News | Beiträge ab Seite 177
Medizin
4 Min|
Aktuelle Omicron-Subvariante BA.5 schädigt Kardiomyozyten stärker als BA.1
Eine Studie des Universitätsklinikums Ulm hat untersucht, wie gut sich verschiedene Varianten des Coronavirus SARS-CoV-2 in kultivierten humanen Herzmuskelzellen vermehren. Die Ergebnisse zeigen, dass sich zwar die ursprüngliche Omicron-Subvariante BA.1 nur sehr begrenzt in Herzmuskelzellen ausbreitet. Die aktuelle BA.5 Subvariante hingegen kann Kardiomyozyten so effektiv infizieren wie die frühere Delta-Variante. Verantwortlich dafür sind zusätzliche Mutationen – vor allem im Spike-Protein, die die Infektiosität und zellschädigende Wirkung von BA.5 stärken. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse in der Nature-Zeitschrift „Signal Transduction and Targeted Therapy“. (1)
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Medizin
4 Min|
TriOptimize: BDP/FF/G-Dreifach-Fixkombinationstherapie bei COPD-Patient:innen
Die nicht-interventionelle Studie TriOptimize untersucht erstmals den deutschen Versorgungsalltag von Patient:innen mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), die mit der extrafeinen Dreifach-Fixkombination aus Beclometason/Formoterol/Glycopyrronium (BDP/FF/G) als Dosieraerosol behandelt werden (1). Nach Umstellung auf BDP/FF/G konnte eine Verbesserung der Lebensqualität, der Lungenfunktion, der Adhärenz und eine Abnahme von COPD-spezifischen Symptomen nach sechs Monaten beobachtet werden. Insbesondere Patient:innen mit ICS/LABA (inhalatives Kortikosteroid/langwirksamer Beta-2-Agonist)- oder LAMA/LABA (langwirksamer Muskarinrezeptor-Antagonist/ langwirksamer Beta-2-Agonist)-Vortherapie haben von der Therapieeskalation profitiert. Die finale Auswertung der Real-World-Studie wurde Anfang Dezember 2022 von PD Dr. Christian Geßner, Leipzig, et al. im International Journal of Chronic Obstructive Pulmonary Disease veröffentlicht (1).
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Medizin
3 Min|
Hautprobleme sind häufige Begleiterscheinungen bei Diabetes Typ 1 und Typ 2
Bis zu 80% aller Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2 haben krankhafte Hautveränderungen. Bei Typ-1-Diabetes kommt es nicht selten zu Hautreaktionen auf Pflasterklebstoffe von Glukosesensoren und Insulinpumpen. Viele Betroffene mit Typ-2-Diabetes berichten über zu trockene, gerötete, juckende und schuppende Haut. diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe rät Menschen mit Diabetes, ihre Haut besonders sorgfältig zu schützen und zu pflegen. Veränderungen sollten sie mit den behandelnden Ärzt:innen besprechen, Irritationen und Allergien auf Klebstoffe von technischen Hilfsmitteln auch den Herstellern melden.
