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Medizin | Beiträge ab Seite 65

Medizin

Morbus Crohn: Head-to-head-Vergleich zeigt Überlegenheit von Risankizumab gegenüber Ustekinumab

Die Phase-IIIb-Head-to-Head-Studie SEQUENCE untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit von Risankizumab gegenüber Ustekinumab bei Patient:innen mit mittelschwerem bis schwerem aktivem Morbus Crohn, die eine Intoleranz oder inadäquates Ansprechen auf mind. eine Anti-TNF-α-Therapie gezeigt hatten. In der Studie wurde Risankizumab 600 mg intravenös (i.v.) in Woche 0, 4 und 8 (Induktion) und 360 mg subkutan (s.c.) ab Woche 12 und alle 8 Wochen danach (Erhaltung) verabreicht. Ustekinumab erhielten die Patient:innen zu Woche 0 i.v. gewichtsadaptiert (Induktion) und 90 mg s.c. ab Woche 8 und und anschließend alle 8 Wochen (Erhaltung).
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Medizin

Geschlechterunterschiede in der Kardiologie – Weibliche Herzinfarkte zeigen sich anders

Die Healthcare Frauen e.V. (HCF) als Businessnetzwerk führender Managerinnen der Gesundheitsbranche rufen gemeinsam mit der Herz-Hirn-Allianz und weiteren Akteur:innen des Gesundheitswesens zum 2. Mal zum #GoRed Day auf. Am 2. Februar 2024 ist bundesweiter Tag der Frauenherzgesundheit. Ziel ist die Stärkung des politischen und öffentlichen Bewusstseins für Herzerkrankungen bei Frauen.
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Medizin

Narkolepsie – Pathophysiologie und Behandlung der seltenen neurologischen Erkrankung

Bei der neurologischen Erkrankung Narkolepsie ist die Schlaf-Wach-Regulation der Betroffenen gestört, was sich u.a. in einer übermäßigen Tagesschläfrigkeit (EDS) äußert, dem Leitsymptom der Narkolepsie. Sie zählt mit einer weltweit geschätzten Verbreitung von 0,025 bis 0,05% zu den seltenen Erkrankungen (1). Auf einem Symposium im Rahmen des 96. Kongresses der deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Berlin diskutierten Experten:innen wichtige Aspekte der Erkrankung sowie deren Behandlung.
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Medizin

Mukoviszidose: Dreifachtherapie zeigt langfristige Wirksamkeit und Sicherheit

Die Zwischenauswertung der ersten Langzeitstudie zeigt, dass die Therapie mit den 3 CFTR-Modulatoren Elexacaftor, Tezacaftor und Ivacaftor langfristig wirksam, sicher und gut verträglich ist. Über einen Zeitraum von knapp 3 Jahren wurde untersucht, wie sich die Behandlung auf die Patient:innen auswirkt. Die Studie ergab, dass sich sowohl die Lungenfunktion als auch die Atmung und der Ernährungszustand der Mukoviszidose-Patient:innen verbesserten, die die Kombination der 3 CFTR-Modulatoren über den Zeitraum von knapp 3 Jahren einnahmen (1). Die Behandlung erwies sich zudem als sicher und gut verträglich und es traten seltener Exazerbationen auf.
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Medizin

HIV-Prep: Zahl der Anwender:innen steigt

Nach Schätzungen haben sich vergangenes Jahr in Deutschland etwa 1.900 Menschen mit HIV (Humanes Immundefizienz-Virus) angesteckt. Dass die Zahl nicht noch höher ausfällt, könnte mit einer relativ neuen Schutzmöglichkeit zu tun haben. Denn immer mehr Menschen in Deutschland nehmen laut Robert Koch-Institut (RKI) Medikamente zum Schutz vor einer HIV-Infektion. „Nach Schätzungen nutzten im September etwa 39.000 Menschen bundesweit die Präexpositionsprophylaxe“, sagte der beim RKI für das Thema zuständige Projektleiter Daniel Schmidt der Deutschen Presse-Agentur vor dem Welt-Aids-Tag, der am 01. Dezember 2023 stattfindet. Für Ende 2022 sei man von 32.000 Nutzenden ausgegangen, Ende 2020 von rund 19.000.
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Medizin

