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Medizin | Beiträge ab Seite 162

Medizin

Wirksamkeit der Zephyr-Ventil-Therapie bei der Emphysembehandlung bestätigt

Die neue US-Zulassungsstudie LIBERATE (1), welche diese Woche beim ATS Kongress in San Diego vorgestellt und gleichzeitig online im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine veröffentlicht wurde, bestätigt als erste multizentrische Studie über einen Beobachtungszeitraum von einem Jahr, dass die Zephyr®-Ventil-Behandlung die Lungenfunktion, Belastbarkeit und Lebensqualität von Patienten mit schwerem heterogenem Emphysem deutlich steigert. „Die LIBERATE-Studie belegt endgültig, dass das Zephyr-EBV klinisch bedeutsame Verbesserungen in 3 wichtigen Bereichen für den Patienten bewirkt – die Fähigkeit besser zu atmen, aktiver zu sein, und eine verbesserte Lebensqualität zu genießen", sagte Dr. Gerard Criner, Leiter der Studie. FACP, FACCP, Lehrstuhl und Professor für Thoraxmedizin und Chirurgie, Lewis Katz School of Medicine an der Temple University.
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Budesonid-Schmelztablette gegen eosinophile Ösophagitis zugelassen

Die eosinophile Ösophagitis (EoE) ist eine chronisch-progrediente Erkrankung, die bei Erwachsenen mit Schluckbeschwerden und Thoraxschmerzen einhergeht. Aufgrund der zunehmenden Verengung der Speiseröhre und von Muskelkrämpfen besteht die Gefahr der Bolusimpaktation. Erstmals wurde mit Budensonid (Jorveza®) jetzt eine medikamentöse Therapie für diese Erkrankung zugelassen. Durch die Formulierung als orodispersible Tablette wird der Wirkstoff mit dem Speichel nach und nach geschluckt und benetzt gezielt das ösophagale Epithel.
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Hypercholesterinämie: Wirtschaftliche Alternative zu Ezetimib und Ezetimib plus Simvastatin verüfgbar

56,6% aller Männer und 60,5% aller Frauen in Deutschland weisen einer Erhebung des Robert-Koch-Instituts zufolge ein erhöhtes Gesamtcholesterin im Blutserum auf (>190 mg/dl); ein stark erhöhtes Gesamtcholesterin von mehr als 240 mg/dl findet man bei 17,9% der Männer und 20,3% der Frauen (1). Die Gesamtprävalenz von Fettstoffwechselstörungen beträgt etwa 65% (1). Die aktuelle Leitlinie der European Society of Cardiology (ESC) und der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) empfiehlt HMG-CoA-Reduktasehemmer wie Simvastatin als medikamentöse Erstlinientherapie bei primärer Hypercholesterinämie („Statine“ hemmen die Cholesterinsynthese in der Leber) (2). Reicht eine Statin-Monotherapie nicht zum Erreichen der LDL-C-Zielwerte aus, nennt die Leitlinie die Kombination eines Statins mit einem Cholesterinresorptionsinhibitor wie Ezetimib als Option der Therapieintensivierung (2). Durch die Hinzunahme eines zweiten, synergistischen Wirkmechanismus ins Therapieregime kann das LDL-Cholesterin um weitere 15 bis 20% gesenkt sowie das kardiovaskuläre Risiko reduziert werden (2). Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) bewertet diese Kombination als „pharmakodynamisch plausibel“ (3).
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Zulassung für Methotrexat bei mittelschwerer Psoriasis ermöglicht erstmalig Zugang zur MTX-Therapie

Mehr als ein Drittel aller Psoriatiker mit mittelschwerer Schuppenflechte (1) hatte bis dato keinen behördlich autorisierten Zugang zur Firstline-Therapie mit Methotrexat (MTX). Seit April 2018 ist der metex® PEN (2) europaweit zur Therapie der mittelschweren Psoriasis zugelassen, ergänzend zur Behandlung schwerer Formen. Langzeitdaten belegen schnellen Wirkeintritt und gute, anhaltende Wirksamkeit von subkutanem MTX bei mittelschwerer Psoriasis. Ein einfaches Therapieschema (1-mal wöchentlich) und anwenderfreundliches sowie sicheres Handling mit dem metex® PEN fördern die Therapietreue.
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Tinnituspflaster – Klinische Wirkung

