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Rheumatologie

Schwerpunkte
Von der Onkologie zur gezielten Immunmodulation: CAR-T-Zelltherapie in der Rheumatologie

Von der Onkologie zur gezielten Immunmodulation: CAR-T-Zelltherapie in der Rheumatologie

Die CAR-T-Zelltherapie wurde ursprünglich für hämatologische Neoplasien entwickelt, gewinnt derzeit aber auch zunehmend an Bedeutung für die Behandlung autoimmuner rheumatischer Erkrankungen. Durch eine genetische Umprogrammierung von T-Zellen werden Autoantikörper-produzierende B-Zellen gezielt eliminiert. Erste klinische Studien berichten über rasche und anhaltende Remissionen mit Normalisierung immunologischer Parameter. Die klinische Anwendung befindet sich aber noch in einem frühen Entwicklungsstadium und ist mit Herausforderungen wie Sicherheitsrisiken, hohen Kosten und komplexer Herstellung verbunden. Ergänzend werden CAR-basierte Plattformen der nächsten Generation, darunter genetisch modifizierte natürliche Killerzellen (CAR-NK-Zellen), chimäre Autoantikörper-Rezeptor-T-Zellen (CAAR-T-Zellen) und chimäre Antigen-Rezeptor regulatorische T-Zellen (CAR-Tregs), entwickelt, um Spezifität und Sicherheit weiter zu verbessern.
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Medizin

Lupus-Nephritis: EU-Zulassung von Obinutuzumab in Kombination mit Mycophenolat-Mofetil

Obinutuzumab ist ab sofort in Kombination mit Mycophenolat-Mofetil (MMF) für die Behandlung erwachsener Patient:innen mit Lupus-Nephritis (LN) der aktiven Klasse III oder IV mit oder ohne begleitende Klasse V zugelassen. Die Ergebnisse der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie REGENCY zeigen, dass unter der Obinutuzumab-Kombination signifikant mehr Patient:innen in Woche 76 ein vollständiges renales Ansprechen (CRR) im Vergleich zum Placebo-Arm erreichten [1].
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Medizin
SERENA-Studie: PsA-Prävention mit Secukinumab bei Plaque-Psoriasis-Patient:innen mit Nagelbeteiligung

SERENA-Studie: PsA-Prävention mit Secukinumab bei Plaque-Psoriasis-Patient:innen mit Nagelbeteiligung

Bei Patient:innen mit Plaque-Psoriasis und Nagelbeteiligung entwickeln 20 bis 30% eine Psoriasis-Arthritis (PsA) [1]. Nagelveränderungen gelten als wichtiger Risikofaktor und können der Gelenkerkrankung Jahre vorausgehen. Eine neue Analyse der SERENA-Studie wies nun nach, dass die Behandlung mit dem Interleukin (IL)-17A-Inhibitor Secukinumab das Risiko einer PsA-Erkrankung bei diesen Patient:innen erheblich reduzieren kann [2]. So zeigte die langfristige Behandlung mit Secukinumab eine etwa 82% niedrigere PsA-Inzidenz bei Psoriasis-Patient:innen mit Nagelbeteiligung im Vergleich zu einer historischen Kohorte ohne Biologika-Behandlung [2].
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Medizin
Rheumatoide Arthritis: Upadacitinib überzeugt nach TNF-Inhibitor-Versagen

Rheumatoide Arthritis: Upadacitinib überzeugt nach TNF-Inhibitor-Versagen

In der Phase-IIIb/IV-Studie SELECT-SWITCH wurden die Wirksamkeit und Sicherheit von Upadacitinib gegenüber Adalimumab bei erwachsenen Patient:innen mit mittelschwerer bis schwerer rheumatoider Arthritis unter bestehender Basistherapie mit Methotrexat (MTX) verglichen. Insgesamt erreichten zu Woche 12 nahezu doppelt so viele Patient:innen unter Upadacitinib eine Remission oder niedrige Krankheitsaktivität, ohne dass neue Sicherheitssignale beobachtet wurden. Die Ergebnisse bestärken, dass nach TNFi-Versagen ein Wechsel auf Upadacitinib Vorteile für Patient:innen bringt, verglichen mit einer weiteren TNFi-Therapie
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Medizin
Aktualisierte Psoriasis-Leitlinie integriert alle zugelassenen Systemtherapien

