News | Beiträge ab Seite 51
Infektiologie
Wachsamkeit gegenüber Mpox ist der beste Weg zur Eindämmung
Auch nach dem Abebben der Mpox-Welle des Jahres 2022 im darauffolgenden Jahr 2023 ist immer wieder mit einem Aufflackern der viralen Infektionserkrankung zu rechnen. Das hat zuletzt ein neuerlicher Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) deutlich gemacht, bei dem eine beschleunigte weitere Verbreitung auch in angrenzenden Nachbarländern beobachtet wurde. Da es sich um schwerere Krankheitsverläufe aufgrund einer neuen Virusvariante (Klade Ib) handelte, sah sich die WHO im August 2024 abermals dazu veranlasst, eine „Gesundheitliche Notlage internationaler Tragweite (PHEIC = public health emergency of international concern)“ auszurufen. Als Konsequenz daraus empfahl Prof. Dr. Christoph Spinner, München, hierzulande vor allem hinsichtlich besonders gefährdeter Risikogruppen wachsam zu bleiben und bei ihnen hohe Impfquoten anzustreben.
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Gesundheitspolitik
Studie: Regionale Unterschiede bei Zunahme der Pflegebedürftigen
Bei der Zunahme pflegebedürftiger Menschen in Deutschland zeigen sich laut einer Studie große regionale Unterschiede. Den höchsten Anteil Pflegebedürftiger an allen gesetzlich Versicherten gab es 2023 vorwiegend in Kreisen in Ostdeutschland, Nordrhein-Westfalen, Hessen und im Saarland, wie das Wissenschaftliche Institut der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) nach einer Auswertung auf Basis anonymisierter AOK-Versichertendaten mitteilte.
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Gürtelrose
Impfschutz gegen Herpes Zoster insbesondere bei Grunderkrankungen
Wenn es gegen das Auftreten von Erkrankungen mit schwerwiegender Beeinträchtigung der Gesundheit, der Alltagskompetenz und der allgemeinen Lebensqualität vorbeugende Maßnahmen mit annähernd vollständiger Präventionswirksamkeit gibt, handelt es sich im Grunde genommen um einen Glücksfall in der Medizin. Eine solch günstige Konstellation ist prinzipiell bei allen impfpräventablen Infektionskrankheiten gegeben – aber auch bei Erkrankungen, die ebenfalls auf einer Infektion beruhen, die initial jedoch lange Zeit zurückliegt und jetzt aus ihrer Latenz erwacht und reaktiviert wird, wie es bei Herpes Zoster (HZ) der Fall ist. Hier erscheint es wichtig, frühzeitig diejenigen Personen zu identifizieren, die besonders gefährdet sind, eine Gürtelrose oder andere HZ-Manifestationen zu erleiden, um sie mit einer rechtzeitigen Impfung vor vermeidbarem Schaden zu bewahren.
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Schmerzmedizin
Chronische Schmerzen: Opioide reduzieren und Lebensqualität steigern mit Cannabinoiden
Seit Oktober 2024 kann ein Großteil der Ärzteschaft Patient:innen mit schwerwiegenden Erkrankungen cannabisbasierte Arzneimittel ohne vorherige Antragsstellung auf Kostenübernahme verordnen, wenn die Erkrankung die Lebensqualität der betroffenen Patient:innen dauerhaft einschränkt und mit herkömmlichen Therapien keine ausreichende Besserung erzielt werden kann. Auch die Opioid-Einsparung bei chronischen Schmerzpatient:innen ist eine sinnvolle Indikation für die Verordnung cannabisbasierte Arzneimittel. Wie Schmerzpatient:innen von diesen profitieren können, verdeutlichte eine Presseveranstaltung der Schmerzinitiative Cannabinoide der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS).
