Anne Krampe-Scheidler
Beiträge von Anne Krampe-Scheidler
E-Health
DMEA 2026
Was tun gegen medizinische Desinformation?
Eine erfundene Erkrankung schafft es durch Verbreitung über KI-Chatbots bis in ein Peer Reviewed Journal. Eine „Medfluencerin“ gibt auf TikTok evidenzfreie Tipps bei Panikattacken. Wie lässt sich verhindern, dass medizinische Falschinformationen große Reichweite erlangen, ganz gleich, ob sie von Menschen oder Maschinen verbreitet werden? Diese Frage war Gegenstand mehrerer Veranstaltungen auf der DMEA. Wie sich zeigte, sind Akteur:innen im medizinischen Kontext keineswegs machtlos, vorausgesetzt, sie behalten die Kontrolle und besetzen den digitalen Raum proaktiv.
Lesen Sie mehr
Medizin
DMEA 2026
Blinder Fleck in der Medizin: der weibliche Zyklus
Medizin wurde jahrhundertelang aus männlicher Perspektive gedacht und betrieben. Die Folgen sind spürbar – in Form von mangelnder Evidenz Versorgungslücken und fehlender Individualisierung. Am Beispiel der zyklusbezogenen Gesundheit diskutierten Expertinnen im Rahmen der DMEA 2026 über dringend notwendige Veränderungen, damit systematisch mehr relevante Daten erfasst, beforscht und entsprechende Erkenntnisse in die klinische Praxis überführt werden können.
Lesen Sie mehr
E-Health
DMEA 2026
Zwischen Hype und Alltag: Wie viel KI ist schon Realität?
Künstliche Intelligenz verspricht schnellere Diagnosen, bessere Behandlungen und Zeitgewinn. Eine Diskussion auf der DMEA 2026 in Berlin zeigte: Im klinischen Alltag hapert es noch an vielen Stellen. Während KI in der Radiologie bereits fest implementiert ist, sucht sie in der Pflege noch ihren Platz. Kleinteiligkeit und fehlende Schnittstellen verhindern, dass Daten fließen können. Klinikverantwortliche stehen aufgrund der hohen Dynamik vor die Entscheidung, das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt einzukaufen.
Lesen Sie mehr
Medizin
DMEA 2026
Gesundheitskompetenz: Chancen und Grenzen von DiGA
Mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland weist eine geringe Gesundheitskompetenz auf. Dies wirkt sich nicht nur auf die individuelle Gesundheit aus, sondern belastet das gesamte System. Patient:innen finden sich nicht zurecht, nehmen ungerechtfertigt Notfallkapazitäten in Anspruch oder bringen die notwendige Therapieadhärenz nicht auf. Welchen Beitrag digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) leisten können, war Gegenstand einer Diskussion auf der diesjährigen DMEA.
Lesen Sie mehr
Medizin
DMEA 2026
ePA: Gefüllt mit Chaos, aber schon nutzbar und nützlich
Die elektronische Patientenakte (ePA) ist in der Versorgung angekommen und ihr Nutzen wird allmählich erfahrbar. Im Rahmen eines Diskussionsforums auf der DMEA – Messe für digitale Gesundheitsversorgung – wurde sie von den Panelisten als „Marathon“, „Gamechanger“, „Wachstumsprojekt“, „Informationsplattform und Versorgungstool“ und „Rohbau“ bezeichnet, der jetzt mit Anwendungen gefüllt werden muss.
Lesen Sie mehr
Ernährung und Lebensstil
Versorgungsprobleme an der Wurzel packen mit Value-Based Care
Im deutschen Gesundheitssystem wird viel Geld ausgegeben, trotzdem liegt die mittlere Lebenserwartung EU-weit nur im Mittelfeld. Ein Grund dafür sind systematische Fehlanreize. Kann ein neuer sektorenunabhängiger Versorgungsbereich, der sich an Value-based Healthcare orientiert, dieses Dilemma beheben? Vieles spricht dafür, wie die Diskussion eines Impulspapiers beim Kongress des Bundesverbands Managed Care (BMC) in Berlin zeigte.
Lesen Sie mehr
Ernährung und Lebensstil
Prävention: Gesund leben einfach machen – aber wie?
Zehn Jahre nach dem Inkrafttreten des Präventionsgesetzes ist die Bilanz ernüchternd. Im aktuellen Public Health Index (PHI) landete Deutschland im Vergleich mit anderen europäischen Ländern auf den hinteren Plätzen. Das Thema hat großen Rückhalt in Politik und Bevölkerung. Warum sind die Ergebnisse dann so schlecht? Dieser Frage gingen die Teilnehmer:innen einer Podiumsdiskussion auf dem Kongress des Bundesverbands Managed Care e.V. (BMC) in Berlin nach.
Lesen Sie mehr
E-Health
Künstliche Intelligenz verändert den ärztlichen Alltag
Künstliche Intelligenz (KI) bricht zunehmend die klassische Zweierbeziehung zwischen Ärzt:in und Patient:in auf. Beispiele aus der Dermatologie, der Rheumatologie und der Onkologie verdeutlichen, wie KI die Versorgungsqualität verbessern und bei Routineprozessen entlasten kann.
