Infotheken
Medizin und Nachhaltigkeit
Autoimmunerkrankungen
Orphan Diseases
Hämatologie
Gendermedizin
Ernährung und Lebensstil
Reise- und Tropenmedizin
Allergien
Sportmedizin
Praxismanagement
primär biliäre Cholangitis
Seladelpar bewährt sich bei PCB in der Praxis
Seit einem Jahr ist der selektive PPARδ-Agonist Seladelpar in der Zweitlinientherapie bei primär biliärer Cholangitis (PCB) zugelassen. Anlass, eine erste Bilanz zu ziehen.
Lesen Sie mehr
Typ-1-Diabetes
Funktionelle Heilung von Typ-1-Diabetes durch stammzellbasierte Zelltherapie scheint möglich
Auf der Pressekonferenz im Vorfeld des 60. Diabetes Kongresses der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) in Berlin sprachen Ärzt:innen über die Schwierigkeit, moderne Diabetes-Therapien in die Versorgung zu integrieren. Dennoch würde die Entwicklung neuer Präparate und Pump-Systeme einer „Revolution“ gleichen. Sogar eine Heilung für Menschen mit Typ-1-Diabetes stellte die Kongresspräsidentin Prof. Dr. Barbara Ludwig in Aussicht.
Lesen Sie mehr
Medizin
Baricitinib erhält EU-Zulassung für schwere Alopecia areata bei Jugendlichen
Die Europäische Kommission hat die Zulassung für den Januskinase(JAK)-Inhibitor Baricitinib zur Behandlung der schweren Alopecia areata (AA) bei Jugendlichen ab 12 Jahren erteilt. Aufgrund der Erfahrungen bei Erwachsenen in anderen Zulassungen (rheumatoiden Arthritis, atopischen Dermatitis und AA) liegen bereits umfassende Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit vor. Ergänzt werden diese nun durch die Ergebnisse der Zulassungsstudie BRAVE-AA-PEDS. Darin erreichten 42% der Patient:innen mit schwerer AA nach 36 Wochen eine Kopfhaar Bedeckung von 80% oder mehr.
Lesen Sie mehr
Adipositas
DGIM 2026
Systemerkrankung Adipositas: Inkretinbasierte Therapien eröffnen neue Perspektiven
Adipositas ist eine hochmaligne, chronische Erkrankung mit weitreichenden metabolischen und kardiorenalen Folgen. Neue inkretinbasierte Therapieansätze rücken zunehmend in den Fokus der hausärztlichen Versorgung. In naher Zukunft wird eine orale inkretinbasierte Therapie erwartet.
Lesen Sie mehr
Medizin
DMEA 2026
Blinder Fleck in der Medizin: der weibliche Zyklus
Medizin wurde jahrhundertelang aus männlicher Perspektive gedacht und betrieben. Die Folgen sind spürbar – in Form von mangelnder Evidenz Versorgungslücken und fehlender Individualisierung. Am Beispiel der zyklusbezogenen Gesundheit diskutierten Expertinnen im Rahmen der DMEA 2026 über dringend notwendige Veränderungen, damit systematisch mehr relevante Daten erfasst, beforscht und entsprechende Erkenntnisse in die klinische Praxis überführt werden können.
Lesen Sie mehr
Medizin
Remibrutinib erhält Zulassung als erste orale zielgerichtete Therapie bei chronischer spontaner Urtikaria
Die Europäische Kommission hat Remibrutinib die Zulassung zur Behandlung der chronischen spontanen Urtikaria (csU) bei erwachsenen Patient:innen, die auf eine Behandlung mit H₁-Antihistaminika unzureichend ansprechen, erteilt. Remibrutinib ist die erste orale zielgerichtete Therapie für die Behandlung der csU mit einem neuen Behandlungsansatz: Es wird als Tablette zweimal täglich eingenommen [1].
Lesen Sie mehr
Medizin
DMEA 2026
ePA: Gefüllt mit Chaos, aber schon nutzbar und nützlich
Die elektronische Patientenakte (ePA) ist in der Versorgung angekommen und ihr Nutzen wird allmählich erfahrbar. Im Rahmen eines Diskussionsforums auf der DMEA – Messe für digitale Gesundheitsversorgung – wurde sie von den Panelisten als „Marathon“, „Gamechanger“, „Wachstumsprojekt“, „Informationsplattform und Versorgungstool“ und „Rohbau“ bezeichnet, der jetzt mit Anwendungen gefüllt werden muss.
