News | Beiträge ab Seite 147
Gesundheitspolitik
Ärzteverbände sehen Qualität der Patientenversorgung in Gefahr
Zwei kürzlich ergangene Berufungsurteile könnten für privat versicherte Patientinnen und Patienten sowie die Ärzteschaft in Deutschland insgesamt eine Zäsur darstellen. Denn nach diesen Urteilen dürfen Ärztinnen und Ärzte medizinische Leistungen auch in Fachgebieten erbringen und mit der privaten Krankenversicherung abrechnen, für die sie nicht ausreichend weitergebildet sind. Darf ein Gynäkologe künftig also auch Kreuzschmerzen und eine HNO-Ärztin einen Leistenbruch behandeln? Medizinische Fachverbände warnen vor den Folgen der Urteile.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
bng: Bestehende Ressourcen nutzen – Gesundheitslotsen sind der falsche Weg
„Patienten mit komplexen, lebensbegleitenden Gesundheitsproblemen benötigen über die rein ärztliche Versorgung hinaus qualifizierte Unterstützung“, sagt Dr. Ulrich Tappe. „Und die gibt es längst, zum Beispiel für chronisch erkrankte Diabetiker und auch für Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen.“
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Forderung nach Ende der Maskenpflicht auch in Praxen und Kliniken
Die noch bis April festgeschriebene gesetzliche Maskenpflicht in Kliniken, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen sollte aus Sicht der Deutschen Krankenhausgesellschaft nun ebenfalls vorzeitig fallen – analog zum Nah- und Fernverkehr. „Konsequent wäre es, am 1. März kostenlose Tests, Testpflicht und Maskenpflicht in Gesundheitseinrichtungen gemeinsam zu beenden“, sagte Vorstandschef Gerald Gaß der „Rheinischen Post“. „Wir haben die Pandemie fast überstanden.“ Er nannte es „absolut richtig“, dass in einem ersten Schritt die Maskenpflicht in Zügen oder dem ÖPNV aufgehoben und dort auf Eigenverantwortung gesetzt werde.
Lesen Sie mehr
News
Internationaler Vergleich:
Deutsche rauchen ganz vorne mit
Eine Umfrage unter mehr als 2.000 Befragten ergibt, dass Deutschland im Vergleich mit anderen Ländern wie Österreich, Schweiz und den USA ganz weit vorne mitraucht. Am meisten geraucht wird laut Umfrage allerdings in Russland – hier greifen 46% zumindest gelegentlich zur Zigarette.
Lesen Sie mehr
Medizin
Innsbrucker Team entwickelte sicheres Modell zur Vorhersage von resistenten Coronaviren
Das Coronamedikament Paxlovid wird bisher erfolgreich zur Behandlung von Hochrisikopatien:innen eingesetzt. Forscher:innen um Dorothee von Laer und ihrem Doktoranden Emmanuel Heilmann am Institut für Virologie der Medizinischen Universität Innsbruck entwickelten am Beispiel von Paxlovid ein einzigartiges Modell, das unter sicheren Bedingungen die Prognose von Resistenzen gegen antivirale Medikamente erlaubt.
Lesen Sie mehr
Medizin
InRange-Studie zu Typ-1-Diabetes: Zeit im Zielbereich als primärer Endpunkt
„Die Zahl der Menschen, die von einem Typ-1-Diabetes betroffen sind, steigt seit Jahren stetig an – dies unterstreicht den Bedarf an evidenzbasierten und wirksamen Therapieoptionen“, erklärte Prof. Dr. Thomas Danne, Hannover, im Rahmen einer virtuellen Pressekonferenz. Eine breite Evidenz aus der klinischen Forschung sowie aus Real-World-Studien liegt für das Basalanaloginsulin der 2. Generation Insulin glargin 300 Einheiten (E)/ml vor. „InRange war die 1. randomisierte kontrollierte Studie, die Insulin glargin 300 E/ml und Insulin degludec 100 E/ml bei Menschen mit Typ-1-Diabetes verglich und dabei die Zeit im Zielbereich als primären Endpunkt nutzte“, so Danne über die im Oktober 2022 publizierte InRange-Studie (1).
