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Medizin

46,6% sehen starke berufliche Beeinträchtigung

Die Befragung entlarvt Epilepsie als tief stigmatisierte und oft missverstandene Erkrankung. Knapp die Hälfte der Erwerbstätigen (46,6%) geht davon aus, dass eine Epilepsie-Erkrankung die berufliche Tätigkeit der Betroffenen stark beeinträchtigt. Im privaten Bereich zeigt sich eine ähnliche Unsicherheit: Jeder vierte Single (25,9%) gibt an, dass eine Epilepsie-Erkrankung die Entscheidung für eine Liebesbeziehung beeinflussen würde. Frauen sind hier tendenziell sensibler: 30,1% der Single-Frauen würden sich beeinflusst fühlen, verglichen mit 21,2% der Single-Männer. Außerdem geht aus der Umfrage hervor, dass nur knapp die Hälfte der Deutschen (45,2%) weiß, dass Epilepsie oft mit psychischen Belastungen einhergeht.

Stigmatisierung ebenso belastend wie Erkrankung selbst

„Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass Epilepsie weit über die medizinische Diagnose hinausgeht. Sie ist eine Erkrankung, die das soziale Leben, die beruflichen Chancen und sogar die sozialen Beziehungen der Betroffenen maßgeblich beeinflussen kann“, kommentiert Johannes Inama, Geschäftsführer bei Angelini Deutschland, dem Auftraggeber der Umfrage. „Vorurteile und mangelnde Aufklärung führen zu einer Stigmatisierung, die für Menschen mit Epilepsie ebenso belastend ist, wie die Erkrankung selbst und ihre Teilhabe an der Gesellschaft erschwert.“

Epilepsie entstigmatisieren

Hier gibt es einen dringenden Handlungsbedarf, um die gesellschaftliche Wahrnehmung von Epilepsie zu verändern. Es gilt, Fehlzuschreibungen aktiv aufzuklären und die Erkrankung zu entstigmatisieren. So sagt beispielsweise ein Viertel (23,6%) der Personen, die sich privat häufig mit dem Thema Epilepsie beschäftigen, sie seien mit dem Vorurteil, Epilepsie mache ein „normales" Leben unmöglich, bereits in Kontakt gekommen. Bei dem Mythos, dass bei einem Anfall Gehirnzellen absterben, sagt das sogar jede Dritte (37,9%) dieser Personen.

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Quelle:

Angelini Pharma