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Medizin
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Neue Empfehlung zur Erstlinientherapie bei Vitiligo

Neue Empfehlung zur Erstlinientherapie bei Vitiligo

Mit der Aktualisierung der S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Vitiligo gibt es eine neue Empfehlung für Patient:innen ab dem zwölften Lebensjahr: Das Leitlinien-Update zur Vitiligo empfiehlt mit starkem Konsens und der höchsten Empfehlungsstärke, bei nichtsegmentaler Vitiligo (NSV) mit Gesichtsbeteiligung Ruxolitinib-Creme als Erstlinientherapie anzubieten. Damit liegt erstmals eine deutsche Leitlinien-Empfehlung vor, die eine wissenschaftlich fundierte Orientierung zum therapeutischen Stellenwert von Ruxolitinib bietet und die Verordnungssicherheit im Praxisalltag unterstützen kann.
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Medizin
 4 Min|
Neue McDonald-Kriterien verbessern MS-Früherkennung

Neue McDonald-Kriterien verbessern MS-Früherkennung

Bei der Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose ist eine schnelle Diagnose wichtig, um Nervenschädigungen in Schach zu halten. Hilfreich dabei sind die 2024 überarbeiteten McDonald-Kriterien. Ein Forschungsteam der MHH hat nun in einer Studie untersucht, wie sich die neu hinzugefügten Diagnosepunkte – etwa die Schädigung des Sehnervs – auf die Früherkennung von MS auswirken. Das Ergebnis: Die Erweiterung der Diagnosekriterien trägt erheblich dazu bei, dass sich der Anteil an Erstdiagnosen erhöht. Es werden also mehr MS-Fälle rechtzeitig entdeckt, die zuvor länger unerkannt geblieben sind.
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Medizin
 2 Min|
Birken- und Gräserpollen erhöhen die Asthmabelastung in Bayern

Birken- und Gräserpollen erhöhen die Asthmabelastung in Bayern

Eine Studie des Instituts für Umweltmedizin und Integrative Gesundheit der Universität Augsburg zeigt, dass Birken- und Gräserpollen signifikant zur Zahl ambulanter Asthma-Notfallbehandlungen in Bayern beitragen. Mithilfe automatisierter Pollenmessungen konnte das interdisziplinäre Forschungsteam den Zusammenhang zwischen verschiedenen Pollenarten und der Asthmabelastung präziser untersuchen als bislang möglich. Zwar ist seit Langem bekannt, dass Pollen Asthmabeschwerden auslösen oder verstärken können. Bislang waren die Forschungsergebnisse jedoch uneinheitlich. Insbesondere war oft nicht klar, welche Pollenarten besonders stark zur Asthmabelastung beitragen.
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Medizin
 4 Min|
Stechmücke sitzt auf dem Arm eines Mensch, bereit zu stechen

West-Nil-Fieber: Nachwuchs-Forschende modellieren Ausbreitung in Deutschland

Wissenschaftler:innen am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) kalkulieren mit Hilfe unterschiedlicher mathematischer Modelle die zu erwartende Ausbreitung des West-Nil-Virus in Deutschland. Außerdem entwickeln sie Vorhersagemodelle, die berechnen, wie sich Stechmückenpopulationen entwickeln und welche Überwachungs- und Präventionsmaßnahmen am vielversprechendsten sind.
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Medizin
 3 Min|
ISTH 2026

Neue Daten zu Faktortherapien bei Hämophilie

Auf dem Kongress der International Society on Thrombosis and Haemostasis (ISTH) 2026 in Paris wurden neue Studiendaten zu Efanesoctocog alfa und Eftrenonacog alfa vorgestellt. Sie betreffen unter anderem den Langzeit- und perioperativen Einsatz sowie den Schutz vor Gelenkveränderungen. Rund zwei Jahre nach der EMA-Zulassung von Efanesoctocog alfa zeigt sich damit auch im klinischen Alltag die Weiterentwicklung der Faktortherapie.
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Medizin
 4 Min|
Hepatitis A: Prävention bleibt bei Risikogruppen entscheidend