Lesen Sie mehr
Medizin
Allogene Stammzelltherapie bei komplexen perianalen Crohn-Fisteln
Für eine erfolgreiche Therapie komplexer perianaler Crohn-Fisteln ist die Bekämpfung der zugrunde liegenden chronischen Entzündung von entscheidender Bedeutung. Die immunmodulatorischen und antiinflammatorischen Eigenschaften der allogenen, mesenchymalen Stammzellen in Darvadstrocel können die Heilung von geschädigtem perianalem Gewebe fördern (1). Real-World-Daten unterstreichen die anhaltende Effektivität von Darvadstrocel bei komplexen perianalen Crohn-Fisteln und zeigen gute Heilungsraten über einen Zeitraum von bis zu 24 Monaten (2-6).
Lesen Sie mehr
Medizin
Positive Phase-3-Studiendaten für den Impfstoffkandidaten mRNA-1345 gegen RSV bei älteren Erwachsenen
Der Impfstoffkandidat mRNA-1345 zeigte eine überzeugende Wirksamkeit gegen RSV-Erkrankungen der unteren Atemwege, definiert durch 2 oder mehr Symptome bei älteren Erwachsenen (60 Jahre und älter). mRNA-1345 war im Allgemeinen gut verträglich; ein Data Safety Monitoring Board (DSMB) stellte keine Sicherheitsbedenken fest. Auf Basis dieser Ergebnisse wird mRNA-1345 in der ersten Jahreshälfte 2023 zur Zulassung eingereicht werden.
Lesen Sie mehr
Medizin
E-Rezepte für mehr Komfort bei Patient:innen und Ärzt:innen
CLICKDOC – die digitale Kommunikationsplattform für Gesundheitsprofis und Patient:innen – bietet bereits seit Jahren bewährte digitale Lösungen für Online-Terminbuchungen, Terminerinnerungen und Videosprechstunden an. Ab sofort erleichtert CLICKDOC die Übermittlung und das Einlösen von E-Rezepten. Mit dem CLICKDOC E-REZEPT können Ärzt:innen den Zugriff auf elektronische Rezepte (E-Rezepte) zukünftig sicher, einfach und kostenfrei direkt aus der Praxissoftware übermitteln. Patient:innen werden per SMS oder E-Mail über das E-Rezept informiert und können digital mit dem Smartphone oder per Computer auf das E-Rezept zugreifen.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
BGH: Pflegegeld darf beim Pflegenden nicht gepfändet werden
Menschen, die einen Angehörigen zu Hause pflegen, müssen nicht mehr befürchten, dass ihnen in einer finanziellen Krise das Pflegegeld gepfändet wird. Das Geld sei unpfändbar, stellte der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe klar. Mit dem Pflegegeld wolle der Pflegebedürftige die Person, die ihn pflegt, „für ihren Einsatz belohnen, nicht aber deren Gläubiger befriedigen oder in anderer Weise begünstigen“, heißt es in dem veröffentlichten Beschluss der obersten Zivilrichterinnen und -richter. „Dieses Interesse ist rechtlich schutzwürdig.“ (Az. IX ZB 12/22)
Lesen Sie mehr
Medizin
Wie lassen sich Risiken nach Herz-OPs minimieren?
Die Zahl der herzchirurgischen Eingriffe steigt weltweit stetig an. Aufgrund des demografischen Wandels und der zunehmenden Begleiterkrankungen werden die Herzoperationen jedoch oft komplexer – bei jedem 5. Eingriff kommt es zu Komplikationen. In einer groß angelegten Studie hat ein deutsch-kanadisches Netzwerk unter der Leitung von Christian Stoppe vom Uniklinikum Würzburg überprüft, ob die hochdosierte Gabe des Spurenelements Selen die Sterblichkeit und Krankenhausaufenthalte nach komplexen herzchirurgischen Eingriffen verringern kann (1).
Lesen Sie mehr
Medizin
Sequentielle Antibiotikatherapie zur Verhinderung von Resistenzen
Neueste Forschungsergebnisse des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie in Plön (MPI) legen nahe, dass ein schneller Wechsel von Antibiotika während der Behandlung von Patient:innen einer eventuellen Resistenzevolution erfolgreich entgegenwirken könnte (1). Die optimale Geschwindigkeit der Wechsel hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehört unter anderem die Wechselwirkung zwischen den Medikamenten.
