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News | Beiträge ab Seite 272

Praxismanagement
 3 Min|

Ärzte-Umfrage bestätigt: Telemedizin ist weiter auf dem Vormarsch

Eine aktuelle DocCheck-Umfrage unter 300 Ärzten gibt Aufschluss zur Akzeptanz und Nutzung von Video-Sprechstunden von Medizinern sowie den Vorteilen und Herausforderungen für den Praxisalltag. Über ein Fünftel der befragten Ärzte (21%) bietet demnach bereits telemedizinische Leistungen an – weitere 18% haben konkrete Pläne, in die telemedizinische Anwendung einzusteigen. Gründe dafür liegen aus Sicht der Ärzte vor allem in den Vorteilen der höheren Flexibilität (49%) und gesteigerten Effizienz (42%), die digitale Leistungen mit sich bringen können.
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Medizin
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Neurologisches Syndrom bei Kindern identifiziert

Ein neu entdeckter genetischer Defekt führt bei Kindern zu verzögerter Sprachentwicklung und motorischen Beeinträchtigungen. Dem Syndrom liegen Veränderungen in der RNA-Interferenz zugrunde. "Dieser Mechanismus reguliert die Expression von Genen in den Zellen, er steuert also, wie genetische Informationen im Organismus zum Ausdruck kommen und in Erscheinung treten", sagt Prof. Dr. Hans-Jürgen Kreienkamp, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Für die Entdeckung des Mechanismus wurden die beiden US-Wissenschaftler Andrew Z. Fire und Craig C. Mello 2006 mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin ausgezeichnet.
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Medizin
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Morbus Crohn: Langfristige klinische Remission unter Ustekinumab

Auf der diesjährigen UEGW Virtual 2020 (United European Gastroenterology Week) wurden neue, finale 252-Wochen-Daten der offenen Langzeitverlängerungsstudie (Long-Term Extention, LTE) von IM-UNITI vorgestellt. Diese Daten zeigten, dass die Behandlung von Patienten mit mittelschwerem bis schwerem aktiven Morbus Crohn mit Ustekinumab (Stelara®) über fast 5 Jahre zu einer langfristigen klinischen Remission führen kann (1).
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Medizin
 4 Min|

Plaque-Psoriasis: Neuartiger, oraler, selektiver TYK2-Inhibitor in Phase-III-Studie überlegen

Es liegen positive Ergebnisse der Studie POETYK PSO-1 vor, der ersten pivotalen Phase-III-Studie zur Evaluierung von Deucravacitinib (BMS-986165), einem neuartigen, oralen, selektiven Tyrosinkinase-2 (TYK2)-Inhibitor, für die Behandlung von Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis. In der Studie POETYK PSO-1 wurde die Dosierung von 6 mg Deucravacitinib einmal täglich untersucht. Beide co-primären Endpunkte wurden im Vergleich zu Placebo erreicht, wobei mehr Patienten nach 16 Wochen Therapie mit Deucravacitinib einen Psoriasis Area and Severity Index (PASI) von 75 erreichten, definiert als eine PASI-Verbesserung um mindestens 75%, wie auch einen sPGA (Static Physician’s Global Assessment)-Score von 0/1 (frei von Hautläsionen oder fast frei).
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Medizin
 3 Min|

Chronische Niereninsuffizienz: Biomarker Cystatin C bei risikoarmen Patienten genauer als Kreatinin

Chronische Nierenerkrankungen, häufig Folge von Diabetes oder Bluthochdruck, gelten als eigenständiger Risikofaktor für Herzinfarkt oder Schlaganfall. In einer Studie wurde gezeigt, dass eine auf dem Marker Cystatin C-basierende Messmethode unter bestimmten Umständen genauer sein kann als die bislang verwendete Messung mittels Kreatinin. Veröffentlicht wurde die Arbeit im Fachjournal BMC Medicine.
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Praxismanagement
 2 Min|

Abschied vom analogen Arztbrief

Das Telekom Krankenhausinformationssystem iMedOne® ist bereit für die Kommunikation im Medizinwesen (KIM). Kliniken können analoge Arztbriefe künftig ersetzen und so Geld und Zeit sparen. Wenige Wochen nachdem die gematik die iMedOne®-Funktionalität für den E-Medikationsplan erfolgreich geprüft hat, folgt der nächste Schritt auf dem Weg zum digitalisierten Gesundheitswesen: Die gematik bestätigte iMedOne® die Konformität seiner Schnittstelle zum KIM-Clientmodul*.
 
