News | Beiträge ab Seite 150
Medizin
Koronare Herzkrankheiten mittels digitaler Marker präziser einschätzen
Mittels maschinellem Lernen und klinischen Daten aus elektronischen Krankenakten haben Forschende der Icahn School of Medicine at Mount Sinai einen in silico abgeleiteten Marker für koronare Herzkrankheiten entwickelt. Ziel war es, die klinisch wichtigen Charakteristika dieser Krankheit besser zu ermitteln. Die in „The Lancet“ veröffentlichten Ergebnisse könnten zur gezielteren Diagnose und besserem Disease-Management führen. Koronare Herzkrankheiten sind die häufigste Art der Erkrankungen des Herzens und eine der weltweit führenden Todesursachen.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Bayerischer Gesundheitsminister Holetschek fordert Pflegereform
Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) verlangt vom Bund eine umfassende Pflegereform. Er fordert unter anderem eine Reform des Leistungsrechts der Pflegeversicherung und ein Pflegezeitgeld.
Lesen Sie mehr
Medizin
Elektrochemotherapie mit lokaler Infusion bei Hautkrebs
Laut dem Robert Koch Institut erkranken weit mehr als 200.000 Menschen jährlich an Hautkrebs. Vor allem junge Menschen sind zunehmend davon betroffen. UV-Strahlung ist dabei der Hauptrisikofaktor für fast alle Arten von Hautkrebs. Die Standardbehandlung unterscheidet sich nach Tumordicke und Stadium der Erkrankung. Insofern möglich, werden die betroffenen Stellen meist operativ entfernt. Ergänzend dazu kommen aber auch Strahlen- oder systemische Chemotherapien zum Einsatz, die häufig mit starken Nebenwirkungen einhergehen.
Lesen Sie mehr
Medizin
Behandlung der Hypertonie – Quo vadis?
Vom 1. bis 3. Dezember fand in Berlin und virtuell der 46. Deutsche Hypertonie Kongress statt. Unter dem Motto „Hypertonie in allen Lebenslagen“ wurden die neuesten Erkenntnisse aus Wissenschaft, Forschung und Praxisalltag in Vorträgen, Symposien und Workshops sowohl theoretisch als auch praxisnah präsentiert und diskutiert. Im Rahmen des Kongresses erläuterte Prof. Dr. med. Florian Limbourg, Hannover, die Bedeutung der Diuretika: Sie würden oft „gescholten“, seien aber unersetzliche Medikamente für die Hypertoniebehandlung. Im weiteren Verlauf präsentierte Prof. Trenkwalder eine deutsche Analyse mit dem Ergebnis, dass die Verschreibung von antihypertensiven Wirkstoffen als Fixkombination entgegen den Empfehlungen der Leitlinien (Guideline inertia) sowie den Patient:innenvorlieben rückläufig ist (1). Damit betonte er die Wichtigkeit der Patient:innenbeteiligung für den Therapieerfolg, was im Vortrag von Prof. Dr. med. Roland Schmieder, Erlangen, weiter beleuchtet wurde.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Corona-Delle in Kliniken: 2021 mehr Notfälle behandelt
Nach dem vorübergehenden Rückgang während der Corona-Pandemie ist die Zahl der ambulant behandelten Notfälle in Krankenhäusern im vergangenen Jahr wieder gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, hatten die Kliniken in Deutschland 2021 rund 9,8 Millionen ambulante Notfälle zu versorgen – und damit 3,9% mehr als 2020. Im Durchschnitt wurden vergangenes Jahr pro Tag rund 26.800 Menschen in der Notfallambulanz eines Krankenhauses versorgt.
Lesen Sie mehr
Medizin
AOSD: Erste Leitlinie veröffentlicht
Der Morbus Still bei Erwachsenen, international als adultes Still-Syndrom (AOSD) bezeichnet, zählt zu den Orphan Diseases, den seltenen Erkrankungen: Schätzungen verschiedener Industrienationen zufolge sind nur 7 bis 68 von 1 Million Menschen von der entzündlichen Erkrankung betroffen, die auf Autoimmunprozesse und eine Fehlregulation des Immunsystems zurückgeht. Entsprechend schwierig ist es, eine genügende Anzahl von Betroffenen für ausreichend große, kontrollierte Studien zu gewinnen. Bisher sind es daher hauptsächlich kleinere Untersuchungen und Erfahrungsberichte, die Hinweise auf die optimale Behandlung des AOSD geben. Experten der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie e. V. (DGRh) ist es nun dennoch gelungen, eine konsensbasierte Leitlinie zu Diagnose und Therapie des Morbus Still auf der Basis der vorliegenden Evidenz zu formulieren.
