News | Beiträge ab Seite 95
Gesundheitspolitik
Migranten mit dem Stethoskop – Bedeutung ausländischer Ärzt:innen wächst
64.000 Ärzt:innen aus dem Ausland helfen mit, das deutsche Gesundheitswesen am Laufen zu halten. In manchem Krankenhaus ginge nichts ohne sie.
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Medizin
Allergische Rhinitis erhöht Asthmarisiko
Eine Kohortenstudie aus Schweden mit einem Beobachtungszeitraum über 20 Jahre konnte zeigen, dass die Entwicklung einer polleninduzierten allergischen Rhinitis (Heuschnupfen) einen starken Risikofaktor für den Ausbruch einer Asthma-Erkrankung darstellt.
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Medizin
Multiresistente Tuberkulose: Medikamentenresistenz stellt ein großes Problem dar
Antibiotika-Resistenzen gehören zu den Herausforderungen der Menschheit im 21. Jahrhundert. Darunter fällt auch die Antibiotika-resistente Tuberkulose. In einem zum Welttuberkulosetag am 24. März 2024 in der Wissenschaftszeitschrift Nature Reviews Disease Primers erschienenen umfassenden Überblicksartikel beleuchten internationale Expertinnen und Experten aus verschiedenen medizinischen Disziplinen die relevanten Themen dieser komplexen Krankheit, darunter Epidemiologie, Übertragung, Prävention, Diagnose und Behandlung.
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Medizin
Dupilumab bei Eosinophiler Ösophagitis: Erfahrung aus einem Jahr im Praxisalltag
Nicht alle verfügbaren Therapieoptionen konnten Betroffenen mit Eosinophiler Ösophagitis (EoE) adäquat helfen. Seit Januar 2023 ergänzt Dupilumab als erstes zugelassenes Biologikum für Patient:innen, die mit einer konventionellen medikamentösen Therapie unzureichend therapiert sind, die Behandlungsmöglichkeiten. Eine Behandlung mit Dupilumab bewirkte in der zulassungsrelevanten Studie einen Rückgang der dysphagischen Beschwerden, eine histologische Remission sowie eine deutliche Verbesserung des endoskopischen Erscheinungsbildes.
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Medizin
Multiple Sklerose: Anhaltend hohe Wirksamkeit von Cladribin
Im Rahmen des diesjährigen ACTRIMS-Forums (American Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis) wurden neue Daten der Phase-IV-Studie MAGNIFY-MS-EXT zur Bewertung der Wirksamkeit und Sicherheit von Cladribin-Tabletten bei schubförmiger Multipler Sklerose (RMS) vorgestellt (1). Darin zeigten 81% der Patient:innen keine Anzeichen von Krankheitsaktivität (NEDA-3) 2 Jahre nach der letzten Gabe von Cladribin-Tabletten; über 90% blieben schubfrei mit stabilem EDSS (Expanded Disability Status Scale). Gezeigt werden konnte bereits der Nutzen im frühen Einsatz, was eine Anwendung in der Erstlinientherapie sowie nach Vorbehandlung mit einer Basistherapie unterstreicht (2, 3). Die berichteten Ergebnisse könnten ein Hinweis darauf sein, dass die Krankheitsaktivität durch die nachhaltige Reduktion der krankheitsrelevanten Memory-B-Zellen kontrolliert wird (4, 5).
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Medizin
Die Zukunft des Gesundheitssystems mit KI gestalten: Eine wegweisende Perspektive
Die zunehmende Digitalisierung des Gesundheitswesens ermöglicht eine verbesserte Patientenversorgung, eine effizientere Gestaltung der Arbeitsabläufe und eine optimale Vernetzung der behandelnden Ärzt:innen. Expert:innen der Fraunhofer-Gesellschaft entwickeln dazu auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierende Systeme, die effektiv und datenschutzkonform eingesetzt werden können. Ihre Forschungsergebnisse präsentieren sie vom 9. bis 11. April auf der DMEA 2024 in Berlin an Stand D-108 in Halle 2.2.
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Medizin
Individualisierte Psoriasis-Therapie mit Apremilast
Die im Rahmen der diesjährigen DDG-Tagung DERMATOLOGIE kompakt + praxisnah (KoPra) vorgestellten Daten zum oralen Phosphodiesterase 4 (PDE-4)-Hemmer Apremilast bei Psoriasis-Patient:innen zeigen, dass Apremilast sowohl die Lebensqualität als auch die Hautbefunde bei Psoriasis-Patient:innen mit mittelschwerer bis schwerer Erkrankung und belastenden besonderen Manifestationen verbessern (1). Selbst nach mehreren konventionellen systemischen Vortherapien profitieren Psoriasis-Patient:innen von Apremilast. Darüber hinaus zeigten Daten aus der APART-Studie eine gesteigerte Zufriedenheit bei Patient:innen, die von einer vorherigen Systemtherapie auf Apremilast umgestiegen waren (2).
