News | Beiträge ab Seite 65
Gesundheitspolitik
Spahn tritt Kritik an Formulierung zu Ungeimpften entgegen
Der frühere Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist Kritik an der von ihm benutzten Formulierung „Pandemie der Ungeimpften“ in der Corona-Krise entgegengetreten. „Damit war gemeint bei mir, dass wir auf den Intensivstationen damals vor allem Menschen ohne Impfungen gesehen haben, die schwere und schwerste Verläufe hatten“, sagte der CDU-Politiker dem ZDF. Das sei eine Situation gewesen, „die das Gesundheitssystem zu überfordern drohte“.
Lesen Sie mehr
Medizin
Marktzulassung in der EU: CHMP gibt grünes Licht für Ustekinumab-Biosimilar FYB202
Das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine positive Empfehlung für die Marktzulassung von FYB202 ausgesprochen, einem Biosimilar-Kandidaten für Ustekinumab. Diese Empfehlung könnte bis Anfang des 4. Quartals 2024 zur zentralen Marktzulassung in der Europäischen Union (EU) führen.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Scholz schließt Leistungskürzungen für Patient:innen aus
Bundeskanzler Olaf Scholz schließt Einschnitte bei der Versorgung wegen der schwierigen Finanzaussichten der gesetzlichen Krankenkassen aus. „Was für mich nicht in Frage kommt, sage ich ganz klar: Leistungskürzungen für die Versicherten“, sagte der SPD-Politiker in Berlin. Das Wichtigste sei, immer alle Effizienzreserven zu nutzen.
Lesen Sie mehr
Praxismanagement
Online-Termine: Vorteile für Patient:innen und Praxispersonal
In einer digitalisierten Welt erwarten Patient:innen zunehmend, dass auch Arztpraxen moderne, komfortable Lösungen anbieten. Laut der Umfrage „PraxisBarometer Digitalisierung 2023“ der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) möchten mehr als zwei Drittel der Patient:innen ihre Arzttermine online buchen. Allerdings bieten derzeit nur etwa ein Viertel der Arztpraxen diese Möglichkeit an (1). Die Online-Terminvergabe steigert jedoch nicht nur den Patientenkomfort, sondern bietet auch Vorteile für den Praxisbetrieb.
Lesen Sie mehr
Medizin
Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli 2024: Mit vereinten Kräften gegen Virushepatitis
„Hepatitis: Zeit zum Handeln!“: Unter diesem Motto fand am 28. Juli 2024 der Welt-Hepatitis-Tag statt. Mit den Hepatitis-Viren A, B, C, D und E sind derzeit 5 Virustypen bekannt, die Leberentzündungen und Gelbsucht auslösen können. Zusammengenommen verursachen sie jedes Jahr viele Millionen Neuinfektionen, mehr als 300 Millionen Menschen weltweit sind zudem von chronischen Formen der Hepatitis B und C betroffen. Um Virushepatitiden bis 2030 „als öffentliche Gesundheitsbedrohung zu eliminieren“, wie die WHO es anstrebt, müssen sowohl chronische Infektionen erkannt und behandelt als auch die Zahl der Neuinfektionen gesenkt werden, so das CRM Centrum für Reisemedizin.
Lesen Sie mehr
Medizin
„Springende Gene“ unterstützen Immunzellen im Gewebe
Forschende des Leibniz-Instituts für Immuntherapie (LIT) beschreiben eine neue Art der Regulation von Immunzellen durch „springende Gene“.
Lesen Sie mehr
Medizin
Donidalorsen bei hereditärem Angioödem: Erfolgreiche Phase-III-Studien
Es wurden neue Ergebnisse der Phase-III-Studien OASIS-HAE und OASISplus zu Donidalorsen (80 mg) als subkutane Injektion alle vier (Q4W) oder acht (Q8W) Wochen bei Patient:innen mit hereditärem Angioödem (HAE) veröffentlicht. Die Daten wurden in drei Late-Breaking-Vorträgen im Rahmen des 2024 European Academy of Allergy and Clinical Immunology (EAACI) Annual Meetings in Valencia, Spanien (31. Mai bis 3. Juni 2024) präsentiert. Die Ergebnisse der OASIS-HAE wurden zudem im New England Journal of Medicine (NEJM) veröffentlicht.