Depressionen bei jungen Menschen: Chatbot-App soll Versorgungslücke schließen

Das neuentwickelte, 3-monatige Programm iCAN (intelligente, Chatbot-assistierte ambulante Nachsorge) soll 13- bis 25-jährigen Menschen mit Depressionen helfen, nach einer Klinikbehandlung gut in den Alltag zurückzukehren. iCAN besteht aus einer Chatbot-App und Telefongesprächen mit Psycholog:innen. Die Wirksamkeit des iCAN-Programms wird seit Oktober 2023 in einer deutschlandweiten Studie überprüft. Es werden weiterhin Studienteilnehmende gesucht.
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Medizin

Atherosklerose: Geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Entstehung von Plaques

Für ihre Arbeit über geschlechtsspezifische Unterschiede von Plaque-Strukturen erhält Dr. Lena Marie Seegers vom Universitätsklinikum Frankfurt, Medizinische Klinik 3: Kardiologie und Angiologie, den Wissenschaftspreis „Frauenherzen“ der Deutschen Herzstiftung. Der Preis ist 2023 erstmals gemeinsam mit der Projektgruppe „Frauen und Familie in der Kardiologie“ und der „Arbeitsgruppe Gendermedizin in der Kardiologie“ der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) ausgeschrieben worden.
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COVID-19

COVID-19: Booster-Impfung mit aktualisierter Wirksamkeit

Auch wenn die Corona-Pandemie abgeklungen zu sein scheint, stellen neue Varianten des SARS-Corona-Virus-2 (SARS-CoV-2) für vulnerable Personen immer noch eine große Bedrohung dar. Zu ihnen zählen grundsätzlich alle Menschen im Alter über 60 Jahren und vor allem Patient:innen mit verschiedenen Grunderkrankungen und sich daraus ergebender verminderter Immunkompetenz sowie Personen unter immunmodulatorischer oder gar -suppressiver Therapie. Sie alle profitieren von einer Booster-Impfung, insbesondere dann, wenn auf einen aktualisierten COVID-19-Impfstoff zurückgegriffen wird, wie ihn der angepasste COVID-19-mRNA-Impfstoff SpikevaxTM XBB.1.5 darstellt.
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COPD

COPD und kardiale Komorbidität: Das unheilvolle Duo

Prof. Kathrin Kahnert, Germering, wies darauf hin, dass Patient:innen mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) nur selten an dieser einen Erkrankung leiden. Besonders häufig besteht eine kardiale Komorbidität, die ein Treiber für ein erstes COPD-Ereignis ist, betonte sie auf einem virtuellen Presseroundtable. Die zum Welt-COPD-Tag am 15. November 2023 vorgestellte Leitlinie GOLD 2024 unterstreicht die Notwendigkeit, mögliche Komorbiditäten abzuklären und wann an eine Therapieeskalation gedacht werden sollte.
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Medizin

Komplementerkrankungen: Neue Webseiten und Slam Poet Bleu Broode klären auf

Wer mit einer seltenen Erkrankung lebt, ist nicht nur mit den Krankheitssymptomen und den damit einhergehenden meist starken Beeinträchtigungen des alltäglichen Lebens konfrontiert. Patient:innen fühlen sich auch oft hilflos und allein gelassen. Denn obwohl insgesamt etwa 4 Millionen Menschen in Deutschland (rund 8%) mit einer seltenen Erkrankung leben, erkranken von 1 Million Menschen pro Jahr jeweils nur 2 bis 4 an den einzelnen Krankheiten. Da sie nur selten auftreten, sind sie nicht einfach zu erkennen und das Auffinden von Informationen für die Patient:innen kann erschwert sein.
 
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Medizin

MS: Reduktion von Memory-B-Zellen durch Cladribin ermöglicht Krankheitskontrolle

Erstmalig konnte anhand von Daten, die auf dem ACTRIMS-/ECTRIMS- und dem DGN-Kongress präsentiert wurden, ein Zusammenhang zwischen der Kontrolle der Krankheitsaktivität von Multipler Sklerose (MS) und der anhaltenden Reduktion von Memory-B-Zellen nach Einnahme von Cladribin-Tabletten gezeigt werden (1). Die gleichzeitige Rekonstitution der B-Zell-Subgruppen liefert eine Erklärung für den Erhalt der Immunkompetenz (2). Zusätzlich konnte beobachtet werden, dass Cladribin-Tabletten sNfL, einen Biomarker für neuroaxonale Schäden, nachhaltig reduzieren (3). Diese Ergebnisse erweitern das Verständnis zur Wirkweise von Cladribin-Tabletten und untermauern den besonderen Stellenwert des Therapeutikums innerhalb der verlaufsmodifizierenden MS-Therapien.
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Medizin

Umdenken beim Antibiotikaeinsatz gefordert: Könnten hier Point-of-Care-Tests die Lösung sein?