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Gesundheitspolitik
1 Min|
Kabinett beschließt Ende weiterer Corona-Vorgaben zum 2. Februar
Das Bundeskabinett hat das vorgesehene Ende weiterer Corona-Vorgaben am Arbeitsplatz und in Zügen beschlossen. Jeweils zum 2. Februar sollen damit die Maskenpflicht in Fernzügen und Fernbussen sowie die bisherige Corona-Arbeitsschutzverordnung aufgehoben werden, wie Regierungssprecher Steffen Hebestreit in Berlin mitteilte. Die Infektionslage habe sich „deutlich entspannt“, und auch die Prognosen seien günstiger, hieß es zur Begründung. Die geplanten Lockerungen waren bereits im Grundsatz angekündigt worden.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
RKI: Grippewelle nach frühem Beginn bereits beendet
Nach außergewöhnlich frühem Beginn im Herbst 2022 sieht das Robert Koch-Institut (RKI) die Grippewelle in Deutschland inzwischen als beendet an. Nach Definition der Arbeitsgemeinschaft Influenza des RKI endete sie nach 11 Wochen mit der ersten Woche dieses Jahres, wie aus deren Grippe-Bericht hervorgeht. Das bedeutet aber nicht, dass nun keine Grippe-Ansteckungen mehr vorkommen: Die Saison dauert noch an, lediglich die Phase erhöhter Aktivität ist erst einmal vorüber.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
vfa legt Plan zur Sicherung der Arzneimittelversorgung vor
Zur Sicherung der Arzneimittelversorgung hat der vfa einen Fünf-Punkte-Plan vorgelegt. Mit Hilfe der Maßnahmen können künftig Lieferengpässe vermieden werden. Dabei geht das Papier deutlich über das Sofortprogramm der Bundesregierung mit einer zeitweisen Erhöhung der Erstattungsbeiträge für einzelne Medikamente hinaus.
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Medizin
4 Min|
Zielsicherer Test für Antibiotika-Resistenzen in klinischen Enterobacter-Arten
Bakterien der Gattung Enterobacter gehören weltweit zu den gefährlichsten Krankenhauskeimen. Einige ihrer Vertreter sind in hohem Maße resistent gegen die gebräuchlichen Antibiotika, sodass immer häufiger das Reserve-Antibiotikum Colistin als letzte Therapiemöglichkeit zum Einsatz kommt. Um nicht unnötig auf Colistin zurückzugreifen und damit zunehmende Resistenzen zu riskieren, wird vor einer Behandlung auf Resistenz oder Empfindlichkeit der Bakterien gegenüber Colistin getestet. Doch die gebräuchlichen Tests sind bei Enterobacter nicht verlässlich. In einer umfassenden Studie mit breiter Beteiligung des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) haben Wissenschaftler:innen nun herausgefunden, woran das liegt. Auf dieser Grundlage konnten sie für die Gattung Enterobacter einen einfachen, empfindlichen und aussagekräftigen Test entwickeln, der nun eine gezielte Antibiotika-Therapie für die verschiedenen Enterobacter-Arten ermöglicht. (1)
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Medizin
3 Min|
AZD5156: Prophylaxe gegen alle bisher bekannten SARS-CoV-2-Varianten
Die SUPERNOVA-Phase-I/III-Studie mit AZD5156 zur Präexpositions-Prophylaxe von COVID-19 ist gestartet – die erste Dosis weltweit wurde verabreicht. AZD5156 ist eine in der klinischen Entwicklung befindliche, langwirksame Antikörperkombination aus Cilgavimab und einem neuen langwirksamen monoklonalen Antikörper (mAb), AZD3152. AZD5156 wird mit dem Ziel entwickelt, eine breite neutralisierende Aktivität auf alle SARS-CoV-2-Stämme zu erzielen. In vitro-Laborstudien zeigen, dass AZD5156 die neutralisierende Aktivität gegen alle bisher bekannten Varianten beibehält, einschließlich der derzeit zirkulierenden
Omikron-Subvarianten, gegen die andere COVID-19-mAbs eine geringere oder keine neutralisierende Aktivität aufweisen (1).
Omikron-Subvarianten, gegen die andere COVID-19-mAbs eine geringere oder keine neutralisierende Aktivität aufweisen (1).
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Medizin
4 Min|
Space2Health: Wie Raumfahrt und Medizin voneinander profitieren können
Globale Herausforderungen wie der Klimawandel, Pandemien und Urbanisierung, aber auch Cybersecurity und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) sind Themen, bei denen es viele Anknüpfungspunkte zwischen der Gesundheitsbranche und der Raumfahrt gibt. Um das Potenzial von Synergien zu nutzen, wurde 2020 das INNOspace®-Netzwerk Space2Health gegründet. Auf der Digital Health Conference (DHC) im November 2022 in Berlin wurden einige gemeinsame Projekte vorgestellt.
