News | Beiträge ab Seite 175
Gesundheitspolitik
2 Min|
Deutschland will gefährliche Chemikalien in EU verbieten
Die Bundesregierung will gemeinsam mit Dänemark, den Niederlanden, Norwegen und Schweden rund 10.000 sogenannte PFAS-Chemikalien in der EU verbieten. „Heute haben wir in der EU einen wichtigen Meilenstein erreicht, um der zunehmenden Umweltbelastung durch eine besonders problematische Gruppe von Chemikalien einen Riegel vorzuschieben“, sagte Umweltministerin Steffi Lemke (Grüne) bei der Vorstellung eines Vorschlags zum Verbot. „Deutschland wird sich im kommenden Verfahren auf EU-Ebene aktiv für Verbesserungen einsetzen, um hoffentlich bald die mit PFAS verbundenen Probleme hinter uns zu lassen.“
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Gesundheitspolitik
3 Min|
DKG zu Aussagen des GKV-Spitzenverbandes zur Personalsituation in psychiatrischen Kliniken
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) nimmt die Aussagen des GKV-Spitzenverbandes zur Personalsituation in den psychiatrischen Krankenhäusern mit großer Verwunderung zur Kenntnis. Der GKV-Spitzenverband hatte moniert, dass die psychiatrischen Krankenhäuser angeblich Mindestpersonalvorgaben in großer Zahl unterschritten hätten. Die Behauptungen basieren aber auf Daten, die absolut noch nicht aussagekräftig sind. Im zweiten Halbjahr 2021 war das Verfahren für die Mindestvorgaben in der Psychiatrie noch in der Implementierungsphase. Zudem ist den Kassen wohl entgangen, dass zu diesem Zeitpunkt durch die Corona-Pandemie eine besondere Situation bei Patientenbetreuung, Patientenbelegung und Personalsituation herrschte
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Gesundheitspolitik
2 Min|
RKI: Mehr psychische Belastungen bei Kindern in der Pandemie
Der Schutz älterer Menschen stand in der Corona-Pandemie lange im Vordergrund. Weniger die Interessen von Kindern und Jugendlichen. Wie die Pandemie deren psychische Gesundheit beeinflusste, hat das RKI sich nun in 39 Studien angeschaut.
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News
4 Min|
Chancen und Risiken
KI-Nutzung entwickelt sich in deutschen Unternehmen nur langsam
Laut einer von Bitkom im Jahr 2022 in Auftrag gegebenen Studie ist das Interesse von deutschen Unternehmen an der Verwendung von künstlicher Intelligenz (KI) rückläufig. Obwohl 97% der Unternehmen Vorteile in der Verwendung von KI erkennen, setzen nur 9% KI ein. Ausschlaggebend für diese Entwicklung ist laut Verband das Umschalten in den Krisenmodus.
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Medizin
5 Min|
Dupilumab als 1. zielgerichtete Biologika-Therapie bei Eosinophiler Ösophagitis zugelassen
Die Europäische Kommission hat die Zulassung von Dupilumab in der EU auf die Behandlung von Eosinophiler Ösophagitis (EoE) bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit einem Mindestgewicht von 40 kg, die mit einer konventionellen medikamentösen Therapie unzureichend therapiert sind, diese nicht vertragen oder für die eine solche Therapie nicht in Betracht kommt, erweitert. Die EoE ist eine progrediente chronisch-entzündliche Erkrankung, die den Ösophagus schädigt und in der Funktion beeinträchtigt (1-4). Mit der Zulassung ist Dupilumab in der EU die erste und einzige zielgerichtete Biologika-Therapie für EoE. In den USA ist Dupilumab seit Mai 2022 zur Behandlung der EoE zugelassen.
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Medizin
2 Min|
Schonendes Herzklappen-Reparaturverfahren im Hybrid-OP
Kardiolog:innen am RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt wenden erfolgreich das neue Herzklappen-Reparatursystem PASCAL/PASCAL Ace zur Behandlung von Herzklappenfehlern an. Mit dem neuartigen Clip-Verfahren wurden bis zum November 2022 bereits 200 Patient:innen behandelt.
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Medizin
3 Min|
Zulassungsempfehlung für Dupilumab zur Behandlung von Kindern ab 6 Monaten mit schwerer atopischer Dermatitis
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur hat eine positive Stellungnahme zu Dupilumab abgegeben und empfiehlt die Zulassung in der Europäischen Union (EU) um die Behandlung der schweren atopischen Dermatitis (AD) bei Kindern im Alter von 6 Monaten bis 5 Jahren, die für eine systemische Therapie in Betracht kommen, zu erweitern. Die endgültige Entscheidung der Europäischen Kommission über die Zulassung von Dupilumab wird in den kommenden Monaten erwartet. Dupilumab wurde im Juni 2022 von der Food and Drug Administration der USA für Kinder dieser Altersgruppe zugelassen.
