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Infotheken | Beiträge ab Seite 7

Medizin
Risiken und Langzeitfolgen von Kopfverletzungen im Sport

Risiken und Langzeitfolgen von Kopfverletzungen im Sport

In Deutschland erleiden jährlich rund 44.000 Menschen eine Kopfverletzung im Sport. Ob Gehirnerschütterung, Schädelprellung oder schwereres Schädel-Hirn-Trauma (SHT) – eine sofortige Behandlung ist entscheidend, da Spätfolgen gravierend sein können. Neurologin und Sportmedizinerin Prof. Dr. Iris Reuter, Oberärztin am Universitätsklinikum Gießen, referierte dazu beim 16. Zeulenrodaer Kongress für Orthopädie und Sportorthopädie (ZKOS).
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Schwerpunkte
Leistung um jeden Preis: Arzneimittelmissbrauch im Sport

Leistung um jeden Preis: Arzneimittelmissbrauch im Sport

Der Missbrauch leistungssteigernder Substanzen im Sport stellt ein zunehmendes medizinisches und gesellschaftliches Problem dar, das weit über die Grenzen des Spitzensports hinausreicht. Während öffentliche Aufmerksamkeit meist auf spektakuläre Dopingfälle im Profisport gerichtet ist, zeigt sich das wahre Ausmaß der Problematik im Breiten- und Amateursport. Hier greifen nicht nur ambitionierte Leistungssportler, sondern auch Freizeitsportler und Fitnessstudiobesucher zu illegalen Substanzen – mit teils dramatischen gesundheitlichen Folgen.
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Medizin
Secukinumab verbessert Therapieergebnisse bei Psoriasis-Arthritis und axialer Spondyloarthritis

Secukinumab verbessert Therapieergebnisse bei Psoriasis-Arthritis und axialer Spondyloarthritis

Die große EuroSpA-Registerstudie untersuchte Patient:innen mit Psoriasis-Arthritis und axialer Spondyloarthritis, die eine Behandlung mit Secukinumab begonnen hatten. Sie lieferte Daten zum Therapieverbleib nach 48 Monaten sowie zu Remissions- und LDA-Raten [1]. Wie bereits in der auf fünf Jahre angelegten SERENA-Studie [2] mit 1.740 Langzeit-Patient:innen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis zeigte sich auch hier eine langanhaltende Wirksamkeit von Secukinumab im Behandlungsalltag.
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Medizin

Längste und größte Hämophilie A-Gentherapiestudie: Über 80% der Teilnehmer:innen nach fünf Jahren weiterhin ohne Prophylaxe

Beim Jahreskongress der International Society on Thrombosis and Haemostasis (ISTH) vom 21.-25. Juni 2025 in Washington, DC, wurden neue Daten präsentiert, welche die langfristige Wirksamkeit und Sicherheit einer Gentherapie mit Valoctocogen roxaparvovec unterstreichen. Die Endergebnisse der Phase-III-Studie GENEr8-1 zeigen, dass Blutungskontrolle und Expression von Faktor VIII (FVIII) auch fünf Jahre nach der Behandlung anhielten [1] und den zuvor bereits über bis zu vier Jahre berichteten Ergebnissen ähnelten [2-5]. Auch im fünften Jahr wurden keine neuen Sicherheitssignale beobachtet [1].
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Medizin

Kaffeetrinken senkt den Blutdruck

Kaffee hilft, den Blutdruck niedrig zu halten. Menschen, die täglich 2 bis 3 Tassen Kaffee trinken, haben einen niedrigeren Blutdruck als Menschen, die nur eine Tasse oder gar keinen Kaffee trinken. Dies gilt sowohl für den peripheren Blutdruck als auch für den zentralen Blutdruck in der Aorta, die dem Herzen am nächsten liegt, wie eine Studie der Università di Bologna und des Policlinico di Sant'Orsola zeigt. Die Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und Parametern des peripheren und zentralen Aortendrucks bei Italiener:innen. Einzelheiten wurden in „Nutrients“ veröffentlicht.
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Schwerpunkte
Zwischen Trend und Gefahr: Wie E-Zigaretten die Lunge schädigen können