Besonders in der Erkältungssaison stehen Arztpraxen am Rande ihrer Belastungsgrenze, wenn Patient:innen mit Symptomen einer akuten Entzündung des Rachenraums vorstellig werden (1). In vielen Fällen werden Antibiotika allerdings ohne entsprechende Indikation verschrieben (2, 3) – und leisten so der Entwicklung von antimikrobiellen Resistenzen Vorschub (4). Reckitt setzt sich mit der Marke Dobendan bereits seit vielen Jahren für die sachgerechte Verschreibung von Antibiotika ein. Deshalb beteiligte sich das Unternehmen aktiv an der Veranstaltung des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller (BAH) zum Europäischen Antibiotikatag, welche anlässlich der Welt-Antibiotika-Woche am 16. November 2023 in Berlin stattfand. In einem Vortrag zeigte Dr. Tina Peiter auf, wie Point-of-Care-Tests (POC-Tests) zu einem sachgerechteren Einsatz von Antibiotika beitragen könnten.
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Medizin

Langlebigkeit von HIV-neutralisierenden Antikörpern erforscht – Wichtiger Schritt in Richtung Impfstoff

Trotz jahrzehntelanger Forschung gibt es weiterhin keinen Impfstoff, der vor einer HIV-Infektion schützt. Aktuell wird jedoch davon ausgegangen, dass eine solche Impfung nur effektiv sein kann, wenn durch sie auch neutralisierende Antikörper in den geimpften Menschen gebildet werden. Ein internationales Team um die Wissenschaftler Prof. Florian Klein, Direktor des Instituts für Virologie an der Uniklinik Köln, und PD Dr. Dr. Philipp Schommers, Erstautor der Studie und Leiter des Labors für Antivirale Immunität an der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln, hat nun erstmalig die Langlebigkeit solcher Antikörper in HIV-infizierten Menschen erforscht. Die im renommierten Journal Nature Medicine publizierten Erkenntnisse verbessern das Verständnis über die Dynamik solcher Antikörper und sind ein wichtiger Baustein für die weitere Erforschung eines HIV-Impfstoffs.
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Medizin

Die Rolle von Allergien bei der Entwicklung von Long-COVID

Welche Faktoren das Long-COVID-Risiko beeinflussen können, ist nach wie vor nicht vollständig geklärt. Wissenschaftler:innen am Institut für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg haben die Rolle von Allergien genauer untersucht und sind der Frage nachgegangen, ob allergische Erkrankungen das Risiko erhöhen können, Long-COVID nach einer SARS-CoV-2-Infektion zu entwickeln.
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Medizin

Anifrolumab bei SLE – Effektiv Organschäden verhindern

Im Rahmen des Jahrestreffens des American College of Rheumatology (ACR) wurden aktuelle Remissionsdaten von Anifrolumab zur Behandlung des systemischen Lupus erythematodes (SLE) vorgestellt. Die Ergebnisse der Langzeit-Extension-Studie zeigen: Patient:innen mit SLE erreichen mit Anifrolumab früher und häufiger eine Remission verglichen mit Placebo (1). Eine steroidfreie Remission im Sinne des Treat-to-Target Konzeptes bringt viele positive Auswirkungen für die Patient:innen, wie die Verringerung von Organschäden, mit sich und ist auch im 2023 Update der EULAR-Empfehlungen als anzustrebendes Therapieziel aufgeführt (2). Anifrolumab wurde nach nur 1,5 Jahren mit der Evidenzbewertung 1a/A in die EULAR (European Alliance of Associations for Rheumatology)-Empfehlungen aufgenommen und ist das bisher einzige Biologikum mit Placebo-kontrollierten Remissionsdaten über 4 Jahre in der SLE-Therapie.
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