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Schlaganfall

Medizin
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NLRP3-Inflammasom als Schlüssel zur frühzeitigen Schlaganfalltherapie

NLRP3-Inflammasom als Schlüssel zur frühzeitigen Schlaganfalltherapie

Wird ein Blutgefäß im Gehirn plötzlich verschlossen, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit: Mit jeder Minute, in der das Gehirn nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird, sterben Millionen Nervenzellen unwiederbringlich ab. Zwar kann das Blutgerinnsel heute häufig medikamentös aufgelöst oder mechanisch mittels Katheter entfernt werden, sodass der Blutfluss wiederhergestellt wird. Dennoch kommt es trotz erfolgreicher Behandlung häufig zu schweren bleibenden Schäden oder zum Tod. Ein wesentlicher Grund dafür ist das Fortschreiten des Infarkts bereits während des Gefäßverschlusses. Um die Behandlungsergebnisse zu verbessern, sind daher zusätzliche Therapieansätze erforderlich, die bereits vor der Wiedereröffnung des Gefäßes wirksam werden.
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Medizin
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Warum manche Plaques in der Halsschlagader gefährlich werden

Warum manche Plaques in der Halsschlagader gefährlich werden

Plaques in der Halsschlagader gehören zu den häufigsten Ursachen für Schlaganfälle. Besonders gefährlich sind dabei nicht unbedingt die größten Plaques, die Gefäße einengen, sondern solche, die leicht aufreißen. Sie können auch dann einen Schlaganfall auslösen, wenn die Gefäßverengung zuvor nicht besonders auffällig war. Für die Betroffenen kommt ein solches Ereignis oft völlig unerwartet. Ein Forschungsteam unter Beteiligung des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK), der Technischen Universität München (TUM) und des TUM Klinikums hat nun erstmals die räumliche Verteilung von Proteinen in verschiedenen Bereichen solcher Plaques untersucht. Die Ergebnisse zeigen, warum manche Plaques instabil werden und leichter aufbrechen können. Gleichzeitig identifizierten die Forschenden mit PCSK9 einen bekannten Regulator des Fettstoffwechsels als möglichen lokalen Marker für besonders gefährliche Plaques.
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Medizin
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Weltnichtrauchertag: Rauchen schadet auch dem Gehirn

Zum Weltnichtrauchertag: Rauchen schadet auch dem Gehirn

Rauchen schädigt nicht nur Lunge und Herz – auch das Gehirn leidet massiv unter Tabakkonsum. Neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall, Demenz, ALS, Migräne oder Polyneuropathien treten bei Raucherinnen und Rauchern häufiger auf oder verlaufen z.T. schwerer. Viele dieser Zusammenhänge sind in der Öffentlichkeit bislang kaum bekannt. Zum Weltnichtrauchertag 2026 am 31. Mai macht die Deutsche Gesellschaft für Neurologie auf die oft unterschätzten neurologischen Folgen des Rauchens aufmerksam.
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Medizin
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Digitales Assistenzsystem soll erneute Herzerkrankungen bei Patientinnen verhindern

Digitales Assistenzsystem soll erneute Herzerkrankungen bei Patientinnen verhindern

Fraunhofer-Forschende möchten die geschlechtsspezifische Nachsorge mit einem maßgeschneiderten Assistenzsystem verbessern – und so weiteren Herzerkrankungen vorbeugen. Erleidet eine Frau einen Herzinfarkt oder Schlaganfall, ist ihre Prognose schlechter als die eines Mannes, da Frauen nach einer Herzerkrankung ein höheres Sterberisiko als Männer aufweisen. Gründe dafür sind, dass Frauen in klinischen Studien nach wie vor unterrepräsentiert sind, geschlechtsspezifische Risikofaktoren bislang nicht ausreichend berücksichtigt werden und schützende Hormone mit der Menopause ausbleiben. Eine effiziente Nachsorge ist daher essenziell.
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Medizin
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Telemedizin kann Schlaganfall-Versorgung beschleunigen

Bei einem Schlaganfall ist die schnellstmögliche Versorgung entscheidend für den Therapieerfolg. Forschende der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) haben im Rahmen einer Studie ermittelt, wie schnell Patient:innen behandelt werden können und wie telemedizinische Versorgung die Schnelligkeit der Versorgung optimieren könnte. Die Studienergebnisse wurden nun in The Lancet Regional Health veröffentlicht [1].
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Medizin
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International Stroke Conference 2026