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Medizin
4 Min|
European Health Data Space (EHDS): Gesundheitsdaten going Europe
Die COVID-19-Pandemie hat überdeutlich gezeigt, dass globale Gesundheitsthemen nicht mehr im nationalen Alleingang gelöst werden können. Bisherige Anstrengungen, in Europa grenzüberschreitend elektronische Gesundheitsdienste zu implementieren, sind jedoch kaum vorangekommen. So wurde die Plattform MyHealth@EU bisher erst in 10 Mitgliedstaaten realisiert (1). Die Schaffung eines europäischen Raums für Gesundheitsdaten (European Health Data Space, EHDS) soll endlich einen Durchbruch bringen. Im Frühjahr 2022 legte die Europäische Kommission einen entsprechenden Entwurf vor. Ziel des Großprojekts ist es, einen gemeinsamen Standard für die Erhebung und Verarbeitung von Gesundheitsdaten zu schaffen. Auf der Digital Health Conference (DHC) im November 2022 in Berlin zeigte sich in einer Paneldiskussion, dass hinsichtlich der Umsetzung noch viele Fragen offen sind.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Ärzt:innen bekommen höhere Vergütung für Kinderbehandlungen
Ärztinnen und Ärzte sollen wegen der hohen Arbeitsbelastung durch viele Atemwegsinfekte bei Kindern vorübergehend mehr Geld für solche Behandlungen bekommen. Darauf haben sich der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) geeinigt. Zuerst hatte das „Ärzteblatt“ darüber berichtet.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Tarifverhandlungen für Ärzt:innen in kommunalen Krankenhäusern
Der Auftakt der Tarifverhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) war ernüchternd: Statt sich inhaltlich mit der Gehaltsforderung des Marburger Bundes auseinanderzusetzen und auf die berechtigten Anliegen der Ärztinnen und Ärzte in den kommunalen Kliniken einzugehen, erging sich die VKA in Allgemeinplätzen und beklagte lediglich die schlechte Finanzsituation vieler Krankenhäuser.
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Gesundheitspolitik
3 Min|
DKG zur Lage der Notfallversorgung
Die Menschen in Deutschland suchen in überwiegender Zahl Hilfe in den Notaufnahmen der Krankenhäuser. Gleichzeitig können die Kliniken ihre Notfallversorgung nicht annähernd kostendeckend betreiben. Das sind Ergebnisse einer Blitzumfrage des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) im Auftrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG).
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Medizin
3 Min|
Auswirkungen chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen auf die psychische Gesundheit
Viele Patient:innen mit Colitis ulcerosa kennen es nur zu gut: das Gefühl, es nicht mehr rechtzeitig zur Toilette zu schaffen – das Gefühl der Bowel Urgency. Diese Patient:innen leiden nicht nur körperlich, sondern auch psychisch. Prof. Dr. Tanja Kühbacher, Gastroenterologin aus Nürtingen, und Prof. Dr. Christian Jacob, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie aus Kirchheim unter Teck, sprachen im Kamingespräch von Lilly Deutschland nicht nur über dieses Thema, sondern auch über die Auswirkungen, die die Erkrankung auf das Sexualleben der Betroffenen zwischen 20-40 Jahren hat.
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Medizin
3 Min|
Spesolimab als 1. Therapie bei GPP-Schüben zugelassen
Die Europäische Kommission hat eine bedingte Zulassung für Spesolimab auf Grundlage der Studie EFFISAYIL-1 erteilt. Die Studie belegte, dass über die Hälfte der mit Spesolimab behandelten Patient:innen eine Woche nach Gabe einer Einzeldosis frei von Pusteln war (1, 2). Die Generalisierte Pustulöse Psoriasis (GPP) unterscheidet sich hinsichtlich der Krankheitsmechanismen als auch von der Schwere signifikant von der Psoriasis vulgaris (2,3,4). Die Entscheidung der Europäischen Kommission folgt bestehenden Zulassungen in den USA und Japan (5).
