Journal MED

News | Beiträge ab Seite 150

Pneumologie

Feinstaub: Die unterschätzte Gesundheitsgefahr

Luftverschmutzung ist das größte umweltbedingte Gesundheitsrisiko in Deutschland und Europa und die vierthäufigste Ursache für vorzeitige Todesfälle weltweit. Die größte gesundheitliche Belastung geht von Feinstaub aus, der zu vorzeitigen Todesfällen (ca. 54.000 vorzeitige Todesfälle pro Jahr in Deutschland) und einer Reihe von gesundheitlichen Beeinträchtigungen führt. Neue Studien zeigen gesundheitliche Auswirkungen auch bei sehr niedrigen Schadstoffkonzentrationen, doch einen sicheren Grenzwert für Feinstaub scheint es nicht zu geben. Im Rahmen eines Pressegesprächs in Berlin informierten Expert:innen der Bundesärztekammer (BÄK), der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) und der Health and Environment Alliance (HEAL) über die jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema Luftverschmutzung sowie die daraus folgenden politischen Handlungsempfehlungen des Gesundheitssektors.
Lesen Sie mehr 
Praxismanagement

Digitalisierung der Arbeitsmedizin braucht verlässliche Rahmenbedingungen

„Digitalisierung, demografischer Wandel und Vernetzung verändern die Arbeitswelt grundlegend – und damit auch die arbeitsmedizinische Betreuung und Versorgung. Telemedizin spart Zeit und Wege. Das ist gerade in Anbetracht des akuten Fachkräftemangels für alle Beteiligten ein enormer Vorteil.“ Das sagte Dr. Günther Matheis, Vizepräsident der Bundesärztekammer (BÄK), anlässlich der Konferenz „Telemedizin in der Arbeitsmedizin – Zugewinn für die betriebsärztliche Versorgung“.
Lesen Sie mehr 
Medizin

100 Jahre Novo Nordisk: Innovationen für Menschen mit chronischen Erkrankungen

„Das Jahr 2023 hat für uns eine besondere Bedeutung“, erklärt Jesper Wenzel Larsen, Geschäftsführer von Novo Nordisk Deutschland. „Novo Nordisk feiert sein 100-jähriges Bestehen.“ Sein 100-jähriges Jubiläum nimmt Novo Nordisk aber nicht nur zum Anlass, auf Geleistetes zurückzublicken. Vielmehr richtet es den Blick nach vorne und bekräftigt sein Engagement für eine bessere Gesundheit, das über die vergangenen 100 Jahre stets richtungsweisend war: „Wir werden auch weiter entschlossen daran arbeiten, Veränderungen voranzutreiben, um Menschen mit chronischen Erkrankungen ein besseres und gesünderes Leben zu ermöglichen“, betont Larsen. Denn heute geht es nicht mehr allein um die Rettung von Leben, sondern um bessere Gesundheit insgesamt und mehr Wohlbefinden. „Natürlich müssen wir alles dafür tun, dass Menschen gar nicht erst krank werden“, erklärt er. „Aber wir müssen uns auch um diejenigen kümmern, die bereits erkrankt sind, und ihnen ein gesünderes Leben ermöglichen.“  Gerade im Bereich chronischer Erkrankungen ist es entscheidend, frühzeitig zu behandeln und somit das Fortschreiten der Krankheit und mögliche Folgeerkrankungen zu verhindern.
Lesen Sie mehr 
Medizin

Junge Ärztinnen: Karriereknick durch Schwangerschaft?

Junge Ärztinnen und Medizinstudentinnen fühlen sich in der Schwangerschaft häufig unter Druck und von ihren Arbeitgeber:innen wenig unterstützt. Das ist eines der Ergebnisse der bundesweit größten Befragung unter schwangeren Ärztinnen und Medizinstudentinnen mit rund 4.800 Teilnehmerinnen. Zur Teilnahme aufgerufen waren angestellte und angehende Ärztinnen, die seit dem 1. Januar 2016 schwanger waren oder sind.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik

Hartmannbund: Gesundheitssystem vor Überforderung schützen

Mit Blick auf die Debatte über eine mögliche Selbstbeteiligung an Behandlungskosten und die im Raum stehende Ankündigung von Beitragserhöhungen in der Gesetzlichen Krankenversicherung hat die stellvertretende Vorsitzende des Hartmannbundes, Prof. Dr. Lesinksi-Schiedat, die Bedeutung einer intelligenten Patientensteuerung im Gesundheitssystem bekräftigt. „Vor dem Hintergrund der zunehmenden Belastung des Systems durch steigenden Behandlungsbedarf auf der einen und an die Grenzen geratener Ressourcen auf der anderen Seite müssen wir über Effizienz reden“, so Lesinski-Schiedat.
Lesen Sie mehr 
Medizin

