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Zi-Studie: Endometriose-Verläufe in Abrechnungsdaten nur unvollständig sichtbar

Zi-Studie: Endometriose-Verläufe in Abrechnungsdaten nur unvollständig sichtbar

Routinedaten sind eine zentrale Grundlage der Versorgungsforschung, um die Realität der medizinischen Versorgung zu untersuchen. Die Behandlung von Patientinnen mit Endometriose lässt sich anhand vertragsärztlicher Abrechnungsdaten allerdings nur eingeschränkt abbilden. So werden beispielsweise wichtige Arzneimittel zur Behandlung der Erkrankung nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen und sind daher in den Abrechnungsdaten nicht erfasst. Eine weitere Herausforderung besteht darin, Patientinnen mit Endometriose in den Daten zuverlässig zu identifizieren. Wird dafür vorausgesetzt, dass eine Endometriose-Diagnose wiederholt dokumentiert wird, kann dies zu einer Unterschätzung der tatsächlichen Patientinnenzahl führen. Denn das Fehlen einer entsprechenden Diagnose in den Folgejahren bedeutet weder, dass die Erkrankung nicht mehr besteht, noch, dass die Patientin nicht weiter behandelt wird.
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Medizin
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Cochrane Review: Wie gut helfen E-Zigaretten beim Rauchstopp?

Cochrane Review: Wie gut helfen E-Zigaretten beim Rauchstopp?

Etliche Raucher:innen tun sich trotz aller Gesundheitsrisiken schwer damit, von Zigaretten loszukommen – zu stark ist die Abhängigkeit. Vor diesem Hintergrund hat ein jetzt aktualisierter Cochrane Review untersucht, wie gut E-Zigaretten Raucher:innen bei der Tabakentwöhnung helfen. Sein Ergebnis, kurz zusammengefasst: Zwar bringen nikotinhaltige E-Zigaretten mittelfristig etwas mehr Menschen vom Tabak ab als Nikotinpflaster, -kaugummis und andere herkömmliche Nikotinersatzpräparate. Aber einem Großteil der Menschen gelingt auch mit E-Zigaretten kein Rauchstopp.
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Medizin
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Rheumatoide Arthritis: Neue Leitlinie zur frühen Therapie

Rheumatoide Arthritis: Neue Leitlinie zur frühen Therapie

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e. V. (DGRh) veröffentlicht eine neue S3-Leitlinie zur Therapie der rheumatoiden Arthritis mit krankheitsmodifizierenden Medikamenten. Die Therapie soll unmittelbar nach gesicherter Diagnose beginnen – mit dem Ziel der Remission. Ist dies nicht erreichbar, wird zumindest eine geringe Krankheitsaktivität angestrebt. Neu geregelt sind vor allem die weiteren Behandlungsschritte bei unzureichendem Therapieerfolg, individuellen Risiken, ein kurzer Einsatz von Kortisonpräparaten und die kontrollierte Verringerung der Therapie bei anhaltender Remission.
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Medizin
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Neue Empfehlung zur Erstlinientherapie bei Vitiligo

Neue Empfehlung zur Erstlinientherapie bei Vitiligo

Mit der Aktualisierung der S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Vitiligo gibt es eine neue Empfehlung für Patient:innen ab dem zwölften Lebensjahr: Das Leitlinien-Update zur Vitiligo empfiehlt mit starkem Konsens und der höchsten Empfehlungsstärke, bei nichtsegmentaler Vitiligo (NSV) mit Gesichtsbeteiligung Ruxolitinib-Creme als Erstlinientherapie anzubieten. Damit liegt erstmals eine deutsche Leitlinien-Empfehlung vor, die eine wissenschaftlich fundierte Orientierung zum therapeutischen Stellenwert von Ruxolitinib bietet und die Verordnungssicherheit im Praxisalltag unterstützen kann.
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Medizin
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Neue McDonald-Kriterien verbessern MS-Früherkennung