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Medizin
5 Min|
Nirsevimab als medikamentöse RSV-Prävention bei Säuglingen
Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat den Zulassungsantrag für Nirsevimab zur Prävention von Erkrankungen der unteren Atemwege durch das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) bei Neugeborenen und Säuglingen zu Beginn oder während der 1. RSV-Saison sowie bei Kindern bis zu 24 Monaten, die auch in ihrer 2. RSV-Saison anfällig für schwere RSV-Erkrankungen bleiben, zur Prüfung angenommen. Im Falle einer Zulassung in den USA wäre Nirsevimab dort die 1. Schutzoption für eine breite Population von Säuglingen, sowohl für gesund und reifgeborene als auch frühgeborene Säuglinge oder solche mit bestimmten Vorerkrankungen. Die FDA hat angekündigt, sich um eine umgehende Prüfung zu bemühen. Die FDA plant eine Entscheidung im 3. Quartal dieses Jahres zu treffen. Nirsevimab wurde von der Europäischen Kommission im Oktober 2022 und von der britischen Regulierungsbehörde für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte (MHRA) im November 2022 zugelassen. Die Markteinführung von Nirsevimab in Deutschland ist für die Saison 2023/2024 gepalnt (1,2).
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Branche für Stresstests gegen Mangel bei Arzneimitteln
Die forschenden Pharmaunternehmen in Deutschland haben Vorschläge gemacht, wie Engpässen von Medikamenten möglichst vermieden werden können. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet, plädieren sie in einem Papier zum Beispiel für eine bessere Transparenz mit Blick auf Lagerbestände und Warenströme von Arzneimitteln. Außerdem sprechen sie sich für systematische Stresstests für Lieferketten aus. Dies könnte bedeuten, dass Medikamente am Ende teurer werden. Jedoch habe Liefersicherheit „einen Preis“, hieß es beim Branchenverband VFA.
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Gesundheitspolitik
3 Min|
DAK-Auswertung: Deutlich mehr Krankheitsausfälle im Job 2022
Die Corona-Pandemie und dazu noch Wellen mit Erkältungsinfekten: In vielen Unternehmen blieben im vergangenen Jahr Plätze leer, weil Kollegen nicht gesund waren. Das genaue Ausmaß wird nun deutlicher.
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Gesundheitspolitik
3 Min|
VDBD: Gesunde Ernährung ist ein Fundament der Diabetesprävention
Der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland e. V. (VDBD) begrüßt den aktuellen Vorschlag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), die Mehrwertsteuer auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte abzuschaffen. Neben der regelmäßigen Bewegung sind Anreize für eine gesunde Ernährung seit jeher das Kernstück der Prävention von Diabetes und dessen Folgeerkrankungen. „Jede und jeder muss sich gesunde Lebensmittel leisten können. Gerade in Zeiten von Inflation und steigenden Lebensmittelpreisen ist Cem Özdemirs Forderung absolut begrüßenswert“, so VDBD-Vorsitzende Dr. rer. medic. Nicola Haller. Ergänzend hierzu fordert der Verband von der Ampelkoalition die Einführung einer Zuckersteuer für Erfrischungsgetränke. Denn auch zuckerhaltige Getränke gelten als wesentlicher Treiber für Adipositas und Diabetes Typ 2.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Lauterbach will Lage von Long-COVID-Patient:innen verbessern
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will Long-COVID-Patienten mit mehr Informationen unterstützen und ihre Versorgung durch Investitionen in die Forschung verbessern. Zeitnah werde in seinem Ministerium eine Hotline als Anlaufstelle für Menschen eingerichtet, die sich über Long COVID informieren wollen, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post“. Auskunft soll es über die Hotline auch zu Diagnostik und neuen Therapieansätzen geben.
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