Infotheken | Beiträge ab Seite 15
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Medizin
Studie zeigt positive Auswirkungen ungesättigter pflanzlicher Fette auf Blutfettwerte
Die Umstellung von einer Ernährung mit einem hohen Gehalt an gesättigten tierischen Fetten zu einer Ernährung, die reich an pflanzlichen ungesättigten Fetten ist, beeinflusst die Fettzusammensetzung im Blut. Das wiederum beeinflusst das langfristige Krankheitsrisiko. Eine kürzlich in Nature Medicine veröffentlichte Studie (1), die von einem Forschungsteam des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE), der Chalmers University of Technology in Schweden sowie mehrerer anderer Universitäten durchgeführt wurde, zeigt, dass es möglich ist, diätetisch bedingte Fettveränderungen im Blut genau zu messen. Diese können dann direkt mit dem Entstehungsrisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes in Verbindung gebracht werden.
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Medizin
CAR-T-Zellen als Therapieoption bei schwerem SLE: Fallbericht einer 16-Jährigen
„Ein Jahr nach der Therapie geht es mir wie vor der Krankheit, bis auf ein paar Erkältungen“, sagt Uresa A. heute. Im Juni 2023 wurden der damals 15-Jährigen am Uniklinikum Erlangen CAR-T-Zellen verabreicht. Das heute 16-jährige Mädchen erhielt die Immuntherapie im Rahmen eines individuellen Heilversuchs am Deutschen Zentrum Immuntherapie (DZI) des Uniklinikums Erlangen als weltweit erstes Kind mit einem systemischen Lupus erythematodes (SLE). Die Ergebnisse der erfolgreichen Therapie veröffentlichte das Erlanger Behandlungsteam jetzt im medizinischen Fachjournal „The Lancet“ (1).
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Medizin
Reduktion des Fleischkonsums senkt das Risiko für Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs
Eine aktuelle Simulationsstudie untersucht die möglichen gesundheitlichen Vorteile einer Verringerung des Konsums von verarbeitetem Fleisch und unverarbeitetem roten Fleisch in den USA. Die Ergebnisse zeigen, dass dies die Zahl der Neuerkrankungen an Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Darmkrebs sowie die Sterblichkeit insgesamt verringern könnte. Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „The Lancet Planetary Health“ veröffentlicht (1).
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Medizin
Der Cholesterin-Dialog appelliert: Jeder Mensch sollte seine LDL-Cholesterinwerte kennen!
„Über Cholesterin wird noch nicht genug gesprochen. Jeder sollte seinen LDL-Cholesterinwert kennen“, so David Reckers‘ (bekannt aus den sozialen Medien als „@der.hausarzt“) starkes Statement im Cholesterin-Dialog anlässlich des Tag des Cholesterins. Der von der Deutschen Gesellschaft für Lipidologie e.V. (DGFL) – Lipid-Liga initiierte Aktionstag war auch in diesem Jahr wieder Anlass, Interessierte zu einem Live-Stream mit Expert:innen rund um das Thema Herzgesundheit und Cholesterin einzuladen.
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Medizin
STADA Health Report 2024: Die Unzufriedenheit mit den Gesundheitssystemen wächst
Seit Jahren sinkt sie europaweit, nun hat die Zufriedenheit einen Tiefstand erreicht. Was dagegen steigt, ist die Einsamkeit in Europa. Das sind die besorgniserregenden Resultate des STADA Health Report 2024. Doch es gibt auch Lichtblicke.
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Medizin
Impfschutz vor Fernreisen: seltene Risiken – aber dramatische Konsequenzen
Mit 2 impfpräventablen Infektionskrankheiten, die auf Fernreisen durch ungünstigen Kontakt mit großen und kleinen Lebewesen erworben werden können, beschäftigte sich ein Symposium im Rahmen des 25. Forums Reisen und Gesundheit des Centrums für Reisemedizin (CRM) in Berlin: Tollwut und Dengue. Das Risiko ist zwar für beide Infektionskrankheiten gering, gemeinsam ist ihnen aber auch, dass es für sie postexpositionell keinerlei Interventionsmöglichkeiten gibt, weshalb vor Antritt einer Reise in entsprechende Risikogebiete stets ein möglichst vollständiger Impfschutz angestrebt werden sollte.
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Medizin
Allergische Rhinitis: Neue Ergebnisse der EfficAPSI-Studie zur Wirkung von SLIT-Lösungen
Die Real-World-Studie EfficAPSI untersucht die Effekte der sublingualen Immuntherapie (SLIT) auf das Auftreten und Fortschreiten von Asthma bei Patient:innen mit allergischer Rhinitis. Neue Ergebnisse der Studie wurden in der Zeitschrift „Lancet Regional Health-Europe“ veröffentlicht (1).