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Medizin
 6 Min|

Patientenbefragungen digitalisieren: Mit PROM und PREM zu höherer Behandlungsqualität

Die Einschätzung des eigenen Gesundheitszustands und des Wohlbefindens durch den Patienten im Alltag während einer Therapie (Patient Reported Outcome Measures, kurz: PROMs) sowie die Bewertung der Versorgungsqualität im Allgemeinen (Patient Reported Experience Measures, kurz: PREMs) finden auch heute noch in Kliniken und Praxen klassisch analog mit Stift und Papier statt. Die Digitalisierung dieser regelmäßigen Patientenbefragungen birgt große Chancen: Durch eine strukturierte Datenabfrage können damit verbundene administrative Aufwände und manuelle Analysen zum einen vollständig entfallen und automatisiert werden. Zum anderen besteht über Data Mining die Möglichkeit, Daten in der Breite zu konsolidieren und darüber Informationen über die Effekte von Therapien zu erhalten – und damit das Potenzial, sie patientenindividuell zu verbessern und neue Standards zu schaffen.
 
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Medizin
 5 Min|

MS: Gute Langzeitwirkung und günstiges Sicherheitsprofil von Teriflunomid

Der Wirkstoff Teriflunomid hat sich in Langzeitstudien wie auch in Real World-Studien bei der Therapie der schubförmig-remittierenden Multiplen Sklerose (RRMS) etabliert und zeigt eine langanhaltende Wirksamkeit bei guter Verträglichkeit und konsistent günstigem Sicherheitsprofil. Untersuchungen zu antiviralen Effekten zufolge kann Teriflunomid (Aubagio®) möglicherweise auch den Verlauf einer Covid-19-Erkrankung günstig beeinflussen (1), berichtete Professor Dr. Mark Obermann, Schildautal Seesen, bei einem virtuellen Pressegespräch. So gibt es nach seiner Darstellung Berichte über selbstlimitierende Covid-19-Erkrankungen bei auf Teriflunomid eingestellten MS-Patienten (1).. „Die Effekte werden derzeit eingehend untersucht“, erläuterte der Neurologe.
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Medizin
 3 Min|

Unfallchirurgen positionieren sich für die Vorbereitung zur medizinischen Bewältigung von Terror- oder Amoksituationen in Kliniken

Anlässlich des gestrigen Terroranschlages in Wien und dem der vergangenen Woche in Frankreich bekräftigt die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) die Notwendigkeit, Kliniken auf die Bewältigung einer derartigen lebensbedrohlichen Einsatzlage vorzubereiten. „Wir nehmen die Terrorbedrohung unverändert sehr ernst und arbeiten schon länger daran, dass Mediziner für die Versorgung von Schuss- und Explosionsverletzungen ausgebildet werden. Jetzt fordern wir die flächendeckende Umsetzung unserer Konzepte. Sie sind ein wichtiger Baustein der Daseinsvorsorge“, sagt DGU-Präsident Prof. Dr. Michael J. Raschke. So hat die Fachgesellschaft im neuen erst kürzlich veröffentlichten Weißbuch Schwerverletzenversorgung (3. Auflage) eingeführt, dass sich Kliniken verpflichtend auf die Bewältigung von Terror- oder Amoksituationen vorbereiten müssen.
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Medizin
 5 Min|

ATTR-CM: Frühe Diagnostik für frühzeitigen Therapiebeginn

Die Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie (ATTR-CM) ist aufgrund ihres breiten Symptomspektrums bislang oft unterdiagnostiziert. Entscheidend ist es, betroffene Patienten bereits in frühen Stadien in der kardiologischen Primärversorgung zu identifizieren, damit sie in einem spezialisierten Zentrum adäquat versorgt werden können. Das ist angesichts der Tatsache, dass die mit einer hohen Mortalität assoziierte Erkrankung mit Tafamidis (Vyndaqel®) 61 mg nun erstmals kausal behandelt werden kann, ein wichtiges Anliegen. Welche Red Flags den Verdacht auf eine ATTR-CM lenken, welche Maßnahmen für eine zuverlässige Diagnostik ergriffen werden sollten und wie eine ATTR-CM behandelt wird, waren Themen bei den DGK Herztagen.
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Medizin
 5 Min|

Verbesserte Anfallskontrolle durch Perampanel: Gute Chancen auch bei speziellen Patientengruppen

„Umfangreiche Erfahrungen aus dem Praxisalltag und neue Studienergebnisse zeigen, dass es bei Einsatz geeigneter Antikonvulsiva im Rahmen einer individualisierten Epilepsietherapie möglich ist, die Anfallskontrolle nachhaltig zu verbessern“, konstatierte Prof. Dr. Bernhard J. Steinhoff, Epilepsiezentrum Kehl-Kork, Vorsitzender eines Symposiums im Rahmen der DGfE-Jahrestagung. Zu den häufigen Herausforderungen im Praxisalltag zählen die Behandlung von Epilepsiepatienten mit Schlafstörungen, idiopathisch generalisierten Epilepsien sowie die Therapieentscheidung bei Hirntumor-assoziierten epileptischen Anfällen.
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Medizin
 2 Min|