Genetische Ursache für Vorhofflimmern identifiziert

Die bisher größte genetische Studie zu Herzrhythmusstörungen unter der Leitung des RIKEN Center for Integrative Medical Sciences berichtet von der Entdeckung mehrerer Gene und individueller genetischer Variationen, die mit Vorhofflimmern in Verbindung stehen. Das Team um die Forschungsleiter Kazuo Miyazawa und Kaoru Ito hat die Daten von rund einer Mio. Menschen analysiert. Dabei wurden die "Polygenic Risk Scores" auf Basis genetischer Daten berechnet. Diese Scores sagen bei Menschen mit einem bestehenden Risiko ein Vorhofflimmern sowie sogar einen Schlaganfall und damit die Sterblichkeit voraus.
Lesen Sie mehr 
Medizin

Erfolgreiche Heilung einer HIV-Infektion nach Stammzelltransplantation

Eine hämatopoetische Stammzelltransplantation zur Behandlung schwerer Blutkrebsarten ist die einzige medizinische Intervention, mittels derer in der Vergangenheit bereits 2 mit dem HI-Virus lebende Menschen geheilt werden konnten. Ein internationaler Verbund aus Ärzt:innen und Forschenden aus Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, Spanien und den USA hat nun einen weiteren Fall identifiziert, in dem eine HIV-Infektion auf die gleiche Weise nachweislich geheilt werden konnte. In einer jetzt in Nature Medicine veröffentlichten Studie, an der DZIF-Wissenschaftler:innen aus Hamburg und Köln federführend beteiligt waren, wurde über 10 Jahre hinweg der erfolgreiche Heilungsprozess dieses 3. Patienten erstmalig detailliert virologisch und immunologisch charakterisiert.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik

Regierung: Auflösung des Corona-Expertenrats aktuell nicht geplant

Der Corona-Expertenrat der Bundesregierung soll trotz des baldigen Endes der letzten staatlichen Schutzvorgaben vorerst erhalten bleiben. Der Rat bestehe weiterhin. Es sei aktuell nicht geplant, ihn aufzulösen, sagte eine Regierungssprecherin auf Anfrage. Das vom Kanzleramt beauftragte Gremium mit 19 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hatte Ende 2021 die Arbeit aufgenommen und 12 Stellungnahmen zu verschiedenen Aspekten des Krisenmanagements in der Pandemie veröffentlicht – die vorerst letzte im August 2022.
Lesen Sie mehr 
Colitis ulcerosa

Tofacitinib erweitert Behandlungsportfolio bei RA und CU

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat Empfehlungen zur Verringerung des Risikos schwerwiegender unerwünschter Ereignisse, die mit Januskinase-Inhibitoren in Verbindung gebracht werden, ausgesprochen. Das Bewertungsverfahren der EMA ist noch nicht beendet und die Europäische Kommission hat ebenfalls noch keine Entscheidung getroffen. In das Bewertungsverfahren sind alle Januskinase-Inhibitoren (JAKi) involviert, die für die Behandlung von verschiedenen chronisch-entzündlichen Erkrankungen geeignet sind. Die meisten Erfahrungen sind mit Tofacitinib gemacht worden und es hat sich gezeigt, dass sowohl bei der Rheumatoiden Arthritis als auch bei Colitis ulcerosa – selbstverständlich unter Beachtung des Risikoprofils – diese Therapie eine gute Option darstellt.
Lesen Sie mehr 
Medizin

Enzephalitis: Hohes Risiko für Selbstverletzung und Suizid

Die Encephalitis Society macht am Welt-Enzephalitis-Tag 2023 auf die erhöhte Selbstverletzungs- und Suizidrate unter den Betroffenen aufmerksam, denn Suizidalität kann eine ernsthafte Manifestation der Enzephalitis sein: 37,5% der Überlebenden von Enzephalitis gaben an, dass sie an Suizid gedacht oder einen Suizidversuch unternommen haben (4,4%), 12,5% der Patient:innen zeigten in den frühen Stadien der Krankheit suizidale Verhaltensweisen, wobei fast die Hälfte (5,83%) einen Suizidversuch unternahm.
Lesen Sie mehr 
Medizin

