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Medizin | Beiträge ab Seite 129

Medizin

HIV: Anhaltende virologische Suppression unter Kombinationstherapie

Aktuelle 144-Wochen-Daten einer noch laufenden Phase-2b-Dosisfindungsstudie zur antiretroviralen Aktivität, Verträglichkeit und Sicherheit von Islatravir in Kombination mit Doravirin im Vergleich zu Doravirin/Lamivudin/Tenofovir (DOR/3TC/TDF) bei antiretroviral therapienaiven Patient:innen mit HIV-1, zeigten eine anhaltende virologische Suppression der experimentellen, einmal täglichen, oralen Fixkombination aus den beiden Substanzen Doravirin/Islatravir (DOR/ISL). Nach 144 Wochen hatten vergleichbar viele therapienaive HIV-1 Patient:innen unter DOR/ISL eine Viruslast von < 50 HIV-RNA-Kopien/ml wie Patient:innen unter der Dreifachkombination DOR/3TC/TDF.
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Psoriasis

Juvenile idiopathische Arthritis und Psoriasis-Arthritis: JAK-Inhibitor für Kinder und Jugendliche zugelassen

Als erster und bislang einziger Januskinase(JAK)-Inhibitor hat Tofacitinib von der EU-Kommission die Zulassung zur Behandlung der aktiven polyartikulären juvenilen idiopathischen Arthritis (Rheumafaktor-positive oder -negative Polyarthritis und erweiterte Oligoarthritis) und der juvenilen Psoriasis-Arthritis erhalten. Der JAK-Hemmer kann bei Patient:innen ab einem Alter von 2 Jahren eingesetzt werden, die auf ein oder mehrere krankheitsmodifizierende Antirheumatika (DMARDs) nicht ausreichend angesprochen haben.
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Medizin

Meningeome präoperativ einschätzen

Die objektive Erfassung von Unregelmäßigkeiten eines Tumors erlaubt es, dessen Aggressivität bereits vor einer Operation besser einzuschätzen. Das konnten Mediziner:innen der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften Krems für Meningeome zeigen. In der aktuell im Journal of Neurosurgery veröffentlichten Studie demonstriert das Team die hohe Aussagekraft des von ihm etablierten „Surface Factor“. Dieser stellt ein objektives und vergleichbares Maß für die Unregelmäßigkeit der Tumorform dar. Anhand der Daten von über 125 Patient:innen konnte ein statistisch eindeutiger Zusammenhang zwischen niedrigem Faktor (entspr. unregelmäßiger Tumoroberfläche) und höherer Aggressivität belegt werden.
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Medizin

HIV und Krebs: Früher Beginn antiretroviraler Therapie senkt Risiko

HIV-Patient:innen haben ein erhöhtes Risiko an Haut- und Schleimhautkrebs zu erkranken, auch wenn dank einer antiretroviralen Therapie das HI-Virus im Blut eigentlich nicht mehr nachweisbar ist. Eine neue Studie der Universitätsklinik für Dermatologie der MedUni Wien, des Ludwig Boltzmann Institute for Rare and Undiagnosed Diseases (LBI-RUD) und des CeMM Forschungszentrums für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zeigt nun, dass der Zeitpunkt des Starts der antiretroviralen Therapie einen Einfluss auf die Tumorentwicklung haben kann. Die Ergebnisse wurden aktuell im Fachjournal Immunity veröffentlicht.
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Medizin

Alzheimer: Aducanumab verringert p-tau181 im Plasma

Die Daten von etwa 7.000 Plasmaproben von mehr als 1.800 Patient:innen in den klinischen Phase-3-Studien zu Aducanumab zeigten eine statistisch signifikante Korrelation zwischen der Verringerung von p-tau im Plasma und einer geringeren kognitiven und funktionellen Verschlechterung bei der Alzheimer-Krankheit. Die Verringerung von p-tau181 im Plasma korrelierte auch mit einer Verringerung der Amyloid-beta-Plaques. Die vorab spezifierte Analyse der Plasmaproben wurde von einem unabhängigen Labor durchgeführt und stützte sich auf die beiden pivotalen Aducanumab-Phase-3-Studien EMERGE und ENGAGE. Die Ergebnisse wurden heute auf der Konferenz „Clinical Trials on Alzheimer's Disease“ (CTAD) vorgestellt.
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Medizin

PEI: Unterschiede in der Antikörperbildung nach Impfung und nach COVID-19-Infektion