In einem Umfeld, in dem sämtliche Geräusche und Stimuli fehlen, bekommen alle relativ schnell zumindest kurzfristig Tinnitus. Wir alle haben unterschiedliche Geräusche in uns, da wir mobile, hörende und denkende Wesen sind. Normalerweise werden diese Geräusche weggefiltert, aber durch unterschiedliche Ereignisse kann ein belastender Kreislauf in Gang gesetzt werden, bei dem die Geräusche bemerkt werden, uns stören und sich zu einem Problem entwickeln.Tinnitus kann als ein „falsches” Bewusstsein eines Geräuschs betrachtet werden, eine Art Phantomphänomen im Gehirn. Vom 14. bis zum 16. März fand in Regensburg die weltweit führende Konferenz im Bereich der Tinnitusforschung statt. Dr. Peter Åhnblad, Oberarzt und Spezialist für Hals-, Nasen- und Ohrenerkrankungen, war vor Ort, um über das klinische Studienprogramm zu berichten, das kurz zuvor mit positiven Ergebnissen für das schwedische Tinnituspflaster Antinitus® durchgeführt worden war.
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Androgenetische Alopezie: Neue S3-Leitlinie empfiehlt Minoxidil zur topischen Behandlung

In der aktuellen europäischen S3-Leitlinie zur Behandlung der androgenetischen Alopezie ist Minoxidil (z.B. von Regaine®) weiterhin die einzige topische Therapieoption, der sowohl bei Männern als auch bei Frauen das höchste Evidenz-Level 1 zugesprochen wird. Die Häufigkeit der an androgenetischer Alopezie leidenden Patienten nimmt mit zunehmendem Alter zu und betrifft bis zu 80% der Männer sowie 42% der Frauen – kaukasischer Abstammung – ab 70 Jahren. Die Erkrankung bedeutet meist eine spürbare Beeinträchtigung der Lebensqualität für die Betroffenen, besonders Frauen leiden häufig stark unter dem Krankheitsbild (1). Mit Minoxidil 5% topischem Schaum enthält die Leitlinie erstmals eine Empfehlung für eine einmal tägliche topische Therapie für die Frau. Für den Mann wird eine zweimal tägliche Therapie empfohlen, um die Progression der androgenetischen Alopezie zu verbessern (2).
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Tapentadol bei chronischen Schmerzpatienten entlastet das ärztliche Budget und reduziert den Arbeitsaufwand

In Deutschland leiden etwa 17% aller Erwachsenen an chronischen Schmerzen. Deutlich über die Hälfte davon, rund 61%, sind chronische Rückenschmerzpatienten (1). Neben dem Leid der Betroffenen und den daraus resultierenden häufigen Arztbesuchen stellen chronische Schmerzerkrankungen auch wegen der hohen Behandlungskosten eine große Herausforderung dar. Hinzu kommt eine große volkswirtschaftliche Belastung durch kurz- und langfristige Arbeitsausfallzeiten, Krankengeld und Frühberentungen. Hinsichtlich der direkten und indirekten Kosten spielt es aber offenbar eine entscheidende Rolle, welches Analgetikum Ärzte verordnen. Dies zeigen Daten einer nicht-interventionellen Studie, denen zufolge Tapentadol retard (Palexia® retard) aufgrund seiner starken Wirksamkeit und seines guten Nebenwirkungsprofils den Bedarf an Begleitmedikation und therapiebegleitenden Maßnahmen wie Physiotherapie deutlich reduziert (2). Die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage ging im Vergleich zur Vortherapie um rund 60% zurück (3). Somit zahlt sich die Behandlung mit Tapentadol volks- und betriebswirtschaftlich gleichermaßen aus. Die wirtschaftliche Verordnung des Analgetikums ist dabei durch mehr als 100 Rabattverträge gegeben (4).
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Akute Colitis ulcerosa: Mesalazin-Tabletten mit neuer Wirkstärke

