Journal MED

News | Beiträge ab Seite 203

Gesundheitspolitik
 5 Min|

Schnellere COVID-19-Behandlung möglich: Zugesicherte Medikamenten-Finanzierung für Kliniken gefordert

Die Auslastung mit Corona-Patient:innen in deutschen Kliniken kann im kommenden Winter sehr deutlich reduziert werden, wenn der Bund ab sofort wieder in die Finanzierung der Behandlung mit dem Medikament Remdesivir einsteigt. Zu diesem Schluss kommen führende Medizin-Fachgesellschaften. „Bei zugesicherter Kostenübernahme würde Remdesivir – das schwere COVID-19-Verläufe nachweislich deutlich reduziert – in allen Kliniken leitliniengerecht eingesetzt werden können. Das führt zu weniger COVID-19-Patient:innen auf den Intensivstationen und so zu mehr Kapazitäten für andere notwendige Behandlungen“, sagt Prof. Dr. Torsten Bauer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). Zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) sowie der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI) kritisiert die DGP, dass sowohl die gesetzlichen als auch die privaten Krankenversicherungen Ende 2021 für die Kostenübernahme von Remdesivir auf den Dienstweg verwiesen und so zu einer Verschärfung der Situation in den Kliniken beitragen, wenn die Kostenfrage nicht schnellstmöglich geklärt wird.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|

Die 1. Paediatric Haemostasis Summer School: pädiatrische Hämostaseologie im Fokus

Expertenwissen und Praxiserfahrungen rund um die Hämostaseologie an interessierte Ärzt:innen weitergeben – das hat sich die Intensivkurs-Reihe Haemostasis Summer School zum Ziel gesetzt. Die 1. Paediatric Haemostasis Summer School fand vom 30. Juni bis 2. Juli 2022 in Hamburg unter der Leitung von Dr. med. Susan Halimeh, Gerinnungszentrum Rhein-Ruhr in Duisburg, und PD Dr. med. Martin Olivieri, Hämophiliezentrum LMU Klinikum in München statt. Die erste mit 27 CME-Punkten zertifizierte Veranstaltung der Reihe stellte die pädiatrische Hämostaseologie in den Fokus und bot den Teilnehmenden an 3 Tagen eine optimale Kombination aus spannenden Vorträgen, interaktiven Workshops und praxisnahen Fallbesprechungen in Kleingruppen.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|

AbobotulinumtoxinA: Zulassung um die Behandlung von Harninkontinenz bei Erwachsenen mit neurogener Detrusorüberaktivität erweitert

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) erweitern die Zulassung für AbobotulinumtoxinA um die Behandlung von Harninkontinenz bei Erwachsenen mit neurogener Detrusorüberaktivität (NDO) infolge einer Rückenmarksverletzung oder Multipler Sklerose (MS). Der Zulassungsantrag basierte auf den Daten des internationalen Phase-III-Programms CONTENT. CONTENT zeigte, dass AbobotulinumtoxinA im Vergleich zu Placebo Inkontinenz-Episoden und Detrusordruck verringerte, die Blasenkapazität erhöhte und die Lebensqualität verbesserte (1).
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|

Erforschung von Wirkstoffen gegen SARS-CoV-2 und weitere Coronaviren

Wirkstoffe gegen SARS-CoV-2 und möglichst auch gegen weitere Coronaviren zu finden – dieses Ziel verfolgt ein Team der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) um den DZIF (Deutsches Zentrum für Infektionsforschung)-Wissenschaftler Prof. Thomas Schulz seit dem Auftreten des Virus. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Team des DZIF-Wissenschaftlers Prof. John Ziebuhr an der Justus-Liebig-Universität Gießen vom DZIF mit rund 440.000 Euro gefördert.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik
 2 Min|

Große regionale Unterschiede bei Corona-Fehlzeiten

In Deutschland sind die Fehlzeiten wegen Corona im ersten Halbjahr 2022 stark gestiegen. Corona-Arbeitsausfälle legten auf 64 Fehltage je 100 Versicherte zu, nach 12 Fehltagen im ersten Halbjahr 2021. Dabei zeigt die aktuelle Fehlzeiten-Analyse der DAK-Gesundheit große regionale Unterschiede: Östliche Bundesländer hatten weitaus mehr Corona-Arbeitsausfall als westliche. Mecklenburg-Vorpommern lag mit 92 Fehltagen je 100 Versicherte an der Spitze und hatte damit doppelt so viel wie beispielsweise Nordrhein-Westfalen. Den geringsten Corona-Ausfall gab es in den Stadtstaaten Hamburg und Bremen.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|

Teilhabe am sozialen und gesellschaftlichen Leben: Wie Demenzerkrankte in der Langzeitpflege besser integriert werden

