Infotheken
Medizin und Nachhaltigkeit
Autoimmunerkrankungen
Orphan Diseases
Hämatologie
Gendermedizin
Ernährung und Lebensstil
Reise- und Tropenmedizin
Allergien
Sportmedizin
Praxismanagement
Medizin
EU-Zulassung: Onasemnogen abeparvovec bei spinaler Muskelatrophie
Die Europäische Kommission hat die Zulassung von Onasemnogen abeparvovec als intrathekale Applikation für die Behandlung von Kindern ab zwei Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen mit 5q-assoziierter spinaler Muskelatrophie (SMA) mit einer biallelischen Mutation im Survival-Motor-Neuron-1-Gen (SMN1) erteilt. Damit ist Onasemnogen abeparvovec als intrathekale Applikation die derzeit einzige, als Einmalgabe verabreichte und auf einem adeno-assoziierten viralen Vektor (AAV) basierende Genersatztherapie, die in der EU für SMA-Patient:innen zugelassen ist.
Lesen Sie mehr
Medizin
EULAR 2026
Psoriasis-Arthritis: PsABIOnd-Studie vergleicht Guselkumab und IL-17-Inhibitoren
Auf dem Kongress der European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) wurden neue Interimsdaten nach einem Jahr der Beobachtungsstudie PsABIOnd zu Therapiepersistenz, Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab bzw. IL-17-Inhibitoren bei aktiver Psoriasis-Arthritis präsentiert [1].
Lesen Sie mehr
Bioökonomie
Biopolymere für Knochendefekte
Biokompatibilität, Resorbierbarkeit und Kombinierbarkeit mit Additiven bieten vielfältige Anwendungsmöglichkeiten für Biopolymere in der Medizin. Insbesondere Polymilchsäure (PLA) findet durch 3D-Druck in Bioglas-Komposit-Scaffolds ihren Weg in die Branche. Die Reparatur von Knochendefekten gilt als Paradeanwendung.
Lesen Sie mehr
Medizin
EU-Zulassung von Glecaprevir/Pibrentasvir erweitert Therapieoptionen bei akuter Hepatitis C
Glecaprevir/Pibrentasvir erhält durch die Europäische Kommission die Zulassung zur Behandlung der akuten Hepatitis-C-Virusinfektion. Zugelassen ist die Therapie bei Erwachsenen und Kindern ab drei Jahren. Mit dieser Indikationserweiterung ist Glecaprevir/Pibrentasvir die einzige in der Europäischen Union zugelassene Therapie zur Behandlung sowohl der akuten als auch der chronischen HCV-Infektion.
Lesen Sie mehr
Medizin
Malaria-Einzeldosistherapie vor panafrikanischer klinischer Studie
Forschende des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) haben eine vielversprechende Malariatherapie entwickelt, die mit nur einer einzelnen Dosis auskommt. Sie könnte dazu beitragen, der zunehmenden Resistenz gegen bestehende Medikamente entgegenzuwirken und die Behandlung deutlich zu vereinfachen. Die Vier-Medikamenten-Kombination mit der Bezeichnung SPAP wird derzeit für groß angelegte klinische Studien in mehreren afrikanischen Ländern vorbereitet [1]. Das DZIF-Projekt wird unter anderem von Prof. Ghyslain Mombo-Ngoma geleitet, der für seine Beiträge zur globalen Gesundheitsforschung in die TIME100 Health 2026 aufgenommen wurde.
Lesen Sie mehr
Medizin
Zulassung für neue Therapie bei chronischen Kreuzschmerzen
Für das Arzneimittel VER-01 wurde in Deutschland die Zulassung zur Behandlung chronischer Kreuzschmerzen mit radikulärer (neuropathischer) Komponente erteilt. Damit erweitert sich das Spektrum medikamentöser Behandlungsoptionen in diesem Therapiefeld.
Lesen Sie mehr
Medizin
Auf den Ausgleich kommt es an: Effektives Rebalancing mit Marstacimab bei Hämophilie
Rebalancing-Strategien sind ein neuer Ansatzpunkt im Management der Hämophilie. Sie weisen das Potential auf, das natürliche Gleichgewicht zwischen Blutung und Gerinnung wiederherzustellen. Der monoklonale Antikörper Marstacimab zielt gegen den Tissue Factor Pathway Inhibitor, wodurch die FXa- und Thrombinproduktion gesteigert und das gestörte Hämostasegleichgewicht ausbalanciert wird.