Ein Forschungsteam des Paul-Ehrlich-Instituts hat die gebildeten Antikörper nach Impfung mit dem aktuell in Deutschland überwiegend eingesetzten COVID-19-Impfstoff von BioNTech/Pfizer, dem inzwischen aus dem Zulassungsprozess zurückgezogenen Impfstoffkandidaten CVnCoV (CureVac) und nach COVID-19-Infektion verglichen. Spezifische Antikörperspiegel, Neutralisierungskapazität und Bindungsfähigkeit der Antikörper unterschieden sich erheblich zwischen Personen nach Impfung mit dem Vakzin von BioNTech/Pfizer und nach COVID-19-Infektion auf der einen Seite und von mit CVnCoV geimpften Personen auf der anderen Seite, was die unterschiedliche Wirksamkeit mit erklären kann.
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Medizin

Welt-COPD-Tag 2021 „Gesunde Lunge. Nie wichtiger als jetzt“

Die COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) ist eine lebensbedrohliche und irreversible Lungenerkrankung. Jede Exazerbation kann schwere Folgen für den Gesundheitszustand der Patient:innen und die damit verbundene Lebensqualität haben. Daher ist die Exazerbationsprävention das wichtigste Ziel der COPD-Therapie. Allerdings verdeutlichen aktuelle Daten der AvoidEx-Studie hier große Defizite. Innovative Projekte wie TELEMENTOR COPD können dazu beitragen, das Prophylaxemanagement zu optimieren und Krankheitskosten einzusparen. Anlässlich des Welt-COPD-Tages am 17. November 2021 machten Expert:innen auf die Dringlichkeit einer besseren Versorgung von COPD-Patient:innen aufmerksam.
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COVID-19

Priorisierung und Triage bei COVID-19: DIVI-Empfehlungen aktualisiert

Aus aktuellem Anlass wurden die klinisch-ethischen Empfehlungen zur Entscheidung über die Zuteilung intensivmedizinischer Ressourcen im Kontext der COVID-19-Pandemie überarbeitet. Die wesentlichen Neuerungen der mit den Fachgesellschaften abgestimmten Vorabfassung der aktualisierten AWMF S1-Leitlinie 040-013 vom 23.11.2021 sind, dass der Impfstatus einer/eines intensivpflichtigen Patientin/Patienten bei der Priorisierung keine Rolle spielen darf und die Betonung der Gleichbehandlung von COVID- und Nicht-COVID-Patient:innen.
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Medizin

Autoimmunität: Wie steuert Roquin die Aktivität von Immunzellen?

Bei Autoimmunerkrankungen wie Lupus erythematodes treten schwere Entzündungen in unterschiedlichen Regionen des Organismus auf. Das Immunsystem erkennt fälschlicherweise körpereigene Strukturen als fremd und greift diese an. Solche Leiden haben unterschiedliche Auslöser. Nur eine Handvoll bekannter Mutationen in einzelnen Genen des Erbguts führen zu Autoimmunität. Dazu gehört das Gen, das für Roquin-1 kodiert. Die sogenannte Sanroque-Mutation führt bei Mäusen zu einem Krankheitsbild, welches dem Lupus erythematodes ähnelt.
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Schlaganfall

Milvexian senkt Risiko für postoperative VTE

Die Ergebnisse der Phase-2-Studie AXIOMATIC-TKR liegen vor. Sie zeigen, dass das orale Prüfpräparat Milvexian das Risiko einer postoperativen venösen Thromboembolie (VTE) dosisabhängig reduziert, ohne das Blutungsrisiko im Vergleich zu Enoxaparin bei Patient:innen, die sich einer Knie-Totalendoprothese (TKR) unterziehen, zu erhöhen. Die Daten wurden auf den Scientific Sessions 2021 der American Heart Association (AHA) vorgestellt und gleichzeitig im New England Journal of Medicine (NEJM) veröffentlicht.
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Medizin

FIGO 2021: Adipositas bei Frauen – einer weltweiten Herausforderung begegnen

Der alle 2 Jahre stattfindende Kongress der FIGO (International Federation of Gynecology and Obstetrics), hat in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf das Thema Adipositas gelegt. Weltweit sind etwa 30 bis 50% der Frauen im gebährfähigen Alter von Übergewicht betroffen – Tendenz steigend (1).
Behandelnde in der Gynäkologie stellt dies vor neue Herausforderungen. Über den Einfluss der Adipositas bei gynäkologischen Krankheitsbildern und möglichen Therapien und Therapiezielen haben daher Experten:innen gesprochen.
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Medizin
Aktivitätsniveau als Einflussgröße und Frühsymptom identifiziert

