News | Beiträge ab Seite 273
Gesundheitspolitik
Pflegenotstand in Kinderkliniken
Auch in einer generalistischen Pflegeausbildung darf die Pflege kranker Kinder nicht zur Nebensache werden: Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) mahnt an, bei der Umsetzung des Pflegeberufereformgesetzes den Fachkräftemangel an Kinderkliniken nicht zu verdrängen.
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Medizin
Hypercholesterinämie: Wirtschaftliche Alternative zu Ezetimib und Ezetimib plus Simvastatin verüfgbar
56,6% aller Männer und 60,5% aller Frauen in Deutschland weisen einer Erhebung des Robert-Koch-Instituts zufolge ein erhöhtes Gesamtcholesterin im Blutserum auf (>190 mg/dl); ein stark erhöhtes Gesamtcholesterin von mehr als 240 mg/dl findet man bei 17,9% der Männer und 20,3% der Frauen (1). Die Gesamtprävalenz von Fettstoffwechselstörungen beträgt etwa 65% (1). Die aktuelle Leitlinie der European Society of Cardiology (ESC) und der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) empfiehlt HMG-CoA-Reduktasehemmer wie Simvastatin als medikamentöse Erstlinientherapie bei primärer Hypercholesterinämie („Statine“ hemmen die Cholesterinsynthese in der Leber) (2). Reicht eine Statin-Monotherapie nicht zum Erreichen der LDL-C-Zielwerte aus, nennt die Leitlinie die Kombination eines Statins mit einem Cholesterinresorptionsinhibitor wie Ezetimib als Option der Therapieintensivierung (2). Durch die Hinzunahme eines zweiten, synergistischen Wirkmechanismus ins Therapieregime kann das LDL-Cholesterin um weitere 15 bis 20% gesenkt sowie das kardiovaskuläre Risiko reduziert werden (2). Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) bewertet diese Kombination als „pharmakodynamisch plausibel“ (3).
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Gesundheitspolitik
Ärzte wollen Vorgaben für gesundes Essen
So etwas wie Sahnetorte zu essen, das ist in manchen Kreisen schon heute verpönt. Gleichzeitig bringen Tausende Deutsche zu viel auf die Waage und leiden unter Folgekrankheiten. Ärzte fordern, dass die Politik einschreiten soll. Wie soll das aussehen?
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Medizin
Bessere Blutzuckereinstellung: Natriumhydrogencarbonat – ein Akzessorisches Antidiabetikum
Der wichtigste Puffer im menschlichen Stoffwechsel ist Natriumhydrogencarbonat. Eine zentrale Rolle bei der Pufferung spielen die Nieren. Sind diese chronisch geschädigt, ist deren Fähigkeit zur Säureregulation mittels Natriumhydrogencarbonat reduziert. Dies stellt die Ausgangslage für eine chronische metabolische Azidose im Vor- und Dialysestadium dar.
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Medizin
Gestörte Hirn-Energiegewinnung bei Übergewicht
Im Gehirn von adipösen Menschen ist die Gewinnung von Energie aus Glukose stark vermindert. Das konnten Wissenschaftler in einer human-experimentellen Studie zeigen. Die gestörte Energiegewinnung des Gehirns könnte eine Erklärung für das häufig fehlende Sättigungsgefühl Übergewichtiger sein.
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Medizin
Bessere Risikobeurteilung bei koronarer Herzkrankheit
Mit einer kurzen Untersuchung im Magnetresonanztomographen kann das Risiko für schwerwiegende Komplikationen bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK) wesentlich besser eingeschätzt werden als mit bisher eingesetzten Parametern. Zu diesem wichtigen Ergebnis kommt eine Studie unter Federführung von Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) am Standort Rhein/Main.
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Medizin
Zulassung für Methotrexat bei mittelschwerer Psoriasis ermöglicht erstmalig Zugang zur MTX-Therapie
Mehr als ein Drittel aller Psoriatiker mit mittelschwerer Schuppenflechte (1) hatte bis dato keinen behördlich autorisierten Zugang zur Firstline-Therapie mit Methotrexat (MTX). Seit April 2018 ist der metex® PEN (2) europaweit zur Therapie der mittelschweren Psoriasis zugelassen, ergänzend zur Behandlung schwerer Formen. Langzeitdaten belegen schnellen Wirkeintritt und gute, anhaltende Wirksamkeit von subkutanem MTX bei mittelschwerer Psoriasis. Ein einfaches Therapieschema (1-mal wöchentlich) und anwenderfreundliches sowie sicheres Handling mit dem metex® PEN fördern die Therapietreue.