Zwischen Trend und Gefahr: Wie E-Zigaretten die Lunge schädigen können

E-Zigaretten gewinnen zunehmend an Beliebtheit und werden von vielen Raucher:innen als moderne Alternative zu herkömmlichen Tabakprodukten genutzt. Statt Tabak zu verbrennen, wird ein Liquid erhitzt und der entstehende Dampf inhaliert, der in verschiedenen Geschmacksrichtungen und Nikotinstärken erhältlich ist. Viele verwenden das Dampfen auch, um schrittweise mit dem Rauchen aufzuhören. Der Umsatz mit E-Zigaretten in Deutschland lag 2024 bei mehreren hundert Millionen Euro, könnte aber 2025 leicht zurückgehen. Vor dem Hintergrund eines seit Jahren rückläufigen Zigarettenkonsums setzen auch große Tabakkonzerne vermehrt auf alternative Produkte wie die E-Zigarette [1,2].
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Medizin
Harnsäure als kardiovaskulärer Risikofaktor auch im Normbereich – Frauen besonders betroffen

Harnsäure als kardiovaskulärer Risikofaktor auch im Normbereich – Frauen besonders betroffen

Hohe Harnsäurespiegel gelten seit Langem als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Neue Daten eines interdisziplinären Forschungsteams der Universitätsmedizin Halle zeigen nun: Bereits Harnsäurewerte innerhalb des physiologischen Normbereichs sind mit erhöhter Gefäßsteifigkeit assoziiert. Die Ergebnisse basieren auf Daten von über 70.000 Teilnehmenden der NAKO Gesundheitsstudie und weisen auf ein besonders hohes Risiko bei Frauen hin. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse im Fachjournal BMC Medicine [1].
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Schwerpunkte
Wenn Hitze krank macht: Schutz vor der größten Gesundheitsgefahr des Klimawandels

Wenn Hitze krank macht: Schutz vor der größten Gesundheitsgefahr des Klimawandels

Deutschland schwitzt – auch in unseren Breiten werden die Sommer zusehends heißer und länger. Hitze gehört längst zum Alltag und ist zur Gesundheitsgefahr avanciert. Dagegen sind dringend Strategien erforderlich. Im Fokus steht dabei, das Bewusstsein für die gesundheitlichen Risiken von Hitze zu schärfen und präventives Verhalten zum gezielten Schutz bei hohen Temperaturen zu fördern.
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Medizin
S2k-Leitlinie zur systemischen Sklerose: Neue Standards für Diagnostik und Therapie

S2k-Leitlinie zur systemischen Sklerose: Neue Standards für Diagnostik und Therapie

Mit der neuen S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der systemischen Sklerose (SSc) legt die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e.V. (DGRh) aktuelle Versorgungsempfehlungen vor. Entstanden unter breiter interdisziplinärer Beteiligung, geht die Leitlinie in mehreren Punkten über die EULAR-Leitlinien hinaus. Es stärkt die Versorgung von Patient:innen mit dieser seltenen, potenziell schwer verlaufenden Autoimmunerkrankung deutlich.
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Infektiologie
Chikungunya, Zika, Dengue & Co – werden Tropenkrankheiten bald auch in unseren Breitengraden heimisch?

Chikungunya, Zika, Dengue & Co – werden Tropenkrankheiten bald auch in unseren Breitengraden heimisch?

Reise- und Mückensaison fallen in diesen Tagen und Wochen zusammen. Und damit häufen sich neuerdings auch die autochthonen Fälle von Infektionskrankheiten, die man vormals nur auf Reisen in exotische Gefilde erwerben konnte. Ob und wann sich die epidemiologische Lage tatsächlich derart verändert, dass Tropenkrankheiten auch hierzulande heimisch werden, hängt maßgeblich davon ab, welche Verbreitung diejenigen Mückenarten finden, die als Vektoren für die Übertragung der jeweiligen Viren in Frage kommen. Insofern können die bislang noch vereinzelt aufgetretenen autochthonen Krankheitsfälle, wie jüngst im Elsass, sowohl als Warnung als auch als Entwarnung aufgefasst werden.
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Medizin
Anwendung von Guselkumab bei Colitis ulcerosa und Morbus Crohn

