Journal MED

Infotheken | Beiträge ab Seite 27

Praxismanagement

Verschreibung von Generika: Drohen Ärzt:innen haftungsrechtliche Konsequenzen?

Seit 2002 sind Apotheken verpflichtet, preisgünstige wirkstoffgleiche Medikamente abzugeben. Ärzt:innen verordnen in der Regel also nicht mehr ein bestimmtes Präparat, sondern einen pharmakologischen Wirkstoff. Die Krankenkassen sparen dank dieser so genannten „Aut idem-Regelung“ viel Geld, doch für die Ärzteschaft birgt diese Praxis gewisse Risiken, da die Ärzt:innen in der Regel nicht wissen, welches Präparat die Patient:innen in der Apotheke erhalten.
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Medizin

Parkinson: Unterschiede zwischen Frauen und Männern

Trotz der fortschreitenden Alterung der Bevölkerung ist die Anzahl der Morbus Parkinson-Diagnosen in Deutschland seit 2016 leicht zurückgegangen. Während die bundesweiten Fallzahlen der Parkinson-Krankheit seit 2010 von 360.000 Patient:innen kontinuierlich angestiegen waren und 2016 mit knapp 400.000 Betroffenen den Höchststand erreicht hatten, sind diese Zahlen seitdem kontinuierlich gesunken. 2019 lag der Wert nur noch bei gut 380.000 Erkrankten.
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Medizin

SLE: Anifrolumab erhält Positive Opinion des CHMP

Erstmals seit 10 Jahren (1) spricht das CHMP wieder eine Positive Opinion für einen Antikörper zur Therapie des systemischen Lupus erythematodes (SLE) aus und empfiehlt den Typ I Interferon-Rezeptor Antikörper Anifrolumab zur Marktzulassung in der Europäischen Union (EU). Die Add-On Therapie wäre relevant für erwachsene Patient:innen mit aktiven mittlerem bis schwerem, autoantikörper-positivem systemischen Lupus erythematodes (SLE), die bereits eine Standardtherapie erhalten.
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Medizin

Zulassung für neues Medikament gegen schwere atopische Dermatitis

Die Europäische Kommission hat Abrocitinib für die Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis (AD), die für eine systemische Therapie infrage kommen, zugelassen. Die Zulassung des einmal täglich oral anzuwendenden Januskinase 1 (JAK1)-Inhibitors erfolgte für die Dosierungen 100 mg und 200 mg. Darüber hinaus wurde eine Dosis von 50 mg zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer AD speziell bei Patient:nnen mit mittelschwerer und schwerer Niereninsuffizienz oder bei bestimmten Patient:nnen, die mit Cytochrom-P450 (CYP) 2C19 inhibierenden Wirkstoffen behandelt werden, zugelassen (1).
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Praxismanagement

Telemedizinische Krankheiten: Welche Indikationen eignen sich für Tele-Diagnostik?

Vor dem Hintergrund der Pandemie boomen digitale Arztbesuche derzeit und Patient:innen können sich bis mindestens März per Telefon oder Videosprechstunde von Ärzt:innen krankschreiben lassen (Tele-AU) gemäß aktuellem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses. Doch welche Indikationen eignen sich für die Tele-AU? Das führende Telemedizin-Unternehmen Medgate wertete aus, mit welchen medizinischen Anliegen sich Patient:innen derzeit besonders häufig telemedizinisch an Medgate-Ärzt:innen wenden bzw. welche Diagnosen besonders häufig gestellt werden. Dies lässt Rückschlüsse darauf zu, welche Krankheiten sich gut für die Tele-Diagnostik eignen.
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Praxismanagement
Digitalisierung der Arztpraxis

Impfprozess beschleunigen

Erst-, Zweit- und jetzt auch die Booster-Impfung: Jede Corona-Schutzimpfung bedeutet für alle Arztpraxen viel Zeit und Aufwand. Impflinge müssen informiert und aufgeklärt, vorherige Corona-Schutzimpfungen erfasst, Kontraindikationen und relevante Vorerkrankungen in Erfahrungen gebracht werden. Zudem bedarf es der Einwilligung zur Impfung und zur Datenweitergabe. Durch die Digitalisierung der formalen Prozesse und frühere Einbeziehung der Impflinge kann der eigentliche Impfprozess auf 1 bis 2 Minuten in der Praxis reduziert werden.
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Medizin

Autoimmunität: Wie steuert Roquin die Aktivität von Immunzellen?

Bei Autoimmunerkrankungen wie Lupus erythematodes treten schwere Entzündungen in unterschiedlichen Regionen des Organismus auf. Das Immunsystem erkennt fälschlicherweise körpereigene Strukturen als fremd und greift diese an. Solche Leiden haben unterschiedliche Auslöser. Nur eine Handvoll bekannter Mutationen in einzelnen Genen des Erbguts führen zu Autoimmunität. Dazu gehört das Gen, das für Roquin-1 kodiert. Die sogenannte Sanroque-Mutation führt bei Mäusen zu einem Krankheitsbild, welches dem Lupus erythematodes ähnelt.
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Medizin

FIGO 2021: Adipositas bei Frauen – einer weltweiten Herausforderung begegnen

Der alle 2 Jahre stattfindende Kongress der FIGO (International Federation of Gynecology and Obstetrics), hat in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf das Thema Adipositas gelegt. Weltweit sind etwa 30 bis 50% der Frauen im gebährfähigen Alter von Übergewicht betroffen – Tendenz steigend (1).
Behandelnde in der Gynäkologie stellt dies vor neue Herausforderungen. Über den Einfluss der Adipositas bei gynäkologischen Krankheitsbildern und möglichen Therapien und Therapiezielen haben daher Experten:innen gesprochen.
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Medizin

