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Medizin | Beiträge ab Seite 122

Medizin
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Wie Mangelernährung bei Intensivpatient:innen behandelt wird

Viele Patient:innen haben bereits bei Aufnahme auf die Intensivstation eine Mangelernährung, weitere entwickeln diese während ihres Aufenthalts im Krankenhaus. Wie Studien zeigen, hat der Ernährungsstatus dabei sowohl prognostische als auch therapeutische Relevanz. Doch wer gilt als mangelernährt, beziehungsweise wer ist ausreichend mit Nährstoffen versorgt? In einem aktuellen Positionspapier zeigen Intensiv- sowie Ernährungsmediziner:innen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) apparative Untersuchungsmöglichkeiten auf, mit denen sich Risikopatient:innen auf der Intensiv- oder Intermediate Care Station identifizieren lassen.
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Colitis ulcerosa: Zulassungsempfehlung für Upadacitinib

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine positive Stellungnahme für Upadacitinib zur Behandlung der Colitis ulcerosa erteilt. Diese gilt für die Zulassung von Upadacitinib 45 mg und 15 mg oder 30 mg zur Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit mittelschwerer bis schwerer Colitis ulcerosa (CU), die auf eine konventionelle Therapie oder ein Biologikum unzureichend oder nicht angesprochen haben oder diese nicht vertragen.
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 4 Min|

GLP-1 Rezeptoragonisten und SGLT-2 Inhibitoren: Einsatz bei Typ-2-Diabetes

Das kardiovaskuläre Risikomanagement hat inzwischen Einzug in die Therapiestrategien des Typ 2 Diabetes gehalten. Das spiegelt sich klar in den internationalen und nationalen Leitlinienempfehlungen wider (1-4). Allen voran der ADA/EASD Consensus Report aus dem Jahr 2018 macht den kardiovaskulären Status zu einem wichtigen Entscheidungskriterium für die weitere Therapieeskalierung bei Typ 2 Diabetes. Doch welchen konkreten Einfluss hat die Leitlinie auf die Verordnungspraxis ambulant tätiger Ärztinnen und Ärzte in Deutschland?
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Aktuelle internationale Empfehlungen zur diabetischen Neuropathie

Die Neuropathie ist eine der häufigsten und schwerwiegendsten Folgeerkrankungen des Diabetes. Trotzdem bleibt sie oftmals lange Zeit unerkannt und unbehandelt. 15 internationale Neuropathie-Experten erarbeiteten jetzt ein Konsensus-Papier mit aktuellen Empfehlungen für das Management der Erkrankung in der Praxis. Einen nicht zu unterschätzenden Stellenwert hat demnach die pathogenetisch wirksame Therapie mit Benfotiamin und Alpha-Liponsäure. 
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Typ-2-Diabetes: Richtige Therapiewahl auf jeder Behandlungsstufe

Typ 2 Diabetes als chronisch-progrediente Erkrankung erfordert eine stufenweise Behandlung unter Berücksichtigung individueller Faktoren (1). Vor diesem Hintergrund sollte eine leitliniengerechte Diabetestherapie neben der Blutzuckerkontrolle insbesondere kardiovaskuläre Komorbiditäten, das Gewicht sowie das Hypoglykämierisiko von Menschen mit Typ 2 Diabetes berücksichtigen (1). Dies stellt spezielle Anforderungen an Therapien und Medikamente wie GLP-1 Rezeptoragonisten (RA) und Basalinsuline. So gewinnt zusätzlich zur effektiven Blutzuckerkontrolle vor allem die Gewichtskontrolle bei Typ 2 Diabetes immer mehr an Bedeutung – gerade im Zusammenspiel mit kardiovaskulärem Risikomanagement.
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 5 Min|

DGP Forschungspreis 2022: Lungenhochdruck bei COPD und Therapie der Tuberkulose

Der mit 10.000 Euro dotierte Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) für die beste grundlagenwissenschaftliche Arbeit geht in diesem Jahr an Marija Gredic von der Justus-Liebig-Universität Gießen. Sie hat neue Erkenntnisse zur Entstehung und möglichen Behandlung des Lungenhochdrucks bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) gewonnen. Der ebenfalls mit 10.000 Euro dotierte DGP-Forschungspreis für die klinische Forschung geht an die 3-köpfige Forschergruppe mit Maja Reimann und Dr. Sebastian Marwitz vom Forschungszentrum Borstel sowie Prof. Jan Heyckendorf von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Sie haben einen Algorithmus entwickelt, der mit hoher Genauigkeit das Ende einer Tuberkulose-Therapie anzeigen kann.
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 4 Min|

