News | Beiträge ab Seite 143
Medizin
JAKi und S1P-Rezeptor-Modulation bei Colitis ulcerosa
Bei mittelschwerer bis schwerer Colitis ulcerosa (CU) wird das Therapieziel der langfristigen steroidfreien klinischen und endoskopischen Remission oft nicht erreicht. Dementsprechend bleibt der Bedarf an innovativen, einfach anzuwendenden Therapeutika mit schnellem Wirkeintritt, langanhaltender Wirksamkeit und guter Verträglichkeit hoch (1, 2). Im Rahmen eines Symposiums beim diesjährigen ECCO (European Crohn's and Colitis Organisation)-Kongress diskutierten Expert:innen den Stellenwert des oralen Januskinase-Inhibitors (JAKi) Tofacitinib bei der Erreichung der CU-Therapieziele. In einem 2. Symposium wurde mit der S1P-Rezeptor-Modulation ein weiterer innovativer Wirkmechanismus vorgestellt.
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Medizin
Zulassung von Dupilumab zur Behandlung der schweren atopischen Dermatitis bei Kindern ab 6 Monaten
Die Europäische Kommission hat Dupilumab in der Europäischen Union (EU) zur Behandlung der schweren atopischen Dermatitis (AD) bei Kindern im Alter von 6 Monaten bis 5 Jahren, die für eine systemische Therapie infrage kommen, zugelassen. Mit dieser Indikationserweiterung ist das Biologikum die 1. und einzige zielgerichtete Therapie, die in Europa und den USA zur Behandlung der AD in dieser Altersgruppe indiziert ist.
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Gesundheitspolitik
Möglichkeit zu Krankschreibungen per Telefon endet
Die Möglichkeit zu telefonischen Krankschreibungen bei leichten Erkältungsbeschwerden auch ohne Praxisbesuch geht zu Ende. Die in der Corona-Krise eingeführte Sonderregelung des Gemeinsamen Bundesausschusses von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen gilt nur noch bis zum 31. März. Der Vorsitzende Josef Hecken sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Krankschreibung per Telefon habe ihre Funktion während der Pandemie erfüllt – als „einfach umsetzbare Möglichkeit, leichte und schwere Krankheitsfälle voneinander abzugrenzen und volle Wartezimmer zu vermeiden“.
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Gesundheitspolitik
Krankheitswellen treiben Umsatz mit rezeptfreien Arzneien hoch
Angesichts von Krankheitswellen ist der Markt für rezeptfreie Arzneien in Deutschland kräftig gewachsen. In Apotheken und dem Versandhandel wuchs der Umsatz mit Arzneimitteln zur Selbstmedikation (OTC) 2022 um knapp 10% auf insgesamt gut 10,5 Milliarden Euro. Das zeigen veröffentlichte Daten des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI). Der Absatz kletterte demnach um 12% auf knapp eine Milliarde Packungen. Zum ersten Mal seit Ausbruch der Corona-Pandemie habe sich der OTC-Markt wieder erholt, erklärte der BPI. Dazu zählen rezeptfreie Arzneien, aber auch Nahrungsergänzungs- und Desinfektionsmittel.
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Gesundheitspolitik
Krankenhausreform zum Erfolg führen – Spitzenversorgung für alle ermöglichen
Das Treffen der Gesundheitsminister am 23. März hat gezeigt, dass Bund und Länder trotz unterschiedlicher Interessenslagen an der Richtung der Krankenhausreform festhalten wollen. Eine so wichtige Reform, die längst überfällig ist und über deren Notwendigkeit sich alle Verantwortlichen einig sind, darf auch nicht scheitern. Bund und Länder müssen sich die Problemlage vor Augen halten und dürfen sich jetzt nicht im Klein-Klein verlieren. Sie müssen anerkennen, dass diese Reform nur gemeinsam gelingen kann. Es bleibt dabei: Die Länder tragen die Verantwortung für die Krankenhausplanung, der Bund für die Betriebskostenfinanzierung. Eine kluge und zukunftsfeste Weiterentwicklung in Krankenhausplanung und –finanzierung ist der Kern für eine gelungene Krankenhausreform.