Für Patienten mit akuter Colitis ulcerosa wird die orale Behandlung vereinfacht. Ab dem 15.02.2018 wird das Angebot an Mesalazin-Tabletten um eine neue Wirkstärke erweitert. Ergänzend zur 250mg- und 500mg-Dosierung steht dann die hoch dosierte Salofalk® 1g Tablette zur Verfügung. Die tägliche Dosierung von nur noch 3 x 1 Tablette á 1g statt bisher 3 x 2 Tabletten á 500 mg dürfte sich günstig auf die Therapietreue der Patienten und damit auf den Behandlungserfolg auswirken.
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Diagnosestellung für Multisystemkrankheit Morbus Fabry

Differentialdiagnostischer Spürsinn ist gefragt, damit Neurologen die lysosomale Speicherkrankheit Morbus Fabry möglichst früh entdecken. Es kann eine Herausforderung sein, ihr auf die Spur zu kommen, ähneln doch die Symptome beispielsweise denen einer Multiple Sklerose, oder anderen, viel häufigeren Krankheiten. Rechtzeitig erkannt, kann den Patienten schweres Leid erspart werden, denn für diese seltene Krankheit stehen Behandlungsmöglichkeiten, wie z.B. eine Enzymersatztherapie, zur Verfügung. Welche Symptome erste Hinweise für die x-chromosomal vererbte Krankheit geben können, und was im Verdachtsfall zu tun ist, erörterten Experten im Rahmen eines Mitmachsymposiums beim diesjährigen DGN-Kongress in Leipzig.
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Fernsehen schadet dem Kinderschlaf

Kinder, die elektronische Medien nutzen, haben eine schlechtere Schlafqualität. Gleichzeitig scheint das Vorlesen oder Anschauen von Büchern den Schlaf der Kinder zu verbessern. Diese Zusammenhänge haben Forscher um die Ulmer Epidemiologen PD Dr. Jon Genuneit und Prof. Dietrich Rothenbacher in der Fachzeitschrift "Sleep Medicine" veröffentlicht. Im Zuge einer Geburtskohortenstudie haben sie erstmals die Auswirkungen von Medien auf die Schlafqualität einer homogenen Altersgruppe erforscht.
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Mausmodell: Methocarbamol wirkt zentral und offenbar auch peripher

Methocarbamol, z.B. Ortoton® – ein zentral wirksames Muskelrelaxans (1) – wird zur symptomatischen Behandlung schmerzhafter Muskelverspannungen insbesondere im unteren Rücken (Lumbago) eingesetzt (2). Erstmals legen noch unveröffentlichte Versuche am Mäusemuskel auch eine periphere Wirkung über den spannungsabhängigen Natriumkanal Nav.1.4 nahe, so Prof. Dr. Stephan Kröger, Biomedizinisches Centrum der LMU München, Planegg-Martinsried, auf dem Deutschen Schmerzkongress in Mannheim. „Sofern sich die peripheren Effekte beim Menschen bestätigen und die Konzentrationsbereiche vergleichbar sind, könnten sich langfristig neue Einsatzmöglichkeiten für den Wirkstoff ergeben, z.B. bei Muskelkrämpfen, Dystonien und Spasmen“, resümierte Kröger. Für eine Bestätigung dieser These seien jedoch weitere wissenschaftliche Untersuchungen notwendig.
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Chronisch entzündliche Autoimmunerkrankungen: EMA erteilt die Zulassung für Adalimumab-Biosimilar

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) erteilt die Zulassung für Cyltezo® (BI 695501), ein Adalimumab-Biosimilar, für die Behandlung von chronisch entzündlichen Autoimmunerkrankungen bei Erwachsenen und Kindern. Die Zulassung beruht auf umfangreichen Daten, welche die analytische, pharmakologische, nichtklinische und klinische Biosimilarität von Cyltezo® gegenüber Humira®* untersuchten. Die Zulassung erfolgt nach kürzlich erteilter positiver CHMP-Stellungnahme und der FDA-Zulassung von Cyltezo® (1).
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