News | Beiträge ab Seite 273
Medizin
5 Min|
Nicht-valvuläres Vorhofflimmern und akutes Koronarsyndrom: Niedrigere Blutungsraten unter Apixaban
Auf der Jahreskonferenz des American College of Cardiology (ACC) wurden in der „Late-Breaking-Session“ (Abstract 405-08) erstmals Ergebnisse der Phase-IV-Studie AUGUSTUS präsentiert und zeitgleich im New England Journal of Medicine publiziert (1). Darin wurde Apixaban (Eliquis®) vs. den Vitamin-K-Antagonisten (VKA) Warfarin bei Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (nvVHF) und akutem Koronarsyndrom (ACS) und/oder perkutaner Koronarintervention (PCI) untersucht (1). Nach einer Beobachtungsdauer von 6 Monaten konnte gezeigt werden, dass bei nvVHF-Patienten mit ACS und/oder PCI, die mit einen P2Y12-Inhibitor mit oder ohne Acetylsalicylsäure (ASS) behandelt wurden, der Anteil der Patienten mit schweren oder klinisch relevanten nicht-schweren (CRNM) Blutungen (primärer Endpunkt) signifikant geringer war, wenn sie zusätzlich als orale Antikoagulation Apixaban 5 mg 2x tgl. erhielten, verglichen mit der oralen Antikoagulation mit einem VKA (10,5% vs. 14,7%, HR=0,69%, p für Überlegenheit < 0,001) (1).
Lesen Sie mehr
Medizin
2 Min|
Alzheimer: Human-spezifische Erkrankung
Ein Team um Prof. Dr. med. Thomas Arendt vom Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung in Genom- und Transkriptom-Analysen, Leipzig, konnte zeigen, dass die bei Alzheimer in ihrer Aktivierung veränderten Gene in der jüngeren stammesgeschichtlichen Vergangenheit evolutionsbiologischen Anpassungen unterworfen waren. Damit ist Alzheimer eine human-spezifische Erkrankung, die sich nur sehr begrenzt in Tierversuchen nachbilden lässt.
Lesen Sie mehr
Medizin
1 Min|
Herpes simplex: Bessere Therapieoption durch PPI plus Virostatika
Eine neue Wirkstoff-Kombination könnte die Therapie von Herpes-simplex-Infektionen verbessern. Das haben Wissenschaftler der Goethe-Universität Frankfurt und der University of Kent, Großbritannien, herausgefunden. Die Forscher testeten verschiedene Wirkstoffe in Zellkulturen und entdeckten, dass Omeprazol und andere Protonenpumpen-Inhibitoren (PPI) die Wirksamkeit des Virostatikums Aciclovir verbessern konnten.
Lesen Sie mehr
Praxismanagement
2 Min|
Praxisschließung bei Coronavirus: Anspruch auf Entschädigung
Sollte der Praxisbetrieb aus infektionsschutzrechtlichen Gründen untersagt werden, können Sie Anspruch auf Entschädigung geltend machen. Nach dem Infektionsschutzgesetz gilt diese Regelung sowohl für Sie als Praxisinhaber als auch für Ihre angestellten Mitarbeiter. Voraussetzung für Entschädigungsansprüche: Verbot der Erwerbstätigkeit oder Anordnung von Quarantäne aus infektionsschutzrechtlichen Gründen.
Lesen Sie mehr
Medizin
3 Min|
Digitale Medizin: Stärkung der Arzt-Patienten-Beziehung
Ärzte müssen sich die Deutungshoheit über medizinische Fragen heute mit einer Reihe anderer „Experten“ teilen (1), bspw. mit Online-Gesundheitsangeboten. So nutzen 58% aller Patienten vor dem Arztbesuch das Internet, 62% recherchieren danach weiter (2). Sie wollen mehr über ihre Erkrankung erfahren und bei der Therapie mitentscheiden. Das hat Einfluss auf die Kommunikation zwischen Arzt und Patient (1). Ärzte können für ihre Patienten zum Coach im digitalen Dickicht werden, indem sie auf geprüfte und glaubwürdige Inhalte verweisen. Unterstützung bieten dabei produktunabhängige Therapiebegleitprogramme wie TheraKey®.