Lesen Sie mehr
Typ-2-Diabetes
DDG 2026
Mehr Lebenszeit durch frühes holistisches Management des Typ-2-Diabetes
Patient:innen mit Typ-2-Diabetes profitieren von einer frühen und intensiven Behandlung. Dazu zählt auch ein effektives Gewichtsmanagement. Denn eine höhere Gewichtsreduktion führt nachweislich zu besseren Resultaten. Die aktualisierte DDG-Praxisempfehlung hat daher Tirzepatid in den Behandlungsalgorithmus aufgenommen.
Lesen Sie mehr
Medizin
Erste Anwendung von Spender-CAR-T-Zellen bei Autoimmunerkrankung in Deutschland
Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, wurde erstmals in Deutschland eine Autoimmunerkrankung mit Körper-Abwehrzellen eines gesunden Spenders behandelt. Bislang üblich ist, dass den Erkrankten selbst die Abwehrzellen entnommen und diese anschließend im Labor modifiziert werden (CAR-T-Zelltherapie). Die 55-jährige UKSH-Patient:in leidet an Myositis, einer Krankheit, bei der das Immunsystem Muskel- und Lungenstrukturen bekämpft und chronische Entzündungen auslöst. Fachleute der Rheumatologie und Onkologie arbeiten bei der Behandlung eng zusammen.
Lesen Sie mehr
Bioökonomie
Biokunststoffe für die Gesundheitsbranche
Die Verwendung biobasierter statt erdölbasierter Rohstoffe ermöglicht Materialien, die nicht nur nachhaltig sind und die Kreislaufwirtschaft im Gesundheitssystem unterstützen, sondern auch günstige Eigenschaften wie Permeabilität, Resorbierbarkeit und Verträglichkeit zeigen.
Lesen Sie mehr
Medizin
Wechseljahrsbeschwerden: Neue Option zur Behandlung nun in Deutschland verfügbar
Seit dem 1. April 2026 ist Elinzanetant auf dem deutschen Markt zur nicht hormonellen Behandlung von moderaten bis schweren Wechseljahrsbeschwerden verfügbar. Die Zulassung umfasst auch menopausale Beschwerden bei Brustkrebspatientinnen. Schließlich kann die adjuvante endokrine Therapie schwere Hitzewallungen und Schlafstörungen auslösen und die Lebensqualität der betroffenen Frauen zusätzlich belasten.
Lesen Sie mehr
Medizin
Marstacimab: Zulassungserweiterung für Hämophilie A und B mit Hemmkörpern
Die Europäische Kommission hat die Zulassungserweiterung für Marstacimab zur Routineprophylaxe von Blutungsepisoden bei Patient:innen ab 12 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 35 kg mit Hämophilie A mit Faktor-VIII-Inhibitoren oder Hämophilie B mit Faktor-IX-Inhibitoren erteilt [1, 2]. Die Behandlung von Patient:innen mit Hämophilie A oder B, die unter der Faktorersatztherapie Hemmkörper entwickelt haben, stellt eine besondere therapeutische Herausforderung dar [3]. Mit Marstacimab, einem Antikörper gegen den Tissue Factor Pathway Inhibitor (Anti-TFPI), steht den Betroffenen nun eine neue Therapieoption zur Verfügung, die als Fertigpen mit fixer Dosierung einmal wöchentlich subkutan verabreicht wird [1].
Lesen Sie mehr
Schwerpunkte
Gut geschlafen? Hoffentlich
Bei immer mehr Menschen hilft das Schäfchenzählen nicht mehr und macht die dringend benötigte Nachtruhe zur Herausforderung: Die Zahl der Schlafgestörten steigt stetig. Das hat weitreichende medizinische und gesellschaftliche Konsequenzen.
