Journal MED

News | Beiträge ab Seite 20

Gesundheitspolitik
Cannabis-Schwarzmarkt: Streeck fordert strengere Kontrollen

Cannabis-Schwarzmarkt: Streeck fordert strengere Kontrollen

Cannabis soll nach dem Willen des Bundesdrogenbeauftragten Hendrik Streeck (CDU) in Deutschland weiter legal bleiben, aber strenger kontrolliert werden. „Wir sehen derzeit deutliche Fehlentwicklungen„, sagte Streeck dem „Tagesspiegel“. Freizeitkiffer:innen sollen demnach nicht zurück in die Illegalität gedrängt werden. „Etwa fünf Millionen Menschen in Deutschland konsumieren regelmäßig Cannabis, diese Menschen müssen wir vom Schwarzmarkt wegführen - nicht dorthin zurückdrängen“, sagte Streeck.
Lesen Sie mehr 
Medizin
Migräne-Prophylaxe: Atogepant zeigt Überlegenheit gegenüber Topiramat
IHC 2025

Migräne-Prophylaxe: Atogepant zeigt Überlegenheit gegenüber Topiramat

Beim diesjährigen International Headache Congress (IHC) wurden aktuelle Daten der Head-to-Head-Studie der Phase III TEMPLE vorgestellt. Sie untersuchte die Verträglichkeit, Sicherheit und Wirksamkeit von Atogepant gegenüber Topiramat für die Migräneprophylaxe bei erwachsenen Patient:innen mit mindestens vier Migränetagen pro Monat [1]. Die präsentierten Daten zeigen eine signifikant bessere Verträglichkeit und Wirksamkeit von Atogepant gegenüber dem Antikonvulsivum Topiramat [1].
Lesen Sie mehr 
Medizin

PET-Bildgebung macht Synapsenverlust bei Multipler Sklerose sichtbar

In Deutschland leiden etwa 250.000 Menschen an der Multiplen Sklerose. Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der die Körperabwehr Strukturen des Zentralen Nervensystems angreift. Die Attacken führen auch zu Veränderungen in der grauen Substanz im Gehirn. Bislang gibt es keine Methode, um diese krankhaften Läsionen der grauen Substanz verlässlich und aussagekräftig nachzuweisen. Nun aber haben Forschende des LMU Klinikums erstmals gezeigt, dass sich mit der Positronen-Emissionstomografie der Synapsenverlust in den MS-Läsionen der Großhirnrinde abbilden lässt.
Lesen Sie mehr 
Medizin
Osteoporose betrifft 2,15 Millionen Menschen in Deutschland

Osteoporose betrifft 2,15 Millionen Menschen in Deutschland

2,15 Millionen Menschen ab 35 Jahren waren im Jahr 2023 von Osteoporose betroffen. Das zeigt der aktuelle „Gesundheitsatlas Deutschland" des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Die meisten Betroffenen waren mit 5,8% in Sachsen-Anhalt zu verzeichnen, während in Hamburg nur 2,9% der Bevölkerung die Diagnose Osteoporose erhielten. Die Krankheitshäufigkeit ist laut der Analyse des WIdO in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken – von 4,6% im Jahr 2017 auf 4,0% im Jahr 2023.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik
Warken offen für Gespräche über Lockerung bei Krankschreibungen

Warken offen für Gespräche über Lockerung bei Krankschreibungen

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zeigt sich gesprächsbereit für eine Lockerung der Regeln zu Krankschreibungen von Arbeitnehmern. „Ich bin grundsätzlich offen dafür, Dinge zu optimieren, wenn es im System Möglichkeiten der Verbesserung auch gibt, wenn es Möglichkeiten gibt, da auch effizienter zu werden", sagte die CDU-Politikerin im Deutschlandfunk angesprochen auf einen entsprechenden Vorstoß vom Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik

Krankenhäuser reagieren entsetzt auf Sparpläne der Gesundheitsministerin

Die Vertreter der Krankenhäuser in Deutschland haben entsetzt auf die Sparpläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) reagiert, mit denen sie weitere Beitragserhöhungen für die Versicherten verhindern will. „Aus Sicht der Krankenhäuser ist das ein fatales Signal„, sagte die stellvertretende Chefin der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Henriette Neumeyer, der „Augsburger Allgemeinen“.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik

Krankenstand 2024 auf Rekordniveau

Die Zahl der krankheitsbedingten Ausfälle von Beschäftigten ist einer Auswertung der Krankenkasse AOK zufolge auch in diesem Jahr hoch. Haupttreiber sind demnach weiterhin die Atemwegserkrankungen. „Sie erreichten im Februar 2025 einen neuen Höchststand und haben sich seit April 2025 auf einem etwas niedrigeren Niveau eingependelt als in den Vergleichsmonaten des Jahres 2024", teilte die AOK mit. Die Gesamtbilanz des Jahres 2025 werde aber vermutlich ähnlich hoch ausfallen wie im Vorjahr. Seit September seien die Erkältungs- und Grippefälle bereits wieder mehr geworden, ebenso die Corona-Infektionen.
Lesen Sie mehr 
Medizin
Icotrokinra zeigt Überlegenheit bei Plaque-Psoriasis
EADV 2025