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News
Zahl der Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen auf Rekordtief
Rauschtrinken kommt bei Jugendlichen offenbar immer mehr aus der Mode: Die Fälle von exzessivem Alkoholkonsum bei den 12- bis 18-Jährigen sind laut Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse auf ein Rekordtief gesunken. Demnach wurden 2022 bundesweit hochgerechnet rund 10.680 Kinder und Jugendliche dieser Altersgruppe wegen einer akuten Alkoholvergiftung in einer Klinik behandelt. Das sind 5% weniger als 2021 und 13% weniger als 2020. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 (rund 17.950 Betroffene) wurde sogar einen Rückgang um 40,5% verzeichnet. Damit sind die Fälle von exzessivem, stationär behandeltem Alkoholkonsum bei Heranwachsenden nicht nur das 3. Jahr in Folge gesunken, sondern auch auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung im Jahr 2006. Zum Vergleich: Der Höchstwert wurde im Jahr 2012 mit hochgerechnet rund 22.260 Fällen registriert.
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Medizin
Zahl der Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen auf Rekordtief
Rauschtrinken kommt bei Jugendlichen offenbar immer mehr aus der Mode: Die Fälle von exzessivem Alkoholkonsum bei den 12- bis 18-Jährigen sind laut Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse auf ein Rekordtief gesunken. Demnach wurden 2022 bundesweit hochgerechnet rund 10.680 Kinder und Jugendliche dieser Altersgruppe wegen einer akuten Alkoholvergiftung in einer Klinik behandelt. Das sind 5% weniger als 2021 und 13% weniger als 2020. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 (rund 17.950 Betroffene) wurde sogar einen Rückgang um 40,5% verzeichnet. Damit sind die Fälle von exzessivem, stationär behandeltem Alkoholkonsum bei Heranwachsenden nicht nur das 3. Jahr in Folge gesunken, sondern auch auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung im Jahr 2006. Zum Vergleich: Der Höchstwert wurde im Jahr 2012 mit hochgerechnet rund 22.260 Fällen registriert.
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Gesundheitspolitik
Zahl der Praxisärzte steigt – Trend zu Teilzeit
Die Zahl der Ärztinnen und Ärzte in den Praxen ist weiter gestiegen – der Trend zur Teilzeitbeschäftigung hält aber an. Ende vergangenen Jahres waren 187.441 Ärztinnen und Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten mit einer Zulassung zur Versorgung von gesetzlich Versicherten tätig. Das geht aus einer Auswertung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Damit waren es 2143 mehr als Ende 2022. Erstmals gab es jedoch mehr als 60.000 Medizinerinnen und Mediziner in Teilzeit.
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Gesundheitspolitik
Tarifabschluss für Ärzte an Unikliniken
In den Tarifverhandlungen für die Ärztinnen und Ärzte an mehr als 20 Universitätskliniken ist ein Abschluss erzielt worden: Die Vereinbarung sehe eine lineare Gehaltserhöhung in einer Gesamthöhe von 10% vor, teilten die Ärztegewerkschaft Marburger Bund und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) am 28. März mit. Die Ärztegehälter steigen den Angaben zufolge in einem ersten Schritt zum 1. April 2024 um 4% und in einem zweiten Schritt zum 1. Februar 2025 um 6%.
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Gesundheitspolitik
Buschmann für neuen Sterbehilfe-Anlauf
Bundesjustizminister Marco Buschmann plädiert für einen neuen Anlauf für eine gesetzliche Regelung der Sterbehilfe noch in dieser Wahlperiode. „Ich fände es gut, wenn es zu einem Ergebnis in dieser Legislaturperiode käme“, sagte der FDP-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Aber noch wichtiger ist, dass die Lösung gut ist, denn es geht hier um eines der höchsten Rechtsgüter, nämlich das menschliche Leben.“
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Gesundheitspolitik
NRW will Gesetz zu Widerspruchslösung bei Organspenden vorschlagen
Angesichts der seit Jahren niedrigen Organspende-Zahlen in Deutschland hat Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) einen eigenen Gesetzentwurf zur sogenannten Widerspruchslösung im Bundesrat angekündigt. NRW werde spätestens am 14. Juni einen Gesetzesantrag in den Bundesrat einbringen, um damit das parlamentarische Verfahren in Gang zu setzen, sagte Laumann am 28. März in Düsseldorf. Bei der Widerspruchslösung gilt grundsätzlich jeder Mensch als Organspender nach dem Tod, es sei denn, er hat dem zu Lebzeiten widersprochen. Aktuell kommt als Organspender nur infrage, wer einer Spende aktiv zustimmt.
