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Medizin | Beiträge ab Seite 30

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Colitis ulcerosa: Zulassung von subkutanem Guselkumab in der EU

Die Europäische Kommission hat die subkutane Formulierung von Guselkumab zur Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa zugelassen, die auf eine konventionelle Therapie oder eine biologische Behandlung unzureichend angesprochen haben, kein Ansprechen mehr zeigen oder diese nicht vertragen. Der IL-23-Inhibitor kann somit sowohl subkutan als auch intravenös als Induktionsdosis zur Behandlung von Colitis ulcerosa verabreicht werden.
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Interleukin-6 als Schlüsselfaktor für schwere Asthma-Exazerbationen identifiziert

Interleukin-6 als Schlüsselfaktor für schwere Asthma-Exazerbationen identifiziert

Warum führen Virusinfektionen bei manchen Asthmabetroffenen zu gefährlichen Krankheitsschüben, während andere kaum Beschwerden haben? Wissenschaftler:innen des Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum (FZB) haben nun den zugrunde liegenden Mechanismus entschlüsselt und einen Biomarker gefunden, der schwere Verläufe vorhersagen und neue Therapieoptionen ermöglichen könnte. Die Ergebnisse wurden nun in der Fachzeitschrift Allergy veröffentlicht [1].
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Genetische Mutation reduziert Herz-Kreislauf-Risiko trotz starker Adipositas

Genetische Mutation reduziert Herz-Kreislauf-Risiko trotz starker Adipositas

Bestimmte genetische Mutationen eines appetitregulierenden Rezeptors im Gehirn führen zwar zu Adipositas, senken bei Betroffenen aber gleichzeitig die Cholesterinwerte sowie das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das haben Forschende der Ulmer Universitätsmedizin in einer internationalen Studie herausgefunden und damit erstmals nachgewiesen, dass Signalwege im Gehirn direkt in den Fettstoffwechsel eingreifen. Dies könnte neue Perspektiven für die Prävention von Herzerkrankungen eröffnen. Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachjournal Nature Medicine veröffentlicht [1].
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Sepsis-Sterblichkeit in Deutschland seit Jahrzehnten auf hohem Niveau

Der neue „Global Burden of Disease“-Bericht zeigt: In Deutschland stagniert die Sepsis-Sterblichkeit seit Jahrzehnten auf hohem Niveau, während sie weltweit gesunken ist. 2021 starben hierzulande 211.000 Menschen an Sepsis (247 pro 100.000 Einwohner), deutlich mehr als in Ländern wie Australien oder der Schweiz. Die Überlebenschancen sind besonders bei Harnwegs- und Bauchraum-Infektionen schlechter, auch Neugeborene sind stärker gefährdet [1].
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Warum ApoE4 das Risiko für Alzheimer erhöht

Warum ApoE4 das Risiko für Alzheimer erhöht

Die Genvariante ApoE4 gilt schon lange als wichtigster genetischer Risikofaktor für eine im Alter auftretende Alzheimer-Demenz: Wer sie besitzt, hat im Vergleich zu den Nicht-Träger:innen ein zwölffach so hohes Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Die nah verwandte Genvariante ApoE3, die beim Menschen am häufigsten vorkommt, erhöht die Anfälligkeit für das Leiden hingegen anscheinend nicht. Der Grund für diesen Unterschied war bislang unklar.
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Vitamin-D-Mangel nahm während Corona-Pandemie deutlich zu

Vitamin-D-Mangel nahm während Corona-Pandemie deutlich zu

Die COVID-19 Pandemie hatte Auswirkungen auf die Gesundheit weit über Infektionen hinaus. Ein Forschungsteam um die LMU-Epidemiologin Professorin Eva Grill zeigen nun erstmals auf Bevölkerungsebene, dass auch die Vitamin-D-Spiegel während der Pandemie signifikant niedriger waren als zuvor. Für ihre in Nature Communications veröffentlichte Studie analysierten die Forschenden anonymisierte Routinedaten von 292.187 Patient:innen aus ganz Bayern, sowohl aus dem ambulanten als auch aus dem stationären Bereich. Die Daten stammen aus Laborinformationssystemen als Teil einer datenschutzkonformen Forschungsplattform.
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Aktualisierte Psoriasis-Leitlinie integriert alle zugelassenen Systemtherapien