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Gesundheitspolitik
12 Millionen Menschen in Notaufnahmen behandelt
In deutschen Krankenhäusern sind im vergangenen Jahr mehr als 12 Millionen ambulante Notfälle behandelt worden. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, waren diese 12,4 Millionen Fälle der höchste Wert seit Beginn der Erfassung 2018. Damit seien im Schnitt täglich 34.000 Menschen in Notaufnahmen behandelt worden. Die Zahl der stationären Behandlungen in den Kliniken insgesamt betrug 2023 rund 17,2 Millionen.
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Medizin
Online-Diagnoseplattform unterstützt Betroffene seltener Erkrankungen
Um den oft schwierigen Diagnoseprozess von seltenen Erkrankungen zu erleichtern, wurde die digitale Plattform Saventic Care gegründet. Ziel ist es, die Diagnosestellung seltener Erkrankungen mithilfe künstlicher Intelligenz zu unterstützen und dadurch den Prozess zu beschleunigen. Es soll die oftmals jahrelange Odyssee, im Durchschnitt mindestens 5 Jahre bis zur Diagnose (1), und der damit verbundene Leidensweg von Betroffenen verkürzt werden.
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RSV
Adjuvantierter Impfstoff bei RSV
Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) ist ein weit verbreiteter und saisonal vermehrt vorkommender Erreger von akuten Atemwegserkrankungen. Seit August 2024 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine einmalige RSV-Impfung für alle Personen ab 75 Jahren und ab 60 Jahren, die an Komorbiditäten leiden.
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Gesundheitspolitik
Unterlagen zu Corona-Tests müssen länger aufbewahrt werden
Unterlagen von Corona-Teststellen müssen auch angesichts laufender Klärungen zu zweifelhaften Abrechnungen 4 Jahre länger bis Ende 2028 aufbewahrt werden. Das legt eine am 5. Dezember in Kraft getretene Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums fest. In der Begründung wird unter anderem auf noch laufenden Abrechnungsprüfungen in einzelnen Ländern und Ermittlungen gegen Teststellenbetreiber hingewiesen. Eigentlich wäre die Rahmenregelung zu den Tests zum Ende dieses Jahres ausgelaufen.
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Medizin
Neue Perspektiven bei Colitis ulcerosa: Small Molecules im Fokus
Small Molecules bieten neue Hoffnung für Patient:innen mit Colitis ulcerosa (CU). Besonders der S1P-Rezeptor-Modulator Etrasimod zeigt in Studien eine schnelle Symptomlinderung und ein günstiges Sicherheitsprofil. Anlässlich eines Symposiums im Rahmen der Viszeralmedizin 2024 wurden aktuelle Studiendaten zu Etrasimod vorgestellt.
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Gesundheitspolitik
Verbraucherschützer kritisieren Kassen-Infos zur ePA
Die Verbraucherzentralen kritisieren teils unzureichende Informationen in Krankenkassen-Anschreiben zum Start elektronischer Patientenakten für alle Versicherten Anfang 2025. Die E-Akte biete eine große Chance für eine bessere Versorgung, sagte der Gesundheitsexperte des Verbraucherzentrale Bundesverbands Thomas Moormann. Deshalb müssten die Kassen umfassend und neutral aufklären. „Das ist bislang nicht immer der Fall. Vertrauen ist aber wichtig für den Erfolg der elektronischen Patientenakte.“
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Medizin
Neue Daten zur Langzeit-Wirksamkeit von Ruxolitinib bei Vitiligo – eine Fortführung der Behandlung lohnt sich
Vom 25. bis 28. September fand in Amsterdam die größte europäische Tagung im Bereich der Dermatologie statt – der Kongress der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV). Dort wurden auch neue Daten zur Wirksamkeit und Verträglichkeit des ersten topischen JAK-Inhibitors Ruxolitinib bei fortgeführter Behandlung der nichtsegmentalen Vitiligo (NSV) vorgestellt. Ruxolitinib ist die erste und einzige explizit zugelassene Therapie für Patient:innen ab 12 Jahren mit NSV und Gesichtsbeteiligung (1). Auf der EADV-Tagung diskutierten Experten u.a. die Vorteile einer längeren Behandlungsdauer für den Erhalt der Repigmentierung und weitere Faktoren, die den Erfolg der gezielten Therapie mit Ruxolitinib beeinflussen können. Den Daten kommt eine erhebliche Bedeutung für die Patienten-Kommunikation in der Praxis zu, da ein solides Erwartungsmanagement und – damit verbunden – eine gute Therapieadhärenz entscheidend zum Therapieerfolg beitragen können.