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Medizin
Vitamin-B12-Mangel: Oft erst nach Jahren erkannt
Ein Vitamin-B12-Mangel wird aufgrund der vielfältigen Symptome bei mehr als der Hälfte der Patienten oft erst nach Jahren diagnostiziert. Durch eine späte Diagnose steigt das Risiko für schwerwiegende, teils irreversible Schäden. Darauf weisen Wissenschaftler in einer aktuellen Publikation hin.
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Medizin
Hämophilie A: Efanesoctocog alfa bietet signifikanten Schutz vor Blutungen
Die hochwirksame Faktor-VIII-Ersatztherapie Efanesoctocog alfa wurde zur Behandlung und Vorbeugung von Blutungen sowie zum perioperativen Management bei Hämophilie A für Patient:innen jeden Alters und jeden Schweregrads von der Europäische Kommission zugelassen. Die Patient:innen konnten mit einer Prophylaxe (einmal wöchentlich) über einen erheblichen Teil der Woche normalisierte bis nahezu normale Faktor-VIII-Aktivitätswerte von über 40% mit Talspiegeln von 15% vor der nächsten Dosis erreichen. Dies führte zu einem deutlich verbesserten Blutungsschutz im Vergleich zur vorherigen Faktor-VIII-Prophylaxe.
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Medizin
ALS: Subtypen und Geschlechtsunterschiede
Amyotrophe Lateralsklerose, kurz ALS, ist eine neurodegenerative Erkrankung, die fast immer tödlich verläuft. Ein Konsortium um Forschende der Technischen Universität München hat die molekularen Hintergründe von ALS systematisch untersucht. Das Team fand unter anderem heraus, dass sich ALS in Subtypen unterteilen lässt. Je nach Subtyp könnten daher unterschiedliche Medikamente wirksam sein. Deutliche Unterschiede bei den molekularen Vorgängen gibt es auch zwischen Männern und Frauen.
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Medizin
Anifrolumab: Neuer Behandlungsstandard bei SLE
Im Rahmen des diesjährigen Kongresses der European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) wurden neue Studiendaten zur Behandlung von Systemischem Lupus erythematodes (SLE) mit Anifrolumab vorgestellt. Diese zeigen, dass unter Anifrolumab eine langfristige Krankheitskontrolle, eine effektive Reduktion der Bedarfsmedikation an Glucocorticoiden (GC) und eine Remission gemäß EULAR-Empfehlungen möglich ist.
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Medizin
Zulassungsempfehlung für ersten Chikungunya-Impfstoff in der EU
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat ein positives Votum für die Zulassung des ersten Impfstoffes gegen das Chikungunya-Fieber in der EU ausgesprochen. Chikungunya führt vor allem in den Tropen zu größeren Ausbrüchen. Die Gefahr einer Infektion ist in den vergangenen Jahren aber auch im Mittelmeerraum deutlich angestiegen. Die Entscheidung der Kommission wird für das dritte Quartal 2024 erwartet.
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Praxismanagement
Neue Ausgabe von „praxismanagement heute“ erhältlich
Eine neue Ausgabe von „praxismanagement heute“ ist da! Das Magazin für Digitalisierung und moderne Praxisorganisation berichtet darin über praxisrelevante Themen wie Strategien gegen Dauerstress und Tipps für den Umgang mit schwierigen Persönlichkeiten, Künstliche Intelligenz im Praxisalltag, Wege zur eigenen Website und mehr Homeoffice. Wichtig auch: Mitarbeiterführung mit Herz und neue Gesundheits-Apps (DiGA). Dazu erzählt eine Ärztin aus Berlin, warum sie ihr Gesundheitswissen gerne auf Social Media teilt. Speziell für MFA gibt es in der neuen Ausgabe Tipps für ein besseres Teambuilding und den Umgang mit Terminschwänzern. Außerdem erfahren Sie, wie man die Wirtschaftlichkeit der Praxis durch neue Abrechnungspositionen erhöhen kann.
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Medizin
Süßstoff Xylit erhöht das kardiovaskuläre Risiko
Höhere Werte des Süßstoffs Xylit im Blut sind mit einem deutlich erhöhten Risiko für schwere Herzerkrankungen und Schlaganfälle verbunden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie aus den USA, die jetzt im „European Heart Journal“ veröffentlicht wurde.
