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News | Beiträge ab Seite 116

Medizin
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Aktuelle Erkenntnisse aus dem DMKG-Kopfschmerzregister zur Behandlung von Migräne

Aktuelle Real-World-Daten des Kopfschmerzregisters der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) liefern wertvolle Erkenntnisse zur Behandlung akuter Migräneattacken. Unzureichende Wirksamkeit und/oder Unverträglichkeit der Akutmedikation zählen zu den Herausforderungen der Migränebehandlung. Die DMKG-Auswertungen zeigen, dass dies öfter Menschen mit häufigeren Migräneattacken betrifft als jene mit geringerer Krankheitslast. Zudem gilt: „Wer keine ausreichend wirksame Akuttherapie hat, ist durch Migräne wesentlich stärker beeinträchtigt als notwendig. Die Auswertungen deuten nämlich auch darauf hin, dass für viele Patient:innen eine gut wirksame Medikation gefunden werden kann, wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden“, kommentierte Dr. Ruth Ruscheweyh, zertifizierte DMKG-Kopfschmerzexpertin und Privatdozentin an der Neurologischen Klinik und Poliklinik der Ludwig-Maximilians-Universität in München (1).
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Medizin
 3 Min|

Stiftung fördert Sport- und Bewegungsangebote für Kinder und Jugendliche

„Frühzeitig beginnen, langfristig gewinnen“ – unter diesem Motto engagiert sich die Lilly Deutschland Stiftung erstmalig im Bereich der Prävention. Für eine bessere Gesundheit der Gesellschaft hat die Stiftung langfristige Förderpartnerschaften mit bikepool Hessen e.V. und Eintracht Frankfurt e.V. vereinbart. Sie umfassen Bewegungsangebote wie „Radfahren an Grundschulen“, „Pausenliga“ oder „Ballschule“. Die Schulprojekte vermitteln Kindern spielerisch eine nachhaltig positive Einstellung zu Bewegung. Die Stiftung möchte damit dazu beitragen, dass der Spaß an Bewegung im Leben der Kinder verankert wird und so gesundheitsfördernde Effekte langfristig zum Tragen kommen.
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Medizin
 4 Min|

Typ-2-Inflammation bei atopischer Dermatitis und Prurigo nodularis gezielt therapieren

Laut aktualisierter Leitlinie soll sich die Behandlung der atopischen Dermatitis (AD) nach ihrem Schweregrad richten (1). Prof. Dr. Petra Staubach-Renz, Mainz, und PD Dr. Andreas Pinter, Frankfurt a.M., stellten im Rahmen eines Symposiums die Änderungen in der S3-Leitlinie vor und ordneten diese für die tägliche Praxis ein. Das vormals 4-stufige Therapieschema wurde vereinfacht und die Stufen 3 und 4 zu einer Stufe zusammengefasst. In der 3. Stufe wird der Einsatz einer Systemtherapie empfohlen. Hier kann unter anderem Dupilumab zum Einsatz kommen. Der monoklonale Antikörper inhibiert die Signalwege der Interleukine IL-4 und IL-13 mittels dualer Blockade der IL-4Rα-Rezeptoruntereinheit (2, 3). Beide pro-inflammatorischen Zytokine spielen bei der für die AD typischen Typ-2-Inflammation eine Rolle (2).
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Gesundheitspolitik
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Familienministerin: Vereinbarkeit von Pflege und Beruf verbessern

Familienministerin Lisa Paus (Grüne) hält an ihrem Ziel fest, pflegenden Angehörigen mehr Anerkennung, Zeit und Geld zu gewähren. Viele Berufstätige kümmerten sich um Pflegebedürftige. „Sie pflegen nicht hauptberuflich und erhalten bis heute keine ausreichende finanzielle Unterstützung“, schrieb Paus in einem am 6. März veröffentlichten Gastbeitrag für das Nachrichtenportal „t-online“. Selbst wenn sie für die Pflege ihre Arbeitszeit im Job reduzierten, würden ihre Einkommenseinbußen nicht kompensiert. „Ich finde: Wir müssen diesen finanziellen Nachteil beenden. Wer Pflegeverantwortung übernimmt, darf nicht in die Armutsfalle rutschen.“
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Gesundheitspolitik
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BVÖGD: Gesundheitsämter müssen von Fachärzt:innen geleitet werden