Hepatitis A: Prävention bleibt bei Risikogruppen entscheidend

Hepatitis A ist eine der ältesten bekannten Virushepatitiden [1] und zugleich eine der am meisten unterschätzten. Denn: Verbesserte Hygienebedingungen haben in Europa und Nordamerika zwar zu einem deutlichen Rückgang der Erkrankungen geführt, gleichzeitig jedoch den Anteil nicht immuner Personen erhöht. Dadurch besteht insbesondere bei Reisen in Endemiegebiete oder beim Konsum kontaminierter Lebensmittel weiterhin ein relevantes Infektionsrisiko. In der klinischen Praxis zeigt sich, dass Hepatitis A keineswegs harmlos ist, insbesondere bei Erwachsenen mit Vorerkrankungen oder Immunsuppression. Anhand von drei Kasuistiken wird deutlich, wie unterschiedlich Infektionswege, Krankheitsverläufe und klinische Konsequenzen sein können.
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Medizin
 3 Min|
Tirzepatid bei Typ-2-Diabetes und Adipositas senkt Herz- und Infektionsrisiken

Tirzepatid bei Typ-2-Diabetes und Adipositas senkt Herz- und Infektionsrisiken

Menschen mit Typ-2-Diabetes und Adipositas können von einer Behandlung mit dem Medikament Tirzepatid profitieren. Im Vergleich zu einem klassischen Diabetes-Medikament kann Tirzepatid, das unter dem Namen Mounjaro vertrieben wird, Risiken für Herzinfarkte und Krankenhauseinweisungen infolge von Infektionen um jeweils rund ein Drittel verringern. Das haben Forschende der Technischen Universität München (TUM) und der Harvard Medical School anhand von Versichertendaten nachgewiesen [1].
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Medizin
 4 Min|
Malaria-Infektion schädigt Makrophagen in der Milz langfristig

Malaria-Infektion schädigt Makrophagen in der Milz langfristig

Makrophagen, die im Knochenmark gebildet werden, können die Funktion embryonaler Fresszellen nur bedingt übernehmen. Das zeigt eine Studie der Universität Bonn und des Peter Doherty Institute for Infection and Immunity der University of Melbourne. Die Forschenden haben nachgewiesen, dass eine Malaria-Infektion residente CD163-Makrophagen in der Milz dauerhaft schädigt, die für die Reinigung des Blutes und das Recyceln von Eisen zuständig sind und darüber hinaus mit weiteren Zellen der Immunabwehr kommunizieren. Die Ergebnisse könnten nicht nur für wirksamere Malaria-Impfungen interessant sein, sondern auch für die Entwicklung von Medikamenten und Therapien gegen andere Infektionskrankheiten [1].
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Medizin
 3 Min|
Blutmarker liefert Hinweise auf schleichende Progression bei Multipler Sklerose

Blutmarker liefert Hinweise auf schleichende Progression bei Multipler Sklerose

Moderne Therapien können Schübe bei Multipler Sklerose (MS) heute wirksam verhindern. Dennoch kann die Erkrankung auch ohne Schübe voranschreiten. Dies früh zu erkennen und zu behandeln, gehört zu den größten Herausforderungen in der MS-Medizin. Forschende berichten nun über einen Blutmarker, mit dem sich dieser Aspekt des Krankheitsverlaufs und möglicherweise auch der Behandlungserfolg verfolgen lassen [1].
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Multiple Sklerose
 2 Min|
Mehr Flexibilität in der Familienplanung für Frauen mit Multipler Sklerose

Mehr Flexibilität in der Familienplanung für Frauen mit Multipler Sklerose

Multiple Sklerose (MS) betrifft zu einem großen Teil Frauen im gebärfähigen Alter. Die Familienplanung war bisher dadurch erheblich eingeschränkt. Zudem erhalten Frauen seltener krankheitsmodifizierende Therapien als Männer. Das muss nicht sein – und sollte nicht sein. Eine Zulassungsanpassung beim Anti-CD20-Antikörper Ofatumumab bringt jetzt mehr Flexibilität bei der Therapieanpassung.
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Medizin
 2 Min|
Europäische Zulassung für Netzhautimplantat bei geographischer Atrophie