COVID: Wie die Sportintensität das Infektionsrisiko beeinflusst

Wie sich die Trainingsintensität auf den Ausstoß und die Konzentration von Aerosolpartikeln in der Atemluft konkret auswirkt, war bislang unklar. Mit einem neuen Versuchsaufbau zeigt ein Münchener Forschungsteam, dass die Aerosolemission bei hoher körperlicher Belastung exponentiell zunimmt – und damit beim Sport in Innenräumen auch das Ansteckungsrisiko für Infektionskrankheiten wie Corona steigt.
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Herzinsuffizienz: Vermindertes Mortalitätsrisiko unter Dapagliflozin

Die Ergebnisse der Phase-III-Studie DELIVER zeigen, dass Dapagliflozin eine statistisch signifikante und klinisch relevante Senkung des primären kombinierten Endpunkts, bestehend aus kardiovaskulärem (CV) Tod oder Verschlechterung der Herzinsuffizienz (HF), erreichte. Die Studie wurde bei Patient:innen durchgeführt, die eine HF mit leicht reduzierter oder erhaltener Ejektionsfraktion (definiert als linksventrikuläre Ejektionsfraktion (LVEF) größer als 40%) aufwiesen.
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Real-World-Daten zu Darvadstrocel bei komplexen perianalen Crohn-Fisteln

Auf dem diesjährigen Kongress der European Crohn’s and Colitis Organisation (ECCO) wurde die 6-Monats-Interimsanalyse der INSPIRE-Studie (1) präsentiert, die konsistente Ergebnisse der Real-World-Studie nach 6 Monaten und der pivotalen klinischen Studie ADMIRE-CD (2, 3) bei der Behandlung komplexer perianaler Crohn-Fisteln mit der allogenen Stammzelltherapie Darvadstrocel zeigte (4).
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Mehr Lebensqualität bei Migräne unter Galcanezumab

Migräne führt zu erheblichen Einschränkungen von gesunder Lebenszeit, wodurch das Familien-, Sozial- und Berufsleben eingeschränkt und die Lebensqualität der Patient:innen reduziert sein kann (2, 3). Damit Migräne-Patient:innen mit häufigen Attacken nicht das Gefühl haben, ihren Alltag oft nur unvollständig leben zu können, ist eine effektive Prophylaxe notwendig: Mit dem CGRP-Antikörper Galcanezumab (1) können die Migräne-Kopfschmerztage stark und spürbar schnell reduziert werden (4-6). Dabei kann dank der einzigartigen Loading Dose schnell eine maximale Wirksamkeit erreicht werden (1). Auch die Lebensqualität der Migräne-Patient:innen lässt sich signifikant verbessern (7, 8). Aktuelle Real-World-Daten von Patient:innen mit hochfrequenter episodischer (HFEM) und chronischer Migräne (CM) bestätigen, dass die Prophylaxe mit Galcanezumab schnell eine hohe Wirksamkeit erreichen kann (9). Teilweise konnte unter Praxisbedingungen sogar ein noch ausgeprägterer Nutzen als in den klinischen Studien beobachtet werden.
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 4 Min|

Neue Behandlungsoption bei Adipositas?

Die Top-Line-Ergebnisse der Studie SURMOUNT-1 liegen vor (1): SURMOUNT-1 ist die erste Phase-III-Studie, in der die Wirksamkeit und Sicherheit von Tirzepatid bei Erwachsenen mit Adipositas oder starkem Übergewicht untersucht wurde (2). Demnach ermöglichte der GIP/GLP-1-Rezeptor-Agonist Tirzepatid im Vergleich zum Placebo in beiden primären Endpunkten eine überlegene durchschnittliche prozentuale Reduktion des Körpergewichts vom Ausgangswert sowie einen größeren Prozentsatz an Teilnehmenden mit einer Körpergewichtsreduktion von ≥ 5%. Für die Substanz liegt derzeit noch keine Zulassung vor.
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Tremor langfristig reduzieren mittels Ultraschall

Der Tremor ist eines der häufigsten neurologischen Symptome. Ob Haare kämmen oder das Einschenken einer Tasse Kaffee – selbst die einfachsten Tätigkeiten werden bei starker Symptomatik zur Herausforderung. Viele Betroffene ziehen sich deshalb sozial zurück oder müssen ihren Beruf aufgeben. Wenn Medikamente nicht helfen, ist bisher ein operativer Eingriff mit Implantation von Elektroden in die Tiefe des Gehirns oft die einzige Option. Mit dem MRT-gesteuerten fokussierten Ultraschall (MRgFUS) gibt es seit Kurzem eine weitere Alternative: Neu dabei ist der Einsatz eines helmförmigen Ultraschallwandlers, der am Kopf des Erkrankten angebracht wird – und über 1.000 fokussierte Ultraschallwellen in ein definiertes Hirnareal schickt.
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Mehr Aufmerksamkeit für das Behçet-Syndrom