Lesen Sie mehr
Medizin
Elektronische Patientenakte reloaded – Kommt jetzt der Durchbruch?
Wird die Version 3.0 der ePA ihre Versprechen einlösen? Welche sind das überhaupt? Und für wen bringt sie tatsächlich einen Mehrwert? Diese Fragen wurden im Rahmen der diesjährigen DMEA – Messe und Kongress für die digitale Gesundheitsversorgung – in Berlin aus der Perspektive der Krankenkassen, der niedergelassenen Ärzt:innen und der Krankenhäuser beleuchtet. Nach dem letzten Fehlstart ist die Stimmung enthusiastisch bis verhalten optimistisch.
Lesen Sie mehr
Nephrologie
Chronische Nierenerkrankung: Niedrige Diagnoseraten – hohe Kosten
Patient:innen mit chronischer Nierenerkrankung (CKD) werden in Deutschland zu selten und nicht leitliniengerecht diagnostiziert. Zu diesem Schluss kommen 2 Studien, die beim diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie vorgestellt wurden. Dies ist mit einer schlechten Versorgung assoziiert, denn mit SGLT2-Hemmern (SGLT2i) lässt sich eine CKD-Progression wirksam verzögern.
Lesen Sie mehr
Medizin
Von ärztlicher Kunst mit Künstlicher Intelligenz
Im Oktober lud die Bundesärztekammer (BÄK) in Berlin zu einem interdisziplinären Austausch über künstliche Intelligenz (KI). Der Titel sei bewusst gewählt, sagte Präsident Klaus Reinhardt – ärztliche Kunst und KI seien keine Gegensätze. Aber was ist KI überhaupt? Schon daran scheiden sich die Geister. Und es wurde deutlich, dass die ärztliche Verantwortung im Umgang mit KI neu definiert werden muss.
Lesen Sie mehr
E-Health
Internisten gestalten Digitalisierung aktiv mit
Wie gestaltet die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) die digitale Transformation? Schwerpunkte sind die Nutzung von Gesundheitsdaten für die Versorgungsforschung und der Einsatz sowie die Weiterentwicklung digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGAs).
Lesen Sie mehr
Medizin
Space2Health: Wie Raumfahrt und Medizin voneinander profitieren können
Globale Herausforderungen wie der Klimawandel, Pandemien und Urbanisierung, aber auch Cybersecurity und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) sind Themen, bei denen es viele Anknüpfungspunkte zwischen der Gesundheitsbranche und der Raumfahrt gibt. Um das Potenzial von Synergien zu nutzen, wurde 2020 das INNOspace®-Netzwerk Space2Health gegründet. Auf der Digital Health Conference (DHC) im November 2022 in Berlin wurden einige gemeinsame Projekte vorgestellt.
Lesen Sie mehr
Medizin
European Health Data Space (EHDS): Gesundheitsdaten going Europe
Die COVID-19-Pandemie hat überdeutlich gezeigt, dass globale Gesundheitsthemen nicht mehr im nationalen Alleingang gelöst werden können. Bisherige Anstrengungen, in Europa grenzüberschreitend elektronische Gesundheitsdienste zu implementieren, sind jedoch kaum vorangekommen. So wurde die Plattform MyHealth@EU bisher erst in 10 Mitgliedstaaten realisiert (1). Die Schaffung eines europäischen Raums für Gesundheitsdaten (European Health Data Space, EHDS) soll endlich einen Durchbruch bringen. Im Frühjahr 2022 legte die Europäische Kommission einen entsprechenden Entwurf vor. Ziel des Großprojekts ist es, einen gemeinsamen Standard für die Erhebung und Verarbeitung von Gesundheitsdaten zu schaffen. Auf der Digital Health Conference (DHC) im November 2022 in Berlin zeigte sich in einer Paneldiskussion, dass hinsichtlich der Umsetzung noch viele Fragen offen sind.
Lesen Sie mehr
Medizin
Bioprinting: Wenn die Blutdruckwerte auf der Haut blinken
Blutgefäße, Nervenbahnen oder ganze Nieren aus dem 3D-Drucker – was sind die neuesten Entwicklungen? Prof. Dr. Ute Schepers, Wissenschaftlerin am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), zeigte beim virtuellen eHealth Forum Freiburg 2022 anhand von Beispielen das enorme Potenzial der Biomedizin auf. Während sich künstliche Haut, Hornhäute, Knorpel oder Kniescheiben schon in der klinischen Anwendung befinden, braucht es bis zur Herstellung ganzer Organe noch Zeit. Ganz oben auf der Agenda: das Herz.
Lesen Sie mehr
Medizin
Wie geht es weiter mit der Digitalisierung?
Ein gern gesehener Gast auf der Digital Health Conference war an seinem letzten Tag im Amt nicht mehr dabei. Da bot es sich an, Jens Spahns Verdienste zu würdigen, aber auch einen kritischen Rückblick zu wagen. Spürbar war eine gewisse Unsicherheit, was vom neuen Gesundheitsminister zu erwarten ist, aber auch Freude über das klare Bekenntnis der Regierung zur Digitalisierung. Die ersten Schritte sind gemacht, nun müssen die Lösungen in der breiten Versorgung ankommen.
Lesen Sie mehr