Das Leben in einer Langzeitpflegeeinrichtung kann demenzerkrankte ältere Menschen vor große Herausforderungen stellen: Ihr Alltag wird reglementiert und kontrolliert durch Fachpersonal. Oft können sie nicht mehr an wichtigen Aktivitäten innerhalb und außerhalb ihrer Einrichtung teilnehmen. Dadurch erfahren sie soziale Ausgrenzung auf vielfältige Weise – in den vergangenen Jahren sogar verstärkt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Der Psychologe Prof. Feliciano Villar von der Universität Barcelona setzt sich mit seiner Forschungsarbeit dafür ein, die Teilhabe dieser Menschen am sozialen und gesellschaftlichen Leben zu verbessern. „Wir müssen unsere Erwartungen an die Art der Pflege, die wir hier für akzeptabel halten, überdenken. Nur so können wir die Situation auch positiv ändern“, sagt er. Mit welchen konkreten Maßnahmen auf unterschiedlichen Ebenen das gelingen kann, präsentiert Villar in seiner Keynote-Lecture beim gemeinsamen Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG), der vom 12. bis 15. September 2022 in Frankfurt am Main stattfindet.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik
 3 Min|

Elektronische Patientenakte: Forderung nach Opt-out-Verfahren

Laut der aktuellen Digitalstrategie der Bundesregierung soll die elektronische Patientenakte (ePA) zum "Herzstück digitaler Gesundheitsversorgung" avancieren. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass sie sowohl von der Mehrheit der Versichertengemeinschaft genutzt wird als auch von den Akteuren im Gesundheitswesen. Erst dann können die Vorteile, die mit der breiten Etablierung der ePA verbunden sind, zu einer optimalen Gesundheitsversorgung führen.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|

Nicht-alkoholische Fettleber weiterhin unterversorgt

In Deutschland sind mehrere Millionen Menschen von einer Hepatitis betroffen. Wichtige Auslöser sind zurzeit noch Infektionen mit Hepatitisviren. Doch die Zahl der Hepatitisfälle als Folgeerkrankung der nicht alkoholischen Fettleber wird in den nächsten Jahren deutlich steigen. Anlässlich des Welt-Hepatitis-Tages unter dem Motto „Hepatitis kann nicht warten“ fordert die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) e. V. daher, neben dem unbedingt erforderlichen Screening auf Hepatitis-B und -C auch die Früherkennung der Fettleberhepatitis stärker in den Fokus zu rücken.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 2 Min|

Omikron-Impfstoff: EK kauft weitere 15 Millionen Dosen

Moderna hat eine Änderung seiner Vereinbarung mit der Europäischen Kommission (EK) bekanntgegeben. Diese sieht vor, vertraglich vereinbarte Mengen des aktuell zugelassenen COVID-19-Impfstoffs in Dosen des Omikron-angepassten, bivalenten Booster-Impfstoffs des Unternehmens umzuwandeln. Sie sollen 2022 geliefert werden – vorausgesetzt, der Booster-Impfstoffkandidat erhält die Zulassung. Darüber hinaus plant die EK, weitere 15 Millionen Dosen des Omikron-angepassten Booster-Impfstoffkandidaten von Moderna zu erwerben.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik
 4 Min|

Verhaltenstherapie statt Medikamente: Gesunder Schlaf kann Demenzverlauf positiv beeinflussen

Immer mehr Erwachsene über 60 Jahre leiden an Schlafstörungen. Mittlerweile klagt in Deutschland rund die Hälfte dieser Altersgruppe über erhebliche Beeinträchtigungen beim Ein- und Durchschlafen. „Dies kann ein Frühzeichen für erste, minimale kognitive Einschränkungen sein“, sagt Professor Geert Mayer, ehemals Ärztlicher Leiter der Hephata-Klinik in Schwalmstadt. „Es könnten eine Alzheimer-Demenz oder eine andere neurodegenerative Erkrankung vorliegen. Umgekehrt kann dann eine Demenz auch weiter zu vermehrten Schlafstörungen führen – es handelt sich um eine bidirektionale Beziehung“, so der Neurologe und Schlafmediziner.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|

Huntington: Mechanismus des betroffenen Proteins identifiziert

Chorea Huntington ist eine Erbkrankheit, die durch eine Mutation im Protein Huntingtin verursacht wird. Sie ist nicht therapierbar, führt zu kognitiven und motorischen Beeinträchtigungen und schließlich zum Tod. Wissenschaftler:innen der Universität Bremen haben mit internationalen Partner:innen den Mechanismus aufgeklärt, mit dem das mutierte Huntingtinprotein in Schach gehalten werden kann. Ihre Forschungsergebnisse wurden jetzt im renommierten englischsprachigen Journal Nature Communications veröffentlicht.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik
 3 Min|

