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Medizin | Beiträge ab Seite 90

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Osteoporose: Neue Kombinationspackung mit Risedronat magensaftresistent und Vitamin D3/Calcium

Weltweit leiden schätzungsweise mehr als 200 Millionen Menschen an Osteoporose (1). Um das Frakturrisiko zu senken, sind Bisphosphonate Therapeutika der ersten Wahl (2). Weil konventionelle orale Bisphosphonate nur schlecht resorbiert werden, müssen sie auf nüchternen Magen und im Abstand von bis zu 2 Stunden zu einer Mahlzeit eingenommen werden. Diese Routine kann die Adhärenz einschränken und zum Behandlungsabbruch führen (3,4). Die magensaftresistente Formulierung von Risedronat erleichtert Patient:innen die Einnahme. Als einziges orales Bisphosphonat kann es mahlzeitenunabhängig und direkt nach dem Frühstück eingenommen werden (5), ohne dass die Bioverfügbarkeit oder die Wirksamkeit beeinträchtigt ist (4). Damit die zusätzlich empfohlene Zufuhr an Calcium und Vitamin D32 gesichert ist, gibt es Risedronat jetzt auch in der Kombinationspackung mit Brausegranulat, das die entsprechenden Supplemente in üblichen Konzentrationen enthält (6).
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Körpereigenes Molekül kann übermäßige Immunreaktionen bei GvHD abschwächen

Die akute Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion (Graft-versus-host disease; GvHD) ist eine lebensbedrohliche Komplikation bei der Behandlung von Leukämien mit allogener Stammzelltransplantation, also der Transplantation von Zellen einer anderen Person. Die GvHD entsteht dadurch, dass die transplantierten Immunzellen übermäßig aktiv sind und gesundes Gewebe der Patient:innen schädigen. Forschende der Universitätsklinik Freiburg und des Exzellenzclusters CIBSS der Universität Freiburg haben herausgefunden, dass ein körpereigenes Molekül diese fehlgeleitete Immunreaktion abmildern kann. (1)
 
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ZPP zertifiziert Stressreduktion der Balloon App mit dem Siegel „Deutscher Standard Prävention“

Große Erfolge für die Achtsamkeits-App Balloon: Der Kurs „Stressreduktion durch Achtsamkeit“ ist von der Zentralen Prüfstelle für Prävention (ZPP) mit dem Siegel „Deutscher Standard Prävention“ zertifiziert worden. Zudem nimmt die DAK-Gesundheit die App als kostenloses Präventionsangebot für ihre Kund:innen  auf. Balloon wird von MissionMe, einem Unternehmen von RTL Deutschland, entwickelt und produziert. Unter dem Motto „Meditation für alle“ verfolgt das Angebot für die Nutzer:innen das Ziel, Stress zu verringern. Neurowissenschaftler und Psychologe Dr. Boris Bornemann leiht dem Angebot seine Stimme und stellt sicher, dass die Kurse und Übungen wissenschaftlich fundiert sind.
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5 Jahre Dupilumab bei atopischer Dermatitis

„Die positiven Daten aus randomisierten klinischen Studien sowie aus dem klinischen Alltag sprechen dafür, Dupilumab als Standardtherapie zu sehen. Das gilt für Erwachsene und Jugendliche mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis (AD) sowie für Kinder ab 6 Jahren mit schwerer AD“, so das Fazit von Dr. Arnd Jacobi, Nürnberg, bei der digitalen Pressekonferenz „5 Jahre Dupilumab: Das war erst der Anfang“. Der Rückblick während der virtuellen Presseveranstaltung auf die letzten 5 Jahre Behandlungsmanagement mit dem monoklonalen Antikörper verdeutlichte dessen Erfolgsgeschichte: Mittlerweile ist das Biologikum in mehr als 60 Ländern für mindestens einen Anwendungsbereich zugelassen und weltweit wurden bereits über 500.000 Menschen behandelt.
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Deutschland-Barometer Depressionen: Arztbesuch wird zu lange hinausgezögert

Im Durchschnitt dauert es 20 Monate, bis sich Menschen mit einer Depression Hilfe suchen. Das ist das Ergebnis des 6. Deutschland-Barometers Depressionen – einer im September 2022 durchgeführten Befragung von 5.050 Personen zwischen 18 und 69 Jahren, davon 1.183 Personen mit einer diagnostizierten Depression (1). „Eine so lange Latenzzeit bis zur professionellen Versorgung der Betroffenen kann erhebliche Auswirkungen haben und im schlimmsten Fall mit einem Suizid enden“, erklärte Dr. Andrej Krücken, niedergelassener Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie aus Krefeld, und ergänzte: „Über
die Gründe kann man nur spekulieren, aber es ist davon auszugehen, dass die mit der Erkrankung verbundene depressive Stimmung und eine Antriebsstörung mit innerer Getriebenheit dabei eine wesentliche Rolle spielen.“
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Long-COVID Studie: Blutwerte zeigen Umprogrammierung von Immunzellen an