Anwendung von Guselkumab bei Colitis ulcerosa und Morbus Crohn

Der IL23-Inhibitor Guselkumab hat seit April bzw. Mai die Zulassung für die Behandlung erwachsener Patient:innen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Guselkumab ist indiziert bei mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa (CU), die auf eine konventionelle Therapie oder Biologikatherapie unzureichend angesprochen haben, nicht mehr darauf ansprechen oder diese nicht vertragen haben. Darüber hinaus ist Guselkumab indiziert für die Behandlung erwachsener Patient:innen mit mittelschwerem bis schwerem aktiven Morbus Crohn (MC), die ebenfalls auf eine konventionelle Therapie oder Biologikatherapie unzureichend angesprochen haben, nicht mehr darauf ansprechen oder diese nicht vertragen haben.
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Medizin
Zum Start der Hauptreisesaison bei Erwachsenen ab 60 Jahren an Impfschutz gegen Pneumokokken denken

Zum Start der Hauptreisesaison bei Erwachsenen ab 60 Jahren an Impfschutz gegen Pneumokokken denken

Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae) stellen für Menschen ab 60 Jahren ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar: Ihr altersbedingt schwächer werdendes Immunsystem kann ein Einfallstor für schwere Infektionskrankheiten, wie z. B. eine bakterielle Pneumonie, sein [1, 2]. Aktuelle Daten des Robert Koch-Instituts zeigen, dass die Krankheitslast durch Pneumokokken in Deutschland weiterhin hoch ist [3, 4]. Mit Beginn der Urlaubszeit kommt ein weiterer Faktor hinzu: Menschen, die ins Ausland reisen, sind noch einmal besonders gefährdet. Denn z. B. in südlichen und östlichen Ländern Europas – darunter beliebte Reiseziele wie Frankreich, Zypern oder die Türkei – besteht ein erhöhtes Risiko, sich mit Antibiotika-resistenten Pneumokokken zu infizieren [5, 6]. Dies betrifft zunehmend auch ältere Urlauber:innen, die reiselustig die Welt erkunden [7]. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Menschen ab 60 Jahren standardmäßig einmalig mit dem 20-valenten Konjugatimpfstoff PCV20 gegen Pneumokokken zu impfen [8]. Rechtzeitig vor einer Auslandsreise gilt dies laut STIKO in dieser Altersgruppe erst recht [5].
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Medizin
Trainingskonzept für ARVC-Patient:innen: Sichere Bewegung trotz Herztod-Risiko

Trainingskonzept für ARVC-Patient:innen: Sichere Bewegung trotz Herztod-Risiko

Die arrhythmogene rechtsventrikuläre Kardiomyopathie (ARVC) ist eine seltene genetische Erkrankung des Herzmuskels. Betroffene haben ein deutlich erhöhtes Risiko für potenziell tödliche Herzrhythmusstörungen – insbesondere bei intensiver körperlicher Belastung. Gleichzeitig ist Bewegung für viele Patient:innen ein wichtiger Bestandteil ihrer Lebensqualität. Ein Team aus Kardiolog:innen und Sportwissenschaftler:innen an der Technischen Universität München (TUM) entwickelt daher ein gezieltes Trainingskonzept für Menschen mit ARVC. Ziel ist es, ein sicheres Bewegungskonzept zu schaffen, das gesundheitliche Vorteile bietet, ohne das Risiko zu erhöhen.
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Kardiologie
ATTR-CM: Interdisziplinäre Zusammenarbeit als Schlüssel

ATTR-CM: Interdisziplinäre Zusammenarbeit als Schlüssel

Bei der Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie (ATTR-CM) kommt es durch die Ablagerung von Amyloidfibrillen zu einer fortschreitenden Schädigung des Herzens. Die Häufigkeit der Erkrankung wird meist unterschätzt. Um die Dunkelziffer noch nicht diagnostizierter ATTR-CM-Patient:innen weiter zu mindern und eine kausale Therapie einleiten zu können, ist eine gute interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Hausärzt:innen und Kardiolog:innen besonders wichtig.
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