Gesundheitsämter sollten grundsätzlich von Fachärztinnen oder Fachärzten für Öffentliches Gesundheitswesen geleitet werden. Das betont der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD). „Das Tätigkeitsfeld des ÖGD ist ausgesprochen vielfältig und deckt eine breite Palette an medizinisch-fachlichen Aufgaben ab. Das umfasst unter anderem Schuleingangsuntersuchungen, die Betreuung von psychisch Kranken und Wohnungslosen, Infektionsschutz und Hygieneuntersuchungen unter anderem in medizinischen Einrichtungen und vieles mehr“, sagte die Vorsitzende des Verbandes, Dr. Kristina Böhm. „Gerade weil es sich hier um eine Vielzahl an ärztlichen Aufgaben handelt, muss ein entsprechend ausgebildeter Arzt oder Ärztin das Gesundheitsamt leiten“, betonte sie.
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Medizin
 2 Min|

Pneumokokken-Meningitis: TLR-Blockade als Ergänzung der Antibiotikatherapie

Meningitis kann durch nichtinfektiöse Reize oder eine Infektion mit verschiedenen mikrobiellen Erregern, wie z.B. Pneumokokken ausgelöst werden. Obwohl wirksame Antibiotika zur Verfügung stehen, können die entzündlichen Prozesse im Hirn zu neurologischen Folgeerscheinungen oder sogar zum Tod führen. Wissenschaftler:innen haben nun untersucht, wie die Antibiotikatherapie bei einer solchen Infektion sinnvoll ergänzt werden kann. Ihre Laborversuche zeigen, dass die Blockade der Rezeptoren TLR2 und TLR8 dabei helfen kann, die schädlichen Entzündungsprozesse auszubremsen.
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Medizin
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DiGA zur Therapie von Typ-2-Diabetes reduziert HbA1c und BMI

Für Menschen mit Typ-2-Diabetes (T2D) steht seit Anfang 2024 eine neue digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) zur Verfügung. Über einen Zeitraum von 3 Monaten werden personalisierte Ernährungsanpassungen sowie etablierte Ansätze zur Lebensstilmodifikation in kleinen Schritten vorgenommen. Die DiGA reduziert die postprandiale Glukosevariabilität sowie das Körpergewicht und den Langzeitblutzuckerwert (HbA1c).
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Medizin
 3 Min|

hATTR-Amyloidose: Geringerer Nutzen von Patisiran im Vergleich zu Vutrisiran

2023 hatte das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) auf Basis der Studie HELIOS-A einen Zusatznutzen von Vutrisiran gegenüber Patisiran zur Behandlung der hereditären Transthyretin-Amyloidose (hATTR-Amyloidose) mit Polyneuropathie der Stadien 1 oder 2 festgestellt. Nun führt der Hersteller dieselbe Studie im Dossier zu Patisiran an, interpretiert sie aber anders.
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Medizin
 3 Min|

Multiple Sklerose: Neue Daten der Langzeitstudie DAYBREAK

Neue Ergebnisse der offenen Phase-III-Extensionsstudie DAYBREAK belegen das langanhaltende Wirksamkeits- und Sicherheitsprofil des Sphingosin-1-Phosphat(S1P)-Rezeptor-Modulators Ozanimod bei Patient:innen mit schubförmig remittierender Multipler Sklerose (RRMS) (1). Diese Daten wurden im Rahmen des 9. Jahresforums des American Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis (ACTRIMS) präsentiert, das vom 29. Februar bis 2. März in West Palm Beach (USA) stattfand.
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Gesundheitspolitik
 3 Min|

Abtreibungsrecht bekommt in Frankreich Verfassungsrang

Eine Abstimmung mit großer Symbolkraft: In Frankreich wird die Freiheit auf Abtreibung in der Verfassung verankert. Die dafür nötige Drei-Fünftel-Mehrheit wurde am 4. März in Versailles bei einer Sitzung beider Parlamentskammern erreicht. Nur 72 Abgeordnete stimmten dagegen bei 780 Ja-Stimmen. Anschließend applaudierten die Anwesenden im Stehen. Beide Kammern hatten dem Vorhaben einzeln bereits zuvor grünes Licht gegeben.
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