Wenn die Symptome bleiben: Viele Menschen leiden nach einer überstandenen COVID-19 Infektion an einer Folgeerkrankung, dem sogenannten Long COVID-Syndrom. Eine Forschungsgruppe der Universitätsmedizin Halle hat nun molekulare Hinweise auf verschiedene Subgruppen bei Long-COVID gefunden. Dabei treten Muster auf, die einen möglichen Therapieansatz versprechen. Die Daten legen nahe, dass unterschiedliche Mechanismen zur Entstehung des Syndroms führen, darunter auch eine Umprogrammierung von Immunzellen (1). Alle Teilnehmenden wurden über „DigiHero“ rekrutiert, einer deutschlandweiten Studie der Universitätsmedizin Halle zur digitalen Gesundheitsforschung. Die Ergebnisse wurden jüngst in der Fachzeitschrift Journal of Medical Virology veröffentlicht.
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Innsbrucker Team entwickelte sicheres Modell zur Vorhersage von resistenten Coronaviren

Das Coronamedikament Paxlovid wird bisher erfolgreich zur Behandlung von Hochrisikopatien:innen eingesetzt. Forscher:innen um Dorothee von Laer und ihrem Doktoranden Emmanuel Heilmann am Institut für Virologie der Medizinischen Universität Innsbruck entwickelten am Beispiel von Paxlovid ein einzigartiges Modell, das unter sicheren Bedingungen die Prognose von Resistenzen gegen antivirale Medikamente erlaubt.

 
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InRange-Studie zu Typ-1-Diabetes: Zeit im Zielbereich als primärer Endpunkt

„Die Zahl der Menschen, die von einem Typ-1-Diabetes betroffen sind, steigt seit Jahren stetig an – dies unterstreicht den Bedarf an evidenzbasierten und wirksamen Therapieoptionen“, erklärte Prof. Dr. Thomas Danne, Hannover, im Rahmen einer virtuellen Pressekonferenz. Eine breite Evidenz aus der klinischen Forschung sowie aus Real-World-Studien liegt für das Basalanaloginsulin der 2. Generation Insulin glargin 300 Einheiten (E)/ml vor. „InRange war die 1. randomisierte kontrollierte Studie, die Insulin glargin 300 E/ml und Insulin degludec 100 E/ml bei Menschen mit Typ-1-Diabetes verglich und dabei die Zeit im Zielbereich als primären Endpunkt nutzte“, so Danne über die im Oktober 2022 publizierte InRange-Studie (1).
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Allogene Stammzelltherapie bei komplexen perianalen Crohn-Fisteln

Für eine erfolgreiche Therapie komplexer perianaler Crohn-Fisteln ist die Bekämpfung der zugrunde liegenden chronischen Entzündung von entscheidender Bedeutung. Die immunmodulatorischen und antiinflammatorischen Eigenschaften der allogenen, mesenchymalen Stammzellen in Darvadstrocel können die Heilung von geschädigtem perianalem Gewebe fördern (1). Real-World-Daten unterstreichen die anhaltende Effektivität von Darvadstrocel bei komplexen perianalen Crohn-Fisteln und zeigen gute Heilungsraten über einen Zeitraum von bis zu 24 Monaten (2-6).
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Positive Phase-3-Studiendaten für den Impfstoffkandidaten mRNA-1345 gegen RSV bei älteren Erwachsenen

Der Impfstoffkandidat mRNA-1345 zeigte eine überzeugende Wirksamkeit gegen RSV-Erkrankungen der unteren Atemwege, definiert durch 2 oder mehr Symptome bei älteren Erwachsenen (60 Jahre und älter). mRNA-1345 war im Allgemeinen gut verträglich; ein Data Safety Monitoring Board (DSMB) stellte keine Sicherheitsbedenken fest. Auf Basis dieser Ergebnisse wird mRNA-1345 in der ersten Jahreshälfte 2023 zur Zulassung eingereicht werden.
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E-Rezepte für mehr Komfort bei Patient:innen und Ärzt:innen

CLICKDOC – die digitale Kommunikationsplattform für Gesundheitsprofis und Patient:innen – bietet bereits seit Jahren bewährte digitale Lösungen für Online-Terminbuchungen, Terminerinnerungen und Videosprechstunden an. Ab sofort erleichtert CLICKDOC die Übermittlung und das Einlösen von E-Rezepten. Mit dem CLICKDOC E-REZEPT können Ärzt:innen den Zugriff auf elektronische Rezepte (E-Rezepte) zukünftig sicher, einfach und kostenfrei direkt aus der Praxissoftware übermitteln. Patient:innen werden per SMS oder E-Mail über das E-Rezept informiert und können digital mit dem Smartphone oder per Computer auf das E-Rezept zugreifen.
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Wie lassen sich Risiken nach Herz-OPs minimieren?