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Gesundheitspolitik
Zweiter Anlauf zu neuen Regeln für Organspenden
Im Ringen um mehr lebensrettende Organspenden in Deutschland gibt es einen neuen Anlauf für eine grundlegende Änderung der Spenderegeln. Der Bundestag debattierte erstmals über eine fraktionsübergreifende Initiative für die Einführung einer Widerspruchsregelung. Das hieße: Jeder gilt zunächst als Organspender – außer, man widerspricht ausdrücklich. Doch eine Entscheidung noch vor der vorgezogenen Neuwahl am 23. Februar ist offen.
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Medizin
Fortgeschrittene Parkinson-Krankheit: Wirkfluktuationen effektiv managen
Wirkfluktuationen schränken die Lebensqualität von Patient:innen mit fortgeschrittener Parkinson-Krankheit erheblich ein. Ein rechtzeitiger Wechsel auf eine nicht orale Folgetherapie kann hier entscheidend sein (1). Daher empfiehlt die aktuelle S2k-Leitlinie, frühzeitig die Indikation für einen Wechsel auf nicht orale Folgetherapien zu prüfen – insbesondere bei Patient:innen, die die 5-2-1-Regel erfüllen (2). Führende Expert:innen unterstrichen im Rahmen des diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN-Kongress 2024) während einer Paneldiskussion das Potenzial nicht oraler Folgetherapien, die kürzlich um eine subkutane Infusionstherapie mit einem Levodopa-Prodrug erweitert wurden: Foslevodopa/Foscarbidopa kann Wirkfluktuationen bei der fortgeschrittenen Parkinson-Krankheit effektiv reduzieren (3) und Erfahrungen aus dem Praxisalltag zeigen, dass die Anwendung ohne operativen Eingriff (3) häufig dem Patientenwunsch entspricht. Die subkutane Infusionstherapie ermöglicht eine leitliniengerechte (2) 24-Stunden-Therapie mit signifikant mehr ON- und weniger OFF-Zeit, einer Reduktion der Morgenakinese sowie einer deutlichen Symptomverbesserung (3-5).
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Gesundheitspolitik
Schwangerschaftsabbruch: Wird Paragraf 218 noch reformiert?
Für Betroffene ist es oft die schwerste Entscheidung ihres Lebens, für die Gesellschaft ein hochsensibles Thema: Abtreibung. In Deutschland ist der Schwangerschaftsabbruch eine Straftat – auch wenn er unter ganz bestimmten Bedingungen nicht bestraft wird. Mehr als 300 Abgeordnete unterschiedlicher Fraktionen im Bundestag wollen das neu regeln. Ihr Antrag wurde im Plenum sehr emotional beraten – doch er läuft Gefahr, durch den Bruch der Ampel-Koalition ausgebremst zu werden.
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Medizin
Adipositas: Überlegene Gewichtsreduktion durch Tirzepatid gegenüber Semaglutid
Neue Daten der Phase-IIIb-Studie SURMOUNT-5 zeigen für den GIP/GLP-1-Rezeptor-Agonisten Tirzepatid bei der Behandlung der Adipositas eine Überlegenheit gegenüber dem GLP-1-Rezeptor-Agonisten Semaglutid. Detaillierte Ergebnisse dazu sollen im kommenden Jahr veröffentlicht sowie auf einem medizinischen Kongress vorgestellt werden.
