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Urteil: Angehörige erhält auch nach Sterbehilfe Hinterbliebenenrente
Auch wenn Angehörige Sterbehilfe geleistet haben, kann ihnen nach einem Urteil des Bundessozialgerichts eine Hinterbliebenenrente zustehen. Im konkreten Fall fiel ein Mann 2006 nach einem Unfall auf dem Heimweg von der Arbeit ins Wachkoma. Nach fast vier Jahren entschied die Familie, die Magensonde entfernen zu lassen. Obwohl auch die Staatsanwaltschaft kein strafbares Verhalten feststellte, verweigerte die gesetzliche Unfallversicherung der Frau des Toten die Leistungen für Hinterbliebene. Das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel vertritt in seinem Urteil vom Donnerstag eine andere Auffassung (AZ B 2 U 18/13 R).
1A Verbraucherportal: „15 wichtige Neuerungen im Gesundheitswesen 2015“
Das Gesundheitswesen ist auch zum Jahreswechsel 2014/2015 zahlreichen Veränderungen und Reformen unterworfen. Millionen Versicherte müssen sich auf Neuerungen einstellen. Das 1A Verbraucherportal hat die wichtigsten Punkte zusammengestellt und verrät, wie sich Verbraucher verhalten sollten.
Immer mehr Schwerbehinderte trotz guter Ausbildung arbeitslos
Trotz oft guter Ausbildung sind immer mehr Schwerbehinderte arbeitslos. Vom Jobaufschwung der vergangenen Jahre habe diese Gruppe nur vergleichsweise wenig profitiert, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Freitag anlässlich des "Welttages der Menschen mit Behinderung" am 3. Dezember.
Kostenlose Pflegeberatung in Anspruch nehmen
Wer die Pflege von Angehörigen übernimmt, kann bei seiner Pflegekasse eine kostenlose Beratung in Anspruch nehmen. In diesen Gesprächen soll beispielsweise geklärt werden, welche Leistungen und Hilfen für den Pflegebedürftigen und dessen Familie infrage kommen.
GeloMyrtol forte mit neuer Homepage online
Was sind die Symptome einer Sinusitis oder Bronchitis? Was sind die Ursachen der Erkrankung? Wann brauche ich ein Antibiotikum oder warum brauche ich es meistens nicht? Und wie hilft mir das pflanzliche Sekretolytikum GeloMyrtol® forte? Diese und viele andere Fragen, die Erkältungs-Patienten bewegen, beantwortet die neue GeloMyrtol-Site.
10 Jahre painDETECT - Fortschritt beim Nervenschmerz
Das painDETECT®-Projekt feiert zehnjähriges Jubiläum: Weltweit nutzen Ärzte den gleichnamigen Fragebogen, um Patienten mit neuropathischen Schmerzen frühzeitig aufspüren und gezielt behandeln zu können. In den vergangenen Jahren hat sich das Verständnis für neuropathische Schmerzen erheblich verbessert - nicht zuletzt dank Projekts, das seit 2004 vom Deutschen Forschungsverbund Neuropathischer Schmerz (DFNS) in Zusammenarbeit mit Pfizer durchgeführt wird.
Mehr Tote durch resistente Keime in Krankenhäusern
In deutschen Krankenhäusern sterben Medienberichten zufolge mehr Menschen an Infektionen durch resistente Erreger als bisher bekannt. Aus Daten der Krankenhäuser gehe hervor, dass im vergangenen Jahr bei verstorbenen Patienten mehr als 30.000 Mal einer der drei meistverbreiteten resistenten Keime abgerechnet worden sei, berichteten die "Zeit", "Zeit Online", die Funke-Mediengruppe und "Correctiv".
Todkrank im Hospiz - „Hier wird nicht qualvoll gestorben“
Es ist der definitiv letzte Weg eines Menschen. Im Hospiz wird gestorben. Das ist hart für die Todkranken und ihre Familie. Aber das geht entgegen der landläufigen Meinung auch ohne Schmerzen - und manchmal erfüllt das Hospiz sogar Extrawünsche. So wie in Würzburg.