TK-Studie: 1% der AU-Tage entfiel 2021 auf eine COVID-Diagnose

Rund 1,4 Millionen Mal wurde bis heute in Rheinland-Pfalz mittels PCR-Test ein positives COVID-Testergebnis registriert, wobei hier auch Zwei- oder Mehrfacherkrankte mit in die Statistik einfließen. Die Dunkelziffer an Corona-Infizierten im Land dürfte trotzdem deutlich höher liegen, zum einen, weil nicht jeder oder jede Infizierte einen PCR-Test durchführen lässt und auch Infektionen unerkannt bleiben. Immer mehr in den Fokus rücken die langfristigen Folgen einer Corona-Erkrankung, das sogenannte Long-COVID, und die Frage stellt sich, mit wie vielen Long-COVID-Fällen in Zukunft zu rechnen ist. In ihrem diesjährigen Gesundheitsreport hat die Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) in Rheinland-Pfalz deshalb diese Frage für die Erwerbstätigen untersucht.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|

Hämophilie: Efmoroctocog alfa vs. SHL FVIII

Auf dem 30. Kongress der International Society on Thrombosis and Haemostasis (ISTH) in London wurden positive Ergebnisse der A-SURE-Studie vorgestellt. Sie belegen eine verbesserte prophylaktische Wirksamkeit bei mit Efmoroctocog alfa behandelten Patient:innen im Vergleich zu einer gematchten Gruppe von Patient:innen, die mit SHL FVIII Präparaten behandelt wurde. A-SURE war eine 24-monatige prospektive, nicht-interventionelle, europäische Multizenterstudie mit mehr als 350 Teilnehmer:innen in 45 Zentren und die größte direkte Vergleichsstudie bei Menschen mit Hämophilie A (PwHA). Die Zentren der A-SURE Studie waren in Österreich, Belgien, Finnland, Frankreich, Italien, Norwegen, Spanien, Schweden und dem vereinigten Königreich lokalisiert. Die Ergebnisse wurden von Prof. Johannes Oldenburg, dem Leiter der Studie, vorgestellt.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik
 3 Min|

AKTIN-Notaufnahmeregister: Eigener Verein gegründet

Unter Beteiligung von 21 Gründungsmitgliedern ist das Aktionsbündnis zur Verbesserung der Kommunikations- und Informationstechnologie in der Intensiv- und Notfallmedizin (AKTIN) jetzt ein eigener Verein. Hier engagieren sich Akteure verschiedener Disziplinen aus Klinik, Wissenschaft und medizinischer Informatik mit dem Ziel langfristig die klinische Notfallversorgung mithilfe von leicht zugänglichen validen und standardisierten Patientendaten zu verbessern. Erster Vorsitzender des neu gegründeten Vereins AKTIN e.V. ist Prof. Felix Walcher, designierter DIVI-Präsident ab Januar 2023. Des Weiteren wurden Frau Dr. Bernadett Erdmann, Klinikum Wolfsburg sowie Prof. Rainer Röhrig, Uniklinik RWTH Aachen, zum geschäftsführenden Vorstand gewählt.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|

Unspezifische Symptome bei einer akuten Lungenembolie (LAE): Neue Broschüre soll bei der Erkennung helfen

Die Inzidenz für eine akute Lungenembolie (LAE) ist bei COVID-19-Patient:innen 9-mal höher als in der allgemeinen, nicht an COVID-19 erkrankten Bevölkerung (1). Der klinische Verdacht auf eine Lungenembolie (LE) erfordert ein rasches und zielgerichtetes Handeln. Nur eine zeitnahe Diagnosestellung und ein unverzüglicher Therapiebeginn können die Morbidität und Letalität reduzieren (2). Eine neue Broschüre liefert Ärzt:innen eine kompakte Zusammenfassung mit Diagnosealgorithmen und Informationen zur Therapie sowie Nachsorge.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik
 3 Min|

DGIM: Datenschutz darf Forschung zum Wohl der Patientinnen und Patienten nicht bremsen

4 von 5 Menschen in Deutschland wünschen sich, dass Gesundheitsdaten, die sie beispielsweise digital mit einem Fitnessarmband, ihrem Smartphone oder anderen Geräten gesammelt haben, der medizinischen Forschung zugänglich sind. Das ist ein Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage unter mehr als 5.000 Personen, die das Marktforschungsunternehmen EPatient Analytics durchgeführt hat (1). Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) fordert, Datenschutzbestimmungen in Deutschland dahingehend anzupassen, dass eine bessere Nutzung von Daten für die Forschung, und somit auch Fortschritt in Prävention, Diagnostik und Therapie, ermöglicht wird.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik
 4 Min|

Zertifizierung medizinischer Software mit KI grundlegend verbessern

Innovative Medizintechnik kann Menschenleben retten. Veraltete Zulassungsprozesse verzögern jedoch eine schnelle Markteinführung. Um die Zeitspanne von der Entwicklung bis zur Zertifizierung zu verkürzen, strebt das KIMEDS Verbundprojekt eine KI-gestützte Sicherheitslösung über den gesamten Lebenszyklus medizinischer Software an. Das BMBF fördert dieses über 3 Jahre laufende Projekt mit 1,46 Millionen Euro.
Lesen Sie mehr