Lesen Sie mehr
Medizin
DGIM 2026
Geneditierung hilft bei β-Thalassämie und Sichelzellkrankheit
Die Geneditierungstherapie mit patienteneigenen Stammzellen ist eine neue Behandlungsoption für Menschen mit β-Thalassämie und Sichelzellkrankheit. Neue Daten belegen die Wirksamkeit anhand hoher Raten an Transfusionsunabhängigkeit und Freiheit von vaso-okklusiven Ereignissen.
Lesen Sie mehr
Ernährung und Lebensstil
DGIM 2026
Stille Entzündungen machen uns krank im Alter
Entzündliche Prozesse stünden in einem direkten Zusammenhang mit verschiedenen Alterskrankheiten, betonte Prof. Dr. Ursula Müller-Werdan, Leiterin der Forschungsgruppe Geriatrie der Charité – Universitätsmedizin Berlin, auf der Pressekonferenz des 132. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) in Wiesbaden. Mit einer angepassten Ernährung könnten Patient:innen hier gegensteuern.
Lesen Sie mehr
Bioökonomie
Innovatives Recycling lässt die Medizin und Pharma aufhorchen
Neben der Verwendung von nachhaltigen Materialien sind Materialreduktion und Recycling wichtige Anker auf dem Weg der Kreislaufwirtschaft. Inzwischen stehen eine ganze Reihe an Ansätzen zum Umbau von Kunststoffabfällen in neue Grundstoffe bis hin zu Arzneimitteln in der Entwicklung. Trotz aller Hürden ist auch in der Gesundheitsbranche ein Umdenken in Richtung Nachhaltigkeit und Weiterverwertung angestoßen worden.
Lesen Sie mehr
Medizin
Zum Welttag der Hämophilie
Acht Jahre bis zur Diagnose: Blutungsstörungen bei Frauen oft spät erkannt
Starke Regelblutungen, häufiges Nasenbluten oder unerklärliche blaue Flecken: Für viele Frauen und Mädchen gehören solche Symptome zum Alltag. Ursache kann eine Hämophilie sein. Diese seltene, jedoch unbehandelt risikoreiche erbliche Blutungsstörung wird bei weiblichen Betroffenen häufig erst bis zu 8 Jahre nach den ersten Symptomen diagnostiziert. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie e. V. (DGTI) anlässlich des Welttags der Hämophilie am 17. April hin. Das diesjährige Motto lautet: „Diagnosis: First step to care“.
Lesen Sie mehr
Myasthenia gravis
Mit Inebilizumab zielgerichtet gegen generalisierte Myasthenia gravis
Seit Februar 2026 ist Inebilizumab als Zusatzbehandlung zur Standardtherapie für Erwachsene mit generalisierter Myasthenia gravis (gMG) zugelassen – die erste und einzige gegen CD19-gerichtete Therapie bei anti-AChR+ und anti-MuSK+ gMG.
Lesen Sie mehr
Adipositas
Weniger Gewicht für weniger kardiovaskuläre Ereignisse
Eine effektive Gewichtsreduktion reduziert bei Patient:innen mit Adipositas das Risiko für Folge- und Begleiterkrankungen wie Typ-2-Diabetes (T2D) oder schwere kardiovaskuläre Ereignisse. Daher ist bei Patient:innen mit Adipositas bzw. Übergewicht ein frühzeitiges Gewichtsmanagement von hoher Bedeutung, um die kardiometabolische Gesundheit zu erhalten.
Lesen Sie mehr
Medizin
Adrenalinhaltiges Nasenspray zur Notfallbehandlung von Anaphylaxie bei Kindern zwischen 15 und 30 kg erhält EU-Zulassung
Die Europäische Kommission hat ein adrenalinhaltiges Nasenspray in einer Dosierung von 1 mg zur Notfallbehandlung allergischer Reaktionen in der Europäischen Union zugelassen. Das Präparat ist indiziert bei Anaphylaxie infolge von Insektenstichen/-bissen, Lebensmitteln, Medikamenten und anderen Allergenen sowie bei idiopathischer oder belastungsinduzierter Anaphylaxie bei Kindern ab 4 Jahren mit einem Körpergewicht von 15 kg bis 30 kg.