Lesen Sie mehr
Medizin
4 Min|
Chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen: Neue erstattungsfähige Add-on-Therapieoption
Mit einer zugeschwollenen Nase und entzündeten Nasennebenhöhlen kämpft mehr als jeder 10. Deutsche, berichtete Martin Pautler, niedergelassener HNO-Arzt aus Bingen (1). Wenn zusätzlich zu der chronischen Rhinosinusitis Nasenpolypen entstehen, wird der Leidensdruck häufig sehr hoch und die Betroffenen wünschen sich oft verzweifelt neue Behandlungsmöglichkeiten. Seit dem 24. Oktober 2019 ist Dupilumab (Dupixent®) zugelassen als Add-on-Therapie mit intranasalen Kortikosteroiden zur Behandlung von Erwachsenen mit schwerer CRSwNP, die mit systemischen Kortikosteroiden und/oder chirurgischen Eingriff nicht ausreichend kontrolliert werden kann. Damit ist Dupilumab das erste zugelassene Biologikum in dieser Indikation und stellt eine weitere wichtige Therapieoption dar.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
5 Min|
Stress im Job: Gesundheitspersonal am meisten belastet
Konkurrenzdruck, Mobbing, Überstunden, Schichtarbeit, ungerechte Bezahlung – und ein Smartphone, das ständige Erreichbarkeit einfordert: Immer mehr Arbeitnehmer stehen unter Dauerstress, vor allem Krankenpfleger. Das hat Folgen für die Psyche: Berufstätige leiden laut Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse zunehmend unter seelischen Erkrankungen wie Burnout, Anpassungsstörungen, Panikattacken, Depressionen, Schlaf- und somatoformen Störungen, also körperlichen Beschwerden, die keine organische Ursache haben.
Lesen Sie mehr
Medizin
4 Min|
Dupilumab auch als Fertigpen verfügbar
Mechanische Einstichhilfen, auch Autoinjektoren oder Fertigpens genannt, können Patienten bei der Applikation ihrer Medikamente unterstützen. Seit dem 1. März 2020 ist der Anti-IL-4/IL-13 Antikörper Dupilumab (Dupixent®), der durch duale Blockade die Signalwege von IL-4 und IL-13 hemmt, als Fertigpen verfügbar. „Wir wissen aus anderen Bereichen, dass mit einem Fertigpen die Adhärenz zugenommen hat, von daher freuen wir uns über die Einführung eines Fertigpens für Dupilumab“, sagt Dr. Peter Weisenseel, Facharzt für Dermatologie und Allergologie in Hamburg. Dupilumab ist in der EU für 3 Erkrankungen mit Typ-2-Inflammation zugelassen: mittelschwere bis schwere atopische Dermatitis*, schweres unkontrolliertes Asthma** und schweres CRSwNP***.
Lesen Sie mehr
Medizin
4 Min|
Morbus Pompe: Gute Wirksamkeit und Verträglichkeit von Avalglucosidase alfa in Phase-II-Studie
Neue Phase-II-Daten lieferten Sicherheits- und vorläufige Wirksamkeitsergebnisse aus 2 verschiedenen klinischen Studien zur Behandlung mit Avalglucosidase alfa, einer noch in der klinischen Prüfung befindlichen Enzymersatztherapie (ERT) sowohl bei Patienten mit late-onset (LOPD) als auch infantilem (IOPD) Morbus Pompe.
Lesen Sie mehr
Medizin
2 Min|
Vitamin B12-Mangel: Was Ärzte darüber wissen müssen!