Aktualisierte Psoriasis-Leitlinie integriert alle zugelassenen Systemtherapien

Die aktualisierte S3-Leitlinie Therapie der Psoriasis vulgaris der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft e. V. (DDG) beinhaltet nun auch die Medikamente Bimekizumab und Deucravacitinib. Zudem wurde die Interdisziplinarität deutlich verstärkt und neben den bisher schon beteiligten Fachgesellschaften erstmals auch die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V. (DGP) sowie die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e. V. (DGVS) eingebunden. Dadurch konnten die Abschnitte zur Psoriasis-Therapie bei Patient:innen mit latenter Tuberkulose und bei Virus-Hepatitis umfänglich aktualisiert werden. Auch beim altbekannten Medikament Methotrexat gibt es Neuerungen.
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Neuer Wirkstoffkandidat gegen resistente Malaria-Erreger entwickelt

Neuer Wirkstoffkandidat gegen resistente Malaria-Erreger entwickelt

Forschende des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) haben in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) einen neuen Wirkstoffkandidaten entwickelt, der Malariaerreger auch dann abtöten kann, wenn bereits bekannte Medikamente nicht mehr wirken. Seine Ergebnisse veröffentlichte das Team nun in der Fachzeitschrift Angewandte Chemie.
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Migräne-Prophylaxe: Atogepant zeigt Überlegenheit gegenüber Topiramat
IHC 2025

Migräne-Prophylaxe: Atogepant zeigt Überlegenheit gegenüber Topiramat

Beim diesjährigen International Headache Congress (IHC) wurden aktuelle Daten der Head-to-Head-Studie der Phase III TEMPLE vorgestellt. Sie untersuchte die Verträglichkeit, Sicherheit und Wirksamkeit von Atogepant gegenüber Topiramat für die Migräneprophylaxe bei erwachsenen Patient:innen mit mindestens vier Migränetagen pro Monat [1]. Die präsentierten Daten zeigen eine signifikant bessere Verträglichkeit und Wirksamkeit von Atogepant gegenüber dem Antikonvulsivum Topiramat [1].
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PET-Bildgebung macht Synapsenverlust bei Multipler Sklerose sichtbar

In Deutschland leiden etwa 250.000 Menschen an der Multiplen Sklerose. Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der die Körperabwehr Strukturen des Zentralen Nervensystems angreift. Die Attacken führen auch zu Veränderungen in der grauen Substanz im Gehirn. Bislang gibt es keine Methode, um diese krankhaften Läsionen der grauen Substanz verlässlich und aussagekräftig nachzuweisen. Nun aber haben Forschende des LMU Klinikums erstmals gezeigt, dass sich mit der Positronen-Emissionstomografie der Synapsenverlust in den MS-Läsionen der Großhirnrinde abbilden lässt.
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Osteoporose betrifft 2,15 Millionen Menschen in Deutschland

Osteoporose betrifft 2,15 Millionen Menschen in Deutschland

2,15 Millionen Menschen ab 35 Jahren waren im Jahr 2023 von Osteoporose betroffen. Das zeigt der aktuelle „Gesundheitsatlas Deutschland" des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Die meisten Betroffenen waren mit 5,8% in Sachsen-Anhalt zu verzeichnen, während in Hamburg nur 2,9% der Bevölkerung die Diagnose Osteoporose erhielten. Die Krankheitshäufigkeit ist laut der Analyse des WIdO in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken – von 4,6% im Jahr 2017 auf 4,0% im Jahr 2023.
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