Lesen Sie mehr
COPD
COPD: Diagnose nur mit Spirometrie nicht immer ausreichend
Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist eine Erkrankung, die in Deutschland immer noch wenig Beachtung findet, obwohl 7 Millionen Menschen davon betroffen sind. Täglich sterben sogar 100 Menschen an COPD. Vor allem die über 60-Jährigen sind häufig davon betroffen. Bei der Diagnose sollte nicht nur die Spirometrie eingesetzt werden.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Stellungnahme der DGRh und des VRA zu Pflegepersonaluntergrenzen
Ab Januar 2023 gelten auch für die Rheumatologie Pflegepersonaluntergrenzen (PPUG), d.h. rheumatologische Akutstationen müssen gemäß einem festgelegten Personalschlüssel besetzt sein. Am Tag darf eine Pflegekraft demnach maximal 13, in der Nacht 30 rheumatologische Patientinnen und Patienten betreuen. Diese Grenzen bilden jedoch den Personalbedarf in der Rheumatologie sehr undifferenziert ab, mahnen die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) und der Verband rheumatologischer Akutkliniken (VRA) in einer gemeinsamen Stellungnahme. Die sanktionsbewehrten Untergrenzen würden zu einer Fehlverteilung des knappen Personals führen und Kliniken letztlich dazu zwingen, Leistungen zu reduzieren. Dies gehe zulasten der Patienten, weil notwendige Behandlungen nicht mehr oder nur nach unangemessen langer Wartezeit erfolgen könnten.
Lesen Sie mehr
News
Psychische Gesundheit
Suizidrate durch Corona-Pandemie nicht angestiegen
Aufgrund der weitreichenden Einschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens, die mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie einhergingen, wurde mit einem Anstieg der Suizidrate in Deutschland gerechnet. Dieser Anstieg ist laut den Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) glücklicherweise ausgeblieben. Damit stagniert die Zahl der festgestellten Selbsttötungen ein weiteres Jahr. Zuvor war die Anzahl des gemeldeten Selbsttötungen über mehr als 3 Jahrzehnte rückläufig.
Lesen Sie mehr
Medizin
Finerenon erhält Empfehlung zur Indikationserweiterung in der EU auf ein breites Spektrum von Patient:innen mit CKD und Typ-2-Diabetes
Die Empfehlung des CHMP basiert auf den Ergebnissen der Phase-III-Studie FIGARO-DKD zu kardiovaskulären (CV) Ereignissen bei Patient:innen mit chronischer Nierenerkrankung (CKD) bei Typ-2-Diabetes (T2D), die etwa 7.400 Patient:innen über ein breites Spektrum an Schweregraden der Erkrankung umfasste, einschließlich der CKD-Stadien 1-4 in Verbindung mit T2D. Die positiven Daten aus FIGARO-DKD zeigen, dass Finerenon das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse bei Patient:innen mit CKD und T2D signifikant reduzierte. In einer kürzlich veröffentlichten Aktualisierung der Leitlinien der „Clinical Practice Guideline Kidney Disease: Improving Global Outcomes" (KDIGO) für das Diabetes-Management bei chronischer Nierenerkrankung wird Finerenon als derzeit einziger nicht-steroidaler Mineralokortikoidrezeptor (MR)-Antagonist mit nachgewiesenem renalem und kardiovaskulärem Nutzen als Teil eines umfassenden Behandlungsplans vorgeschlagen für Patient:innen mit CKD in Verbindung mit T2D.
Lesen Sie mehr
Medizin
Urintest auf Ameisensäure erkennt Alzheimer
Ein einfacher Urintest könnte anzeigen, ob eine Person an Alzheimer im frühen Stadium leidet, meint ein Forschungs-Team unter der Leitung des Sixth People's Hospital, das der Shanghai Jiao Tong University angeschlossen ist. Die Wissenschaftler:innen haben eine große Gruppe von Alzheimer-Patient:innen mit verschiedenen Graden der Erkrankung sowie gesunde Kontrollen analysiert, um Unterschiede von Biomarkern im Urin festzustellen. Ergebnis: Ameisensäure ist ein empfindlicher Marker für einen subjektiven kognitiven Abbau, der auf sehr frühe Stadien von Alzheimer hinweisen könnte.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Hausärzteverband fordert zusätzliches Geld für belastete Praxen
Die Hausärzte fordern wegen der hohen Belastungen der Praxen in der aktuellen Infektionswelle mehr Geld. Die Leistungen, die zur Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Influenza, Corona oder dem RS-Virus erbracht würden, müssten zusätzlich vergütet werden, erklärte der Deutsche Hausärzteverband. „Wir brauchen dringend Sofortmaßnahmen zur Entlastung und Stärkung der hausärztlichen Versorgung, vergleichbar mit denen, die während der Corona-Pandemie von der Politik ergriffen wurden“, sagte der Bundesvorsitzende Markus Beier.
