ampel-Koalition beschlossen. Die Häuser sollen von finanziellem Druck entlastet werden und sich bei Behandlungen stärker spezialisieren. Die Opposition lehnte das Vorhaben ab. Die Reform muss noch durch den Bundesrat. Sie ist dem Gesetzentwurf zufolge dort zwar nicht zustimmungsbedürftig, kann aber im Vermittlungsausschuss aufgehalten werden.
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RSV
RSV-Impfung als neue Standardimpfung ab 75 und Indikationsimpfung ab 60 Jahren
Der Bekanntheitsgrad des Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) kann mit seiner Verbreitung überhaupt nicht Schritt halten. Allenfalls in der Pädiatrie wusste man etwas mit RSV anzufangen, weil das Virus bei den Allerkleinsten zu den heftigsten Symptomen akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) führen kann. Davon aber, dass ein großer Teil der jährlich wiederkehrenden sogenannten grippalen Infekte auf diesen ARE-Erreger zurückzuführen ist, hatte jahrelang kaum jemand Notiz genommen. Inzwischen aber ist RSV ein Paradebeispiel dafür, wie der medizinische Fortschritt die Sicht auf die tatsächlichen Verhältnisse grundlegend verändert. Denn erst jetzt, mit der Einführung der Möglichkeit, gegen RSV zu impfen, wurde das Bewusstsein dafür geweckt, dass dieses Virus insbesondere für ältere Menschen und Personen mit Grunderkrankungen schon immer ein hohes Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko in sich birgt.
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Medizin
Zielgerichtete Therapie des CKD-assoziierten Pruritus
Eine chronische Nierenerkrankung (CKD) kann mit Komorbiditäten wie einem CKD-assoziierten Pruritus (aP) einhergehen. Die Therapie der CKD-aP ist herausfordernd und häufig unbefriedigend für die Betroffenen, deren Lebensqualität durch den anhaltenden Juckreiz eingeschränkt ist. Mit Difelikefalin steht eine systemische Therapieoption zur Behandlung von mäßigem bis schwerem Pruritus im Zusammenhang mit einer CKD bei erwachsenen Hämodialyse (HD)-Patient:innen zur Verfügung (1), die im Rahmen der 16. Jahrestagung der deutschen Gesellschaft für Nephrologie vorgestellt wurde.
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Medizin
Spinale Muskelatrophie: Risdiplam in unterschiedlichen Altersgruppen wirksam
Auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Neuropädiatrie (GNP) in Stuttgart gab Dr. Klaus Goldhahn, Oberarzt für Kinder- und Jugendmedizin an den DRK-Kliniken Berlin, ein Update zur Studienlage zu Risdiplam bei spinaler Muskelatrophie (SMA) und stellte aktuelle Ergebnisse der Studie RAINBOWFISH vor. Das Small Molecule Risdiplam ist ab der Geburt für alle Altersgruppen zur Behandlung der 5q assoziierten SMA bei Patient:innen mit einer klinisch diagnostizierten Typ 1-, Typ 2- oder Typ 3-SMA oder mit einer bis vier Kopien des SMN2-Gens zugelassen.
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Medizin
Möglicher Auslöser von Morbus Crohn entdeckt
Störungen in Mitochondrien haben einen fundamentalen Einfluss auf Morbus Crohn. Das haben jetzt erstmals Forschende nachgewiesen. Sie konnten zeigen, dass defekte Mitochondrien bei Mäusen Symptome chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen auslösen und das Mikrobiom beeinflussen.
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Medizin
Myelofibrose: Überlebensvorteil durch JAK-Inhibition
Die Myelofibrose ist eine aggressive Erkrankung mit reduzierter Lebenserwartung1. Das Gesamtüberleben kann jedoch durch gezielte JAK-Inhibition mit Ruxolitiniba signifikant verlängert werden – insbesondere bei rechtzeitigem Therapiestart.
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Medizin
Dengue auf dem Vormarsch – weltweit und auch schon in Europa angekommen
Dass Dengue mit weit über 1.000 bekannten Erkrankungen bei Reiserückkehrern bereits zur Jahresmitte 2024 zu den häufigsten Gesundheitsrisiken auf Fernreisen zählt, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Weniger bekannt ist, dass die Dunkelziffer nach Schätzungen weltweit mit einem Faktor von 10 bis 15 enorm hoch ist. Und ganz neu ist, dass inzwischen auch schon vor autochthonen Übertragungen in unseren Breitengraden gewarnt wird – sogar mit ersten konkreten Hinweisen auf empfohlene Schutzmaßnahmen. Umso unverständlicher erscheint es, dass die derzeit gültigen Impfempfehlungen zu Missverständnissen und Irritationen führen.
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Gesundheitspolitik
Gewalt am Arbeitsplatz: Bei emotionalem Trauma Hilfe suchen
Im Job angegriffen werden: Allein die Vorstellung ist ein purer Alptraum. Und doch passiert es immer wieder, dass zum Beispiel Kassierer, Busfahrer oder Rettungs- und Pflegekräfte Opfer von Gewalt werden. Dann sind es meist nicht nur physische Wunden, die Betroffene davontragen, berichtet die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), sondern auch seelische.
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News
COVID-19-Impfung: nur eine Minderheit frischt auf
Über 63 Millionen Menschen in Deutschland haben laut Robert Koch-Institut (RKI) eine Grundimmunisierung gegen COVID-19 erhalten. Inzwischen hat das Impfgeschehen aber an Dynamik verloren. Während etwas mehr als 52 Millionen Bürger:innen eine erste Auffrischimpfung bekommen haben, beläuft sich die Zahl derjenigen mit drei Impfboostern auf rund vier Millionen.