Gastroparese: Phase-IIb-Studie zu Naronaprid startet

Die ersten Patient:innen wurden in der Phase-IIb-Studie mit Naronaprid – einem potenziellen Best-in-Class-Prokinetikum für gastrointestinale Erkrankungen – behandelt. Bei dieser Phase-IIb-Studie handelt es sich um eine multizentrische, randomisierte und Placebo-kontrollierte Doppelblindstudie, mit der die Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit von Naronaprid bei Patient:innen mit Gastroparese untersucht werden soll. Studienzentren werden dafür ungefähr 300 Patient:innen in die Studie aufnehmen und randomisieren, die 12 Wochen lang entweder eine von 3 Dosen Naronaprid oder täglich ein Placebo erhalten. Der primäre Endpunkt der Studie ist eine Verbesserung von Anzeichen und Symptomen idiopathischer oder diabetischer Gastroparese am Ende der Behandlungsphase im Vergleich zum Beginn. Zusätzliche sekundäre und explorative Endpunkte werden ebenfalls untersucht, um das Wirksamkeits- und Sicherheitsprofil von Naronaprid im Vergleich zu Placebo herauszuarbeiten.
Lesen Sie mehr 
Medizin

Cellzome – Schnittstelle zwischen Forschung und Pharmaindustrie

„20-10-5 years of innovation, impact collaboration“ war das Motto der Jubiläumsveranstaltung des Biopharma-Unternehmens GSK (GlaxoSmithKline) und seines Tochterunternehmens Cellzome auf dem EMBL-Campus (Europäisches Laboratorium für Molekularbiologie) in Heidelberg, die eigentlich bereits im Jahr 2020 stattfinden hätte sollen, doch durch die Corona Pandemie auf 2023 verschoben werden musste. Im Rahmen der Veranstaltung wurden gleich 3 Jubiläen gefeiert - 20 Jahre seit der Gründung von Cellzome durch ein Forschungsteam um Dr. Gitte Neubauer, 10 Jahre als 100%ige Tochtergesellschaft von GSK und 5 Jahre erfolgreiche Kooperation der Cellzome Labore mit dem EMBL. Die Wissenschaftler:innen von Cellzome erforschen mit Hilfe modernster Omics-Technologien (Transkriptomik, Proteomik, Metabolomik und Genomik) in Kombination mit künstlicher Intelligenz (KI) und Methoden des maschinellen Lernens die Grundlagen molekularer Veränderungen in Zellen und Geweben. Auf diese Weise entstehen in vitro Forschungsergebnisse, die mit klinischen Studien vergleichbar sind. Mit Hilfe dieser Methoden können so Angriffspunkte in Zellen und Geweben identifiziert werden, die es ermöglichen gezielt wirkende Medikamente zur Bekämpfung von Krankheiten, wie Krebs und Infektionskrankheiten, zu entwickeln.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik

Mast kritisiert Proteste von Abtreibungsgegnern

Die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion, Katja Mast, hat eine schnelle gesetzliche Regelung gegen Proteste von Abtreibungsgegnern direkt vor Beratungsstellen gefordert. „Unser Staat schreibt den Frauen vor, dass sie sich in einer schwierigen Konfliktsituation beraten lassen müssen. Dann muss unser Staat auch dafür sorgen, dass die Frauen unbehelligt und ohne Stigmatisierung zu den Beratungsstellen gelangen“, sagte Mast der Deutschen Presse-Agentur. Den radikalen Abbruchgegnern gehe es nur darum, psychischen Druck auf die Frauen auszuüben.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik

Studie: Zusehends mehr Pflegebedürftige im Heim mit Sozialhilfe

Angesichts steigender Kosten für die Pflege im Heim dürften laut einer Studie wieder zusehends mehr Pflegebedürftige auf Sozialhilfe angewiesen sein. In diesem Jahr dürften knapp ein Drittel (32,5%) der Bewohnerinnen und Bewohner die sogenannte Hilfe zur Pflege bekommen, wie die Analyse im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit ergab – und das trotz einer kräftigen Rentenerhöhung 2022. Damit würde die Sozialhilfequote schon wieder steigen, nachdem sie im vergangenen Jahr dank neuer Entlastungszuschläge für selbst zu tragende Pflegekosten deutlich auf 30,5% gesunken war.
Lesen Sie mehr