Aktualisierte Psoriasis-Leitlinie integriert alle zugelassenen Systemtherapien

Die aktualisierte S3-Leitlinie Therapie der Psoriasis vulgaris der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft e. V. (DDG) beinhaltet nun auch die Medikamente Bimekizumab und Deucravacitinib. Zudem wurde die Interdisziplinarität deutlich verstärkt und neben den bisher schon beteiligten Fachgesellschaften erstmals auch die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V. (DGP) sowie die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e. V. (DGVS) eingebunden. Dadurch konnten die Abschnitte zur Psoriasis-Therapie bei Patient:innen mit latenter Tuberkulose und bei Virus-Hepatitis umfänglich aktualisiert werden. Auch beim altbekannten Medikament Methotrexat gibt es Neuerungen.
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Medizin
Icotrokinra zeigt Überlegenheit bei Plaque-Psoriasis
EADV 2025

Icotrokinra zeigt Überlegenheit bei Plaque-Psoriasis

Auf dem diesjährigen Kongress der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV) wurden Ergebnisse der Phase-III-Studien ICONIC-ADVANCE 1 und ICONIC-ADVANCE 2 präsentiert, in denen die Überlegenheit von Icotrokinra im Vergleich zu Deucravacitinib untersucht wurde [1]. Darüber hinaus wurden neue Langzeitdaten der Phase-III-Studie ICONIC-LEAD über 52 Wochen bei erwachsenen und pädiatrischen Patient:innen ab zwölf Jahren mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis als Late-breaking-Abstract veröffentlicht [2]. Das Prüfpräparat Icotrokinra ist ein targeted oral peptide, das selektiv den IL-23-Rezeptor blockiert [1, 2].
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Medizin
Paradigmenwechsel in der Behandlung der Polymyalgia rheumatica

Paradigmenwechsel in der Behandlung der Polymyalgia rheumatica

Im Rahmen eines Symposiums auf dem diesjährigen Deutschen Rheumatologie Kongress berichteten und diskutierten Expert:innen, über die Risiken einer langfristigen Glukokortikoid (GC)-Therapie bei Polymyalgia rheumatica (PMR), die Rolle von IL-6 in der Pathogenese der PMR sowie die aktualisierten Leitlinienempfehlungen zur IL-6Ri in der Behandlung. „Mit der Leitlinienempfehlung zum Einsatz der IL-6Ri und der Zulassung von Sarilumab als GC-sparende Therapie bei PMR wird ein Paradigmenwechsel in der PMR-Behandlung eingeleitet“, sagte Prof. Christian Dejaco im Rahmen des Symposiums.
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Medizin
Secukinumab verbessert Therapieergebnisse bei Psoriasis-Arthritis und axialer Spondyloarthritis

Secukinumab verbessert Therapieergebnisse bei Psoriasis-Arthritis und axialer Spondyloarthritis

Die große EuroSpA-Registerstudie untersuchte Patient:innen mit Psoriasis-Arthritis und axialer Spondyloarthritis, die eine Behandlung mit Secukinumab begonnen hatten. Sie lieferte Daten zum Therapieverbleib nach 48 Monaten sowie zu Remissions- und LDA-Raten [1]. Wie bereits in der auf fünf Jahre angelegten SERENA-Studie [2] mit 1.740 Langzeit-Patient:innen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis zeigte sich auch hier eine langanhaltende Wirksamkeit von Secukinumab im Behandlungsalltag.
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Medizin
S2k-Leitlinie zur systemischen Sklerose: Neue Standards für Diagnostik und Therapie

S2k-Leitlinie zur systemischen Sklerose: Neue Standards für Diagnostik und Therapie

Mit der neuen S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der systemischen Sklerose (SSc) legt die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e.V. (DGRh) aktuelle Versorgungsempfehlungen vor. Entstanden unter breiter interdisziplinärer Beteiligung, geht die Leitlinie in mehreren Punkten über die EULAR-Leitlinien hinaus. Es stärkt die Versorgung von Patient:innen mit dieser seltenen, potenziell schwer verlaufenden Autoimmunerkrankung deutlich.
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Rheumatologie
Sarilumab verbessert gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Polymyalgia rheumatica

Sarilumab verbessert gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Polymyalgia rheumatica