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Medizin
2 Min|
Künstliche Befruchtung ohne Folgen für das Kind
Eine groß angelegte Studie unter der Leitung der Universität Bristol über die Auswirkungen von Fruchtbarkeitsbehandlungen hat in Bezug auf Blutdruck, Herzfrequenz, Blutfettwerte und Glukosewerte keine soliden Unterschiede zwischen Kindern, die auf natürlichem Wege gezeugt wurden, und Kindern, die mit Hilfe assistierter Reproduktionstechniken (ART) gezeugt wurden, festgestellt (1). Die Wissenschaftler:innen wollten herausfinden, ob die ART zu Nachteilen für die Herz-Kreislauf-Gesundheit der Kinder führt. Die Stichprobe umfasste auch 8.600 Kinder, die an der Studie „Children of the 90s“ (2) teilgenommen hatten. In dieser Studie wurden schwangere Frauen und ihre Kinder seit 1991 beobachtet.
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Medizin
4 Min|
Kann Zink die Alterung des Immunsystems bremsen?
In einer aktuellen Publikation weisen Wissenschaftler der Universitätsklinik Aachen auf die herausragende Bedeutung von Zink für das alternde Immunsystem hin. Zwischen Zinkmangel und der nachlassenden Immunkompetenz im Alter scheint ein enger Zusammenhang zu bestehen.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Gericht: Unbezahlte Freistellung Ungeimpfter war rechtswidrig
Das Arbeitsgericht Dresden hat die unbezahlte Freistellung der Mitarbeiterin eines Seniorenheims wegen fehlender Corona-Impfung als rechtswidrig eingestuft. Im konkreten Fall ging es um eine Köchin, die ihrem Arbeitgeber im vergangenen Frühjahr keinen Impf- oder Genesenen-Nachweis vorgelegt hatte. Daraufhin war sie mit Verweis auf die einrichtungsbezogene Impfpflicht suspendiert worden. In der Folge habe sie bis Jahresende keinen Lohn mehr erhalten, sagte eine Gerichtssprecherin. Das Arbeitsgericht stufte dies als rechtswidrig ein und verurteilte den Arbeitgeber dazu, der Frau den Betrag von mehr als 18.000 Euro brutto nachzuzahlen.
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Gesundheitspolitik
3 Min|
Scholz verspricht schnellere Genehmigungsverfahren für Pharmabranche
Bundeskanzler Olaf Scholz sagt der Pharmabranche bei einem Besuch des Impfstoffherstellers BioNTech in Marburg schnellere Genehmigungsverfahren für Fabriken und Forschungsvorhaben zu. Es brauche auch dort das „neue Deutschland-Tempo“.
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Medizin
8 Min|
Erhöhtes Risiko durch JAK-Inhibitoren bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen?
Der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat Empfehlungen zur Verringerung des Risikos schwerwiegender unerwünschter Ereignisse (SUE), die mit Januskinase-Inhibitoren (JAKi) assoziiert sind, ausgesprochen (1). Das Bewertungsverfahren der EMA ist noch nicht abgeschlossen, und die Entscheidung durch die Europäische Kommission steht noch aus. Das Bewertungsverfahren betrifft alle JAKi, die zur Behandlung verschiedener chronisch-entzündlicher Erkrankungen indiziert sind. Der JAKi Tofacitinib ist in 4 rheumatologischen Indikationen sowie zur Therapie der Colitis ulcerosa (CU) zugelassen. Welche Konsequenzen die Empfehlungen bzw. das laufende Bewertungsverfahren auf den Praxisalltag haben könnten, erläuterten der Rheumatologe PD Dr. Philipp Sewerin, Herne, und der Gastroenterologe Prof. Dr. Axel Dignaß, Frankfurt am Main. Einig waren sich die Experten, dass Tofacitinib bei Berücksichtigung des entsprechenden Risikoprofils nach wie vor eine sehr wichtige Therapieoption darstellt, von der viele Patient:innen profitieren könnten.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Beschränkungen für Homosexuelle beim Blutspenden sollen entfallen
Beim Blutspenden in Deutschland sollen Beschränkungen für homosexuelle Männer entfallen. Das ist das Ziel einer Vorgabe der Regierung an die Bundesärztekammer, die vom Bundeskabinett in Berlin beschlossen wurde. „Wenn es darum geht, das Risiko einer Blutspende zu beurteilen, soll künftig nur das individuelle Sexualverhalten der Menschen, die Blut spenden wollen, betrachtet werden“, teilte die Regierung mit. „Die sexuelle Orientierung und die Geschlechtsidentität sollen keine Rolle mehr spielen.“
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Gesundheitspolitik
2 Min|
EU-Kommission: Deutschland gibt für Krebsbekämpfung am meisten aus
Deutschland gibt im europäischen Vergleich so viel Geld für den Kampf gegen Krebs aus wie kein anderes Land. Wie aus von der EU-Kommission veröffentlichten Daten für 29 Länder hervorgeht, gab Deutschland 2018 pro Kopf 524 Euro aus. Im EU-Schnitt waren es 326 Euro. Die Summe umfasste demnach etwa die Vorsorge und Behandlung. Die Länderprofile sollen Ungleichheiten bei der Krebsbekämpfung aufzeigen und sind Teil des EU-Plans für mehr Gerechtigkeit bei Vorsorge, Früherkennung und Behandlung von Krebserkrankungen. Die EU-Kommission veröffentlichte die Daten anlässlich des Welt-Krebs-Tags am 4. Februar.
