Donnerstag, 18. August 2022
Navigation öffnen
Gesundheitspolitik

Lauterbach: Frühestens im September Omikron-Impfstoffe verfügbar

Lauterbach: Frühestens im September Omikron-Impfstoffe verfügbar
© Leigh Prather – stock.adobe.com
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach erwartet im Herbst Corona-Impfstoffe, die an die Omikron-Varianten angepasst sind. Frühestens im September rechne er damit, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im Deutschlandfunk. Daran werde intensiv gearbeitet. Es gebe vielversprechende Daten von Moderna, auch mit Biontech sei man im Kontakt. Er sei zuversichtlich, dass es sehr gute angepasste Impfstoffe geben werde.

Vielversprechende Daten von Moderna Corona-Impfstoff

Das Unternehmen Moderna hatte am Mittwoch erste Daten zur Wirksamkeit seines angepassten Corona-Impfstoffes vorgestellt. „mRNA-1273.21“, so der Name des Boosters, ist eine Kombination aus dem ursprünglichen Moderna-Impfstoff Spikevax und einem speziell auf die Omikron-Variante zugeschnittenen Impfstoff-Kandidaten. Bei den insgesamt 437 Probanden der klinischen Studie, die das neue Präparat als 2. Booster erhalten hatten, fanden die Wissenschaftler nach einem Monat deutlich mehr neutralisierende Antikörper als nach einer Booster-Impfung mit dem herkömmlichen Präparat, insbesondere gegen die Omikron-Variante. Die Impfung sei gut verträglich, Nebenwirkungen entsprächen denen nach dem herkömmlichen Booster.

Das Unternehmen kündigte an, die vorliegenden Daten in den kommenden Wochen den Zulassungsbehörden vorzulegen. Man hoffe, dass der Booster im Spätsommer verfügbar sei.
 
 

Lesen Sie mehr zu diesem Thema:

Moderna verzichtet dauerhaft auf Patentschutz in 92 Ländern

Erschienen am 08.03.2022Auf den Patentschutz seines Corona-Impfstoffes will Moderna unter bestimmten Voraussetzungen verzichten und zudem mRNA-Impfstoffe in Kenia produzieren.

Erschienen am 08.03.2022Auf den Patentschutz seines Corona-Impfstoffes will Moderna unter bestimmten Voraussetzungen verzichten...

© Feydzhet Shabanov – stock.adobe.com

Omikron-Sublinie BA.2 dominiert noch

Aktuell dominiert die Omikron-Sublinie BA.2 in Deutschland, der Anteil der Untervariante BA.5 wächst allerdings, wenngleich auf niedrigem Niveau. Lauterbach nannte BA.5 aber „keine besonders gefährliche Variante“, auch wenn sie ansteckender sei als BA.1 und BA.2.

Corona-Expertenrat entwickelt Szenarien für Pandemie-Entwicklung

Der Corona-Expertenrat der Bundesregierung hatte am Mittwoch auf Vorbereitungen für den Herbst und Winter gedrungen und 3 Szenarien für die Entwicklung der Pandemie entworfen. Lauterbach bezeichnete im Interview das mittlere Szenario mit weniger gravierenden Auswirkungen als derzeit wahrscheinlichstes. Es sei nicht auszuschließen, dass es zu Virusvarianten komme, die ansteckender und gefährlicher seien. „Wir hoffen es aber alle nicht“, sagte Lauterbach. Man müsse jedoch darauf vorbereitet sein.  

Der Minister nannte die Beschaffung von Impfstoffen, ein Impf- und ein Testkonzept sowie schnellere Daten aus den Krankenhäusern. „Das sind Dinge, die müssen jetzt vorbereitet werden. Daran wird auch gearbeitet bereits im Bundesgesundheitsministerium.“
 
 

Lesen Sie mehr zu diesem Thema:

Ärztekammer prangert Corona-„Datenblindflug“ an und fordert Abhilfe

Erschienen am 09.06.2022Aus Sicht der Bundesärztekammer benötigt Deutschland dringend eine bessere Corona-Datenbasis, um rationale Entscheidungen treffen zu können.

Erschienen am 09.06.2022Aus Sicht der Bundesärztekammer benötigt Deutschland dringend eine bessere Corona-Datenbasis, um rationale...

© CREATIVE WONDER – stock.adobe.com

Aktualisierung des Infektionsschutzgesetzes nötig

„Auf jeden Fall“ geändert und verlängert werden müsse auch das Infektionsschutzgesetz. Es läuft am 23. September aus. Die FDP fordert, noch die Expertise eines Sachverständigenausschusses abzuwarten, die bisherige Schutzmaßnahmen bewertet. Das Gutachten soll bis 30. Juni vorliegen. „Dem kann ich auch ohne Wenn und Aber folgen“, betonte Lauterbach. Alle hätten das gleiche Ziel, „mit möglichst wenigen Freiheitseinschränkungen der Lage angepasst schnell reagieren zu können“. „Da sind wir in der Pflicht, und genau so wird es auch kommen“, betonte der Minister.

Quelle: dpa


Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Lauterbach: Frühestens im September Omikron-Impfstoffe verfügbar"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der MedtriX GmbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.