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News
21% mehr geschlechtsangleichende Operationen im Jahr 2021
Die Anzahl der in Deutschland durchgeführten geschlechtsangleichenden Operationen hat in den letzten Jahren immer weiter zugenommen. Seit 2007 hat sich deren Zahl mehr als versechsfacht. Ursächlich hierfür dürfte die wachsende Akzeptanz gegenüber Menschen mit Transidentität sein. Die ältesten Patient:innen sind dabei über 75 Jahre alt.
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Medizin
Zulassung von Deucravacitinib bei mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis
Die Europäische Kommission hat die Marktzulassung für Deucravacitinib als 1. selektiven Tyrosinkinase 2 (TYK2)-Inhibitor zur Behandlung erwachsener Patient:innen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis erteilt, die für eine systemische Therapie infrage kommen (1). In Deutschland wird Deucravacitinib voraussichtlich ab dem 5. April 2023 verfügbar sein.
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Medizin
Prävention und Therapie von Adipositas in der Hausarztpraxis
Übergewicht und Adipositas gehören zu den großen gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit. In einem neuen Positionspapier hat die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) wichtige Grundlagen zur Behandlung und Prävention von Adipositas in der Hausarztpraxis zusammengefasst und empfiehlt einen holistischen Ansatz in Prävention und Therapie.
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Gesundheitspolitik
Lange Wartezeiten bei radiologischen Untersuchungen
Beim Verdacht auf eine Krebserkrankung ist schnelles Handeln erforderlich. Dennoch warten deutschlandweit zahlreiche Betroffene aufgrund von Fachkräftemangel und der Unterfinanzierung des Gesundheitssystems monatelang auf einen Diagnosetermin beim Radiologen. Wer beispielsweise eine Mammografie zur Brustkrebsdiagnose benötigt, muss sich in Niedersachsen bis zu 180 Tage und in einigen Regionen Bayerns sogar bis zu 248 Tage gedulden. Die verzögerten Diagnosen führen jedoch auch zu einem späteren Start von lebenswichtigen Behandlungen – mit verheerenden Folgen. Denn je früher ein Tumor erkannt wird, desto besser lässt sich das ungehemmte Zellwachstum zügeln.
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Gesundheitspolitik
Gesundheitsminister der Länder fordern mehr Forschung zu Impfschäden
Die Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder fordern vom Bund eine stärkere Förderung der Forschung zu Corona-Impfschäden. Das beschlossen sie bei einer Videokonferenz am Montag.
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Gesundheitspolitik
Ambulante Medizin im Aufwind – Fallzahlen steigen auch bei Magen-Darm-Ärzten
Die Statistik der Kassenärztlichen Versorgung zeigt es deutlich: Im Vergleich zu 2019 hat die Zahl der Fälle, die in Praxen niedergelassener Ärzte behandelt worden sind, im ersten Halbjahr 2022 um rund 5% zugelegt. Facharztpraxen sind mit rund 6% Zuwachs sogar noch stärker in Anspruch genommen worden.
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News
Über 40% der Deutschen leiden unter Schlafproblemen
Besonders nach der Zeitumstellung fällt es vielen Menschen nicht leicht, ausreichend Schlaf zu finden. Wie eine Umfrage* zeigt, sind Schlafprobleme jedoch ein ganzjähriges Problem.
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Medizin
DGAI, BDA, BDC und DGCH: Facharzt für Notfallmedizin ist nicht zielführend
Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI), der Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten (BDA), die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) sowie der Berufsverband der Deutschen Chirurgie (BDC) begrüßen die Etablierung von integrierten Leitstellen und Notfallzentren, sehen aber die Qualität und Sicherstellung der Versorgung durch Empfehlung eines eigenständigen Facharztes für Notfallmedizin in Gefahr.
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Gesundheitspolitik
Corona-Warnapp soll Anfang Juni in „Schlafmodus“ gehen
Die millionenfach genutzte Corona-Warnapp des Bundes soll angesichts der entspannteren Pandemielage Anfang Juni in einen „Schlafmodus“ gehen. Bis zum 30. April soll die Warnfunktion für andere Nutzer:innen der App nach einem positiven Test noch verwendet werden können, wie das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage mitteilte.