Lesen Sie mehr
primär biliäre Cholangitis
Seladelpar bewährt sich bei PCB in der Praxis
Seit einem Jahr ist der selektive PPARδ-Agonist Seladelpar in der Zweitlinientherapie bei primär biliärer Cholangitis (PCB) zugelassen. Anlass, eine erste Bilanz zu ziehen.
Lesen Sie mehr
Typ-1-Diabetes
Funktionelle Heilung von Typ-1-Diabetes durch stammzellbasierte Zelltherapie scheint möglich
Auf der Pressekonferenz im Vorfeld des 60. Diabetes Kongresses der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) in Berlin sprachen Ärzt:innen über die Schwierigkeit, moderne Diabetes-Therapien in die Versorgung zu integrieren. Dennoch würde die Entwicklung neuer Präparate und Pump-Systeme einer „Revolution“ gleichen. Sogar eine Heilung für Menschen mit Typ-1-Diabetes stellte die Kongresspräsidentin Prof. Dr. Barbara Ludwig in Aussicht.
Lesen Sie mehr
Medizin
Baricitinib erhält EU-Zulassung für schwere Alopecia areata bei Jugendlichen
Die Europäische Kommission hat die Zulassung für den Januskinase(JAK)-Inhibitor Baricitinib zur Behandlung der schweren Alopecia areata (AA) bei Jugendlichen ab 12 Jahren erteilt. Aufgrund der Erfahrungen bei Erwachsenen in anderen Zulassungen (rheumatoiden Arthritis, atopischen Dermatitis und AA) liegen bereits umfassende Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit vor. Ergänzt werden diese nun durch die Ergebnisse der Zulassungsstudie BRAVE-AA-PEDS. Darin erreichten 42% der Patient:innen mit schwerer AA nach 36 Wochen eine Kopfhaar Bedeckung von 80% oder mehr.
Lesen Sie mehr
Adipositas
DGIM 2026
Systemerkrankung Adipositas: Inkretinbasierte Therapien eröffnen neue Perspektiven
Adipositas ist eine hochmaligne, chronische Erkrankung mit weitreichenden metabolischen und kardiorenalen Folgen. Neue inkretinbasierte Therapieansätze rücken zunehmend in den Fokus der hausärztlichen Versorgung. In naher Zukunft wird eine orale inkretinbasierte Therapie erwartet.
Lesen Sie mehr
Medizin
DMEA 2026
Blinder Fleck in der Medizin: der weibliche Zyklus
Medizin wurde jahrhundertelang aus männlicher Perspektive gedacht und betrieben. Die Folgen sind spürbar – in Form von mangelnder Evidenz Versorgungslücken und fehlender Individualisierung. Am Beispiel der zyklusbezogenen Gesundheit diskutierten Expertinnen im Rahmen der DMEA 2026 über dringend notwendige Veränderungen, damit systematisch mehr relevante Daten erfasst, beforscht und entsprechende Erkenntnisse in die klinische Praxis überführt werden können.
Lesen Sie mehr
Medizin
Remibrutinib erhält Zulassung als erste orale zielgerichtete Therapie bei chronischer spontaner Urtikaria
Die Europäische Kommission hat Remibrutinib die Zulassung zur Behandlung der chronischen spontanen Urtikaria (csU) bei erwachsenen Patient:innen, die auf eine Behandlung mit H₁-Antihistaminika unzureichend ansprechen, erteilt. Remibrutinib ist die erste orale zielgerichtete Therapie für die Behandlung der csU mit einem neuen Behandlungsansatz: Es wird als Tablette zweimal täglich eingenommen [1].
Lesen Sie mehr
Medizin
DMEA 2026
ePA: Gefüllt mit Chaos, aber schon nutzbar und nützlich
Die elektronische Patientenakte (ePA) ist in der Versorgung angekommen und ihr Nutzen wird allmählich erfahrbar. Im Rahmen eines Diskussionsforums auf der DMEA – Messe für digitale Gesundheitsversorgung – wurde sie von den Panelisten als „Marathon“, „Gamechanger“, „Wachstumsprojekt“, „Informationsplattform und Versorgungstool“ und „Rohbau“ bezeichnet, der jetzt mit Anwendungen gefüllt werden muss.
Lesen Sie mehr