News | Beiträge ab Seite 74
Gesundheitspolitik
Mehr Orientierung für Akutpatienten – mehr Nierenspenden
Patient:innen mit akuten Anliegen sollen nicht mehr so oft stundenlang in Notaufnahmen warten, sondern vorab eine bessere Orientierung bekommen. Darauf zielen Gesetzespläne von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ab, die das Bundeskabinett auf den Weg gebracht hat. Demnach sollen in Kliniken Anlaufstellen entstehen, an denen man je nach Dringlichkeit weitergeleitet wird – in die Notaufnahme oder eine nahe Praxis. Ausgebaut werden sollen solche Vorabeinschätzungen auch über die bundesweite Telefonnummer 116 117. Auf den Weg brachte die Regierung außerdem erweiterte Möglichkeiten für mehr Nierenspenden.
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Medizin
STIKO empfiehlt RSV-Prophylaxe mit Nirsevimab, BVKJ sieht Umsetzungsprobleme
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Prophylaxe von RSV-Erkrankungen mit dem monoklonalen Antikörper Nirsevimab bei Neugeborenen und Säuglingen in ihrer 1. RSV-Saison. Dadurch soll die Häufigkeit schwer verlaufender RSV-Erkrankungen bei Neugeborenen und Säuglingen reduziert werden. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt:innen e.V. (BVKJ) begrüßt diese Empfehlung, sieht jedoch deutlichen Bedarf zur Nachbesserung bei der praktischen Umsetzung der RSV-Prophylaxe.
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Hepatitis A
Impfschutz gegen Hepatitis A – auch für Last Minute Reisende
Eine Impfung gegen Hepatitis A bietet eine Reihe von Vorteilen. Als Standardreiseimpfung schützt sie vor einer infektiösen Gelbsucht infolge Verzehr kontaminierter Speisen und Getränke. Der Impfschutz ist schnell aufgebaut und hält jahrzehntelang an. Und die praktische Durchführung der Impfung erweist sich als unkompliziert und kommt selbst bei Last Minute Reisenden nicht zu spät.
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Medizin
Reduktion des Fleischkonsums senkt das Risiko für Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs
Eine aktuelle Simulationsstudie untersucht die möglichen gesundheitlichen Vorteile einer Verringerung des Konsums von verarbeitetem Fleisch und unverarbeitetem roten Fleisch in den USA. Die Ergebnisse zeigen, dass dies die Zahl der Neuerkrankungen an Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Darmkrebs sowie die Sterblichkeit insgesamt verringern könnte. Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „The Lancet Planetary Health“ veröffentlicht (1).
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Gesundheitspolitik
Reform: Notfallversorgung soll besser werden
Die Notaufnahmen der deutschen Kliniken sind oft überfüllt. Stress bei Hilfesuchenden und beim Personal sind die Folge. Die Bundesregierung will mit einer neuen Organisation für Abhilfe sorgen.
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Gesundheitspolitik
Krankschreibungen seit Jahresbeginn weiter auf hohem Niveau
Schon 2023 war der Krankenstand von Erwerbstätigen hoch. Auch in diesem Jahr fehlen mehr Beschäftigte am Arbeitsplatz als noch vor der Pandemie, oft sind Atemwegserkrankungen der Grund.
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Medizin
Chronische spontane Urtikaria: Phase-III-Daten bestätigen anhaltende Wirksamkeit und Sicherheit von Remibrutinib
Kürzlich veröffentlichte Daten bestätigen die andauernde Wirksamkeit und Sicherheit von Remibrutinib, einem hochselektiven Bruton-Tyrosinkinase (BTK)-Inhibitor, bei chronischer spontaner Urtikaria (csU) über 52 Wochen (1). Die Ergebnisse der Phase-III-Studien REMIX-1 und REMIX-2 zeigen signifikante Verbesserungen bei Patient:innen, die unzureichend auf H1-Antihistaminika der 2. Generation ansprechen.
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Medizin
Studie zeigt anhaltende Beeinträchtigungen des Immunsystems nach SARS-CoV-2-Infektion
Ein Forschungsteam der MedUni Wien zeigt in einer aktuell im Fachjournal „Allergy“ publizierten Studie (1), dass COVID-19 selbst bei mildem Verlauf zu beträchtlichen Langzeitveränderungen des Immunsystems führt. Die gewonnenen Erkenntnisse könnten dazu beitragen, Langzeitfolgen nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 besser zu verstehen.