Lesen Sie mehr
Medizin
Neue S3-Leitlinie „Nichtinvasive Beatmung als Therapie der chronischen respiratorischen Insuffizienz“ veröffentlicht
Die neue S3-Leitlinie „Nichtinvasive Beatmung als Therapie der chronischen respiratorischen Insuffizienz“ ist ab sofort veröffentlicht. Sie ersetzt die bekannte S2k-Leitlinienversion für invasive und nichtinvasive Therapien. Die nun veröffentlichte Leitlinie zur nichtinvasiven Therapie konnte durch ihre große Evidenz als S3 klassifiziert werden. Die Empfehlungen zu invasiven Behandlungsmöglichkeiten befinden sich noch in Bearbeitung und sollen bei Fertigstellung als eigenständige S2k-Leitlinie publiziert werden.
Lesen Sie mehr
Medizin
Neuer Lebendimpfstoff zeigt vielversprechenden Schutz gegen SARS-CoV-2-Varianten und verhindert Übertragung
In präklinischen Studien wurde ein abgemilderter SARS-CoV-2-Lebendimpfstoff untersucht. Der Impfstoff mit dem Namen OTS-228 zeigte eine signifikante Sicherheit und Wirksamkeit und soll einen verbesserten Schutz gegen neu auftretende SARS-CoV-2-Varianten bieten und die Übertragung reduzieren.
Lesen Sie mehr
Medizin
Innovatives Kontrastmittel Gadopiclenol nun in Deutschland verfügbar
Gadopiclenol, ein neues MRT-Kontrastmittel, ist jetzt in Deutschland verfügbar und ermöglicht eine signifikante Reduktion der Gadolinium-Dosis bei gleichbleibender Bildqualität. Nach umfangreichen Studien in den USA stellt dieses Kontrastmittel eine Option mit reduzierter Gadoliniumexposition dar. Die lokale Produktion in Deutschland soll eine zuverlässige Versorgung sicherstellen.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
DAK: Höhere Schäden durch Abrechnungsbetrug
Die Krankenkasse DAK-Gesundheit hat gestiegene finanzielle Schäden durch Abrechnungsbetrug bei Gesundheitsleistungen ermittelt. In den Jahren 2022 und 2023 summierten sich ungerechtfertigte Ausgaben deswegen bei ihr auf 17,66 Millionen Euro, wie aus einem neuen Bericht der Kasse hervorgeht. In den zwei Vorjahren 2020 und 2021 waren es demnach 12,1 Millionen Euro gewesen. Während der damaligen Corona-Krise waren aber auch bestimmte Prüfvorgaben ausgesetzt.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Erste Absolvent:innen in neuem Pflege-Ausbildungsberuf
Drei Jahre nach Einführung des Ausbildungsberufs der Pflegefachkraft haben rund 33.600 Menschen erstmals diese Ausbildung abgeschlossen. Von diesen Absolvent:innen im Jahr 2023 wählten 99% (33.100) einen generalistischen Abschluss als Pflegefachfrau beziehungsweise Pflegefachmann, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Lediglich ein minimaler Anteil (1%) erwarb demnach einen Abschluss mit Schwerpunkt Gesundheits- und Kinderkrankenpflege (300 Absolventen) oder Altenpflege (100).
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Vorschlag für mehr Organspenden zu Lebzeiten
Im Ringen um mehr lebensrettende Organspenden kommen weitere Vorschläge ins Gespräch. Die FDP-Rechtsexpertin Katrin Helling-Plahr regte eine Ausweitung der Möglichkeiten zu Lebzeiten von Spender:innen an. Sie begrüßte einen vom Bundeskabinett dazu auf den Weg gebrachten Gesetzentwurf. Teilweise Beschränkungen nur auf Nierenspenden seien aber nicht nachvollziehbar, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. „Denn das Transplantationsgesetz erlaubt schon jetzt etwa unter Verwandten auch die Übertragung anderer Organe wie von Teilen der Leber, der Lunge, des Darms oder der Bauchspeicheldrüse.“
Lesen Sie mehr
Medizin
Plaque-Psoriasis: Langfristige Krankheitskontrolle mit Risankizumab
Im Rahmen eines Industriesymposiums auf der 29. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie (FOBI) in München präsentierte Dr. Nina Magnolo, Universitätsklinikum Münster, die in klinischen Studien und durch Real-World-Evidenz belegten Vorteile einer Behandlung der Plaque-Psoriasis (PsO) mit Risankizumab (RZB). Sie betonte, dass bei PsO frühzeitig mit langfristig wirksamen Medikamenten behandelt werden sollte, um einer Chronifizierung der Erkrankung, der Ausbildung bzw. Verschlechterung von Komorbiditäten und einer kumulativen Beeinträchtigung der Lebensqualität (CLCI) entgegenzuwirken.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
RKI kritisiert Veröffentlichung ungeschwärzter Corona-Protokolle
Das Robert Koch-Institut hat die Veröffentlichung ungeschwärzter Protokolle des RKI-Krisenstabs zur Corona-Pandemie kritisiert. „Soweit in diesen Datensätzen personenbezogene Daten und Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Dritter rechtswidrig veröffentlicht und insbesondere Rechte Dritter verletzt werden, missbilligt das RKI dies ausdrücklich“, teilte das Institut mit. Das RKI habe die Datensätze weder geprüft noch verifiziert, hieß es.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
RSV-Schutz für Babys auf Kassenkosten in Sicht
Für Neugeborene und Säuglinge soll ein empfohlener Schutz gegen Atemwegserkrankungen mit dem Erreger RSV bald auf Kassenkosten möglich sein. Das sieht ein Verordnungsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums vor. Dafür soll ein Anspruch auf eine Immunisierung mit dem Antikörper-Wirkstoff Nirsevimab bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres unabhängig von Risikofaktoren kommen. Dies soll bereits zum Beginn der RSV-Saison im Herbst in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen werden, wie es auf Anfrage hieß.