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Medizin
3 Min|
Optimierter Schutz gegen die Asiatische Tigermücke
Forschende der Universität Florenz haben ein Mückenschutzmittel entwickelt, das sich als länger wirksam und effektiver als DEET (Diethyltoluamid), eines der aktuell wichtigsten synthetischen Insektenabwehrmittel in kommerziellen Formulierungen, erwiesen hat. Die Wissenschaftler:innen testeten mehrere zyklische Hydroxyacetale gegen die Stechmücke Aedes albopictus (Asiatische Tigermücke), die Krankheiten wie Enzephalitis und Dengue-Fieber überträgt. Im Zuge des Klimawandels breitet sich dieses gefährliche Insekt zunehmend auch in bisher zu kalten Regionen wie Mitteleuropa oder Nordamerika aus. Die Verbindungen wurden durch Acetalisierung handelsüblicher aliphatischer Carbonylverbindungen synthetisiert und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit mit den kommerziellen Repellentien DEET und Icaridin verglichen. (1)
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Medizin
3 Min|
Tezepelumab – Einsatzpotenzial im Praxisalltag bei Asthma
Das First-in-Class Biologikum Tezepelumab ist seit September 2022 als Add-on-Erhaltungstherapie bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit schwerem Asthma, das trotz hochdosierter inhalativer Corticosteroide plus eines weiteren Arzneimittels zur Erhaltungstherapie unzureichend kontrolliert ist, zugelassen (1). Tezepelumab inhibiert die Aktivität des epithelialen Zytokins Thymus-Stroma-Lymphopoietin (TSLP), was die Blockierung zahlreicher bronchialer Entzündungskaskaden zur Folge hat (1,2). Studien belegen, dass die innovative Behandlungsoption bei einer breiten Patient:innenpopulation unabhängig von Biomarker-Werten wie EOS (Eosinophile), IgE (Immunglobulin E) oder FeNO (fraktioniertes exhaliertes Stickstoffmonoxid) die jährliche Asthma-Exazerbationsrate reduzieren kann (1). Welche Patient:innen von dieser innovativen Therapie profitieren, erklärte Prof. Dr. Stephanie Korn, Mainz und Heidelberg, im Rahmen einer Presseveranstaltung.
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Medizin
4 Min|
Emicizumab: Jetzt auch für Patient:innen mit mittelschwerer Hämophilie A zugelassen
Weltweit sind ca. 900.000 Menschen von Hämophilie A betroffen, von denen etwa 14% eine mittelschwere Form der Erkrankung haben (1-3). Nur 15% der Menschen mit mittelschwerer Hämophilie A leben blutungsfrei, doch ein großer Teil hat Blutungen und daraus resultierend ein erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen (4-6). Für Patient:innen mit Hämophilie A ohne FVIII-Hemmkörper, die eine mittelschwere Erkrankung (FVIII ≥ 1% und ≤ 5%) haben und einen schweren Blutungsphänotyp aufweisen, hat die Europäische Kommission nun den Antikörper Emicizumab für die routinemäßige Prophylaxe zugelassen (4). Die Zulassungserweiterung basiert auf den Ergebnissen der HAVEN 6-Studie. Diese bestätigt eine wirksame Blutungskontrolle und ein günstiges Sicherheitsprofil.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Maskenpflicht in Bussen und Bahnen überall aufgehoben
In ganz Deutschland können öffentliche Verkehrsmittel wieder ohne Maske genutzt werden. Die Tragepflicht entfällt ab 2. Februar bundesweit in Bussen und Bahnen im Fernverkehr. Parallel dazu wird die Vorschrift in den übrigen neun Bundesländern aufgehoben, in denen sie im Regionalverkehr bisher noch galt.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Experte sieht keinen allgemeinen Ärztemangel in Deutschland
In Deutschland gibt es nach Ansicht des scheidenden Vorsitzenden des Sachverständigenrats Gesundheit und Pflege, Prof. Dr. med. Ferdinand Gerlach, nicht wie oft geäußert, zu wenig Ärztinnen und Ärzte. „Wir haben keinen allgemeinen Ärztemangel“, sagte Gerlach der „Ärzte Zeitung“. „Wir liegen international in der Arzt-Einwohner-Relation ganz weit vorn und haben in unserem System vor allem eine groteske Fehlverteilung“, fügte er hinzu.
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Gesundheitspolitik
1 Min|
GMK-Vorsitzender: Entfernung zum Krankenhaus nicht entscheidend
Die Entfernung zum nächsten Krankenhaus ist nach Worten des neuen Vorsitzenden der Gesundheitsministerkonferenz (GMK), Manne Lucha, nicht entscheidend für eine gute Behandlung. „Es ist nicht die Entfernung, die entscheidend ist für die Krankenhausbehandlung, sondern die Qualität und die personellen Ressourcen, die diese Qualität umzusetzen“, sagte der baden-württembergische Gesundheitsminister (Grüne) der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.
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