Ein Mangel an Vitamin B12 tritt häufig auf, wird aber in der ärztlichen Praxis oft nicht erkannt. Das kann für die Patienten schwerwiegende Folgen haben. Die wichtigsten Praxis-Tipps, was bei der Diagnose und Therapie des Vitamin B12-Mangels zu beachten ist, fasst Neurologe Prof. Karlheinz Reiners in zwei Kurzvideos zusammen.
Lesen Sie mehr
Medizin
3 Min|
Hypoglykämien: Nasales Glukagon in Deutschland verfügbar
Ab dem 2. März 2020 wird nasales Glukagon (Baqsimi®) in Deutschland zur Verfügung stehen. Das nasale Glukagon ist indiziert zur Behandlung schwerer Hypoglykämien bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 4 Jahren mit Diabetes mellitus (1). Damit steht eine innovative, schnell und einfach anzuwendende Option (1, 2) zur Verfügung, die auch von ungeschulten hilfeleistenden Personen leicht verabreicht werden kann (2, 3).
Lesen Sie mehr
Medizin
2 Min|
Diätmanagement: Verbesserung von Arrhythmien und kognitiven Störungen
Bei Herzrhythmus- oder Gedächtnisstörungen bieten ernährungsmedizinische Interventionen im Rahmen einer bilanzierten Diät unterstützende Behandlungsmöglichkeiten.
Lesen Sie mehr
Medizin
2 Min|
Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie: Zulassung für Tafamidis
Tafamidis (Vyndaqel®) 61 mg hat von der Europäischen Kommission die Zulassung zur Behandlung der Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie (ATTR-CM) erhalten. Tafamidis 61 mg ist damit die erste und derzeit einzige pharmakologische Therapie in Europa, die für die Behandlung der lebensbedrohlichen Erkrankung ATTR-CM bei erwachsenen Patienten sowohl mit der Wildtyp- als auch mit der hereditären Form indiziert ist. Tafamidis 61 mg wird voraussichtlich ab dem zweiten Quartal 2020 in Deutschland zur Verfügung stehen. Mit dieser Zulassungserweiterung ist Tafamidis das einzige Präparat in Europa, das zur Behandlung der neurologischen und der kardiologischen Manifestationsform der Transthyretin-Amyloidose (ATTR-PN und ATTR-CM) eingesetzt werden kann.
Lesen Sie mehr
Medizin
2 Min|
Noonan-Syndrom: Zulassung für Somatotropin zur Behandlung von Wachstumsstörungen
Novo Nordisk hat bekannt gegeben, dass das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die Zulassung für Somatotropin (Norditropin®) um die Behandlung von Kindern mit Wachstumsstörungen aufgrund des Noonan-Syndroms erweitert hat. Somatotropin ist das einzige Wachstumshormon, das in Deutschland für die Behandlung von Kindern mit Noonan-Syndrom zugelassen ist.
Lesen Sie mehr
Medizin
3 Min|
Lyme-Borreliose: Cryptolepis zeigt bessere Wirksamkeit als Antibiotika
Gegenwärtig werden in den USA jedes Jahr mehr als 300.000 neue Borreliose-Fälle gemeldet, gegenüber 65.000 in Europa – aufgrund des Klimawandels und der Zersiedelung der Landschaft mit steigender Tendenz. Die Standardversorgung bei der Borreliose, eine Behandlung mit Antibiotika über 2-4 Wochen, ist nicht immer wirksam: Mindestens 10-20% der behandelten Patienten zeigen auch nach der Behandlung noch Symptome. Lyme-Borreliose-Patienten im Spätstadium können viele verschiedene Symptome aufweisen, darunter Müdigkeit, Gelenkschmerzen, Gedächtnisprobleme, Gesichtslähmung, Schmerzen, Nackensteifheit, Herzklopfen und schwere Kopfschmerzen. Die Entdeckung neuer Behandlungsmethoden gegen die Borreliose ist daher von großem Interesse.