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Gesundheitspolitik
Lauterbach verteidigt Entlastungspläne für Hausarztpraxen
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat die geplante stärkere Unterstützung von Hausarztpraxen verteidigt. In vielen Bereichen auf dem Land und in ärmeren Stadtteilen werde es künftig nicht möglich sein, einen Hausarzt zu finden, sagte der SPD-Politiker am 27. März in Berlin. Um dem entgegenzuwirken, gelte es, Arbeitsbedingungen deutlich zu verbessern, so dass mehr junge Medizinerinnen und Mediziner Hausärzte werden. Lauterbach rechtfertigte auch Mehrausgaben dafür gegen Kritik der Krankenkassen. „Wenn wir in ein paar Jahren keine Hausärzte mehr haben, dann sinken die Kosten.“ Das könne aber nicht Perspektive der Bürger sein.
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Medizin
Friedreich-Ataxie: Erste Therapie verfügbar
Mit Omaveloxolon wurde die erste und bisher einzige Therapie für Menschen mit Friedreich-Ataxie (FA) ab einem Alter von 16 Jahren in Deutschland eingeführt (1, 2). Die FA ist eine seltene Multisystemerkrankung und die häufigste Form der erblichen Ataxien (3). Unbehandelt haben die meisten Menschen mit FA eine durchschnittliche Lebenserwartung von 37 Jahren und sind ca. 10 bis 15 Jahre nach Auftreten erster Symptome auf einen Rollstuhl angewiesen (4, 5). Omaveloxolon kann das Fortschreiten der Erkrankung signifikant verlangsamen und das Ausüben von Alltagsfähigkeiten verbessern (6). Für Menschen mit FA kann dies zu einer besseren Lebensqualität und Selbstständigkeit führen.
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Medizin
COVID-19: Rheuma-Medikamente könnten zu milderem Verlauf führen
Entgegen früherer Befürchtungen erkranken Rheuma-Patient:innen bei einer Infektion mit SARS-CoV-2 nicht schwerer an COVID-19 als andere Menschen in Deutschland. Einige zur Basistherapie eingesetzte Medikamente könnten den Verlauf sogar günstig beeinflussen. Dies zeigt eine Analyse des COVID-19-Rheuma.de-Registers der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh), die jetzt publiziert wurde (1).
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Medizin
Tryptophan: Potentieller neuer Biomarker zur Erkennung von Entzündungserkrankungen
Bei Menschen mit chronischen Darmentzündungen wird die essentielle Aminosäure Tryptophan deutlich stärker als bei Gesunden verbraucht. Das haben vorangegangene Forschungsarbeiten, auch unter Beteiligung von Mitgliedern des Exzellenzclusters „Precision Medicine in Chronic Inflammation“ (PMI), gezeigt. Weitere Studien konnten dies ebenfalls bei einzelnen anderen Entzündungskrankheiten finden. Nun haben Forschende des PMI-Clusters in einer systematischen Analyse zeigen können, dass dieser Tryptophanverbrauch als Folge der Entzündung bei einer Vielzahl chronischer Entzündungserkrankungen vorliegt. Ihre Ergebnisse haben die Forschenden vor kurzem im Fachjournal eBioMedicine veröffentlicht (1).
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Medizin
Gedächtnistest per Smartphone kann Vorzeichen von Alzheimer erkennen
Mit speziellen Testaufgaben auf dem Smartphone lassen sich leichte kognitive Beeinträchtigungen (MCI), die auf eine Alzheimer-Erkrankung hindeuten können, mit hoher Genauigkeit erkennen. Das berichten Forschende des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in einer Studie (1). Die Ergebnisse unterstreichen das Potenzial mobiler Apps für die Alzheimer-Forschung, klinische Studien und die medizinische Routineversorgung. Die hier untersuchte App wird inzwischen Arztpraxen angeboten, um die Früherkennung von Gedächtnisproblemen zu unterstützen.
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Gesundheitspolitik
Kabinett bringt Vereinfachungen für Pharma-Entwicklung auf den Weg
Deutschland soll nach Plänen der Bundesregierung als Standort für die Entwicklung und Produktion von Medikamenten attraktiver werden. Darauf zielt ein Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Karl Lauterbach, den das Kabinett am 27. März auf den Weg gebracht hat. Demnach sollen Genehmigungen von Prüfungen und Zulassungsverfahren von Arzneimitteln beschleunigt und vereinfacht werden. Dies komme auch direkt den Patientinnen und Patientinnen in Deutschland zugute, die von neuen Therapien profitieren könnten, sagte der SPD-Politiker.
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Gesundheitspolitik
Lauterbach offen für Corona-Aufarbeitung
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich offen für eine Aufarbeitung des staatlichen Corona-Krisenmanagements gezeigt, mahnt aber zu einem geeigneten Vorgehen. „Ich glaube, dass wir uns als Bundesregierung darüber Gedanken machen müssen: Was ist die klügste Form der Aufarbeitung“, sagte der SPD-Politiker am 27. März in Berlin. „Und es muss nach vorne gerichtet sein, also: Welche Lehren ziehen wir aus der Pandemie?“
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