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Medizin
Insulin icodec: Erstes Wocheninsulin erhält EMA-Zulassung für Diabetesbehandlung
Die Europäische Kommission hat Insulin icodec zur Behandlung von Erwachsenen mit Diabetes mellitus zugelassen (1). Das Wocheninsulin kann den Basalinsulinbedarf für eine gesamte Woche mit einer einzigen subkutanen Injektion decken. Die Zulassung stützt sich auf Ergebnisse des klinischen Phase-3a-Studienprogramms ONWARDS (2-6). Die wöchentliche Injektion von Insulin icodec bewirkte gegenüber herkömmlichem Basalinsulin in einer Studie einen größeren Anstieg der Therapiezufriedenheit bei Menschen mit Typ-2-Diabetes (3). Ein einmal wöchentliches Therapieschema könnte die Therapieakzeptanz und die Therapieadhärenz der Patient:innen positiv beeinflussen (3, 7).
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Medizin
Frühe Diagnose und aggressive Therapie kann NMOSD-Patient:innen retten
Etwa 90% aller Betroffenen einer Neuromyelitis-Optica-Spectrum-Erkrankung (NMOSD) erleben innerhalb von 5 Jahren nach dem ersten Schub weitere Schübe. Jeder Schub kann kumulativ zu weiteren Schäden führen, die in schwerste neurologisch ausgeprägte Behinderungen münden. Deshalb ist es dringend erforderlich, frühzeitig eine Diagnose zu stellen, um sofort eingreifen zu können, noch bevor die aggressiven Autoimmunprozesse Nervensubstanz irreversibel zunichte gemacht haben. Das ist mit dem monoklonalen Anti-CD-19-Antikörper Inebilizumab möglich, der gezielt die maßgeblich am Krankheitsgeschehen beteiligten B-Zellen depletiert.
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Medizin
Riesenzellarteriitis: Upadacitinib zeigt positive Ergebnisse in der SELECT-GA-Studie
In der Phase-III-Studie SELECT-GA wird Upadacitinib bei Menschen mit Riesenzellarteriitis (RZA) untersucht. Aktuelle Ergebnisse zeigen, dass 46% der Patient:innen unter Upadacitinib in Kombination mit einer 26-wöchigen ausschleichenden Steroidtherapie eine anhaltende Remission erreichen. Im Vergleich: Unter Placebo in Kombination mit einer 52-wöchigen ausschleichenden Steroidtherapie erreichten 29% dieses Ziel (1).
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Patienteninfos
Allergie-Saison: Welche Pollenflug-App hilft am besten?
Fliegen in meiner Stadt schon Birken- oder Erlenpollen? Pollenflug-Apps liefern auf Fragen wie diese eine Antwort – und können helfen, die eigene Allergie besser zu verstehen. Doch die Auswahl ist groß. Es gibt Apps von staatlichen Stellen, von (Pharma-)Unternehmen und auch von einer Krankenversicherung. Mit Hilfe von einigen Kriterien fällt die Auswahl der richtigen Anwendung leichter.
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Gastroenterologie
Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten meist mit einer gestörten Darmbarriere assoziiert
Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten äußern sich durch eine Vielzahl an unterschiedlichen Beschwerdebildern, die oftmals als Reizdarmsyndrom zusammengefasst werden. Selbst eine vermeintlich genaue Phänotypisierung der Symptomatik erlaubt keine eindeutige Klassifizierung der dafür verantwortlichen Krankheitsprozesse. Das macht nicht nur die individuelle Ursachenforschung schwierig und langwierig, sondern auch die Suche nach einer Erfolg versprechenden Therapie. Allen Ausprägungen gemeinsam scheint jedoch eine gastrointestinale Barrierestörung als wesentlichem Pathomechanismus zugrundezuliegen. Durch die Stabilisierung der Darmbarriere im Rahmen eines multimodalen Therapieansatzes könnten sich neue Perspektiven für die Therapie ergeben.
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Medizin
Zulassung von Aztreonam-Avibactam zur Behandlung von multiresistenten Infektionen
Die Europäische Kommission hat Aztreonam-Avibactam die Zulassung für die Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit komplizierten intraabdominellen Infektionen (cIAI), nosokomial erworbenen Pneumonien (HAP) – einschließlich beatmungsassoziierten Pneumonien (VAP) – sowie komplizierten Harnwegsinfektionen (cUTI), einschließlich Pyelonephritis, erteilt. Darüber hinaus ist die Fixkombination der beiden Wirkstoffe zugelassen bei Erwachsenen mit Infektionen aufgrund aerober gramnegativer Erreger, für die es nur begrenzte Behandlungsmöglichkeiten gibt (1). Aztreonam-Avibactam soll nach der Markteinführung insbesondere bei schweren bakteriellen Infektionen durch Metallo-ß-Lactamase (MBL)-bildende multiresistente Erreger zum Einsatz kommen.
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