Lesen Sie mehr
Medizin
Die neue Generation des Dupilumab-Fertigpens
Gleichzeitig mit dem 5-jährigen Jubiläum von Dupilumab kommt im Januar 2023 das neue Modell des Dupilumab-Fertigpens auf den Markt. Der monoklonale Antikörper, der durch eine duale Rezeptorblockade die Signalwege der Interleukine IL-4 und IL-13 hemmt, ist bereits seit dem 1. März 2020 als Fertigpen verfügbar (1). Das neue Modell erleichtert Patient:innen die Selbstinjektion des Biologikums. Es ist unter anderem ergonomischer und ermöglicht so eine noch bessere Kontrolle während der Injektion. Dabei ist die Anwendung von Dupilumab in derselben Dosierung und mit derselben Wirksamkeit und Sicherheit wie bei der vorher verwendeten Applikationsform gewährleistet.
Lesen Sie mehr
Medizin
ANIM2023: Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin in Berlin
„NeuroIntensivmedizin - wieviel, wofür, wo und wie spezifisch?“ ist das Schwerpunktthema der 40. Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin (ANIM), die vom 19. bis 21.01 in Berlin stattfindet. Die ANIM wird von der Deutschen Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) und der Deutschen Schlaganfall Gesellschaft (DSG) organisiert und widmet sich jährlich vor allem den wissenschaftlichen Fortschritten und der Fortbildung aller in der Neurointensivmedizin tätigen Berufsgruppen.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Experten: Patientenverfügung bleibt trotz Neuregelung wichtig
Auch wenn seit Jahresbeginn das sogenannte Not- oder Ehegattenvertretungsrecht für medizinische Fragen neu gilt, raten Experten weiter zu Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Obwohl die Neuregelung zum 1. Januar eingeführt sei und damit für die 18 Millionen Ehen und eingetragenen Lebensgemeinschaften in Deutschland gelte, sei sie noch kaum bekannt, sagte der Vorstand der Stiftung Patientenschutz in Dortmund, Eugen Brysch.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
EuRH: EU-Corona-Maßnahmen fürs Reisen haben sich nur teils gelohnt
In der Pandemie galten in Europa zeitweise strikte Reiseregeln. Das digitale COVID-Zertifikat der EU hatten viele Bürgerinnen und Bürger auf dem Handy. Aber wie sinnvoll waren andere EU-Instrumente?
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Lauterbach für neuen Anlauf für Organspendereform
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach dringt angesichts deutlich gesunkener Organspendezahlen auf einen erneuten Anlauf für grundlegend neue Spenderegeln. „Das geltende Gesetz ist gescheitert“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Viele Menschen seien zwar zur Organspende bereit, dokumentierten das aber nicht. „Deswegen sollte der Bundestag einen erneuten Anlauf nehmen, über die Widerspruchslösung abzustimmen. Das sind wir denjenigen schuldig, die vergeblich auf Organspenden warten.“
Lesen Sie mehr
News
2022: nur 869 postmortale Organspenden – Deutschland hinkt hinterher
Im Vergleich zu den USA und anderen europäischen Ländern wie Italien, Spanien oder Großbritannien schneidet Deutschland bei der Anzahl an Organspenden auf 100.000 Einwohner schlecht ab. Gründe hierfür liegen vor allem im Transplantationsgesetz.
Lesen Sie mehr
Medizin
Kaia COPD als Digitale Gesundheitsanwendung gelistet
„Kaia COPD: Meine aktive COPD-Therapie“, ein zugelassenes Medizinprodukt und digitale Anwendung zur Behandlung von COPD, ist vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) als Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) in das nationale DiGA-Verzeichnis aufgenommen worden (1) und kann jetzt auf Rezept verordnet werden. Kaia COPD basiert auf Behandlungsempfehlungen zur Unterstützung der nicht-medikamentösen Therapie der COPD wie sie z. B. in der nationalen Versorgungsleitlinie COPD formuliert sind und wurde gemeinsam mit führenden Expert:innen aus dem Bereich der Pneumologischen Rehabilitation entwickelt (2).
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Keine kostenlosen Corona-Schnelltests nach Infektion mehr
Das Angebot an kostenlosen Corona-Bürgertests wird ab diesem Montag weiter beschränkt. Wer sich nach einer Infektion „freitesten“ möchte, bekommt dafür künftig keinen kostenlosen Schnelltest mehr, wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte. Hintergrund sind demnach Lockerungen bei den Regeln für Isolation und Quarantäne in mehreren Bundesländern. Es bestehe daher keine Notwendigkeit mehr, Tests zum Beenden der Absonderung aus Bundesmitteln zu finanzieren – besonders auch vor dem Hintergrund, dass Länder und Kommunen in der Pandemie bereits in erheblichem Umfang finanziell unterstützt worden seien.
Lesen Sie mehr