Am 20. Mai war internationaler Behçet-Awarenesstag und im gesamten Monat wird Aufmerksamkeit auf diese weitgehend unbekannte Autoimmunerkrankung gelenkt. Denn das Behçet-Syndrom (BS), auch Morbus Adamantiades-Behçet oder Morbus Behçet genannt, ist selten: In Deutschland sind nur 0,9 von 100.000 Einwohner:innen erkrankt. Hinzu kommt, dass die Symptome und Manifestationen sehr vielfältig und auch individuell verschieden sind, was eine schnelle und sichere Diagnose erschweren kann (2, 3). So vergehen vom Beginn der Symptomatik bis zur Diagnose im Mittel etwa 5,5 Jahre. Leitsymptome des BS sind rezidivierende schmerzhafte orale Aphthen, die die Lebensqualität der Patient:innen stark beeinträchtigen können. Die frühe Diagnosesicherung ist vor dem Hintergrund, dass sich die Therapiemöglichkeiten für diese Patient:innen seit der Zulassungserweiterung des oralen Phosphodiesterase (PDE)-4-Hemmers Apremilast deutlich verbessert haben, wichtig.
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Akutes Koronarsyndrom: Geringere Mortalitätsrate unter Ticagrelor

Im Rahmen der diesjährigen 88. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e. V. (DGK) stellten Kardiolog:innen aktuelle Daten zur dualen Plättchenhemmung (DAPT) bei Patient:innen mit akutem Koronarsyndrom (ACS) vor. Sie beleuchteten die verschiedenen Therapieoptionen auf Basis der Evidenz aus randomisierten klinischen Studien und jüngsten Real-World-Daten. Wichtige praxisrelevante Erkenntnisse aus dem Symposium waren zum einen, dass Ticagrelor als bislang einziger P2Y12-Inhibitor im harten Endpunkt Mortalität einen signifikanten Vorteil gegenüber Clopidogrel nachgewiesen hat. Zum anderen kann bei Beachtung der jeweiligen Kontraindikationen und Warnhinweise Ticagrelor bei einem deutlich größeren Anteil an ACS-Patient:innen eingesetzt werden als Prasugrel.
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MS: Senkung der Schubrate unter Teriflunomid

Die in kontrollierten Langzeitstudien sowie Real-World-Daten dokumentierte, gute und umfassende Wirksamkeit von Teriflunomid macht diesen Wirkstoff für Patient:innen wie auch Ärzt:innen zu einem zuverlässigen Partner bei der Behandlung der schubförmig-remittierenden Multiplen Sklerose (RRMS). Teriflunomid bewirkt eine signifikante Senkung der Schubrate sowie eine eindeutige und nachhaltige Hemmung der Behinderungsprogression bei milder bis moderater RRMS. Der Effekt auf die Behinderungsprogression könnte überwiegend durch den Schutz des Hirnvolumens vermittelt sein. Dieser Aspekt der Wirkung kann positive Effekte auf die Kognition, die Motorik wie auch die Sensorik bedingen.
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Makuladegeneration: Längere Therapieintervalle unter Aflibercept

Chronische Netzhauterkrankungen wie die neovaskuläre, altersabhängige Makuladegeneration (nAMD) gehen mit äußerst belastenden Symptomen, wie verschwommenem Sehen, reduziertem zentralem Visus, Abnahme der Farbintensität und erschwertem Nachtsehen einher (1). Therapieerfolge hängen maßgeblich von einer langfristigen und konsequenten Behandlung mit VEGF-Inhibitoren wie Aflibercept ab, um erzielte Visusergebnisse auf Dauer aufrecht zu erhalten.
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Plaque-Psoriasis: 2-Jahres-Daten zu Deucravacitinib

Die aktuellen 2-Jahres-Daten der Extensionsstudie POETYK PSO-LTE (Long-Term Extension; LTE) wurden bekannt gegeben. Die Ergebnisse zeigen eine anhaltende Wirksamkeit und ein konsistentes Sicherheitsprofil für Deucravacitinib bei der Behandlung erwachsener Patient:innen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis. Das klinische Ansprechen unter Deucravacitinib wurde über eine Behandlungsdauer von bis zu 2 Jahren aufrechterhalten. Die Ansprechraten lagen in Woche 60 bei 77,7%, gemessen anhand des Psoriasis Area and Severity Index (PASI) 75, bzw. bei 58,7% gemäß des static Physicians Global Assessments (sPGA) 0/1 (klares Hautbild/fast klares Hautbild).
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