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Gesundheitspolitik
Karlsruhe verhandelt zu ärztlichen Zwangsmaßnahmen
Das Bundesverfassungsgericht befasst sich mit einer speziellen Problematik bei ärztlichen Zwangsmaßnahmen. Es geht um eine gesetzliche Vorgabe, nach der ärztliche Zwangsmaßnahmen gegenüber betreuten Menschen nur im Rahmen eines stationären Aufenthalts in einem Krankenhaus durchgeführt werden dürfen. Aus Sicht des Bundesgerichtshofs (BGH) ist diese Regelung nicht mit dem Grundgesetz vereinbar, das soll das höchste deutsche Gericht in Karlsruhe nun prüfen. Ein Urteil wird erst in einigen Monaten erwartet. (Az. 1 BvL 1/24)
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Gesundheitspolitik
Neuer Engpass bei Medikamenten gegen sexuell übertragbare Infektionen
In Deutschland sind wieder wichtige Medikamente zur Behandlung von sexuell übertragbaren Krankheiten knapp. Wie die Arbeitsgemeinschaft ambulant tätiger Ärzt:innen für Infektionskrankheiten und HIV-Medizin (dagnä), die Deutsche Aidshilfe (DAH) und die Vertretung HIV-kompetenter Apotheken (DAHKA) gemeinsam mitteilen, stehen die Antibiotika Doxycyclin und Azithromycin offenbar nicht mehr ausreichend zur Verfügung. Damit muss mit Einschränkungen bei der Behandlung von Krankheiten wie eine Chlamydien-Infektion, Gonorrhoe und Syphilis gerechnet werden.
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Medizin
FDA genehmigt Phase-II-Studie für neues ALS-Medikament SPG302
Menschen, die an Amyotropher Lateralsklerose (ALS) leiden, können auf Linderung hoffen: ein biopharmazeutisches Unternehmen hat SPG302 entwickelt. Dabei handelt es sich um eine täglich einzunehmende Pille, die Motoneuronen wiederherstellt. Jetzt dürfen erstmals Menschen in einer Phase-II-Studie mit dem Medikament behandelt werden. Bis zu 8 von 100.000 Personen sind von der verheerenden Krankheit betroffen, die zu Muskellähmung führt.
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Medizin
Intramyokardiale Einblutungen: Ein neuer Marker für die Prognose nach STEMI
Die Ergebnisse einer neuen Magnetresonanztomographie (MRT)-Multicenterstudie unter der Leitung des Innsbrucker Kardiologen Sebastian Reinstadler geben Anlass, eine bislang geltende Leitlinie für die Infarkt-Prognose zu revidieren. Der Studie zufolge sollten die im MRT sichtbaren Einblutungen in den Herzmuskel (IMH) und nicht wie bisher mikrovaskuläre Gefäßverschlüsse (MVO) als Marker zur Risikoberechnung sowie auch für die Entwicklung zukünftiger Therapien nach einem ST-Hebungsinfarkt (STEMI) herangezogen werden (1).
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Gesundheitspolitik
Patientenschützer für Gratis-Ausdruck von E-Akte
Bei den künftigen elektronischen Patientenakten für alle muss aus Sicht von Patientenschützern auch ein kostenloser Ausdruck möglich sein. Sonst hätten vor allem alte, pflegebedürftige oder digital unerfahrene Menschen keine Möglichkeit, ihre ärztlichen Behandlungen auf Papier zu dokumentieren, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur. Die technische Umsetzung müsse in den Praxen erfolgen. „Die Kosten für solche Papierausdrucke sind dann von den Krankenkassen zu erstatten.“
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Gesundheitspolitik
Intensivzentren: G-BA greift wichtige DGIM-Impulse auf
Im Oktober 2023 hat der Gemeinsame Bundesausschusses (G-BA) die Einrichtung von Zentren für Intensivmedizin beschlossen. Krankenhäuser mit nachgewiesener multiprofessioneller Expertise in der Versorgung von Intensivpatientinnen und -patienten sollen unter anderem umliegende Kliniken beratend unterstützen. Zum 5. Juli 2024 sind Neuregelungen des G-BA zu Organisation und Qualitätsstandards in Kraft getreten. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) begrüßt eine von ihr angeregte Anpassung der bisherigen Vorgaben, die allen Fachärztinnen und Fachärzten mit entsprechender Qualifikation die Leitung der Intensivzentren möglich macht. Gleichzeitig bekräftigt die DGIM ihre Forderung an den G-BA, dass bei fachspezifischen Fragestellungen die Beratung zwingend durch Fachärztinnen und Fachärzte der jeweiligen Fachdisziplin erfolgen müsse.