Rheuma: Empfehlung zur Glukokortikoid-induzierten Osteoporose

Schätzungen zufolge werden bis zu 1% der Bevölkerung westlicher Länder langfristig mit Glukokortikoiden, umgangssprachlich bekannt unter dem Namen Kortison, behandelt. Die Substanzen werden vielfach bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen verschiedener Organe, wie beispielsweise rheumatischen Krankheiten, eingesetzt. Eine mögliche Folge der Langzeit-Einnahme ist eine Abnahme der Knochendichte bis hin zur Osteoporose. Daher sollten Rheumapatientinnen und -patienten, die wiederholt oder langfristig Glukokortikoide einnehmen, vorbeugende Maßnahmen ergreifen und vorsorglich auf eine sich entwickelnde Osteoporose untersucht und behandelt werden. In ihrer aktuellen Empfehlung zum Management der Glukokortikoid-induzierten Osteoporose weist die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e. V. (DGRh) auf Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten dieser Folgeerkrankung hin.
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Praxismanagement

1 Jahr „App auf Rezept“ – Patientennutzen auf dem Prüfstand

Damit der Rauchstopp gelingt, die Blutzuckerwerte konstant gut bleiben oder starkes Übergewicht sinkt, müssen Patienten die eigene Krankheit dauerhaft im Blick haben. Dabei helfen inzwischen erstattungsfähige digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs). Wie steht es um die sogenannte „App auf Rezept“ nach einem Jahr der Einführung? Eine Einschätzung und einen Ausblick geben Expertinnen und Experten der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) beim DGIMTalk am 8. November 2021. Sie diskutieren zudem, wie der medizinische Nutzen der Apps in Studien untersucht werden kann und was wir zur Digitalisierung im Gesundheitswesen von den europäischen Nachbarn lernen können.
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Praxismanagement

Digitalisierung von Arztpraxen spart Lohn- und Materialkosten

Rund ein Drittel ihrer Arbeitszeit verbringen Ärztinnen und Ärzte und ihr Personal im Schnitt mit Verwaltungsaufgaben. Diese Zeit fehlt nicht nur für die eigentliche Arbeit am und mit den Patientinnen und Patienten, sondern könnte auch in ökonomischer Hinsicht gewinnbringender für andere Aufgaben eingesetzt werden. Eine Studie mit Ärztinnen und Ärzten zeigt auf, dass Digitalisierung von Prozessen in Arztpraxen zu spürbaren Zeiteinsparungen führen.
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Medizin

ITP: Weniger Thrombosen mit SYK-Inhibitor?

Die Erkrankung Immunthrombozytopenie (ITP) bedeutet für die Patientinnen und Patienten neben einer verringerten Thrombozytenzahl auch ein höheres Risiko für Thrombosen (1). Die Rate an venösen und arteriellen thromboembolischen Ereignissen (TEEs) ist gegenüber der Allgemeinbevölkerung bis zu 3-fach erhöht (2). Studienergebnisse mit Fostamatinib, einem Inhibitor der SYK (spleen tyrosine kinase), deuten nun darauf hin, dass das Medikament das Risiko für TEEs bei ITP-Patienten verringern könnte (1).
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Praxismanagement

Ist die 3G-Regel in Arztpraxen zulässig?

Ist es rechtlich zulässig, die Behandlung von Patientinnen und Patienten von der Einhaltung der 3G-Regel abhängig zu machen bzw. suspendieren sich die Patientinnen und Patienten, die nicht geimpft oder genesen sind und sich einem Test nicht unterziehen wollen, durch ihr Verhalten von der vertragsärztlichen Versorgung? Dr. Uwe Schlegel und Katrin Beyer von der ETL-Rechtsanwälte GmbH erläutern die aktuelle Rechtslage.
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Medizin

1. Nationaler ITP-Patiententag – Kommunikation ist alles!

Ende September 2021 fand der erste nationale Patiententag zur Immunthrombozytopenie (ITP) statt. Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie Interessierte konnten sich umfassend über die Erkrankung und ihre Folgen informieren. Da ITP-Symptome die Betroffenen in vielen Lebensbereichen beeinträchtigen, wurden Informationen von Expertinnen und Experten laiengerecht vermittelt, den Fragen der Teilnehmenden viel Raum gegeben und auch ganz praktische Alltags-Tipps vermittelt.
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Medizin

Ernährung und neue Wirkstoffe könnten Rheuma lindern

Darmbakterien können die Entwicklung von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen fördern, wenn die Barrieren im Darm nicht halten. Darmbakterien könnten aber auch bei der Behandlung behilflich sein, indem sie entzündungshemmende Substanzen bilden. Kongresspräsident Prof. Dr. med. Georg Schett erklärt auf einer Pressekonferenz anlässlich des Deutschen Rheumatologiekongresses 2021, welche Verbindung es zwischen Darm und Gelenken gibt und wie dies in Zukunft therapeutisch genutzt werden könnte.
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Praxismanagement
Digitalisierte Anamnese- und Fragebögen

Mehr Zeit für das Gespräch mit Patientinnen und Patienten

Frage- und Anamnesebögen sind wichtige Instrumente, um Patientinnen und Patienten adäquat behandeln zu können. Die Erhebung mittels Papier ist jedoch mit hohem organisatorischem Aufwand verbunden. Hinzu kommen teils schwer lesbare Handschriften und fehlende Angaben. Mit einem digitalisierten Fragebogen gewinnen Sie mehr Zeit für das Gespräch mit Ihren Patientinnen und Patienten.
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