Dienstag, 9. August 2022
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Medizin

HiP-CT: 100-fach höhere Auflösung als herkömmliche CT

von Michaela Biedermann-Hefner

HiP-CT: 100-fach höhere Auflösung als herkömmliche CT
© Aleksey Khripunkov - stock.adobe.com
Anlässlich der 105. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie (DGP) sind 3 Preise an Nachwuchswissenschaftler:innen für hervorragende Arbeiten in der Pathologie vergeben worden. Der Preis wird an Wissenschaftler:innen unter 40 Jahren vergeben. Durch ihre Forschungen können die Preisträger:innen zur Identifizierung innovativer Therapien einen Beitrag leisten und neue Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen.

Rudolf-Virchow-Preis: HiP-CT – 100-fach bessere Auflösung als CT

PD Dr. med. Maximilian Ackermann, Wuppertal, hat den Rudolf-Virchow-Preis für seine Publikation „Imaging intact human organs with local resolution of cellular structures using hierarchical phase-contrast tomography (HiP-CT)“ erhalten. Die Publikation ist 2021 in Nature Methods erschienen und beschreibt die  erstmalige Nutzung der HiP-CT zur zerstörungsfreien Untersuchung und Analyse vollständiger Organe und einzelner Gewebe. HiP-CT macht es möglich, dass der gesamte menschliche Körper mit einer Auflösung von 2 Mikrometern dargestellt werden kann. HiP-CT kann damit eine mehr als 100-fach bessere Auflösung als die Computertomographie ermöglichen. Bei dieser Methode können auch nicht nur Organe sondern auch das Paraffingewebe hochauflösend gescannt werden.
 
 

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Novartis-Preis: IL-2Ra-Targeting beim anaplastischen großzelligen Lymphom (ALCL)

Der Novartis-Preis ging in diesem Jahr an Dr. Huan-Chang J. Liang (Philadelphia) für seine Publikation „Super-enhancer-based identification of a BATF3/IL-2R−module reveals vulnerabilities in anaplastic large cell lymphoma“. Er identifiziert IL-2Ra-Targeting als vielversprechende Behandlungsstrategie bei der selten vorkommenden Form des Non-Hodgkin-Lymphoms. Die Studie sei ein herausragender Beitrag im Hinblick auf die weitere Entwicklung von Behandlungsoptionen in der personalisierten Therapie von Blutkrebs, so Dr. Ulrike Haus, Medical Director Oncology bei Novartis. Der Novartis-Preis wird für innovative, grundlagenorientierte oder translationale Forschungsarbeiten vergeben, die zu einem besseren Verständnis von Tumorerkrankungen als Voraussetzung für eine personalisierte Medizin dienen.

Gerhard-Domagk-Preis: „Alarm im Knochenmark – wie man die Fibrose im Knochenmark entwirren kann“

Den diesjährigen Gerhard-Domagk-Preis erhielt Prof. Dr. Rebekka Schneider-Kramann, Aachen, für ihre Arbeit „Alarm im Knochenmark – wie man die Fibrose im Knochenmark entwirrenkann“. Die Laudatorin, Prof. Dr. Eva Wardelmann, Münster, würdigte die herausragende Forschungsarbeit der Preisträgerin. Frau Prof. Schneider-Kramann hat bestimmte Mechanismen in Fibrose-induzierenden Zellen als lang gesuchte Biomarker und therapeutisches Ziel in Knochenmarksfibrose assoziierten myeloproliferativen Neoplasien (MPN) identifiziert. Der Wissenschaftlerin ist es dabei möglich gewesen, das Knochenmarkstroma auf der Einzelzellebene zu entschlüsseln. Dies war in den verschiedenen Stadien der MPN in 2 Mausmodellen und in Patientenproben möglich. Dadurch kann der chronische Blutkrebs „BCR-ABL negative MPN“ optimiert werden. 
 
 

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Quelle: Pressegespräch „Wissenschaft mit Auszeichnung!“, 09.06.22; Veranstalter: Novartis



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