News | Beiträge ab Seite 212
Myasthenia gravis
Myasthenia gravis: Einsatz von KI soll Diagnostik und Therapie optimieren
Patient:innen mit neurologischen Autoimmunkrankheiten sind in Zeiten von COVID-19 besonders gefährdet für schwere Krankheitsverläufe. Zu den potentielle Kandidat:innen für eine intensivmedizinische Behandlung zählen Menschen mit Myasthenia gravis und Neuromyelitis Optica Spektrum Erkrankungen (NMOSD). Der Einsatz künstlicher Intelligenz dürfte nicht nur in der Neurointensivmedizin diagnostische und therapeutische Entscheidungen optimieren.
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Gesundheitspolitik
3 Jahre Nationale Dekade gegen Krebs: Deutsche Hochschulmedizin zieht positive Bilanz
Aus Anlass des Weltkrebstages bewertet die Deutsche Hochschulmedizin (DHM) die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vor 3 Jahren angestoßene Initiative Nationale Dekade gegen Krebs (NDK) positiv. Wichtig ist aus Sicht der DHM, die Errungenschaften der NDK in den kommenden Jahren zu konsolidieren und auszubauen. Ziel muss sein, weitere Fortschritte in der onkologischen Versorgung zu erzielen. Die von Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger angekündigte, künftig stärkere Fokussierung auf die Perspektive der Erkrankten in einer Allianz für Patientenbeteiligung in der Krebsforschung ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.
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Medizin
HNO-Plattenepithelkarzinome: Blick ins Mikromilieu
Plattenepithelkarzinome im Hals-Nasen-Ohren(HNO)-Bereich sind die sechsthäufigste Tumorerkrankung. Wissenschaftler:innen der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben nun mithilfe einer neuen Technik HNO-Plattenepithelkarzinome untersucht, um das Milieu im Tumor besser zu verstehen. Sie möchten so Ursachen für die Krebsentstehung klären und bessere Früherkennungs- und Behandlungsmethoden entwickeln. Ihre Erkenntnisse sind in „Nature Communications“ veröffentlicht.
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Medizin
Lungenfunktion vorhersagen: Analyse der Multiomics-Daten mit Machine Learning
Die Lungentransplantation ist eine lebensrettende Maßnahme bei schwerem Lungenversagen. Eine gefürchtete und häufig vorkommende Komplikation nach einer Lungentransplantation ist die chronische Verschlechterung der Lungenfunktion (CLAD/Chronic Lung Allograft Dysfunction). Daher ist eine frühe Diagnose einer drohenden Verschlechterung der Lungenfunktion wichtig, um therapeutisch gegensteuern zu können. Wissenschafter:nnen der MedUni Wien von der Universitätsklinik für Innere Medizin I und von der Universitätsklinik für Thoraxchirurgie haben nun herausgefunden, dass sich eine genaue Analyse des Lungenmikrobioms zur Vorhersage zukünftiger Veränderungen der Lungenfunktion eignet.
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Medizin
Geimpft oder Genesen: Was bietet den besseren Immunschutz gegen COVID?
Laut einer neuen Studie unter Leitung von Ulrike Protzer erreicht eine Durchbruchsinfektion mit SARS-CoV-2 nach 2 Impfungen den gleichen Schutzeffekt wie eine dritte Impfung. Entscheidend für die Immunität ist, so die Studie von Helmholtz Munich, LMU und TUM, dass das Immunsystem 3 Kontakte zum viralen Spike-Protein hatte. Nur so kann es ausreichend hochwertige Antikörper bilden, die den Körper auch für künftige Varianten wappnen.
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Medizin
Refraktäre/resistente CMV-Infektion bei Post-Transplantatempfängern – eine klinische Herausforderung
Eine Infektion mit dem humanen Cytomegalievirus (CMV) ist eine gefürchtete Komplikation nach solider Organtransplantation oder Stammzelltransplantation. Unkontrolliert kann eine CMV-Infektion zum Transplantatverlust oder gar zum Tod der Transplantierten führen. Anlässlich der 30. Jahrestagung der deutschen Transplantationsgesellschaft (DTG) diskutierten Expert:innen den Stellenwert der aktuell verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten. Zudem stellten sie zukünftige Therapieoptionen insbesondere für die besonders herausfordernde refraktäre/resistente CMV-Infektion bei Post-Transplantatempfängern vor.
