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Herzinfarkt

Medizin
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Herzinfarktverdacht: Wie schnell ist eine sichere Diagnose möglich?
ESC 2026

Herzinfarktverdacht: Wie schnell ist eine sichere Diagnose möglich?

Wie schnell lässt sich bei Menschen mit akutem Brustschmerz sicher feststellen, ob ein Herzinfarkt vorliegt oder ausgeschlossen werden kann? Mit dieser Frage beschäftigen sich zwei große internationale Forschungsarbeiten, deren Ergebnisse beim Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in München vorgestellt wurden. Maßgeblich daran beteiligt ist Prof. Jasper Boeddinghaus, der kürzlich vom Universitätsspital Basel an das Universitätsklinikum Bonn (UKB) gewechselt ist und dort das neue Institut für klinische Herz-Kreislaufforschung aufbaut.
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Neuer Ansatz zur Prävention von Herzinfarkt und Schlaganfall

Neuer Ansatz zur Prävention von Herzinfarkt und Schlaganfall

Forschenden der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) ist es gelungen, einen neuen, körpereigenen Mechanismus zur Vorbeugung von Schlaganfällen nachzuweisen. Sie konnten zeigen, dass der Botenstoff S1P als biologischer Schutzschild vor Schlaganfällen fungieren kann. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forschenden in der Fachzeitschrift Science Advances.
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Mikroprotein BRICK1 repariert und schützt das Herz nach Infarkt

Mikroprotein BRICK1 repariert und schützt das Herz nach Infarkt

Jährlich erleiden mehr als 200.000 Menschen in Deutschland einen Herzinfarkt. Eine häufige Ursache sind verstopfte Herzkranzgefäße. Dadurch wird ein Teil des Herzmuskels nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt, das Gewebe stirbt nach wenigen Stunden ab und vernarbt. Eine massive Herzschwäche (Herzinsuffizienz) ist die mögliche Folge. Anders als die Leber kann sich das Herz eines erwachsenen Menschen kaum regenerieren. Es ist allerdings in der Lage, Reparaturvorgänge in Gang zu setzen. Daran beteiligt sind Monozyten, also weiße Blutkörperchen aus dem Knochenmark und der Milz. Im Herzen reifen diese Immunzellen zu Makrophagen (Fresszellen) heran, beseitigen die abgestorbenen Herzmuskelzellen und fördern die Infarktheilung.
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Molekularer Schalter für Behandlung nach Herzinfarkt entdeckt

Molekularer Schalter für Behandlung nach Herzinfarkt entdeckt

Mehr als 300.000 Menschen erleiden in Deutschland jedes Jahr einen Herzinfarkt. Der Herzmuskel wird dann nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt, und ein Teil des Gewebes stirbt ab und vernarbt. Zwar kann sich das Herz eines erwachsenen Menschen anders als die Leber kaum regenerieren. Es ist allerdings in der Lage, begrenzte Reparaturvorgänge in Gang zu setzen. Eine wichtige Rolle dabei spielen Makrophagen. Sie beseitigen abgestorbenes Gewebe und setzen die anschließende Selbstheilung in Gang. Doch die Immunzellen sind zwiespältig und können auch negative Prozesse auslösen, die zu chronischer Herzinsuffizienz führen.
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Herzinfarkt: Neue Therapie durch Ribonukleinsäure-Hemmung

Herzinfarkt: Neue Therapie durch Ribonukleinsäure-Hemmung

Eine internationale Forschungsgruppe um Prof. Dr. Klaus T. Preissner, Senior Scientist am Kerckhoff Herzforschungsinstitut mit der Justus-Liebig-Universität Gießen gGmbH, hat wichtige neue Erkenntnisse über die Rolle von extrazellulären Ribonukleinsäuren (exRNA) bei Herzinfarkt und Entzündung gewonnen. Die Studie zeigt, dass exRNA unter bestimmten Bedingungen von einem harmlosen Alarmmolekül zu einem schädigenden Krankmacher und Entzündungsmediator werden kann. Sie ist in der Fachzeitschrift „Pharmacological Research" veröffentlicht worden [1].
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Genetische Mutation reduziert Herz-Kreislauf-Risiko trotz starker Adipositas