Lesen Sie mehr
Medizin
4 Min|
Herzmuskelentzündung: Impella-Pumpe als dauerhaftes Implantat
Mediziner des Deutschen Herzzentrums Berlin (DHZB) konnten einer 37-jährigen Frau mit lebensbedrohlicher Herzmuskelentzündung ein Kunstherz oder eine Transplantation ersparen – dank einer schlauchförmigen Mikropumpe direkt im Herzen. Das System – eigentlich nur für den kurzfristigen Betrieb konzipiert – unterstützte den Kreislauf über Wochen, so dass die Entzündung erfolgreich medikamentös therapiert werden konnte.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
4 Min|
Stellungnahme zur Berichterstattung über „Cytotec zur Geburtseinleitung“
Die Deutsche Gesellschaft für Geburtshilfe und Gynäkologie e. V. (DGGG), die Arbeitsgemeinschaft für Geburtshilfe und Pränatalmedizin e. V. in der DGGG (AGG i. d. DGGG), die Deutsche Gesellschaft für Perinatale Medizin (DPGM) e. V., die Deutsche Gesellschaft für Pränatal- und Geburtsmedizin e. V. (DGPGM) sowie die Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender Ärztinnen und Ärzte in der Geburtshilfe und Frauenheilkunde e. V. (BLFG) möchten zur Berichterstattung über „Cytotec zur Geburtseinleitung“ Stellung nehmen.
Lesen Sie mehr
Medizin
7 Min|
Sphingomyelinasemangel: Positive Topline-Ergebnisse zu Prüfsubstanz Olipudase alfa
Olipudase alfa, eine noch in der klinischen Prüfung befindliche rekombinante humane saure Sphingomyelinase, zeigte in 2 getrennten klinischen Studien zur Untersuchung von Olipudase alfa für die Behandlung des sauren Sphingomyelinasemangels (ASMD) bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten positive Ergebnisse. Olipudase alfa ist die erste und einzige in der Spätphase der Entwicklung befindliche Enzymersatztherapie für die Behandlung des ASMD. Derzeit sind keine Therapien für ASMD zugelassen.
Lesen Sie mehr
Medizin
2 Min|
Hämophilie A: Ratgeber zum Älterwerden
Die Lebenserwartung von Menschen mit Hämophilie ist heutzutage dank moderner Medikamente nahezu auf dem Stand von gesunden Menschen. Doch das Älterwerden mit Hämophilie weist – neben typischen altersbedingten Beschwerden – Besonderheiten auf, die speziell mit der chronischen Erkrankung in Verbindung stehen, beispielsweise bei einer gleichzeitig vorhandenen Hepatitis C oder bei Gelenkschäden. Ein 5-köpfiges, interdisziplinäres Autoren-Team hat in dem Ratgeber „Älter werden mit Hämophilie“ Informationen speziell für Patienten und Angehörige zusammengetragen, um sie in dieser Lebensphase zu unterstützen. Die von Bayer unterstützte Publikation umfasst verschiedene Schwerpunkte: Basiswissen zu Hämophilie, Alterungsprozess, Prävention, Psyche, Sozialrecht sowie ein Fokus auf Leber, Herz und Knochen.
Lesen Sie mehr
Medizin
3 Min|
Hüftfraktur: Orthogeriatrisches Co-Management senkt Mortalität
Das Zusammenspiel von Unfallärzten, Chirurgen und Spezialisten für Alternsmedizin hilft, die Sterblichkeit von älteren Patienten mit Hüftfrakturen erheblich zu senken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Forschenden der Universität Ulm in Zusammenarbeit mit Partnern aus Stuttgart und Hamburg über das orthogeriatrische Co-Management. Dazu haben die Ärzte die Daten von rund 58.000 Menschen ausgewertet, die in deutschen Krankenhäusern mit der Diagnose Hüftfraktur behandelt worden sind. Die Ergebnisse wurden im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht.
Lesen Sie mehr