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Medizin
COVID-19-Impfung: nur eine Minderheit frischt auf
Über 63 Millionen Menschen in Deutschland haben laut Robert Koch-Institut (RKI) eine Grundimmunisierung gegen COVID-19 erhalten. Inzwischen hat das Impfgeschehen aber an Dynamik verloren. Während etwas mehr als 52 Millionen Bürger:innen eine erste Auffrischimpfung bekommen haben, beläuft sich die Zahl derjenigen mit drei Impfboostern auf rund vier Millionen.
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COPD
Triple-Therapie bei COPD bereits nach einer Exazerbation in Erwägung ziehen
Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist eine Erkrankung, an der in Deutschland fast 7 Millionen Menschen leiden. Neben der medikamentösen Therapie, bei der sich die Triple-Therapie bewährt hat, ist auch eine digitale Therapiebegleitung (TheraKey) enorm wichtig.
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Nephrologie
Nephrologie
SGLT2-Inhibition für Patient:innen mit chronischer Nierenkrankheit
Durch den Einsatz von SGLT2-Hemmern bei Patient:innen mit chronischer Nierenkrankheit (CKD) eröffnen sich neue hochwirksame Therapieoptionen, um die Nieren vor ihrem Funktionsverlust zu schützen. Auch ältere, multimorbide Patient:innen können sicher behandelt werden.
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Gesundheitspolitik
Luftverschmutzung: Neue Grenzwerte für Schadstoffe in der EU
Im Kampf gegen Luftverschmutzung gelten in der EU künftig strengere Grenz- und Zielwerte für verschiedene Schadstoffe. Die EU-Länder nahmen entsprechende Vorgaben in Luxemburg an, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.
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Gesundheitspolitik
Lauterbach zu Corona: Aufarbeitung ohne Schuldzuweisungen
Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich für eine Aufarbeitung der Corona-Politik ohne Schuldzuweisungen ausgesprochen. „Ich bin für die Aufarbeitung – aber anders, als viele sich das vorstellen“, sagte der SPD-Politiker dem „Handelsblatt“. Es gehe nicht um Schuldzuweisungen, sondern um Lehren für künftige Krisen.
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Medizin
Reizdarmsyndrom und funktionelle Dyspepsie: Zwischen Patientenaufklärung und modernen Therapieoptionen
Die enge Verbindung zwischen Darm und Gehirn steht zunehmend im Zentrum aktueller medizinischer Forschung. Besonders spannend ist die Betrachtung von Störungen dieser Interaktion, die zum Reizmagen- (funktionelle Dyspepsie) und Reizdarmsyndrom führen können. Diese funktionellen gastrointestinalen Störungsbilder belasten weltweit Millionen von Menschen und beeinträchtigen die Lebensqualität erheblich. Ziel ist es, betroffene Menschen leitlinienkonform mit einer multimodalen Therapie zu unterstützen. Durch den Einsatz auch digitaler Therapiemöglichkeiten können die Patientenaufklärung und der Therapieverlauf zusätzlich unterstützt werden.
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Gesundheitspolitik
Wissenschaftler wollen Fragen rund um Sterbehilfe erforschen
Ein Forschungsnetzwerk, das sich mit Fragen rund um die Sterbehilfe beschäftigen will, hat in Halle (Saale) offiziell seine Arbeit aufgenommen. Mit der gestiegenen Bitte um Suizidassistenz kämen schwierige Fragen auf, hieß es in einer Mitteilung des Netzwerks. Es gehe etwa darum, welche Art von Aufklärung und Beratung Menschen erhalten sollten, die ihren Todeswunsch äußern. Überlegt werden müsse auch, unter welchen Voraussetzungen eine Assistenz bei einer geplanten Selbsttötung überhaupt erwogen werden solle.
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Nephrologie
Faktor-B-Inhibition: Vielversprechende Option bei C3-Glomerulopathie
Bis dato gibt es keine zugelassene Therapiemöglichkeit für die C3-Glomerulopathie. Faktor-B-Inhibitoren könnten hier die Lösung sein. Diese bergen jedoch ein erhöhtes Infektionsrisiko, welches sich aber durch gezielte Prophylaxe senken lässt.
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Gesundheitspolitik
EuGH stärkt Datenschutz im Online-Arzneimittelhandel
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat in der Rechtssache C-21/23 (Lindenapotheke) entschieden, dass Mitgliedstaaten Mitbewerbern eines Unternehmens die Möglichkeit einräumen können, Verstöße gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) als unlautere Geschäftspraktik gerichtlich anzugreifen. Das Urteil betrifft den Onlineverkauf apothekenpflichtiger Arzneimittel, bei dem eine ausdrückliche Einwilligung der Kunden in die Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten erforderlich ist – auch bei rezeptfreien Arzneimitteln.
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Influenza
Influenza-Impfung bei über 60-Jährigen – mehr als nur Infektionsprophylaxe
Die jährliche Impfung gegen Influenza zählt zu den wirkungsvollsten prophylaktischen Maßnahmen, infektionsbedingte Todesfälle zu verhindern – vor allem für Personen über 60 Jahren. Diese besonders schutzbedürftigen Menschen sprechen aber mit fortschreitendem Alter in ihrer Immunantwort immer schlechter auf einen Standardimpfstoff an. Das hat zur generellen Empfehlung einer Hochdosis-Vakzine für diese Altersgruppe geführt.
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