Lesen Sie mehr
News
Medikamenten-Einkauf: Deutsche bestellen vergleichsweise gerne bei Online-Apotheken
Medikamente werden in Europa laut einer Umfrage vor allem in Apotheken vor Ort bezogen. Die Umfrage zeigt aber auch, dass gerade die Deutschen rezeptpflichtige- oder -freie Arzneimittel besonders gerne über Online-Apotheken bestellen. Fast jeder 4. Deutsche hat in den letzten 12 Monaten entsprechende Online-Dienste genutzt. Die Umsätze in Online-Apotheken sind dennoch weit abgeschlagen.
Lesen Sie mehr
Medizin
JAK-Inhibitor Barcitinib bei schwerer Alopecia areata
Der JAK-Inhibitor Baricitinib zeigt in den vorliegenden Studien zu allen zugelassenen Indikationen einschließlich der Langzeit-Extensionsphasen ein ausgewogenes Nutzen-Risiko-Profil. Der Wirkstoff eröffnet zudem erstmals effektive Therapiemöglichkeiten bei der schweren Alopecia areata.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
WHO besorgt über Corona-Lage in China
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist besorgt über die Corona-Entwicklung in China. Es sei wichtig, die Impfkampagnen gegen das Coronavirus zu beschleunigen, berichtete die WHO in Genf. „Die WHO ist sehr besorgt über die Entwicklung der Lage in China, wo es immer mehr Berichte über schwere Erkrankungen gibt“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.
Lesen Sie mehr
Colitis ulcerosa
Ozanimod-Therapie bei Colitis ulcerosa und Multipler Sklerose
Immunerkrankungen sind häufig mit hohen Belastungen des körperlichen, emotionalen und sozialen Wohlbefindens verbunden. Für Patient:innen mit autoimmun-entzündlichen Erkrankungen wie Colitis ulcerosa und Multipler Sklerose (MS) bieten Biologika und „small molecules“ Aussicht auf Heilung.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Ärztevertreter: Verschärfung der Lage in Kindermedizin über Feiertage
Ärztevertreter befürchten eine Verschärfung der Engpässe in der Kindermedizin über Weihnachten und Silvester. „Im Moment beobachten wir, dass Infektionen mit dem RS-Virus zurückgehen, dafür kommen jetzt immer mehr Kinder mit Grippe und anderen Atemwegserkrankungen“, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Jörg Dötsch, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Durch die Personallage an den Feiertagen wird die Lage in Kliniken und Praxen gleichzeitig noch einmal angespannter sein als jetzt.“
Lesen Sie mehr
Medizin
CHMP empfiehlt die EU-Zulassung von Dupilumab zur Behandlung der eosinophilen Ösophagitis
Die Empfehlung für die Zulassung von Dupilumab basiert auf den Daten einer Studie, in der mit Dupilumab (300 mg pro Woche) behandelte Patient:innen im Vergleich zur Placebogruppe eine signifikante Verbesserung ihres Schluckvermögens erfuhren und eine histologische Krankheitsremission zeigten. Im Falle der Zulassung wäre Dupilumab die erste und einzige zielgerichtete Biologika-Therapie, die in der Europäischen Union speziell für Personen ab 12 Jahren mit eosinophiler Ösophagitis zugelassen ist.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Kassen kritisieren „Weihnachtsgeschenk für Pharmaunternehmen“
Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) haben die geplanten Änderungen bei Preisregeln für Arzneimittel im Kampf gegen Lieferengpässe kritisiert. Für bestimmte Medikamente für Kinder oder Krebstherapien den Festbetrag pauschal um 50% zu erhöhen, sei „ein beeindruckendes Weihnachtsgeschenk für die Pharmaunternehmen“, sagte die Vorstandschefin des GKV-Spitzenverbands, Doris Pfeiffer. „Ob deshalb künftig Medikamente verlässlicher in Richtung Europa geliefert oder vielleicht sogar wieder mehr produziert werden, steht in den Sternen.“ Statt nur auf kurzfristige Effekte zu setzen, die Versicherte über ihre Beiträge finanzieren müssten, werde von der Politik eine strategische Herangehensweise für ganz Europa erwartet.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
RKI: Corona-Inzidenz steigt leicht – Zunahme bakterieller Infektionen
Die bundesweite Corona-Inzidenz ist in der vergangenen Woche erneut leicht gestiegen. Der Wert nahm in der Woche bis zum 18. Dezember um 11% gegenüber der Vorwoche zu, wie aus dem COVID-19-Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Bereits in den beiden Wochen davor hatte die Inzidenz leicht zugelegt.
Lesen Sie mehr