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Gesundheitspolitik
Weniger Apotheken für mehr Menschen
Die Versorgung mit Apotheken wird schlechter. Im Schnitt kam Ende 2023 in Deutschland eine Apotheke auf 4.819 Menschen. Vor 10 Jahren waren es laut Statistischem Bundesamt durchschnittlich noch 3.909 Einwohnerinnen und Einwohner.
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Medizin
Tattoo-Nachsorge: Unterstützung mit Dexpanthenol
Mindestens 10% der Menschen in Deutschland tragen ein Tattoo. Besonders unter den 25- bis 35-Jährigen ist die Tätowierung beliebt, hier sind es etwa 20%. Eine adäquate Nachsorge ist entscheidend für die Heilung frisch tätowierter Haut. Dexpanthenol kann dabei eine wichtige Rolle spielen.
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Gesundheitspolitik
Lauterbach prüft Obergrenze für Eigenanteil bei Pflegeheim
Angesichts steigender finanzieller Belastungen für Pflegebedürftige und ihre Familien erwägt Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach eine Obergrenze für die selbst zu zahlenden Kostenanteile. Dem ARD-Hauptstadtstudio sagte der SPD-Politiker: „Wir müssen dazu kommen, dass wir vielleicht mit einer Obergrenze für den Eigenanteil arbeiten. Das prüfen wir derzeit.“ Auch werde untersucht, wie Investitionskosten stärker durch die Länder getragen werden könnten. „Die Länder machen da zu wenig. Das fällt so auf die Füße der Versicherten, der zu Pflegenden“, sagte Lauterbach.
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Medizin
Neuer Biomarker ermöglicht Prognose von Nervenschäden bei Tuberkulosebehandlung
Jedes Jahr erkranken weltweit schätzungsweise 410.000 Menschen an einer multiresistenten Form der Tuberkulose. Die Behandlung mit dem Antibiotikum Linezolid, welches gegen den Erreger eingesetzt wird, führt bei rund einem Viertel der Patient:innen zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW), darunter auch Nervenerkrankungen. Diese Nebenwirkungen beeinträchtigen die Lebensqualität und können den Behandlungserfolg gefährden.
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Gesundheitspolitik
Beratungen zu Organspende deutlich mehr nachgefragt
Im vergangenen Jahr wurden Beratungsgespräche zu einer möglichen Organ- und Gewebespende deutlich mehr nachgefragt. Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte haben fast 3,8 Millionen Gespräche zu den Voraussetzungen und Möglichkeiten geführt, wie das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi) mitteilte. Im Jahr zuvor seien es noch 2,44 Millionen gewesen.
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Medizin
Aktuelle 4-Jahres-Daten zeigen anhaltende Ansprechraten und konsistentes Sicherheitsprofil unter Deucravacitinib bei Plaque-Psoriasis
Im Rahmen des Frühjahrssymposiums der European Academy of Dermatology and Venerology (EADV) wurden aktuelle 4-Jahres-Daten aus der Langzeit-Extensionsstudie POETYK PSO-LTE (Long-Term Extension; LTE) mit Deucravacitinib bei der Behandlung erwachsener Patient:innen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis vorgestellt. Nach 208 Wochen unter kontinuierlicher Behandlung betrugen die Ansprechraten unter Verwendung einer modifizierten Non-Responder-Imputation (mNRI) 71,7% gemessen anhand des Psoriasis Area and Severity Index (PASI) 75. 47,5% der Patient:innen erreichten einen PASI 90 und 57,2% der Patient:innen wiesen einen Static Physician Global Assessment (sPGA)-Wert von 0 oder 1 (klares Hautbild/fast klares Hautbild) auf. Das Sicherheitsprofil des selektiven Tyrosinkinase 2 (TYK2)-Inhibitors war nach 4 Jahren weiterhin konsistent mit dem bekannten Sicherheitsprofil; neue Sicherheitssignale wurden nicht beobachtet (1).
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