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Medizin

31. Januar 2019 COPD: Verbesserter Tiotropium-Olodaterol-Inhalator

Die feste Kombination der Wirkstoffe Tiotropium und Olodaterol in Form eines Inhalators ist seit Juli 2015 für Erwachsene mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) zugelassen. Ein neuer Inhalator mit denselben Wirkstoffen behält alle wesentlichen Aerosol-Eigenschaften des bisherigen bei und bietet zusätzlich verbesserte Geräte- und Umwelteigenschaften (1). Ab dem 1. April 2019 wird der verbesserte Inhalator in Deutschland verfügbar sein.
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Fachinformation
Boehringer Ingelheim präsentierte auf einer Fachpressekonferenz in Dortmundi den neuen, weiterentwickelten Inhalator Respimat® sowie aktuelle Erkenntnisse zu seinem Stellenwert in der COPD-Therapie. Zur besseren Unterstützung der Patienten wurde die Dosisanzeige vergrößert und der Inhalator insgesamt vergrößert. Dadurch ist der neue Inhalator wiederverwendbar und einfacher in der Anwendung als das Vorgängermodell (2).

Wiederverwendbarkeit

Durch die Wiederverwendbarkeit  verbessert sich die Umweltbilanzdeutlich. So kann eine 3-Monatspackung den CO2-Fußabdruck im Laufe des Produktlebenszyklus im Vergleich zum bisherigen Inhalator um bis zu 57% verbessern (3). Verglichen mit einem Dosieraerosol ist der CO2-Fußabdruck des bisherigen Modells bereits 20-fach vorteilhafter (4).

Überblähung der Lunge

Dr. Thomas Voshaar, Chefarzt am Krankenhaus Bethanien in Moers erläutert, dass die Überblähung der Lunge zu den ersten typischen Veränderungen zählt, die durch die Verengung der tiefen Atemwege hervorgerufen werden. Überblähung ist eine der wichtigsten Ursachen für das Entstehen von Atemnot (5,6). Daten der OTEMTO®-Studie zeigen u. a., dass unter Tiotropium und Olodaterol sowohl im Vergleich zu Placebo als auch zu den jeweiligen Monotherapien die Atemnot klinisch relevant verbessert werden kann (7).

Einfache Handhabung

Der Inhalator setzt eine sich langsam ausbreitende und langanhaltende Sprühwolke mit einem hohen Feinpartikelanteil frei und erreicht so eine hohe Wirkstoffdepositionsrate bis in die tiefen Atemwege (8,9). Dr. Andreas Forster, leitender Arzt am Lungenzentrum Darmstadt, weist darauf hin, dass bei der Auswahl eines geeigneten Inhalators neben den technischen Eigenschaften des jeweiligen Inhalators auch Patientencharakteristika, z. B. Koordinationsfähigkeit und Atemflussstärke, zu berücksichtigen sind: „Eine einfache Handhabung und Anwendung tragen maßgeblich zum Therapieerfolg und zur Adhärenz bei“.

Dass sich bereits das bisherige Modell des Inhalators hierdurch auszeichnet, wurde in einer Online-Patientenumfrage bestätigt. Darin bewerteten 87% der Anwender – insbesondere COPD-Patienten und über 60-Jährige – die Anwendung als einfach oder sehr einfach (10).

 i Fachpressekonferenz „Der neue Respimat® – COPD-Management noch besser im Griff“, Dortmund, 30. Januar 2019. 

Quelle: Boehringer Ingelheim

Literatur:

(1) Wachtel H, et al. Reusable soft mist inhaler: maintaining aerosol performance. 28th Int Cong of the European Respiratory Society (ERS), Paris, 15 - 19 Sep 2018  (Poster).
(2) Data on file; Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG, 2017.
(3) Haensel M, et al. Reduced environmental impact of a reusable soft mist inhaler. 28th Int Cong of the European Respiratory Society (ERS), Paris, 15 - 19 Sep 2018 (Poster).
(4) Haensel M, et al. Respir Drug Deliv 2018; 2: 321-4.
(5) O’Donnell DE, et al. COPD 2006; 3: 219-32.
(6) Soffler M, et al., Respir Care 2017; 62: 1212-23.
(7) Singh D, et al. Respir Med 2015; 109: 1312-9.
(8) Dalby RN, et al. Med Devices 2011; 4: 145-55.
(9) Voshaar T, et al. Pneumologie 2005; 59 :25-32.
(10) Ipsos, Zufriedenheitsstudie bei Respimat®-Anwendern, Online-Befragung, 30. Mai bis 6. Juni 2017.

 


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