Europäische Zulassung für Netzhautimplantat bei geographischer Atrophie

Ein neuartiges Netzhautimplantat eröffnet Menschen mit geographischer Atrophie erstmals die Möglichkeit, einen Teil ihres zentralen Sehvermögens zurückzugewinnen. Die Erkrankung ist eine schwere Spätform der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD). Ein internationales Forschungsteam um Prof. Frank. G. Holz vom Universitätsklinikum Bonn (UKB) und der Universität Bonn konnte in einer internationalen klinischen Studie nachweisen, dass die Mehrzahl der Teilnehmenden deutliche Verbesserungen der Sehschärfe zeigte – mehr als 84% konnten nach der Implantation wieder Buchstaben, Zahlen oder Wörter erkennen. Jetzt ist die neuartige Netzhaut-Implantattechnologie außerhalb von Studien für die reguläre Krankenversorgung für den europäischen Markt zugelassen.
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Hämatologie
 2 Min|
ISTH 2026

Hämophilie A: Starker Blutungsschutz für langfristiges Wohlbefinden

Bei der Behandlung von Patient:innen mit Hämophilie A geht es heutzutage um mehr als nur das Blutungsrisiko zu minimieren. Die zur Verfügung stehenden Medikamente ermöglichen den Patient:innen, aktiv und ohne Einschränkungen am täglichen Leben teilzunehmen – und das bei deutlich geringerer Belastung durch die Therapie. Dadurch fühlen sich viele Patient:innen auch mental weniger belastet [1, 2].
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Medizin
 2 Min|
Wie Darm-Immunzellen die Therapie bei Multipler Sklerose unterstützen

Wie Darm-Immunzellen die Therapie bei Multipler Sklerose unterstützen

B-Zell-Depletionstherapien, bei denen B-Zellen des Immunsystems, die möglicherweise die Krankheitsaktivität bei Multipler Sklerose (MS) antreiben, vorübergehend entfernt werden, trugen in den letzten Jahren wesentlich zu einer verbesserten Behandlung Betroffener bei. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB), der Universitäten Bonn, Basel, Toronto und Yale sowie ihre Kooperationspartner haben einen bisher unbekannten Mechanismus aufgedeckt, durch den B-Zell-Depletionstherapien zu einem besseren Krankheitsverlauf bei Patient:innen mit MS beitragen. Überraschenderweise scheint die Behandlung einen Teil ihrer positiven Wirkung dadurch zu entfalten, dass sie regulatorische Immunzellen mobilisiert, die natürlicherweise im Darm ansässig sind. Diese Studie wurde nun in der Fachzeitschrift „Science Translational Medicine“ veröffentlicht [1].
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Medizin
 1 Min|
Aktualisierter COVID-19-Impfstoff gegen XFG-Variante zugelassen

Zulassung von aktualisiertem COVID-19-Impfstoff gegen XFG-Variante empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat eine positive Stellungnahme abgegeben und die Zulassung einer aktualisierten Formulierung des COVID-19-Impfstoffs mRNA-1273 zur aktiven Immunisierung zur Vorbeugung von COVID-19 bei Personen ab sechs Monaten empfohlen. Der neue Impfstoff richtet sich gegen die SARS-CoV-2-Variante XFG. Nach der positiven Stellungnahme des CHMP wird die Entscheidung der Europäischen Kommission über die Zulassung des aktualisierten COVID-19-Impfstoffs für die Saison 2026/2027 erwartet.
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Medizin
 4 Min|
3D-Grafik von Coronavirus

Überschießende Entzündungsreaktionen bei COVID und Autoimmunkrankheiten: Mechanismus entdeckt

Wissenschaftler:innen beobachteten zur Hochzeit der Corona-Pandemie bei einigen Patient:innen eine Hyperinflammation. Ein Team unter Federführung der Universitäten und Universitätskliniken des Saarlandes und Münster hat nun in Nature Communications einen möglichen Mechanismus beschrieben, der dafür verantwortlich sein könnte. Dieser Mechanismus ist auch bei anderen entzündlichen Erkrankungen zu beobachten.
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