Asundexian reduziert sekundäre Schlaganfälle ohne erhöhtes Blutungsrisiko

Auf der International Stroke Conference präsentierte Ergebnisse der Phase-III-Studie OCEANIC-STROKE zeigen, dass Asundexian ischämische Schlaganfälle bei Patient:innen nach einem nicht-kardioembolischen ischämischen Schlaganfall oder einer Hochrisiko-Transitorischen ischämischen Attacke (TIA) im Vergleich zu Placebo signifikant um 26% reduziert, ohne das Risiko schwerer ISTH-Blutungen (International Society on Thrombosis and Hemostasis) zu erhöhen.
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Medizin
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Blutmarker BD-tau macht Hirnschädigung nach Schlaganfall messbar

Blutmarker BD-tau macht Hirnschädigung nach Schlaganfall messbar

Ein Schlaganfall ist ein medizinischer Notfall – doch wie stark das Gehirn in den Stunden und Tagen danach weiter geschädigt wird, lässt sich bislang nur begrenzt und punktuell mit Bildgebung erfassen. Für viele andere Organe gibt es Bluttests, die akute Verletzungen anzeigen, für das Gehirn fehlte bislang ein vergleichbarer Marker. Forschende am LMU Klinikum München und internationale Partner zeigen nun, dass ein neuer Blutmarker – Brain-derived Tau (BD-tau) – das Ausmaß der Hirnschädigung nach einem ischämischen Schlaganfall über die Zeit abbilden kann. Die Arbeit mit den Erstautoren Dr. Naomi Vlegels und Nicoló Luca Knuth wurde im Fachblatt Science Translational Medicine veröffentlicht [1].
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Medizin
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Sekundärprävention von Schlaganfällen: Asundexian erreicht primäre Endpunkte

Die Phase-III-Studie OCEANIC-STROKE zur Sekundärprävention von Schlaganfällen hat ihre primären Wirksamkeits- und Sicherheitsendpunkte erreicht. OCEANIC-STROKE zeigte die Überlegenheit von Asundexian in Kombination mit Thrombozytenaggregationshemmung und reduzierte signifikant das Risiko für ischämische Schlaganfälle, ohne die Rate schwerer ISTH-Blutungen im Vergleich zu Placebo mit Thrombozytenaggregationshemmung zu erhöhen.
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Medizin
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Colchicin reduziert Schlaganfälle und Herzinfarkte bei Herz-Kreislauf-Patient:innen in Cochrane-Review

Colchicin reduziert Schlaganfälle und Herzinfarkte bei Herz-Kreislauf-Patient:innen in Cochrane-Review

Nehmen Menschen mit arteriosklerotischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine niedrige Dosis des alten Gicht-Mittels Colchicin ein, verringert das ihr Risiko, erneut einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden: So lässt sich das Ergebnis eines neuen Cochrane Reviews zusammenfassen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind hierzulande die häufigste Todesursache. Da könnte Colchicin eine leicht verfügbare und kostengünstige weitere Behandlungsoption für Patient:innen mit hohem Herz-Kreislauf-Risiko sein.
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Medizin
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Grippe erhöht Schlaganfallrisiko

Grippe erhöht Schlaganfallrisiko

Von einem Moment auf den anderen ist alles anders: Ein Hirninfarkt, der ischämische Schlaganfall, trifft jedes Jahr weltweit mehr als 12,2 Millionen Menschen. Dabei werden bestimmte Bereiche des Gehirns nicht mehr durchblutet, was zu Infektionen führen kann. Neu ist die Erkenntnis, dass diese selbst das Risiko für Schlaganfälle und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Forscher:innen der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und des Universitätsklinikums Essen haben dazu eine Studie veröffentlicht.
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Medizin
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Schlaganfallprophylaxe bei älteren Patient:innen mit Vorhofflimmern

Schlaganfallprophylaxe bei älteren Patient:innen mit Vorhofflimmern: Apixaban zeigt günstiges Sicherheitsprofil