Neue McDonald-Kriterien verbessern MS-Früherkennung

Bei der Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose ist eine schnelle Diagnose wichtig, um Nervenschädigungen in Schach zu halten. Hilfreich dabei sind die 2024 überarbeiteten McDonald-Kriterien. Ein Forschungsteam der MHH hat nun in einer Studie untersucht, wie sich die neu hinzugefügten Diagnosepunkte – etwa die Schädigung des Sehnervs – auf die Früherkennung von MS auswirken. Das Ergebnis: Die Erweiterung der Diagnosekriterien trägt erheblich dazu bei, dass sich der Anteil an Erstdiagnosen erhöht. Es werden also mehr MS-Fälle rechtzeitig entdeckt, die zuvor länger unerkannt geblieben sind.
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Medizin
 2 Min|
Birken- und Gräserpollen erhöhen die Asthmabelastung in Bayern

Birken- und Gräserpollen erhöhen die Asthmabelastung in Bayern

Eine Studie des Instituts für Umweltmedizin und Integrative Gesundheit der Universität Augsburg zeigt, dass Birken- und Gräserpollen signifikant zur Zahl ambulanter Asthma-Notfallbehandlungen in Bayern beitragen. Mithilfe automatisierter Pollenmessungen konnte das interdisziplinäre Forschungsteam den Zusammenhang zwischen verschiedenen Pollenarten und der Asthmabelastung präziser untersuchen als bislang möglich. Zwar ist seit Langem bekannt, dass Pollen Asthmabeschwerden auslösen oder verstärken können. Bislang waren die Forschungsergebnisse jedoch uneinheitlich. Insbesondere war oft nicht klar, welche Pollenarten besonders stark zur Asthmabelastung beitragen.
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Medizin
 4 Min|
Stechmücke sitzt auf dem Arm eines Mensch, bereit zu stechen

West-Nil-Fieber: Nachwuchs-Forschende modellieren Ausbreitung in Deutschland

Wissenschaftler:innen am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) kalkulieren mit Hilfe unterschiedlicher mathematischer Modelle die zu erwartende Ausbreitung des West-Nil-Virus in Deutschland. Außerdem entwickeln sie Vorhersagemodelle, die berechnen, wie sich Stechmückenpopulationen entwickeln und welche Überwachungs- und Präventionsmaßnahmen am vielversprechendsten sind.
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Medizin
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ISTH 2026

Neue Daten zu Faktortherapien bei Hämophilie

Auf dem Kongress der International Society on Thrombosis and Haemostasis (ISTH) 2026 in Paris wurden neue Studiendaten zu Efanesoctocog alfa und Eftrenonacog alfa vorgestellt. Sie betreffen unter anderem den Langzeit- und perioperativen Einsatz sowie den Schutz vor Gelenkveränderungen. Rund zwei Jahre nach der EMA-Zulassung von Efanesoctocog alfa zeigt sich damit auch im klinischen Alltag die Weiterentwicklung der Faktortherapie.
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Medizin
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Hepatitis A: Prävention bleibt bei Risikogruppen entscheidend

Hepatitis A: Prävention bleibt bei Risikogruppen entscheidend

Hepatitis A ist eine der ältesten bekannten Virushepatitiden [1] und zugleich eine der am meisten unterschätzten. Denn: Verbesserte Hygienebedingungen haben in Europa und Nordamerika zwar zu einem deutlichen Rückgang der Erkrankungen geführt, gleichzeitig jedoch den Anteil nicht immuner Personen erhöht. Dadurch besteht insbesondere bei Reisen in Endemiegebiete oder beim Konsum kontaminierter Lebensmittel weiterhin ein relevantes Infektionsrisiko. In der klinischen Praxis zeigt sich, dass Hepatitis A keineswegs harmlos ist, insbesondere bei Erwachsenen mit Vorerkrankungen oder Immunsuppression. Anhand von drei Kasuistiken wird deutlich, wie unterschiedlich Infektionswege, Krankheitsverläufe und klinische Konsequenzen sein können.
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Medizin
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Tirzepatid bei Typ-2-Diabetes und Adipositas senkt Herz- und Infektionsrisiken