Lesen Sie mehr
Medizin
HIIT-Training: Cochrane Review zeigt Vorteile
Fast ein Drittel der Weltbevölkerung bewegt sich weniger als die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt – also pro Woche weniger als 150 Minuten in moderater Intensität bzw. weniger als 75 Minuten intensiv. Ein aktueller Cochrane Review hat jetzt untersucht: Inwiefern profitieren gesunde Menschen, denen es nach WHO-Standards bislang an Bewegung mangelte, von mehreren kurzen, aber intensiven Trainingsintervallen mit kurzen Pausen dazwischen?
Lesen Sie mehr
Medizin
Medizinische Versorgung von trans* Personen im Fokus
Für trans* Personen gibt es deutliche Mängel und Zugangsbarrieren bei der medizinischen Versorgung – das belegen jedenfalls internationale Studien. Doch wie sieht die Situation in Deutschland aus? Vor welchen Herausforderungen stehen trans* Personen in unserem Gesundheitssystem? Und inwiefern sind Versorgende für die Versorgung geschult? Diese und weitere Fragen möchte ein Forschungsteam des Instituts für Allgemeinmedizin und Palliativmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) zusammen mit dem Institut für Allgemeinmedizin der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) mit der Studie Trans*power beantworten.
Lesen Sie mehr
Medizin
Neue Erkenntnisse zur Regulation der Nahrungsaufnahme bieten mögliche Therapieansätze gegen Adipositas und Diabetes
Ein internationales Team unter Beteiligung von Forschenden der Universität Leipzig hat wichtige neue Erkenntnisse zur Regulation der Nahrungsaufnahme bei Säugetieren gewonnen. Die Studie, die gerade im wissenschaftlichen Journal PNAS veröffentlicht wurde, zeigt, dass die relative Verfügbarkeit von gesättigten und einfach ungesättigten Fettsäuren im verzweigten Membransystem der Zelle (endoplasmatisches Retikulum – kurz ER) eine zentrale Rolle bei der Regulation der Nahrungsaufnahme spielt [1]. Zudem wurde ein möglicher genetischer Vorläufer der Rezeptorgruppe GLP-1R/GIPR identifiziert. Dies könnte neue Wege für die Entwicklung von Therapien gegen Adipositas und metabolische Störungen eröffnen.
Lesen Sie mehr
Medizin
Neues Verfahren zur Diagnose erblich bedingter Thrombozytenstörungen
Gestörte Blutstillung, große blaue Flecken ohne erkennbaren Grund seit dem Kindesalter: Hierfür kann eine angeborene Thrombozytenstörung verantwortlich sein. Mehr als 70 dieser erblichen Erkrankungen sind bekannt - aber sie sind schwer zu diagnostizieren. Betroffene Patient:innen haben oft einen jahrelangen Leidensweg hinter sich, bevor die richtige Diagnose gestellt wird.
Lesen Sie mehr
Medizin
Finerenon bei Herzinsuffizienz mit LVEF ≥ 40% zugelassen
Die Europäische Kommission hat Finerenon, einem selektiven, nicht-steroidalen Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten (nsMRA), die Zulassung in der Europäischen Union für die Behandlung von Erwachsenen mit Herzinsuffizienz (HF) und einer linksventrikulären Auswurfleistung (LVEF) von ≥40%, d.h. HF mit leicht reduzierter (HFmrEF) oder erhaltener LVEF (HFpEF) erteilt. In der EU ist Finerenon (10 mg, 20 mg, 40 mg) nun für die Behandlung der symptomatischen chronischen Herzinsuffizienz mit einer LVEF von ≥40% bei Erwachsenen indiziert, was seine Anwendung über die bestehende Indikation bei erwachsenen Patient:innen mit chronischer Nierenerkrankung (CKD) in Verbindung mit Typ-2-Diabetes hinaus erweitert.
Lesen Sie mehr
Medizin
Lebrikizumab und Tildrakizumab: Biologika verbessern Hautläsionen deutlich
Die First-Line-Biologika Lebrikizumab und Tildrakizumab überzeugen bei atopischer Dermatitis sowie Psoriasis mit einer frühen und starken Wirksamkeit – selbst in besonders belastenden Arealen wie Gesicht, Hals oder Kopfhaut. Das Wirkpotenzial der beiden Biologika im Versorgungsalltag wird durch aktuelle Real-World-Daten aus der ADlife-Studie zu Lebrikizumab und der POSITIVE-Studie zu Tildrakizumab bestätigt.
Lesen Sie mehr