Morbus Gaucher: 5 Jahre gute Erfahrung mit Substratreduktion

Mit einer Prävalenz von weniger als 1/40.000 gehört die Speicherkrankheit Morbus Gaucher in unseren Breiten zu den seltenen Erkrankungen, merkte PD Dr. med. Anton Gillessen, Münster, auf einem Online-Meet-the-Expert an. Dennoch sollte der Arzt, vor allem bei einer Hepato- und Splenomegalie „einfach daran denken.“ Denn die gesicherte Diagnose ist mit einem Trockenblut-Test leicht zu erstellen. Und die Existenz von 2 guten Wirkprinzipien hat den M. Gaucher gerade vom Typ 1 gut behandelbar gemacht.  
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Medizin
 2 Min|

Chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen: Verbesserung der nasalen Polypen unter Benralizumab

Die Ergebnisse der Phase-III-Studie OSTRO zeigen, dass Benralizumab (Fasenra®) (1) im Vergleich zu Placebo eine statistisch signifikante Verkleinerung der nasalen Polypen sowie eine Verbesserung der nasalen Obstruktion bei PatientInnen mit chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP) bewirkte: Gemessen wurde diese anhand des endoskopischen Polypen-Scores (NPS) und des Nasal-Blockage-Scores (NBS) bei PatientInnen mit schwerer bilateraler Polyposis nasi, die trotz fortlaufender Behandlung mit dem Therapiestandard (SoC) symptomatisch waren (2).
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Medizin
 3 Min|

Rheumatoide Arthritis: JAK-Inhibitor wirkt stärker analgetisch als Biologikum

Baricitinib, ein kleinmolekularer, selektiver, kompetitiver Inhibitor der Januskinasen JAK1 und JAK2, hat sich bei der Behandlung der Rheumatoiden Arthritis (RA) einen festen Platz erobert. RA-Experten stellten Daten zum JAK-Inhibitor (JAKi) vor und besprachen Besonderheiten dieses Small molecules, wie etwa die exzellente analgetische Wirkung. Auf einem Satellitensymposium von Lilly während des Rheumakongresses 2020 wurde zudem die Sicherheit von Baricitinib thematisiert.
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Medizin
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Asthma-Update: Therapien und die Rolle von SAD bei der Pathogenese

Der Horizont an Behandlungsmöglichkeiten für Asthma-Patienten weitet sich zunehmend. So zeigen beispielsweise aktuelle Studiendaten einen Nutzen von Dreifach-Fixkombinationen aus LAMA/LABA/ICS bei unkontrolliertem Asthma. Dabei verfestigt sich die Erkenntnis, dass Entzündungen in den kleinen Atemwegen auch bei Asthma eine zentrale Rolle spielen und daher in der Therapieentscheidung berücksichtigt werden sollten. Prof. Dr. Monica Kraft, University of Arizona, USA, betonte in ihrem Vortag auf dem diesjährigen virtuellen Kongress der ERS (European Respiratory Society) die Beteiligung der Small Airways Dysfunktion (SAD) an der Pathogenese sowie die gute Lungendeposition extrafeiner Partikel. Prof. Dr. Johann Christian Virchow, Universitätsklinikum Rostock, erläuterte, welche Bedeutung das LAMA in der Asthma-Therapie sowie die fixe Kombination aus LAMA/LABA/ICS hat und welche Patienten im Besonderen davon profitieren könnten.
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Praxismanagement
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EKG ohne Praxisbesuch

Die Gesundheitsbranche in ganz Europa kämpft mit Herausforderungen wie dem Mangel an klinischen Ressourcen. Der Gesundheitsdienst vieler Länder wird zudem hauptsächlich aus dem öffentlichen Sektor finanziert. Die wachsende Nachfrage an medizinischen Leistungen muss daher mit einem begrenzten Budget abgedeckt werden. Das führt unter anderem zu langen Wartezeiten für Untersuchungen wie das EKG-Monitoring von Patienten mit kardiologischen Symptomen. Intelligente medizinische Geräte und innovative Dienstleistungen eröffnen eine Möglichkeit, diese Herausforderung zu meistern. Sie bilden die Basis für zeit- und kosteneffizientere Gesundheitsdienstleistungen, ohne die Qualität der medizinischen Versorgung zu gefährden.
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Medizin
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Computerassistierte Chirurgie: Vorhersagen, wann Klammer und Schere gebraucht werden

Wissenschaftler am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) und am Zentrum für taktiles Internet mit Mensch-Maschine-Interaktion (CeTI) der TU Dresden haben mithilfe künstlicher Intelligenz erstmals eine Methode entwickelt, mit der Computer die Nutzung chirurgischer Instrumente vor deren Einsatz vorhersehen können. Sie verwendeten dafür ein neuronales Netz, das sie mit einem spezifischen Anforderungsprofil versahen und mit Videos von realen Operationen trainierten. Die Fähigkeit intelligenter Softwarelösungen, Ereignisse im Operationssaal zu erkennen und zu interpretieren, ist eine wichtige Voraussetzung, um dem OP-Team situationsbezogene Assistenzfunktionen – beispielsweise durch Roboter – bereitstellen zu können. Die Ergebnisse ihrer Untersuchung stellten die Wissenschaftler im Rahmen der International Conference on Medical Image Computing & Computer Assisted Intervention (MICCAI) vor.
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