Tirzepatid bei Typ-2-Diabetes und Adipositas senkt Herz- und Infektionsrisiken

Menschen mit Typ-2-Diabetes und Adipositas können von einer Behandlung mit dem Medikament Tirzepatid profitieren. Im Vergleich zu einem klassischen Diabetes-Medikament kann Tirzepatid, das unter dem Namen Mounjaro vertrieben wird, Risiken für Herzinfarkte und Krankenhauseinweisungen infolge von Infektionen um jeweils rund ein Drittel verringern. Das haben Forschende der Technischen Universität München (TUM) und der Harvard Medical School anhand von Versichertendaten nachgewiesen [1].
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Medizin
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Malaria-Infektion schädigt Makrophagen in der Milz langfristig

Malaria-Infektion schädigt Makrophagen in der Milz langfristig

Makrophagen, die im Knochenmark gebildet werden, können die Funktion embryonaler Fresszellen nur bedingt übernehmen. Das zeigt eine Studie der Universität Bonn und des Peter Doherty Institute for Infection and Immunity der University of Melbourne. Die Forschenden haben nachgewiesen, dass eine Malaria-Infektion residente CD163-Makrophagen in der Milz dauerhaft schädigt, die für die Reinigung des Blutes und das Recyceln von Eisen zuständig sind und darüber hinaus mit weiteren Zellen der Immunabwehr kommunizieren. Die Ergebnisse könnten nicht nur für wirksamere Malaria-Impfungen interessant sein, sondern auch für die Entwicklung von Medikamenten und Therapien gegen andere Infektionskrankheiten [1].
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Medizin
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Blutmarker liefert Hinweise auf schleichende Progression bei Multipler Sklerose

Blutmarker liefert Hinweise auf schleichende Progression bei Multipler Sklerose

Moderne Therapien können Schübe bei Multipler Sklerose (MS) heute wirksam verhindern. Dennoch kann die Erkrankung auch ohne Schübe voranschreiten. Dies früh zu erkennen und zu behandeln, gehört zu den größten Herausforderungen in der MS-Medizin. Forschende berichten nun über einen Blutmarker, mit dem sich dieser Aspekt des Krankheitsverlaufs und möglicherweise auch der Behandlungserfolg verfolgen lassen [1].
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Multiple Sklerose
 2 Min|
Mehr Flexibilität in der Familienplanung für Frauen mit Multipler Sklerose

Mehr Flexibilität in der Familienplanung für Frauen mit Multipler Sklerose

Multiple Sklerose (MS) betrifft zu einem großen Teil Frauen im gebärfähigen Alter. Die Familienplanung war bisher dadurch erheblich eingeschränkt. Zudem erhalten Frauen seltener krankheitsmodifizierende Therapien als Männer. Das muss nicht sein – und sollte nicht sein. Eine Zulassungsanpassung beim Anti-CD20-Antikörper Ofatumumab bringt jetzt mehr Flexibilität bei der Therapieanpassung.
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Medizin
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Europäische Zulassung für Netzhautimplantat bei geographischer Atrophie

Europäische Zulassung für Netzhautimplantat bei geographischer Atrophie

Ein neuartiges Netzhautimplantat eröffnet Menschen mit geographischer Atrophie erstmals die Möglichkeit, einen Teil ihres zentralen Sehvermögens zurückzugewinnen. Die Erkrankung ist eine schwere Spätform der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD). Ein internationales Forschungsteam um Prof. Frank. G. Holz vom Universitätsklinikum Bonn (UKB) und der Universität Bonn konnte in einer internationalen klinischen Studie nachweisen, dass die Mehrzahl der Teilnehmenden deutliche Verbesserungen der Sehschärfe zeigte – mehr als 84% konnten nach der Implantation wieder Buchstaben, Zahlen oder Wörter erkennen. Jetzt ist die neuartige Netzhaut-Implantattechnologie außerhalb von Studien für die reguläre Krankenversorgung für den europäischen Markt zugelassen.
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Hämatologie
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ISTH 2026

Hämophilie A: Starker Blutungsschutz für langfristiges Wohlbefinden

Bei der Behandlung von Patient:innen mit Hämophilie A geht es heutzutage um mehr als nur das Blutungsrisiko zu minimieren. Die zur Verfügung stehenden Medikamente ermöglichen den Patient:innen, aktiv und ohne Einschränkungen am täglichen Leben teilzunehmen – und das bei deutlich geringerer Belastung durch die Therapie. Dadurch fühlen sich viele Patient:innen auch mental weniger belastet [1, 2].
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