Journal MED

Infotheken | Beiträge ab Seite 26

Medizin

Atopische Dermatitis: Neuer JAK-Inhibitor zeigt schnelles und starkes Ansprechen

Mit dem selektiven Januskinase 1 (JAK1)-Inhibitor Abrocitinib steht seit dem 15. Januar 2022 eine neue Therapiemöglichkeit für erwachsene Patient:innen mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis (AD), die für eine systemische Therapie infrage kommen, in Deutschland zur Verfügung (1). Seine gute Wirksamkeit und sein gut untersuchtes Sicherheitsprofil zeigte der JAK1-Hemmer im umfangreichen JADE-Studienprogramm (2-9). Darin überzeugte Abrocitinib mit einem schnellen und starken Ansprechen (2-4, 10, 11).
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Praxismanagement

Fibromyalgie: App zur Selbsthilfe

Das Digitale-Versorgung-Gesetz eröffnet neue Wege, die Teva mit seiner bekannten Marke ratiopharm als eines der ersten Pharmaunternehmen in Deutschland in Kooperation mit HelloBetter beschreitet: Gemeinsam bringen die beiden Unternehmen die digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) HelloBetter ratiopharm chronischer Schmerz auf den Markt. Der Online-Kurs wurde Mitte Dezember im DiGA-Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gelistet und bietet vor allem Menschen mit Fibromyalgie-Syndrom (FMS) eine innovative Therapieoption.
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Medizin

Welche Folgen hat Dexamethason für das Nierengewebe?

Kortison ist eines der meistverschriebenen Medikamente überhaupt. Hochwirksames Kortison, zum Beispiel Dexamethason, wird zur Therapie von Leukämien und zur Immunsuppression nach Organtransplantationen genutzt. Doch das Kortikoid kommt auch bei der Behandlung von schweren COVID-19-Verläufen zum Einsatz. Kortison ist bekannt für eine Vielzahl an Nebenwirkungen wie Osteoporose. Die Ursachen dieser Nebenwirkungen sind bisher nur unzureichend verstanden. Dresdner Forscher:innen zeigen nun, dass Dexamethason das Absterben von Nierenkanälchen erleichtert.
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Medizin

Chamäleon Zöliakie: S2k-Leitlinie aktualisiert

Bauchschmerzen, ein Bläh- und Völlegefühl, chronischer Durchfall, Übelkeit oder Gewichtsverlust sind einige der Symptome, die bei Zöliakie auftreten können. Doch häufig sind die Symptome nicht eindeutig und Betroffene müssen bis zur feststehenden Diagnose mitunter einen langen Leidensweg hinter sich bringen. Daher wird die Zöliakie auch das „Chamäleon der Gastroenterologie“ genannt. Unter Mitwirkung von Expertinnen und Experten aus der Gastroenterologie, Kindergastroenterologie, Pathologie, Genetik, Ernährungsmedizin, Ernährungswissenschaft und Mitgliedern der Patientenselbsthilfegruppe Deutsche Zöliakie Gesellschaft (DZG) wurde jetzt die S2K-Leitlinie „Zöliakie“ aktualisiert. Die Leitlinie soll den Weg zur gesicherten Diagnosestellung verkürzen und die Beratungskompetenz bei den Behandelnden stärken, um die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.
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Praxismanagement

Verschreibung von Generika: Drohen Ärzt:innen haftungsrechtliche Konsequenzen?

Seit 2002 sind Apotheken verpflichtet, preisgünstige wirkstoffgleiche Medikamente abzugeben. Ärzt:innen verordnen in der Regel also nicht mehr ein bestimmtes Präparat, sondern einen pharmakologischen Wirkstoff. Die Krankenkassen sparen dank dieser so genannten „Aut idem-Regelung“ viel Geld, doch für die Ärzteschaft birgt diese Praxis gewisse Risiken, da die Ärzt:innen in der Regel nicht wissen, welches Präparat die Patient:innen in der Apotheke erhalten.
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Medizin

Parkinson: Unterschiede zwischen Frauen und Männern

Trotz der fortschreitenden Alterung der Bevölkerung ist die Anzahl der Morbus Parkinson-Diagnosen in Deutschland seit 2016 leicht zurückgegangen. Während die bundesweiten Fallzahlen der Parkinson-Krankheit seit 2010 von 360.000 Patient:innen kontinuierlich angestiegen waren und 2016 mit knapp 400.000 Betroffenen den Höchststand erreicht hatten, sind diese Zahlen seitdem kontinuierlich gesunken. 2019 lag der Wert nur noch bei gut 380.000 Erkrankten.
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Medizin

SLE: Anifrolumab erhält Positive Opinion des CHMP

Erstmals seit 10 Jahren (1) spricht das CHMP wieder eine Positive Opinion für einen Antikörper zur Therapie des systemischen Lupus erythematodes (SLE) aus und empfiehlt den Typ I Interferon-Rezeptor Antikörper Anifrolumab zur Marktzulassung in der Europäischen Union (EU). Die Add-On Therapie wäre relevant für erwachsene Patient:innen mit aktiven mittlerem bis schwerem, autoantikörper-positivem systemischen Lupus erythematodes (SLE), die bereits eine Standardtherapie erhalten.
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Medizin

Zulassung für neues Medikament gegen schwere atopische Dermatitis

Die Europäische Kommission hat Abrocitinib für die Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis (AD), die für eine systemische Therapie infrage kommen, zugelassen. Die Zulassung des einmal täglich oral anzuwendenden Januskinase 1 (JAK1)-Inhibitors erfolgte für die Dosierungen 100 mg und 200 mg. Darüber hinaus wurde eine Dosis von 50 mg zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer AD speziell bei Patient:nnen mit mittelschwerer und schwerer Niereninsuffizienz oder bei bestimmten Patient:nnen, die mit Cytochrom-P450 (CYP) 2C19 inhibierenden Wirkstoffen behandelt werden, zugelassen (1).
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Praxismanagement

Telemedizinische Krankheiten: Welche Indikationen eignen sich für Tele-Diagnostik?