Genetische Mutation reduziert Herz-Kreislauf-Risiko trotz starker Adipositas

Bestimmte genetische Mutationen eines appetitregulierenden Rezeptors im Gehirn führen zwar zu Adipositas, senken bei Betroffenen aber gleichzeitig die Cholesterinwerte sowie das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das haben Forschende der Ulmer Universitätsmedizin in einer internationalen Studie herausgefunden und damit erstmals nachgewiesen, dass Signalwege im Gehirn direkt in den Fettstoffwechsel eingreifen. Dies könnte neue Perspektiven für die Prävention von Herzerkrankungen eröffnen. Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachjournal Nature Medicine veröffentlicht [1].
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Therapieansatz könnte schwere Forlgeschäden nach Herzinfarkt verhindern

Patentierter Therapieansatz könnte schwere Herzschäden nach Infarkt verhindern

Ein neuer Therapieansatz könnte Millionen Patient:innen helfen, die Spätfolgen eines Herzinfarkts – die überschüssige Bildung von Narbengewebe – zu verhindern. Univ.-Prof. Dr. Philip Wenzel und Wolfram Ruf von der Universitätsmedizin Mainz und vom Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) haben dafür ein Patent erhalten. Hintergrund ist, dass Herzinfarkte oft zu spät erkannt werden – mit fatalen Folgen: Das verschlossene Gefäß kann nicht rechtzeitig eröffnet werden, und Herzgewebe stirbt ab.
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Intramyokardiale Einblutungen: Ein neuer Marker für die Prognose nach STEMI

Die Ergebnisse einer neuen Magnetresonanztomographie (MRT)-Multicenterstudie unter der Leitung des Innsbrucker Kardiologen Sebastian Reinstadler geben Anlass, eine bislang geltende Leitlinie für die Infarkt-Prognose zu revidieren. Der Studie zufolge sollten die im MRT sichtbaren Einblutungen in den Herzmuskel (IMH) und nicht wie bisher mikrovaskuläre Gefäßverschlüsse (MVO) als Marker zur Risikoberechnung sowie auch für die Entwicklung zukünftiger Therapien nach einem ST-Hebungsinfarkt (STEMI) herangezogen werden (1).

 
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Dynamik kardialer Biomarker nach Herzoperation: OP-Effekt oder Herzinfarkt?

Um mehr Erkenntnisse für ein effizienteres Testverfahren zu gewinnen, untersucht ein Forschungsteam des Universitären Herz- und Gefäßzentrums Hamburg die Dynamik kardialer Biomarker nach herzchirurgischen Eingriffen. Das Forschungsvorhaben „B-ACS – Biomarkers After Cardiac Surgery“ wurde mit der Dr. Rusche-Projektförderung der Deutschen Stiftung für Herzforschung (DSHF) auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) ausgezeichnet.
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Herzstillstand: Überlebenschance verdoppelt dank neuer Therapie

Eine neuartige Therapie mit eigens entwickelter kleiner „Herz-Lungen-Maschine“ zeigt ein deutlich besseres Überleben und gute neurologische Regeneration. Einzelfälle konnten selbst nach 1 bis 2 Stunden Wiederbelebung erfolgreich behandelt werden. Diese Ergebnisse zeigt eine europäische Studie unter Leitung des Universitätsklinikums Freiburg. Das speziell entwickelte Gerät CARL kann während der Reanimation wichtige Parameter messen und steuern. Dadurch verdoppelt sich die Überlebenschance nach einem Herzstillstand, wie eine aktuelle Studie des Universitätsklinikums Freiburg zeigt.
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Hohe 30-Tage-Sterblichkeit nach Herzinfarkt: Kein Rückschluss auf Versorgungsmängel in Deutschland

Nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) versterben in Deutschland rund 8,5% der Patient:innen, die wegen eines akuten Herzinfarkts im Krankenhaus aufgenommen werden, dort innerhalb von 30 Tagen. Der OECD-Durchschnitt liegt mit 6,9% deutlich niedriger. Dabei nimmt Deutschland in Europa einen Spitzenplatz bei den Gesundheitsausgaben und der Verfügbarkeit von kardiologischen Verfahren ein. Ein Team von Wissenschaftler:innen der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und der Universitätsmedizin Essen hat diese widersprüchliche Situation nun genauer untersucht und festgestellt: Die Situation ist besser als die Zahlen vermuten lassen.
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TIMELY-Studie: Mit künstlicher Intelligenz Herzinfarkte vermeiden

Rund 1,8 Millionen Menschen in der EU sterben jedes Jahr an den Folgen eines Herzinfarktes. Um Re-Infarkte zu vermeiden, bedarf es einer Umstellung der Ernährung und mehr körperlicher Aktivität. Doch klinische Untersuchungen zeigen, dass es vielen Betroffenen schwerfällt, ihren Lebensstil nachhaltig umzustellen und dass die Therapietreue mit wachsendem zeitlichen Abstand abnimmt. Das will die jetzt gestartete europaweite TIMELY-Studie ändern, indem sie – gestützt auf künstliche Intelligenz (KI) – individuelle Ratschläge zum gesünderen Leben gibt und so die Versorgung von Herzinfarktpatient:innen nach ihrer Rehabilitation verbessert.
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Weniger Herzinfarkte: Kombinationstherapie mit Alirocumab zur LDL-C-Senkung

Kardioprotektion durch Senkung des LDL-Cholesterins (LDL-C) stand im Fokus zahlreicher Vorträge auf der 89. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK). Noch immer erreichen nur wenige kardiovaskuläre Hochrisikopatient:innen die von den europäischen Fachgesellschaften ESC und EAS (European Society of Cardiology, European Atherosclerosis Society) empfohlenen LDL-C-Zielbereiche (1, 2). Einer der Gründe hierfür: Kombinationstherapien, z.B. mit Alirocumab, einem Inhibitor der Proproteinkonvertase-Subtilisin/Kexin-Typ-9 (PCSK9), werden sehr zurückhaltend eingesetzt, obwohl sich mit ihnen auch sehr niedrige LDL-C-Werte erreichen lassen (2-4). Neue Daten der Post-hoc-Analyse von ODYSSEY OUTCOMES zeigen: Bereits eine zeitlich begrenzte Anwendung der Kombinationstherapie lohnt sich für einen langfristigen klinischen Effekt (4).
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Herzgesundheit durch Aufklärung über LDL-Cholesterin verbessern

Nach wie vor sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache in Deutschland und waren im Jahr 2021 für 33% der Sterbefälle verantwortlich (1). Diese Rate könnte durch aktive Maßnahmen, z.B. einen gesunden Lebensstil, reduziert werden (2). Die ESC-Leitlinie nennt darüber hinaus weitere Risikofaktoren wie die familiäre/genetische Prädisposition, die im Rahmen der kardiovaskulären Prävention in der hausärztlich-kardiologischen Versorgung abgeklärt werden können (3). Doch zu häufig sind diese Zusammenhänge in der Bevölkerung unklar und das Interesse an diesem medizinischen Thema ist gering. Dies bestätigt eine aktuelle Umfrage unter 1.000 Deutschen, die im April 2023 durchgeführt wurde. 38% der Befragten gaben an, bislang kein Interesse an den eigenen Cholesterinwerten gehabt zu haben. Insbesondere die unter 40-Jährigen waren häufig nicht ausreichend informiert. Eine Chance für Ärzt:innen, die Gesundheitsprävention durch eine gezielte Ansprache und Aufklärung ihrer Patient:innen zu fördern (4).
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