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Medizin
Test erkennt Eierstock- und Brustkrebs im Gebärmutterhalsabstrich
Die Arbeitsgruppe um Martin Widschwendter, Professor für Krebsprävention und Screening an der Universität Innsbruck, konnte mit den neu entwickelten WID-Tests die epigenetischen Fußabdrücke für Eierstock- und Brustkrebs anhand eines einfachen Gebärmutterhalsabstrichs bestimmen, also ohne invasive Gewebeprobe aus dem Tumor. Die Wissenschaftler:innen veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachmagazin Nature Communications.
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Medizin
Ursache für entzündliche Darmerkrankung entdeckt
Immer mehr Menschen leiden an chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, doch bislang ist unklar, wodurch diese Entzündungsreaktionen ausgelöst werden. Wissenschaftler:innen der Technischen Universität München (TUM) haben jetzt einen Mechanismus aufgedeckt, der bei der Krankheit XLP2 ein problematisches Wechselspiel zwischen Darmbakterien und Zellen der Darmschleimhaut auslöst. Das Forschungsteam geht davon aus, dass die Erkenntnisse auch auf andere Darmkrankheiten übertragbar sind und Ansätze für die Entwicklung neuer Medikamente bieten könnten.
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Medizin
COVID-19: Wie kommt es zum schweren Verlauf?
Eine Infektion mit SARS-CoV-2 geht an einigen Betroffenen fast spurlos vorüber, bei anderen entwickelt sich eine lebensbedrohliche COVID-19-Erkrankung. Bisher versteht man nicht genau, warum die Verläufe, gerade die mit der Ursprungsvariante, so große Unterschiede aufweisen. Ein Team von Wissenschaftler:innen hat nun herausgefunden, dass schwere Verläufe neben einer starken Immunaktivierung und Entzündungsreaktionen vor allem durch eine Funktionsstörung des Endothels gekennzeichnet sind: Wird diese Barriere zwischen Blutstrom und Gewebe geschädigt, verschlechtert sich der Zustand der Patient:innen.
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Medizin
DGIM-Arbeitsgruppe legt Expert:innenkonsens vor
Was kann die „App auf Rezept“ leisten?
Seit etwas mehr als 1 Jahr ist es möglich, Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) auf Rezept zu verordnen. Voraussetzung dafür ist, dass sie als Medizinprodukte mit CE-Zertifikat zugelassen sind und bereits einen medizinischen Nutzen oder eine Verbesserung der Patient:innenversorgung nachgewiesen haben oder dies innerhalb 1 Jahres wahrscheinlich ist. In diesem Fall erhalten sie eine vorläufige Zulassung. Doch wie steht es um den tatsächlichen Nutzen in der Praxis? Wie lassen sich die neuen Anwendungen in die ärztliche Diagnostik und Therapie einbinden? Welche rechtlichen Aspekte gibt es und was kann speziell die Innere Medizin von DiGA erwarten? Die Arbeitsgruppe „Digitale Gesundheitsanwendungen“ der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) hat sich einen ersten Überblick verschafft und in der Fachzeitschrift „Der Internist“, dem offiziellen Organ der DGIM, veröffentlicht.