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Medizin
Tinnituspflaster – Klinische Wirkung
In einem Umfeld, in dem sämtliche Geräusche und Stimuli fehlen, bekommen alle relativ schnell zumindest kurzfristig Tinnitus. Wir alle haben unterschiedliche Geräusche in uns, da wir mobile, hörende und denkende Wesen sind. Normalerweise werden diese Geräusche weggefiltert, aber durch unterschiedliche Ereignisse kann ein belastender Kreislauf in Gang gesetzt werden, bei dem die Geräusche bemerkt werden, uns stören und sich zu einem Problem entwickeln.Tinnitus kann als ein „falsches” Bewusstsein eines Geräuschs betrachtet werden, eine Art Phantomphänomen im Gehirn. Vom 14. bis zum 16. März fand in Regensburg die weltweit führende Konferenz im Bereich der Tinnitusforschung statt. Dr. Peter Åhnblad, Oberarzt und Spezialist für Hals-, Nasen- und Ohrenerkrankungen, war vor Ort, um über das klinische Studienprogramm zu berichten, das kurz zuvor mit positiven Ergebnissen für das schwedische Tinnituspflaster Antinitus® durchgeführt worden war.
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Medizin
Impfstoff gegen Herpes Zoster und Post-Zoster-Neuralgie für Erwachsene ab 50 Jahren zugelassen
Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat den Impfstoff Shingrix® zur Prävention von Herpes Zoster und Post-Zoster-Neuralgie (PZN) bei Erwachsenen ab 50 Jahren zugelassen (1). Shingrix® ist ein Totimpfstoff, der mit 2 intramuskulären Dosen im Abstand von 2 (ggf. bis 6) Monaten verabreicht wird.
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Medizin
Androgenetische Alopezie: Neue S3-Leitlinie empfiehlt Minoxidil zur topischen Behandlung
In der aktuellen europäischen S3-Leitlinie zur Behandlung der androgenetischen Alopezie ist Minoxidil (z.B. von Regaine®) weiterhin die einzige topische Therapieoption, der sowohl bei Männern als auch bei Frauen das höchste Evidenz-Level 1 zugesprochen wird. Die Häufigkeit der an androgenetischer Alopezie leidenden Patienten nimmt mit zunehmendem Alter zu und betrifft bis zu 80% der Männer sowie 42% der Frauen – kaukasischer Abstammung – ab 70 Jahren. Die Erkrankung bedeutet meist eine spürbare Beeinträchtigung der Lebensqualität für die Betroffenen, besonders Frauen leiden häufig stark unter dem Krankheitsbild (1). Mit Minoxidil 5% topischem Schaum enthält die Leitlinie erstmals eine Empfehlung für eine einmal tägliche topische Therapie für die Frau. Für den Mann wird eine zweimal tägliche Therapie empfohlen, um die Progression der androgenetischen Alopezie zu verbessern (2).
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Gesundheitspolitik
Pflegemangel in Intensivmedizin führt zu Versorgungsengpässen
Auf Deutschlands Intensivstationen zeichnet sich ein gravierenderer Mangel an Pflegepersonal ab. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) hin und appelliert an die Politik, die Rahmenbedingungen für die Intensivpflege neu zu ordnen: Arbeitsbedingungen, Pflegeschlüssel und Bezahlung müssten deutlich verbessert werden. Nur so ließen sich qualifizierte Fachkräfte in ausreichender Zahl finden, um die Versorgungsqualität in der Intensivmedizin auch in Zeiten des demographischen Wandels aufrechtzuerhalten.
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Gesundheitspolitik
Diagnostik und Behandlung von Dyskalkulie
Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) begrüßt, dass die S3-Leitlinie endlich wissenschaftlich fundierte, einheitliche Standards in der Diagnostik und Behandlung der Rechenstörung (Dyskalkulie) schafft. Seit Jahrzehnten warten Menschen mit einer Dyskalkulie vergeblich darauf, dass sie genauso wie die Legasthenie in der Schule, der Ausbildung und im Studium anerkannt wird. Jetzt ist eine wichtige Grundlage für die Anerkennung entstanden, sagt Christine Sczygiel, Bundesvorsitzende des BVL.
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Gesundheitspolitik
Krankenkasse muss nicht jede Therapie auf ärztliches Anraten bezahlen
Krankenkassen müssen nicht für alle Heilbehandlungen aufkommen. Ist die gewünschte Therapie noch Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen, kann die Kasse auf andere, erprobte Möglichkeiten verweisen. Das gilt auch, wenn die behandelnden Ärzte die Therapie empfohlen haben, entschied das Sozialgericht Detmold (Az.: S 3 KR 604/15). In dem verhandelten Fall litt eine Frau unter einer krankhaften Fettverteilungsstörung.
