Mittwoch, 22. Mai 2024
Navigation öffnen
Gesundheitspolitik

Patientenschützer fordern Steuermittel für Long-COVID-Versorgung

Patientenschützer fordern Steuermittel für Long-COVID-Versorgung
© Halfpoint – stock.adobe.com
Für die bundesweite Versorgung von Menschen mit länger anhaltenden Beschwerden nach Corona-Infektionen sind aus Sicht von Patientenschützern zusätzliche Steuermittel nötig. „Die Bundesregierung ist aufgefordert, einen Post-COVID-Fonds aufzulegen“, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur. Dies allein im laufenden Budget der Kranken- und Pflegekassen zu machen, werde nicht möglich sein. Deutschlandweit arbeitende Ambulanzen an Krankenhäusern, Pflegeheimen, Versorgungszentren und Praxen müssten in der Lage sein, einer großen Patientenzahl therapeutische Hilfe anzubieten.
Der Corona-Expertenrat der Bundesregierung hatte den Aufbau flächendeckender Angebote für Menschen mit COVID-19-Folgebeschwerden angemahnt. Angesichts der steigenden Zahl an Patientinnen und Patienten sei das derzeitige Versorgungsangebot „bei Weitem nicht ausreichend“, heißt es in einer am Montag vorgelegten Stellungnahme. Etabliert werden müssten etwa Spezialambulanzen und Reha-Kliniken.

Unter Long COVID werden laut dem Papier Beschwerden zusammengefasst, die mit einer SARS-CoV-2-Infektion verbunden werden und noch später als 4 Wochen danach bestehen. Eine Unterform sei Post-COVID - dabei bestünden „anderweitig nicht erklärbare Symptome“ noch 3 Monate nach der Corona-Infektion. Zur Häufigkeit hieß es, dass laut epidemiologischen Studien eine Mehrheit der Menschen, die mit schwerem COVID-19-Verlauf auf Intensivstationen behandelt wurden, Langzeitkomplikationen entwickle. Nach milder Infektion erfüllten etwa 10% der Betroffenen die Post-COVID-Kriterien.
 
 

Lesen Sie mehr zu diesem Thema:

Was verursacht schwere COVID-Verläufe?

Erschienen am 11.05.2022Gibt es einen Biomarker, der rechtzeitig einen schweren COVID-Verlauf anzeigt? Die Antwort wurde auf dem DGIM 2022 vorgestellt. Lesen Sie rein!

Erschienen am 11.05.2022Gibt es einen Biomarker, der rechtzeitig einen schweren COVID-Verlauf anzeigt? Die Antwort wurde auf dem...

© dottedyeti - stock.adobe.com
Brysch forderte, das Leiden der Menschen müsse endlich ernstgenommen werden. „Wie bei der Impfung, der Testung und der wirtschaftlichen Unterstützung muss die Versorgung der Patienten mit Langzeitfolgen eine öffentliche Aufgabe werden.“

Quelle: dpa


Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Patientenschützer fordern Steuermittel für Long-COVID-Versorgung"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der MedtriX GmbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: rgb-info[at]medtrix.group.