Die Zahl der herzchirurgischen Eingriffe steigt weltweit stetig an. Aufgrund des demografischen Wandels und der zunehmenden Begleiterkrankungen werden die Herzoperationen jedoch oft komplexer – bei jedem 5. Eingriff kommt es zu Komplikationen. In einer groß angelegten Studie hat ein deutsch-kanadisches Netzwerk unter der Leitung von Christian Stoppe vom Uniklinikum Würzburg überprüft, ob die hochdosierte Gabe des Spurenelements Selen die Sterblichkeit und Krankenhausaufenthalte nach komplexen herzchirurgischen Eingriffen verringern kann (1).
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Sequentielle Antibiotikatherapie zur Verhinderung von Resistenzen

Neueste Forschungsergebnisse des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie in Plön (MPI) legen nahe, dass ein schneller Wechsel von Antibiotika während der Behandlung von Patient:innen einer eventuellen Resistenzevolution erfolgreich entgegenwirken könnte (1). Die optimale Geschwindigkeit der Wechsel hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehört unter anderem die Wechselwirkung zwischen den Medikamenten.
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Die neue Generation des Dupilumab-Fertigpens

Gleichzeitig mit dem 5-jährigen Jubiläum von Dupilumab kommt im Januar 2023 das neue Modell des Dupilumab-Fertigpens auf den Markt. Der monoklonale Antikörper, der durch eine duale Rezeptorblockade die Signalwege der Interleukine IL-4 und IL-13 hemmt, ist bereits seit dem 1. März 2020 als Fertigpen verfügbar (1). Das neue Modell erleichtert Patient:innen die Selbstinjektion des Biologikums. Es ist unter anderem ergonomischer und ermöglicht so eine noch bessere Kontrolle während der Injektion. Dabei ist die Anwendung von Dupilumab in derselben Dosierung und mit derselben Wirksamkeit und Sicherheit wie bei der vorher verwendeten Applikationsform gewährleistet.
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ANIM2023: Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin in Berlin

„NeuroIntensivmedizin - wieviel, wofür, wo und wie spezifisch?“ ist das Schwerpunktthema der 40. Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin (ANIM), die vom 19. bis 21.01 in Berlin stattfindet. Die ANIM wird von der Deutschen Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) und der Deutschen Schlaganfall Gesellschaft (DSG) organisiert und widmet sich jährlich vor allem den wissenschaftlichen Fortschritten und der Fortbildung aller in der Neurointensivmedizin tätigen Berufsgruppen.
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Kaia COPD als Digitale Gesundheitsanwendung gelistet

„Kaia COPD: Meine aktive COPD-Therapie“, ein zugelassenes Medizinprodukt und digitale Anwendung zur Behandlung von COPD, ist vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) als Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) in das nationale DiGA-Verzeichnis aufgenommen worden (1) und kann jetzt auf Rezept verordnet werden. Kaia COPD basiert auf Behandlungsempfehlungen zur Unterstützung der nicht-medikamentösen Therapie der COPD wie sie z. B. in der nationalen Versorgungsleitlinie COPD formuliert sind und wurde gemeinsam mit führenden Expert:innen aus dem Bereich der Pneumologischen Rehabilitation entwickelt (2).
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Welche Daten gehören in die elektronische Patientenakte? DGIM legt Empfehlungen vor

Die elektronische Patientenakte (ePA) hat großes Potenzial, die Abläufe im Gesundheitswesen reibungsärmer zu gestalten, etwa indem der Austausch von Befunddaten und Behandlungsergebnissen digital erfolgt. Das stellt sicher, dass Röntgenbilder, Blutwerte und weitere versorgungsrelevante Informationen mehreren Ärzt:innen zur Verfügung stehen. Doch die Einführung der ePA stockt. Viele Fragen nach ihrer Ausgestaltung sind noch offen - vor allem, welche Daten darin hinterlegt werden sollen und nach welchen Standards dies erfolgt. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) hat hierzu anhand von konkreten Beispielen aus dem Versorgungsalltag Empfehlungen erarbeitet. Die Fachgesellschaft möchte mit den Vorschlägen einen Beitrag dazu leisten, weiterhin offene organisatorische Fragestellungen rund um die ePA schnellstmöglich zu klären, um deren Umsetzung zu beschleunigen. Zahlreiche internistische Schwerpunktgesellschaften tragen die Empfehlungen mit.
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