Lesen Sie mehr
Medizin
Genetische Diagnostik ultra-seltener Erkrankungen: Multizentrische Studie identifiziert 34 neue genetische Erkrankungen
Die Mehrzahl der seltenen Erkrankungen ist genetisch verursacht. Die zugrundeliegende Erbgutveränderung kann immer besser – beispielsweise durch die so genannten Exom-Sequenzierung (ES) – gefunden werden und so zu einer molekulargenetischen Diagnosestellung führen. Die ES ist eine Untersuchung aller Abschnitte der Erbsubstanz (DNA), die Proteine kodiert. Im Rahmen einer deutschlandweiten multizentrischen Studie (1) wurden ES-Daten von 1.577 Patient:innen erhoben und systematisch ausgewertet.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
AMNOG-Report 2024: Kosten für neue Arzneimittel steigen immer weiter an
Die Ausgaben für patentgeschützte Arzneimittel steigen trotz der Maßnahmen des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes (GKV-FinStG) weiter ungebremst an – GKV-weit in den Monaten Februar bis April 2024 gegenüber dem gleichen Zeitraum 2023 um 18% auf durchschnittlich 2,54 Milliarden Euro pro Monat. Dabei machen sie 50% der Gesamtausgaben für Arzneimittel aus. Das zeigt der neueste AMNOG-Report der DAK-Gesundheit mit dem Titel „Blinde Flecken im AMNOG-Markt – Einblicke in die Ausgabendynamik bei Arzneimitteln“. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Vandage und der Universität Bielefeld analysieren Schwachstellen bei den Maßnahmen des GKV-FinStG und zeigen zudem „blinde Flecken“ im AMNOG-System auf. So wurden in Krankenhäusern im vergangenen Jahr 1,2 Milliarden Euro für patentgeschützte Arzneimittel ausgegeben – eine Steigerung um 132% binnen fünf Jahren in einem bisher wenig untersuchten Ausgabenbereich. DAK-Vorstand Andreas Storm fordert aufgrund der ungebremsten Ausgabendynamik eine „einnahmenorientierte Ausgabenpolitik“. Gastbeiträge von namhaften Expertinnen und Experten wie Prof. Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA), beleuchten weitere blinde Flecken im AMNOG-Markt.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
DIVI und DGINA veröffentlichen Empfehlungen zur Struktur und Ausstattung von Notaufnahmen
„Patientinnen und Patienten sollen sich darauf verlassen können, dass sie im Notfall schnell und gut versorgt werden“, kommentierte Gesundheitsminister Karl Lauterbach am Mittwoch den Kabinettsbeschluss zur Reform der Notfallversorgung. Mit dem gleichen Ansinnen veröffentlichen heute die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und die Deutsche Gesellschaft für Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) die deutschlandweit ersten Empfehlungen zur Struktur und Ausstattung von Notaufnahmen. „Wir sind überzeugt, dass unser Strukturpapier ein Meilenstein für die Weiterentwicklung der Klinischen Akut- und Notfallmedizin in Deutschland ist,“ betonen DGINA-Präsident Martin Pin, Chefarzt der Klinik für Notfall- und Akutmedizin am Florence-Nightingale-Krankenhaus Düsseldorf, und DIVI-Präsident Prof. Felix Walcher, Direktor der Klinik für Unfallchirurgie des Universitätsklinikums Magdeburg, im Schulterschluss.
Lesen Sie mehr
Psoriasis
Therapie von mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis
Deucravacitinib: Anhaltende Ansprechraten und konsistentes Sicherheitsprofil
Deucravacitinib zeigte bei mehr als 70% der Patient:innen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis über den Zeitraum von 4 Jahren signifikante klinische Reaktionen, ohne dass es neue Sicherheitsbedenken gab.
Lesen Sie mehr