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Medizin
Chamäleon Zöliakie: S2k-Leitlinie aktualisiert
Bauchschmerzen, ein Bläh- und Völlegefühl, chronischer Durchfall, Übelkeit oder Gewichtsverlust sind einige der Symptome, die bei Zöliakie auftreten können. Doch häufig sind die Symptome nicht eindeutig und Betroffene müssen bis zur feststehenden Diagnose mitunter einen langen Leidensweg hinter sich bringen. Daher wird die Zöliakie auch das „Chamäleon der Gastroenterologie“ genannt. Unter Mitwirkung von Expertinnen und Experten aus der Gastroenterologie, Kindergastroenterologie, Pathologie, Genetik, Ernährungsmedizin, Ernährungswissenschaft und Mitgliedern der Patientenselbsthilfegruppe Deutsche Zöliakie Gesellschaft (DZG) wurde jetzt die S2K-Leitlinie „Zöliakie“ aktualisiert. Die Leitlinie soll den Weg zur gesicherten Diagnosestellung verkürzen und die Beratungskompetenz bei den Behandelnden stärken, um die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.
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Medizin
Neue Datenquelle für die Surveillance von Atemwegsinfekten
Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) hat eine neue Datenquelle für die Surveillance von Infektionserkrankungen erschlossen. Hierzu sind gesundheitliche Beschwerden, die im Rahmen des Serviceangebots der Rufnummer 116117 für Akutfälle dokumentiert sind, systematisch ausgewertet worden. Darunter fallen unter anderem Atembeschwerden, Erkältung, Halsschmerzen, Husten und Schluckbeschwerden. Die im Zuge der strukturierten medizinischen Ersteinschätzung über die 116117 gewonnenen Assessments zu akuten respiratorischen Erkrankungen (ARE) zeigen, dass dieser Indikator sehr gut geeignet ist, um das Ansteigen von Infektionswellen abzubilden.
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Medizin
Ansätze für die Neugestaltung der Zukunft der Urologie
Die Erste war sie Zeit ihres Berufslebens: die erste Urologin, die ihre komplette Facharztweiterbildung in der Universitätsmedizin Mainz absolviert hat, die erste Urologin, die dort habilitiert hat und die erste Direktorin der Klinik und Poliklinik für Urologie im Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf (UKE) und damit die bundesweit erste und bisher einzige Ordinaria in der Urologie. Seit September 2021 steht Prof. Dr. Margit Fisch in der über 100-jährigen Geschichte der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) als erste Frau an der Spitze der Fachgesellschaft. Besonderen Druck spürt sie als Präsidentin und Verantwortliche für den diesjährigen 74. DGU-Kongress in Hamburg nicht: „Grundsätzlich ist der Druck, einen guten Kongress zu organisieren genderunabhängig für alle Präsidenten gleich. Meinem hohen persönlichen Anspruch hilft es, dass ich in der Vergangenheit bereits viele auch internationale Kongresse für unterschiedliche Fachgesellschaften wie das International Meeting On Reconstructive Urology oder das World Meeting der Société Internationale d'Urologie organisiert habe. Außerdem bin ich durch meinen beruflichen Werdegang an einer hoch kompetitiven Klinik und in meiner heutigen Position als Klinikdirektorin einen gewissen Druck gewöhnt.“
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Gesundheitspolitik
BDI sieht Kommunikation als Grundproblem in der Corona-Pandemie
Die STIKO hat sich für eine zweite Booster-Impfung für bestimmte Gruppen ausgesprochen. Die Ärzteschaft erfährt erneut in den Publikumsmedien über die Entscheidung. Aus Sicht des Berufsverbandes Deutscher Internistinnen und Internisten ist dieses Vorgehen unverständlich und für die Impfkampagne kontraproduktiv.
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Medizin
Plaque-Psoriasis: neues Dosierungsschema für Secukinumab zugelassen
Bei Betroffenen mit Psoriasis kommt es oftmals zu wiederkehrenden Krankheitsschüben – der Phasensymptomatik, die auch für die Therapie der Erkrankung eine große Herausforderung bedeuten kann (1). Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat kürzlich die Zulassung von Secukinumab um ein neues Dosierungsschema zur Therapie der mittelschweren bis schweren Plaque-Psoriasis für erwachsene Patient:innen mit einem Körpergewicht von ≥90 kg erweitert (2). Die Zulassungsanpassung ermöglicht es nun bei dieser spezifischen Patientenpopulation, die Dosierung flexibel von 300 mg monatlich auf 300 mg im 2-wöchentlichen Rhythmus zu erhöhen (2).