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Medizin
Tapentadol bei chronischen Schmerzpatienten entlastet das ärztliche Budget und reduziert den Arbeitsaufwand
In Deutschland leiden etwa 17% aller Erwachsenen an chronischen Schmerzen. Deutlich über die Hälfte davon, rund 61%, sind chronische Rückenschmerzpatienten (1). Neben dem Leid der Betroffenen und den daraus resultierenden häufigen Arztbesuchen stellen chronische Schmerzerkrankungen auch wegen der hohen Behandlungskosten eine große Herausforderung dar. Hinzu kommt eine große volkswirtschaftliche Belastung durch kurz- und langfristige Arbeitsausfallzeiten, Krankengeld und Frühberentungen. Hinsichtlich der direkten und indirekten Kosten spielt es aber offenbar eine entscheidende Rolle, welches Analgetikum Ärzte verordnen. Dies zeigen Daten einer nicht-interventionellen Studie, denen zufolge Tapentadol retard (Palexia® retard) aufgrund seiner starken Wirksamkeit und seines guten Nebenwirkungsprofils den Bedarf an Begleitmedikation und therapiebegleitenden Maßnahmen wie Physiotherapie deutlich reduziert (2). Die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage ging im Vergleich zur Vortherapie um rund 60% zurück (3). Somit zahlt sich die Behandlung mit Tapentadol volks- und betriebswirtschaftlich gleichermaßen aus. Die wirtschaftliche Verordnung des Analgetikums ist dabei durch mehr als 100 Rabattverträge gegeben (4).
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Medizin
Akute Colitis ulcerosa: Mesalazin-Tabletten mit neuer Wirkstärke
Für Patienten mit akuter Colitis ulcerosa wird die orale Behandlung vereinfacht. Ab dem 15.02.2018 wird das Angebot an Mesalazin-Tabletten um eine neue Wirkstärke erweitert. Ergänzend zur 250mg- und 500mg-Dosierung steht dann die hoch dosierte Salofalk® 1g Tablette zur Verfügung. Die tägliche Dosierung von nur noch 3 x 1 Tablette á 1g statt bisher 3 x 2 Tabletten á 500 mg dürfte sich günstig auf die Therapietreue der Patienten und damit auf den Behandlungserfolg auswirken.
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Medizin
Diagnosestellung für Multisystemkrankheit Morbus Fabry
Differentialdiagnostischer Spürsinn ist gefragt, damit Neurologen die lysosomale Speicherkrankheit Morbus Fabry möglichst früh entdecken. Es kann eine Herausforderung sein, ihr auf die Spur zu kommen, ähneln doch die Symptome beispielsweise denen einer Multiple Sklerose, oder anderen, viel häufigeren Krankheiten. Rechtzeitig erkannt, kann den Patienten schweres Leid erspart werden, denn für diese seltene Krankheit stehen Behandlungsmöglichkeiten, wie z.B. eine Enzymersatztherapie, zur Verfügung. Welche Symptome erste Hinweise für die x-chromosomal vererbte Krankheit geben können, und was im Verdachtsfall zu tun ist, erörterten Experten im Rahmen eines Mitmachsymposiums beim diesjährigen DGN-Kongress in Leipzig.
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Medizin
Fernsehen schadet dem Kinderschlaf
Kinder, die elektronische Medien nutzen, haben eine schlechtere Schlafqualität. Gleichzeitig scheint das Vorlesen oder Anschauen von Büchern den Schlaf der Kinder zu verbessern. Diese Zusammenhänge haben Forscher um die Ulmer Epidemiologen PD Dr. Jon Genuneit und Prof. Dietrich Rothenbacher in der Fachzeitschrift "Sleep Medicine" veröffentlicht. Im Zuge einer Geburtskohortenstudie haben sie erstmals die Auswirkungen von Medien auf die Schlafqualität einer homogenen Altersgruppe erforscht.
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Medizin
Chronische Atemwegserkrankungen: Atemtherapiegerät gegen Mukostase
Chronische Atemwegserkrankungen gehen meist mit einer Mukostase einher. Zusätzlich zu schleimlösenden Phytopharmaka unterstützen Atemtherapiegeräte wie GeloMuc® die Sekretolyse. Sie bringen den Thorax zum Vibrieren und lösen so auf physikalische Weise den Schleim in den Bronchien.
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Gesundheitspolitik
„Forum Junge Internisten“: Erweitertes Angebot für Nachwuchs-Mediziner
Das Karriereseminar „Chances“ für Medizinstudierende und junge Ärzte ist seit vielen Jahren fester Bestandteil des Internistenkongresses. Für die anstehende Jahrestagung im April 2018 hat das Kongressteam zusammen mit den „Jungen Internisten“ der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) das Format neu aufgesetzt: „Chances“ wird zum „Forum Junge Internisten“ und bietet Nachwuchs-Medizinern mit mehr Vorträgen, interaktiven Veranstaltungen und einem „Meet and Greet“ mit Professorinnen und Professoren viele Informationen rund um den Karrierestart in der Medizin.
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Medizin
Was tun bei Verdacht auf eine Helicobacter pylori Gastritis?
Viele Patienten, die wegen wiederkehrender, zumeist diffuser Oberbauchbeschwerden den Arzt konsultieren, sind mit dem Magenkeim Helicobacter pylori infiziert. Dies ist zunächst ein Verdacht, der jedoch naheliegt, weil diese Infektion weit verbreitet ist und oft zu eben solchen Beschwerden führt.
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