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Medizin
Zulassung von Sarilumab zur Behandlung der Polymyalgia rheumatica
Die Europäische Kommission hat eine Zulassungserweiterung für den IL-6-Rezeptor-Inhibitor Sarilumab für die Behandlung der Polymyalgia rheumatica (PMR) ausgesprochen. Der monoklonale Antikörper ist bereits zur Behandlung der mittelschweren bis schweren aktiven rheumatoiden Arthritis (RA) zugelassen. Mit der Zulassungserweiterung ist Sarilumab nun auch indiziert zur Behandlung der PMR bei erwachsenen Patient:innen, die auf Corticosteroide unzureichend angesprochen haben oder bei denen ein Rezidiv während des Ausschleichens der Corticosteroide auftritt (1).
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Medizin
Erkenntnisse zur komplexen Pathophysiologie
Duchenne Muskeldystrophie: Mehr als nur Dystrophinmangel
Im Rahmen eines virtuellen Presse-Roundtables wurden aktuelle Erkenntnisse zur Pathophysiologie und Behandlung der Duchenne-Muskeldystrophie vorgestellt. Dabei ging es um die komplexen Mechanismen der Erkrankung sowie um bestehende und zukünftige Therapieansätze, die den noch ungedeckten medizinischen Bedarf adressieren sollen.
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Medizin
Aufruf zum Handeln: Verbesserung der Adhärenz bei der medikamentösen Behandlung von Hypertonie
Hypertonie ist die führende vermeidbare Ursache für vorzeitige Morbidität und Mortalität aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und betrifft weltweit mehr als 1,5 Milliarden Menschen. Obwohl die Erkrankung leicht zu diagnostizieren ist und wirksame Therapiemaßnahmen zur Verfügung stehen, liegt die globale Erfolgsquote der Blutdruckkontrolle selbst in den fortschrittlichsten Ländern nur bei etwa 35%. Ein wesentlicher Faktor ist dabei unzureichende Adhärenz, d. h. die mangelhafte Therapietreue der Betroffenen. Insbesondere bei der Hypertonie, oft als „stiller Killer“ bekannt, ist dies ein relevantes Problem, da sie meist keine Symptome verursacht, aber eine lebenslange Behandlung mit oft mehreren Medikamenten erfordert. Trotz langfristiger Behandlungskosten ist die medikamentöse Therapie von Hypertonie eine der kosteneffektivsten und wirkungsvollsten Maßnahmen, um das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen, Schlaganfälle und Nierenerkrankungen nachhaltig zu senken.
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Medizin
Chronische Nierenkrankheit in der hausärztlichen Versorgung: Aktualisierung der S3-Leitlinie für verbesserte Empfehlungen
Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e. V. (DGfN) hat gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e. V. (DEGAM) ihre Leitlinie zur Behandlung von Patient:innen mit chronischer, nicht dialysepflichtiger Nierenkrankheit (CKD) grundlegend aktualisiert (1). Die Leitlinie bezieht sich auf die hausärztliche Versorgung der Betroffenen und hat zum Ziel, die Früherkennung und Behandlung der CKD zu verbessern, um langfristige Gesundheitsrisiken und die Dialysepflichtigkeit zu minimieren.
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Medizin
Erste Interimsergebnisse zur Therapiepersistenz und Wirksamkeit von Guselkumab und IL-17-Inhibitoren bei Psoriasis-Arthritis
Auf dem diesjährigen Kongress des American College of Rheumatology (ACR) wurden erste Interimsergebnisse der Beobachtungsstudie PsABIOnd zur Therapiepersistenz und Wirksamkeit von IL-23- und IL-17-Inhibitoren bei Psoriasis-Arthritis (PsA) vorgestellt. Die Daten der Analyse nach 6 Monaten zeigen vergleichbare Ergebnisse hinsichtlich der Therapiepersistenz und Wirksamkeit bei Patient:innen unter beiden Behandlungsansätzen.
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