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Medizin
Studien zu Molnupiravir: Wirksamkeit gegen die Omikron-Variante
Am 28.01.22 wurden die Ergebnisse aus 6 präklinischen Studien bekanntgegeben, die zeigen, dass der orale antivirale Wirkstoff Molnupiravir in vitro gegen die SARS-CoV-2-Variante Omikron (B1.1.529) Aktivität gezeigt hat.
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Medizin
Neues Mausmodell für COVID-Forschung entwickelt
Ob es um die Mechanismen der Erkrankung geht oder um die Entwicklung wirksamer und sicherer Impfstoffe, Medikamente und Therapien: Auch bei der Erforschung von COVID-19 spielen adäquate Krankheitsmodelle eine bedeutende Rolle. Auf der Suche nach immer besseren Tools hat eine Forschungsgruppe um Sylvia Knapp an der MedUni Wien ein neues COVID-19-Mausmodell entwickelt, das in der kürzlich im Fachjournal „eLife“ publizierten Studie vorgestellt wird.
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Medizin
Dupilumab bei schwerem Asthma: Zulassungserweiterung für Kinder ab 6 Jahren empfohlen
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat eine positive Stellungnahme zur Erweiterung der Zulassung von Dupilumab in der Europäischen Union (EU) abgegeben (1). Empfohlen wird die Anwendung als Add-on-Erhaltungstherapie bei Kindern im Alter von 6 bis 11 Jahren mit schwerem Asthma mit Typ-2-Inflammation, bei denen die Erkrankung durch 2 Erhaltungstherapien unzureichend kontrolliert ist. Eine Typ-2-Inflammation ist gekennzeichnet durch eine erhöhte Anzahl der Eosinophilen im Blut und/oder einen erhöhten Wert des fraktionierten exhalierten Stickstoffmonoxids (FeNO). Die endgültige Entscheidung der Europäischen Kommission über die Zulassung von Dupilumab wird in den kommenden Monaten erwartet.
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Medizin
Technologische Unterstützung für verbesserte Blutzuckereinstellung
Digitale Lösungen halten als unterstützende Technologie immer stärker Einzug in die Diabetestherapie: Durch gewonnene Daten aus CGM-Systemen (Continuous glucose monitoring, kontinuierliche Glucosemessung) können die täglichen Schwankungen des Blutzuckers umfassend aufgedeckt werden. Der Einsatz von digitalen Lösungen in Kombination mit Basalinsulinen wie Insulin degludec kann die Blutzuckereinstellung von Menschen mit Typ 2 Diabetes positiv beeinflussen: So zeigte sich in einer open-label Studie, dass unter Insulin degludec in Kombination mit einem CGM-System die Zeit im Glucosezielbereich (mittlere Time in Range, TIR) im Vergleich zu Insulin glargin 100 E/ml verlängert werden konnte (1). Smartpens können CGM-Daten um Injektionszeitpunkte und die jeweilige Dosis erweitern.
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Medizin
CHMP-Empfehlung: Empagliflozin für Erwachsene mit HFpEF
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine Zulassungsempfehlung für Empagliflozin zur Behandlung von Erwachsenen mit symptomatischer, chronischer Herzinsuffizienz ausgesprochen (3). Bisher ist Empagliflozin für die Behandlung von Erwachsenen mit unzureichend eingestelltem Typ-2-Diabetes sowie für die Behandlung von Erwachsenen mit symptomatischer, chronischer Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF) zugelassen (Erwachsene mit symptomatischer, chronischer Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse II–IV) und reduzierter Ejektionsfraktion (LVEF ≤ 40%)) (4). Im Falle einer Zulassung durch die Europäische Kommission würde die Empfehlung die Indikation auf Erwachsene mit Herzinsuffizienz über das gesamte Spektrum der linksventrikulären Ejektionsfraktion (LVEF) ausweiten, also auch Patient:innen mit erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF) einschließen.
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