Die Zahl älterer Patient:innen mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (VHF) steigt kontinuierlich – ebenso das Risiko für Schlaganfälle und Blutungskomplikationen. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Wahl eines geeigneten oralen Antikoagulans zur Schlaganfallprophylaxe zunehmend an Bedeutung. Aktuelle Versorgungsdaten aus Großbritannien und den USA liefern neue Erkenntnisse zur Wirksamkeit und Verträglichkeit von Apixaban im Vergleich zu Edoxaban und Rivaroxaban und ergänzen damit die Daten aus der klinischen Forschung.
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Medizin
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Schlaganfall bei Kindern: Thrombektomie und standardisierte Abläufe etabliert

Schlaganfall bei Kindern: Thrombektomie und standardisierte Abläufe etabliert

Ein Schlaganfall gilt als typische Erkrankung im höheren Lebensalter. Doch auch Kinder können betroffen sein – wenn auch selten. Die Neuroradiolog:innen des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) führten allein im vergangenen Jahr 2 Thrombektomien bei Kleinkindern erfolgreich durch. Um für solche Ausnahmesituationen besser gerüstet zu sein, haben die beteiligten Ärzt:innen ihre Erfahrungen in einem Leitfaden gebündelt
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Medizin
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KI-gestützte Therapieentscheidung bei Schlaganfall kann Versorgung optimieren

KI-gestützte Therapieentscheidung bei Schlaganfall kann Versorgung optimieren

Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute: Je früher medizinische Maßnahmen greifen, desto besser sind die Heilungschancen. Ein interdisziplinäres Forschungsteam unter Leitung der Neurologin Prof. Dorothee Saur vom Universitätsklinikum Leipzig hat ein KI-Modell entwickelt, das Ärzt:innen bei der Entscheidungsfindung für oder gegen invasive Therapien unterstützen soll. Die Eigenentwicklung des Universitätsklinikums Leipzig analysiert Bild- und Patientendaten, um eine individuelle Prognose zu erstellen.
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Medizin
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Embolisation der harten Hirnhautarterie bei chronisch subduralem Hämatom

Neben der endovaskulären Behandlung des Schlaganfalls (Thrombektomie) ist eine der vielversprechendsten Entwicklungen der letzten Jahre die endovaskuläre Behandlung von chronischen subduralen Hämatomen (cSDH) durch Embolisation der harten Hirnhautarterie. Prof. Dr. Marius Hartmann, Direktor des Institutes für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin am Klinikum Darmstadt, behandelt cSDH seit 2019 mit großem Erfolg.
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Medizin
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Künstliche Intelligenz ermittelt Zeitpunkt von Schlaganfällen

Nach einem Schlaganfall lassen sich bleibende Schäden oft reduzieren, wenn schnell gehandelt wird. Dabei ist es entscheidend, den Zeitpunkt des Schlaganfalls zu kennen. Ein Forschungsteam unter Beteiligung der Technischen Universität München (TUM) hat einen Algorithmus entwickelt, mit dem sich dieser Zeitpunkt besonders exakt feststellen lässt (1). Das Verfahren ist doppelt so genau wie eine Analyse durch medizinisches Fachpersonal.
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Gesundheitspolitik
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Stunde der Wahrheit für die Krankenhausreform

Nach fast zweijährigem Ringen um eine große Krankenhausreform kommt es für Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zur Stunde der Wahrheit: Der Bundesrat entscheidet, ob sein noch von der Ampel-Koalition beschlossenes Gesetz umgesetzt werden kann – oder erst in eine Warteschleife geht. Der Minister spricht von nicht weniger als einer „Revolution“. Die Ziele: weniger Finanzdruck für die Kliniken und mehr Spezialisierung bei komplexeren Eingriffen, die Patienten eine bessere Versorgung bringen soll. Doch gegen die Pläne gibt es bis zuletzt auch viele Widerstände.
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Gendermedizin
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Zerebrale Mikroangiopathie: Frauen und Männer sind unterschiedlich betroffen

Die zerebrale Mikroangiopathie (small vessel disease; SVD) ist eine Erkrankung der kleinen Blutgefäße im Gehirn und stellt eine der Hauptursachen für Schlaganfälle dar. Im Rahmen einer Studie wurden nun erstmals umfassend geschlechtsspezifische Unterschiede dieser Erkrankung aufgezeigt. Die kürzlich publizierten Ergebnisse verdeutlichen, dass Männer und Frauen unterschiedlich von dieser Erkrankung betroffen sind, was für zukünftige Präventions- und Behandlungsansätze von großer Bedeutung sein könnte (1).
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