Icotrokinra zeigt Überlegenheit bei Plaque-Psoriasis

Auf dem diesjährigen Kongress der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV) wurden Ergebnisse der Phase-III-Studien ICONIC-ADVANCE 1 und ICONIC-ADVANCE 2 präsentiert, in denen die Überlegenheit von Icotrokinra im Vergleich zu Deucravacitinib untersucht wurde [1]. Darüber hinaus wurden neue Langzeitdaten der Phase-III-Studie ICONIC-LEAD über 52 Wochen bei erwachsenen und pädiatrischen Patient:innen ab zwölf Jahren mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis als Late-breaking-Abstract veröffentlicht [2]. Das Prüfpräparat Icotrokinra ist ein targeted oral peptide, das selektiv den IL-23-Rezeptor blockiert [1, 2].
Lesen Sie mehr 
Medizin
Überaktive Blase: Frühzeitige Umstellung auf Botulinumtoxin erwägen
DGU 2025

Überaktive Blase: Frühzeitige Umstellung auf Botulinumtoxin erwägen

Bei idiopathischer überaktiver Blase (idiopathic overactive bladder, iOAB) sollte bei Unverträglichkeit oder Versagen einer anticholinergen medikamentösen Therapie frühzeitig eine Behandlung mit OnabotulinumtoxinA erwogen werden. Dies empfiehlt die vereinheitlichte S2k-Leitlinie, die unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V. (DGGG) erarbeitet wurde, auf Basis umfangreicher Studiendaten und Erfahrungen aus der Praxis [1-6]. Im Rahmen eines Symposiums beim diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) erläuterte Dr. Fabian Queißert, Leiter des Bereiches Neurologie und des Kontinenzzentrums am Universitätsklinikum Münster, welche Vorteile sich hieraus ergeben und was es in der Anwendung zu beachten gilt.
Lesen Sie mehr 
Medizin
Niedrig dosierte Steroide könnten schwere Nierenentzündungen wirksam behandeln

Niedrig dosierte Steroide könnten schwere Nierenentzündungen wirksam behandeln

Können schwere Nierenentzündungen künftig mit weniger Medikamenten behandelt werden? Eine neue Studie des Universitätsklinikums Bonn (UKB), der Universität Bonn und der Universität Hamburg gibt Anlass zur Hoffnung. Die Forschenden zeigen, dass bei der besonders aggressiven crescentischen Glomerulonephritis (cGN) bereits niedrige, wiederholte Steroiddosen ausreichen könnten, um die Entzündung zu stoppen. Die Ergebnisse, die jetzt in Science Translational Medicine veröffentlicht wurden, könnten die Behandlung vieler Patient:innen grundlegend verändern – und Nebenwirkungen deutlich reduzieren.
Lesen Sie mehr 
Medizin
Motorische Verlangsamung bei Schizophrenie: Neue Therapieansätze durch Magnetstimulation

Motorische Verlangsamung bei Schizophrenie: Neue Therapieansätze durch Magnetstimulation

Etwa ein Prozent der Bevölkerung erkrankt im Laufe des Lebens an Schizophrenie, einer schweren psychischen Erkrankung, die durch Störungen des Denkens, der Wahrnehmung, der Gefühle und oft auch des Verhaltens gekennzeichnet ist. Zwar ist Schizophrenie nicht heilbar, jedoch inzwischen gut mit medikamentösen und psychotherapeutischen Therapien behandelbar. Bei etwa 80% der Betroffenen treten jedoch unabhängig von den Nebenwirkungen der Antipsychotika motorische Störungen auf. Bei jedem:r zweiten Betroffenen sind die Bewegungen und auch die Gedankengänge verlangsamt. „Alles, was sie tun, ist langsamer, manchmal so stark, dass der Alltag nicht mehr allein bewältigt werden kann", sagt Prof. Dr. Sebastian Walther, Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Uniklinikum Würzburg (UKW). Motorische Störungen bei psychiatrischen Erkrankungen zählen zu seinen Forschungsschwerpunkten.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik
Pflegereform: Bund und Länder wollen Leistungen überprüfen und vereinfachen

Pflegereform: Bund und Länder wollen Leistungen überprüfen und vereinfachen

In der Pflegeversicherung wollen Bund und Länder grundsätzlich an Pflegegraden festhalten, doch die konkreten Leistungen überprüfen und vereinfachen. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium in Berlin mit. Zuvor hatte die Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Zukunftspakt Pflege„ in einer digitalen Sitzung Zwischenergebnisse der Fachebene erörtert, wie es hieß. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) sagte: „Eine umfassende Reform ist überfällig.“ Bund und Ländern müsse eine Kraftanstrengung gelingen. Die Wirkung bisheriger Leistungen müsse aus Effizienzgründen auf den Prüfstand.
Lesen Sie mehr