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Gesundheitspolitik
VDAB zur Pflegereform: Eindämmung der Leiharbeit wird das Problem nicht lösen
Leiharbeit ist ein sehr großes Problem in der professionellen Pflege. Zum einen sind Pflegeeinrichtungen oftmals auf Leiharbeiter:innen angewiesen, zum anderen machen sich Leiharbeitsfirmen eben genau diese Abhängigkeit zunutze und verschärfen damit die Situation zusätzlich.
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Medizin
HIV: PrEP könnte noch viel mehr Menschen schützen
Gegen HIV gibt es keine Impfung, aber HIV-Medikamente können zuverlässig vor einer Ansteckung schützen und Ängste vor einer HIV-Übertragung beim Sex nehmen. Davon könnten noch viel mehr Menschen in Deutschland profitieren, die Zahl der HIV-Infektionen könnte so weiter sinken. Anlässlich des Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongresses (DÖAK) hat die Deutsche Aidshilfe dazu ein neues Positionspapier (1) veröffentlicht.
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Medizin
Computermodellierung zur schnelleren Entwicklung antiviraler Medikamente
Wirksame Medikamente gegen virale Erkrankungen wie COVID-19 werden jetzt und zukünftig dringend benötigt. Dies umso mehr, als das Aufkommen von Virusmutanten und neu auftretenden Viren die Impfstoffe an ihre Grenzen bringen könnte. Der DZIF (Deutsches Zentrum für Infektionsforschung)-Wissenschaftler Andreas Dräger arbeitet an der Universität Tübingen an einem computerbasierten Verfahren, das die zeitaufwändige Identifizierung und Entwicklung antiviraler Wirkstoffe beschleunigen kann. Mit einer auf beliebige Viren und Wirtszellen übertragbaren neuartigen Analysetechnik konnten die Wissenschaftler:innen ein Modell erstellen und damit weitere Angriffspunkte für SARS-CoV-2 aufspüren.
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Gesundheitspolitik
Lauterbach offen für Enquete-Kommission zur Corona-Politik
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich offen für eine von der FDP und Union geforderte Enquete-Kommission zur Aufarbeitung der Corona-Politik gezeigt. „Ich bin da wirklich mit jeder Entscheidung komplett einverstanden. Und käme es zu einer solchen Kommission, würden wir auch mitmachen“, sagte Lauterbach im Podcast des Nachrichtenportals „The Pioneer“. Als Minister stehe es ihm aber nicht zu, über die Einrichtung einer solchen Kommission zu entscheiden. Daher wolle er abwarten, wie sich der Bundestag entscheidet, sagte er demnach.
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Gesundheitspolitik
Seit Kriegsbeginn über 2.000 Ukrainer:innen auf Europas Kliniken verteilt
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor über einem Jahr sind mehr als 2.000 ukrainische Patient:innen in europäische Krankenhäuser gebracht worden. Die Verletzten und Kranken werden im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens auf Kliniken in 20 europäischen Länder verteilt, wie die EU-Kommission mitteilte.
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Gesundheitspolitik
Bund und Länder für zügigere Fortschritte bei Klinikreform
Bund und Länder wollen sich bei der Neuaufstellung der Krankenhäuser in Deutschland gemeinsam um zügigere Fortschritte bemühen. Dazu soll nun ein „Basisvorschlag“ erarbeitet werden, welche Konsequenzen sich aus Kernelementen der Reform vor Ort ergeben, wie Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach nach Beratungen mit den Ländern am Donnerstag ankündigte. So solle man sehen können, welche Kliniken profitierten oder in Probleme kämen und wie Effekte für die Versorgungssicherheit seien. „Dann kann die Debatte konkreter werden, und wir können schneller in Richtung Eckpunkte bis zur Sommerpause hinarbeiten“, sagte der SPD-Politiker. Das sei nach wie vor das Ziel.
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