Virtuelle Realität und Geodaten
Auf dem diesjährigen Fachaustausch Geoinformatik am 29. Oktober in Heidelberg organisierten die Netzwerke GeoNet.MRN und Virtual Dimension Center (VDC) ein Fachforum "Virtuelle Räume", in welchem die thematische Schnittstelle zwischen Geodaten und VR diskutiert wurde. Die Experten waren sich darin einig, dass der Einsatz von VR-Geodaten ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sein wird: Mehrwerte werden sowohl für zahlreiche Anwendungsfelder (wie etwa Produktion, Mechatronik, Medizin) relevant sein wie auch für die interdisziplinäre Integration. Zu diesem Zweck werden ebenso zahlreiche Anwendungen von VR-Geodaten (z. B. Lärmmodelle, Strömungsmodelle, Indoor-Navigation, Forensik) bei erwarteter hoher Aktualisierungsgeschwindigkeit der Daten implementiert sein. Genannt werden können hier Drohnen, Laserscanning, 3D-Datenverarbeitung und Wearables.
Rauchen verursacht Rheuma: Rechtzeitiger Rauchstopp als Präventionsmaßnahme
Zigarettenrauch verschlimmert eine Rheumaerkrankung nicht nur, er scheint sogar Rheuma auszulösen: Das Risiko, an Rheuma zu erkranken, ist bei Raucherinnen doppelt so hoch wie bei Nichtraucherinnen, zeigt eine schwedische Studie. Direkt mit dem Risiko verknüpft ist die sowohl Menge der Zigaretten als auch die Anzahl der Jahre, über die Menschen rauchen. Welche Mechanismen zum Ausbrechen von Rheuma führen und wie Mediziner und Betroffene gegensteuern und vorbeugen können, diskutieren Experten anlässlich des Herbstsymposiums der Korporativen Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. am 29. Oktober in Wiesbaden.
Union für Sportkurse auf Rezept
Als Alternative zu Arzneimitteln will die Union künftig auch Sportkurse auf Rezept verschreiben lassen. "Es muss nicht immer ein Arzneimittel sein, bei vielen Erkrankungen hilft auch ganz einfach mehr Bewegung", sagte der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, der "Bild"-Zeitung (Mittwoch). Aber: "Viele Patienten erwarten, dass sie beim Arztbesuch auch ein Rezept bekommen", erklärte Spahn weiter. Sportkurse auf Rezept könnten da der richtige Weg sein.
Sport im Alter kann geistige Fitness stimulieren, Wirkung lässt jedoch mit dem Alter nach
Sport im Alter kann die Hirndurchblutung und bestimmte Gedächtnisleistungen verbessern. Das haben Magdeburger Neurowissenschaftler in einer Studie mit Frauen und Männern im Alter zwischen 60 und 77 Jahren herausgefunden. Dabei zeigte sich ein Trend: Bei jüngeren Probanden hatte regelmäßiges Laufbandtraining die Tendenz, die Hirndurchblutung und das visuelle Gedächtnis zu verbessern. Indessen konnten Versuchsteilnehmer, die älter waren als 70 Jahre, von den Laufübungen nicht profitieren. Die Studie belegt somit auch, dass der Alterungsprozess die Wirkung des Trainings zu begrenzen scheint.
Patienten können von Vedolizumab profitieren – IQWiG erkennt keinen Zusatznutzen an
Lange hat es keine neuen Therapien mehr auf dem Feld chronisch entzündlicher Darmerkrankungen gegeben. Das hat sich im Juli mit der Einführung von Vedolizumab (Entyvio®) in Deutschland geändert. Die europäische Arzneimittelbehörde weist auf den therapeutischen Bedarf hin. Auch von behandelnden Ärzten wird der Zusatznutzen für Patienten bestätigt: Der darmselektive Wirkmechanismus von Vedolizumab stellt in der Therapie von Colitis ulcerosa und Morbus Crohn einen erheblichen Fortschritt dar. Das äußerte sich in den Zulassungsstudien unter anderem in einem günstigen Nebenwirkungsprofil. Trotzdem sieht das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) keinen Zusatznutzen.
Tiotropium Respimat erhält Zulassung für die Asthma-Therapie in Deutschland
Boehringer Ingelheim gab bekannt, dass Tiotropium (Spiriva®) Respimat® in Deutschland jetzt auch für die Behandlung von Asthma zugelassen ist. Das langwirksame bronchienerweiternde Medikament ist zugelassen als zusätzliche Therapie von erwachsenen Patienten mit Asthma, die trotz einer Basistherapie noch symptomatisch sind und im Vorjahr mindestens eine erhebliche plötzliche Verschlechterung (Exazerbation)
hatten.