ALS: Risikofaktor schwere körperliche Arbeit

Wer im Beruf körperlich schwere Arbeit verrichtet, erkrankt offenbar häufiger an Amyotropher Lateralsklerose (ALS) als zum Beispiel Büroangestellte. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Ulmer Universitätsmedizin. Insgesamt scheint das Aktivitätsniveau Einfluss auf Krankheitsentstehung und -verlauf zu haben: Die Forschenden aus Neurologie und Epidemiologie haben einen plötzlichen Abfall der körperlichen Betätigung erstmals als ALS-Frühsymptom identifiziert und gezeigt, dass moderate Bewegung nach Krankheitsbeginn die durchschnittliche Überlebensdauer erhöht. Nun ist die Studie, die auf dem umfangreichen ALS-Register Schwaben basiert, online in „Neurology“ erschienen.
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Medizin

COVID-Impfstoff: Neue Daten zu CV2CoV der 2. Generation

Die Daten aus der erweiterten präklinischen Studie zu dem Impfstoffkandidaten der zweiten Generation, CV2CoV wurden online im Journal „Nature“ veröffentlicht. Die neu veröffentlichten Daten enthalten einen direkten Vergleich von CV2CoV mit dem zugelassenen mRNA-Impfstoff von  Pfizer/BioNTech. Insgesamt ließen sich vergleichbare neutralisierende Antikörperspiegel messen, die sich nach der vollständigen Impfung von Tieren mit einer 12μg-Dosis CV2CoV oder mit einer Standard-30μg-Dosis Comirnaty® einstellten. Die Daten bestätigen, dass gezielte Optimierungen einer chemisch nicht-modifizierten mRNA die Immunantwort in einem präklinischen Modell deutlich verbessern können. Sie liefern damit eine fundierte Unterstützung für den Ansatz der unmodifizierten mRNA-Technologie.
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Medizin

Myokarditis nach COVID-Impfung: Register untersucht Kinder zwischen 5 und 12 Jahren

In amerikanischen und israelischen Studien wurde erstmals berichtet, dass es nach einer Corona-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff zu Herzmuskelentzündungen kam. Insgesamt wurde diese ernste Komplikation seitdem zwar nur sehr selten beobachtet (1,3 Fälle pro 100.000 Zweit-Impfungen), vergleichsweise häufig aber bei jungen männlichen Menschen zwischen 16 und 19 Jahren (13,7 Fälle pro 100.000 Zweit-Impfungen).
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Medizin

Erkennen, Erzählen, Erleben – Servicematerial zu atypischen Symptomen eines akuten Myokardinfarkts

Rund 45% aller Myokardinfarkte verlaufen ohne typische Symptome, sodass sie in der Mehrheit der Fälle viel zu spät erkannt werden (1). Dabei erleidet etwa jeder Fünfte innerhalb des ersten Jahres nach dem Myokardinfarkt einen Schlaganfall, einen erneuten Herzinfarkt oder verstirbt infolge eines kardiovaskulären Ereignisses (2). Betroffene sollten daher frühzeitig Hilfe in Anspruch nehmen, doch die meisten Deutschen bringen atypische Symptome wie Übelkeit, Kurzatmigkeit oder Müdigkeit nicht mit einem Myokardinfarkt in Zusammenhang. Hinzu kommt, dass gerade in Zeiten der Covid-19-Pandemie PatientInnen bei Beschwerden zu spät oder gar nicht aktiv wurden. So nahmen 50% weniger ärztliche Hilfe in Anspruch (3).
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Medizin

Langfristiger und nachhaltiger Erfolg einer HIV-Therapie – was ein Behandlungsregime können muss

Welche Kriterien muss ein belastbares Regime zur Behandlung einer HIV-Infektion erfüllen? Welchen Stellenwert haben solche Regime? Diese und weitere Fragen diskutierten Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Stellbrink, Hamburg, und PD. Dr. med. Stefan Esser, Essen, bei einem interaktiven Symposium im Rahmen des dagnä-Workshops 2021. Sie betonten dabei auch die Notwendigkeit eines patientenzentrierten, integrierten Versorgungsansatzes, um einen langfristigen Behandlungserfolg zu erreichen. Ein antiretrovirales Therapieregime (ART), das zentrale Forderungen an eine moderne HIV-Behandlung erfüllt, ist das Integrase-Strangtransfer-Inhibitorbasierte Single-Tablet-Regime Biktarvy® (Bictegravir/Emtricitabin/Tenofoviralafenamid;BIC/FTC/TAF)*.
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