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15. April 2020 Corona und die Pflege: Was Angehörige jetzt wissen müssen

Selbst ohne Coronavirus ist es oft schwer für pflegende Angehörige, professionelle Unterstützung zu finden. Experten sagen: Besser wird das jetzt erstmal nicht. Es wird aber niemand zurückgelassen.

Angehörige zu pflegen ist schon unter ganz normalen Umständen ein Knochenjob - und wird in Zeiten der Corona-Pandemie nicht einfacher. Manche Angehörige fragen sich vielleicht, wie lange sie noch professionelle Hilfe von Pflegedienst und Co. bekommen. Und andere müssen jetzt schon ohne Unterstützung durch ausländische Pflegekräfte auskommen.

Solche Sorgen sind nicht unberechtigt, sagt Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbandes VdK: «Angespannte Versorgungslagen sind in der Pflege in Deutschland ein Dauerzustand, zumindest in manchen Regionen. Die Coronakrise verschärft die Situation noch. Zusätzliche Engpässe werden auftauchen.» Bisher sei das aber noch nicht der Fall - «zumindest nicht in einem dramatischen Ausmaß.»

Es müsse allerdings niemand Angst haben, hilflos zurückgelassen zu werden - Pflegebedürftige ebenso wenig wie ihre Angehörigen. Das gelte zumindest da, wo professionelle Dienste im Spiel sind, so Bentele: «Die Experten wissen in der Regel, wer die besonders gefährdeten Patienten sind. Im Ernstfall sprechen sie Empfehlungen aus.»

Doch was, wenn ich ganz auf mich gestellt bin - und nicht mehr zurechtkomme? Zum Beispiel, weil mein Angehöriger rund um die Uhr betreut werden muss oder weil ich selbst krank werde? «Da habe ich nur eine Wahl: Diese Pflegebedürftigen müssen im Zweifelsfall in Pflegeeinrichtungen oder ins Krankenhaus», sagt Bentele. Wichtig sei in solchen Situationen, sich rechtzeitig um einen Platz zu kümmern - so schwer das auch wird - und nicht bis zur allerletzten Sekunden zu warten.

dpa


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