Grüner Star: Bluthochdruck, Übergewicht und Schlaf-Apnoe schaden den Augen
Gefäßverkalkung, Übergewicht, Nikotin und Schlafapnoe schädigen nicht nur das Herzkreislaufsystem, sondern auch die Augen. So zeigt eine Untersuchung, dass jeder zweite Glaukom-Patient an Bluthochdruck, jeder dritte an einem erhöhten Blutfettspiegel oder Diabetes leiden. Gesunde Ernährung und Bewegung sollten demnach auch ein Rezept gegen Augenleiden sein, rät die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG). Laufen oder Fahrradfahren kann den Augeninnendruck vorübergehend senken und somit das Risiko für einen fortschreitenden Sehnervenschaden vermindern.
Gluten-induzierte Enteropathie: Zöliakie wird unterschätzt
Nicht nur Krankheitszeichen einer Malabsorption müssen im Praxisalltag an eine Zöliakie denken lassen. Die Gluten-assoziierte Enteropathie kann sich mit verschiedensten Symptomen einschließlich extraintestinaler Beschwerden bemerkbar machen. Sie ist oft mit anderen Autoimmun-erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Schilddrüsenerkrankungen assoziiert. Die Dunkelziffer ist jedoch hoch. Die Zöliakie wird in ihrer Bedeutung noch unterschätzt, so das Fazit beim Falk Symposium 193 in Amsterdam. Das gilt ebenso für die nicht-gluten-abhängige Weizensensitivität, eine Erkrankung mit hoher Prävalenz, deren Hintergründe bislang erst ansatzweise verstanden werden.
Stiftung: Palliativmedizin macht Debatte um Sterbehilfe hinfällig
Gute Hospizarbeit und Palliativversorgung machen aus Sicht der Deutschen Palliativstiftung den Wunsch nach Sterbehilfe in vielen Fällen überflüssig. Angst vor großem Leiden müsse kein Todkranker haben, sagte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Thomas Sitte, in Fulda. Der Wunsch nach einer aktiven Verkürzung des Lebens resultiere häufig aus Ängsten. Doch viele dieser Ängste seien unbegründet bei einer angemessenen medizinischen und pflegerischen Versorgung.
Asthma, COPD: Erste praktische Erfahrungen mit dem DuoResp Spiromax
Seit Juni dieses Jahres ist mit DuoResp® Spiromax® eine weitere inhalative Behandlungsoption für Patienten mit Asthma bronchiale und COPD verfügbar (1). Der Münsteraner Facharzt für Innere Medizin, Pneumologie und Umweltmedizin Dr. Andreas Lingenfelser schildert im Interview unter anderem seine ersten Erfahrungen mit dem Device.
DGVS 2014: Clostridium difficile - Mikrobiomtransfer wird neuer Standard bei komplizierten Durchfallerkrankungen
Beim sogenannten Mikrobiomtransfer übertragen Ärzte den Stuhl eines gesunden Spenders in den Darm eines Kranken, um dessen geschädigte Darmflora wiederaufzubauen. Für kompliziert verlaufende, wiederkehrende Infektionen mit dem Bakterium Clostridium difficile ist der Stuhltransfer inzwischen die Methode der Wahl, erklären Experten der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). Denn Studien zeigen, dass das Verfahren konventionellen Behandlungsmethoden deutlich überlegen ist. Um Langzeitdaten zur Methode und einheitliche Standards für die Anwendung zu generieren, wird nun das nationale Register "MikroTrans" eingerichtet.
Heiserkeit: Differentialdiagnose und Therapieoptionen
Eine Heiserkeit, die länger als 10 Tage besteht, sollte auch vom HNO-Arzt oder vom Phoniater abgeklärt werden. Chronische Heiserkeit kann vielfältige funktionelle und organische Ursachen haben, von Atemwegsinfekten über irritative Reize, psychische Belastungen bis zur Überforderung des Stimmapparats in Sprechberufen. Gemeinsamer Befund sind häufig Pharyngitiden mit gestörter Sekretbildung und Austrocknung der Schleimhäute. Ergänzend zur adäquaten Behandlung einer Grunderkrankung, z. B. einer Infektion, werden häufig lokaltherapeutische Maßnahmen empfohlen. Einen belegten Nutzen haben mucilaginöse Lutschtabletten mit Hydrogel-Komplex, welche reizlindernd wirken und die Regeneration der Schleimhaut beschleunigen. So das Fazit der Podiumsdiskussion "Heiserkeit: Differentialdiagnose und Therapie" am 25. Juni in Hamburg.