Vor dem Hintergrund der Pandemie boomen digitale Arztbesuche derzeit und Patient:innen können sich bis mindestens März per Telefon oder Videosprechstunde von Ärzt:innen krankschreiben lassen (Tele-AU) gemäß aktuellem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses. Doch welche Indikationen eignen sich für die Tele-AU? Das führende Telemedizin-Unternehmen Medgate wertete aus, mit welchen medizinischen Anliegen sich Patient:innen derzeit besonders häufig telemedizinisch an Medgate-Ärzt:innen wenden bzw. welche Diagnosen besonders häufig gestellt werden. Dies lässt Rückschlüsse darauf zu, welche Krankheiten sich gut für die Tele-Diagnostik eignen.
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Praxismanagement
Digitalisierung der Arztpraxis

Impfprozess beschleunigen

Erst-, Zweit- und jetzt auch die Booster-Impfung: Jede Corona-Schutzimpfung bedeutet für alle Arztpraxen viel Zeit und Aufwand. Impflinge müssen informiert und aufgeklärt, vorherige Corona-Schutzimpfungen erfasst, Kontraindikationen und relevante Vorerkrankungen in Erfahrungen gebracht werden. Zudem bedarf es der Einwilligung zur Impfung und zur Datenweitergabe. Durch die Digitalisierung der formalen Prozesse und frühere Einbeziehung der Impflinge kann der eigentliche Impfprozess auf 1 bis 2 Minuten in der Praxis reduziert werden.
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Medizin

Autoimmunität: Wie steuert Roquin die Aktivität von Immunzellen?

Bei Autoimmunerkrankungen wie Lupus erythematodes treten schwere Entzündungen in unterschiedlichen Regionen des Organismus auf. Das Immunsystem erkennt fälschlicherweise körpereigene Strukturen als fremd und greift diese an. Solche Leiden haben unterschiedliche Auslöser. Nur eine Handvoll bekannter Mutationen in einzelnen Genen des Erbguts führen zu Autoimmunität. Dazu gehört das Gen, das für Roquin-1 kodiert. Die sogenannte Sanroque-Mutation führt bei Mäusen zu einem Krankheitsbild, welches dem Lupus erythematodes ähnelt.
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Medizin

FIGO 2021: Adipositas bei Frauen – einer weltweiten Herausforderung begegnen

Der alle 2 Jahre stattfindende Kongress der FIGO (International Federation of Gynecology and Obstetrics), hat in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf das Thema Adipositas gelegt. Weltweit sind etwa 30 bis 50% der Frauen im gebährfähigen Alter von Übergewicht betroffen – Tendenz steigend (1).
Behandelnde in der Gynäkologie stellt dies vor neue Herausforderungen. Über den Einfluss der Adipositas bei gynäkologischen Krankheitsbildern und möglichen Therapien und Therapiezielen haben daher Experten:innen gesprochen.
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Medizin

Rheuma: Empfehlung zur Glukokortikoid-induzierten Osteoporose

Schätzungen zufolge werden bis zu 1% der Bevölkerung westlicher Länder langfristig mit Glukokortikoiden, umgangssprachlich bekannt unter dem Namen Kortison, behandelt. Die Substanzen werden vielfach bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen verschiedener Organe, wie beispielsweise rheumatischen Krankheiten, eingesetzt. Eine mögliche Folge der Langzeit-Einnahme ist eine Abnahme der Knochendichte bis hin zur Osteoporose. Daher sollten Rheumapatientinnen und -patienten, die wiederholt oder langfristig Glukokortikoide einnehmen, vorbeugende Maßnahmen ergreifen und vorsorglich auf eine sich entwickelnde Osteoporose untersucht und behandelt werden. In ihrer aktuellen Empfehlung zum Management der Glukokortikoid-induzierten Osteoporose weist die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e. V. (DGRh) auf Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten dieser Folgeerkrankung hin.
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Praxismanagement

1 Jahr „App auf Rezept“ – Patientennutzen auf dem Prüfstand

Damit der Rauchstopp gelingt, die Blutzuckerwerte konstant gut bleiben oder starkes Übergewicht sinkt, müssen Patienten die eigene Krankheit dauerhaft im Blick haben. Dabei helfen inzwischen erstattungsfähige digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs). Wie steht es um die sogenannte „App auf Rezept“ nach einem Jahr der Einführung? Eine Einschätzung und einen Ausblick geben Expertinnen und Experten der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) beim DGIMTalk am 8. November 2021. Sie diskutieren zudem, wie der medizinische Nutzen der Apps in Studien untersucht werden kann und was wir zur Digitalisierung im Gesundheitswesen von den europäischen Nachbarn lernen können.
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