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Gesundheitspolitik

RKI: Bei Kindern aktuell häufiger Grippe als Corona diagnostiziert

RKI: Bei Kindern aktuell häufiger Grippe als Corona diagnostiziert
© Tomsickova – stock.adobe.com
Weniger Ansteckungen, weniger Krankenhausfälle, weniger Ausbrüche in Heimen: Auch durch den Frühling ist SARS-CoV-2 auf dem Rückzug. Bei Kindern ist laut RKI gerade eine andere Atemwegserkrankung häufiger.
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Bei Kindern wird nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) derzeit häufiger Grippe als Corona diagnostiziert. Betroffen seien insbesondere 5- bis 14-Jährige, schreibt das Institut in seinem am Donnerstagabend veröffentlichten Wochenbericht. Das RKI beruft sich auf Erkenntnisse aus der virologischen Überwachung. „Bei Auftreten von Symptomen einer neu auftretenden Atemwegserkrankung wie z.B. Schnupfen, Halsschmerzen oder Husten wird – unabhängig vom Impfstatus und auch bei negativem COVID-19 Testergebnis – dringend empfohlen, Kontakte zu meiden und bei Bedarf die hausärztliche Praxis zu kontaktieren“, hieß es.

Keine Grippewelle in der Saison 2021/22

Eine Grippewelle hat auch bislang in der Saison 2021/22 nach wissenschaftlicher Definition gar nicht erst begonnen, in der jüngsten Zeit wurden in Deutschland aber doch noch etwas mehr Grippefälle verzeichnet. Die RKI-Fachleute sprechen von geringfügig erhöhter Influenza-Aktivität. Die Arbeitsgemeinschaft Influenza hatte für die vergangene Woche von knapp 2.000 gemeldeten Fällen berichtet. Bei Grippe wird eine hohe Dunkelziffer nicht erkannter und nicht gemeldeter Fälle angenommen.
 
 

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© Adam Gregor – stock.adobe.com

7-Tage-Inzidenz sinkt weiter

Zur Entwicklung der Corona-Pandemie hält das RKI fest, dass die 7-Tage-Inzidenz vergangene Woche weiter gesunken sei: um 13,5% im Vergleich zur Woche davor. Viele Indikatoren zu Krankenhauseinweisungen und Todesfällen nähmen weiter ab. „Der Infektionsdruck bleibt mit ca. 400.000 innerhalb der letzten Woche an das RKI übermittelten COVID-19-Fällen hoch.“

Der Anteil der Omikron-Subvariante BA.5 in Deutschland wächst laut Bericht, aber bisher auf sehr niedrigem Niveau. Er lag nach den jüngsten verfügbaren Daten, einer Stichprobe von vorletzter Woche, bei 1,4%. In den Wochen zuvor waren es 0,5 und 0,3%. Das Wachstum der seit einiger Zeit vorherrschenden Omikron-Variante BA.2 scheint indes gestoppt, der Wert sank nun leicht auf 97,4%.

„Der aktuell besonders in Südafrika und zuletzt auch in Portugal zunehmende Trend der Omikron-Linien BA.4 und BA.5 geht dort mit einem Anstieg der COVID-19-Fallzahlen und Positivenrate einher“, schreibt das RKI. In Deutschland ist bei BA.4 bisher nur eine sehr kleine Zunahme auszumachen, von 0,1 auf 0,3%. Auch bei Mischvarianten ist dem Bericht zufolge bisher kein starker Anstieg zu verzeichnen. Es werden aber nicht alle positiven Proben dahingehend untersucht.

Quelle: dpa


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