Bei Patient:innen mit rezidivierender Polymyalgia rheumatica bleibt die Krankheitsaktivität unter Glukokortikoid-Monotherapie häufig unzureichend kontrolliert. Eine internationale, randomisierte Phase-III-Studie hat nun den Einfluss von Sarilumab auf patientenberichtete Lebensqualitätsparameter untersucht. Die Ergebnisse sprechen für den gezielten Einsatz von Sarilumab im Rahmen eines treat-to-target-Ansatzes.
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Medizin
CRP-Wert bei axialer Spondyloarthritis: Bedeutung für Diagnose und zielgerichtete Therapie

CRP-Wert bei axialer Spondyloarthritis: Bedeutung für Diagnose und zielgerichtete Therapie

Der Wert des C-reaktiven Proteins (CRP) spielt bei der Diagnose und insbesondere bei der Therapieentscheidung bei axialer Spondyloarthritis (axSpA) eine zentrale Rolle. Neben einer akuten Entzündung im MRT und einer kurzen Krankheitsdauer gilt ein erhöhter CRP-Wert als verlässlicher Prädiktor für ein gutes Ansprechen auf Biologika. Viele Patient:innen mit axSpA haben jedoch CRP-Werte im Normbereich (≤5 mg/ml) [1-3] – trotz vergleichbarer Krankheitslast sprechen sie oft schlechter auf TNF-Inhibitoren (TNFi) an [4, 5].
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Medizin
Gazyvaro verbessert Krankheitskontrolle bei Lupus-Nephritis
EULAR 2025

Obinutuzumab verbessert Krankheitskontrolle bei Lupus-Nephritis

Neue Studiendaten der Phase-III-Studie REGENCY zeigen: Patient:innen mit Lupus-Nephritis profitieren signifikant von einer zusätzlichen Therapie mit Obinutuzumab. Auf dem diesjährigen Kongress der European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) wurden aktuelle Analyseergebnisse vorgestellt, die sowohl die Effektivität als auch die Nachhaltigkeit des therapeutischen Effekts belegen – insbesondere im Hinblick auf das vollständige renale Ansprechen und den langfristigen Erhalt der Nierenfunktion.
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Medizin
Real-World-Daten bestätigen Wirksamkeit und Sicherheit von Upadacitinib bei RA und axSpA
EULAR 2025

Real-World-Daten bestätigen Wirksamkeit und Sicherheit von Upadacitinib in der rheumatoiden Arthritis und axialen Spondyloarthritis

Neue Real-World-Daten aus internationalen Beobachtungsstudien, die auf dem europäischen Rheumatologiekongress (EULAR) 2025 vorgestellt wurden, bestätigen die klinische Wirksamkeit und das bekannte Sicherheitsprofil von Upadacitinib (UPA) bei Patient:innen mit rheumatoider Arthritis (RA) und axialer Spondyloarthritis (axSpA) [1-3]. Die Ergebnisse der UPHOLD-Studie [1] zeigen, dass ein relevanter Anteil der RA-Patient:innen unter UPA eine anhaltende Remission erreicht. Für die axSpA liegen mit UPSPINE [2] und UPSTAND [3] erstmals Real-World-Daten zur frühen Wirksamkeit und Schmerzlinderung vor. Ergänzend dazu belegen integrierte Sicherheitsdaten aus fast 17.000 Patientenjahren (PJ) die langfristige Sicherheit des Wirkstoffs [4].
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Medizin
EULAR 2025

Secukinumab als potenzielle Therapieoption bei Polymyalgia rheumatica?

Auf dem European Congress of Rheumatology (EULAR) wurden positive Ergebnisse einer Post-hoc-Analyse der Phase-II-Studie TitAIN bekannt gegeben. Ziel der Analyse war es, die Behandlung mit Secukinumab im Vergleich zu Placebo bei Patient:innen mit neu diagnostizierter oder rezidivierender Riesenzellarteriitis (RZA) mit Symptomen einer Polymyalgia rheumatica (PMR) zu bewerten. Dabei zeigte sich unter Secukinumab im Vergleich zu Placebo eine geringere Inzidenz von PMR-Symptomen. Die Ergebnisse belegen nicht nur die Wirksamkeit des IL-17A-Hemmers bei RZA, sondern unterstützen auch die Weiterentwicklung von Secukinumab als potenzielle Therapieoption für die PMR.
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