Dienstag, 27. Juli 2021
Navigation öffnen
Patientenbereich
24. November 2016

Hausstaubmilbenallergie kann Schlafstörungen auslösen

Wer kennt sie nicht, die nächtliche Unruhe, die uns um den Schlaf bringt. Es gibt zahlreiche Ursachen für eine Schlafstörung, doch die Wenigsten wissen, dass auch eine unbehandelte Allergie gegen Hausstaubmilben möglicher Auslöser sein kann.
Anzeige:
Eigenwerbung
 
Schlaflose Nächte beeinträchtigen das Leben vieler Menschen. Rund 25 Prozent der Deutschen leiden an Schlafstörungen, 11 Prozent empfinden ihren Schlaf als wenig erholsam. Und das hat weitreichende Konsequenzen: Wer sich nachts unruhig hin- und herwälzt, dem fehlt die nötige Energie für den nächsten Tag. Konzentrationsschwäche, eine verminderte Leistungsfähigkeit und Gereiztheit können die Folgen sein. „Häufig sind die Gründe für Schlafstörungen schwer verdauliche Speisen am Abend, Fernsehkonsum unmittelbar vor der Bettruhe oder ungelöste Probleme, welche die Schlafzeit zur Grübelzeit machen“, sagt PD Dr. med. Matthias Krüll, Pneumologe aus Berlin. „Was allerdings die wenigsten Betroffenen wissen: Auch eine Hausstaubmilbenallergie kann die Schlafqualität negativ beeinflussen und mitunter sogar weitere gesundheitliche Konsequenzen haben.”

 
Abb. 1: Schlafstörung – Eine Hausstaubmilbenallergie kann die Schlafqualität negativ beeinflussen. (© Masterfile / RF)
Mann sitzt in der Nacht wach am Bett.



Schlafräuber Allergie
Experten warnen deshalb davor, eine Schlafstörung allzu leichtfertig abzutun. „Wer beispielsweise nachts Hustenanfälle bekommt, an Atemnot oder einer verstopften Nase leidet, der sollte von einem Allergologen überprüfen lassen, ob der Auslöser nicht auch eine unbehandelte Hausstaubmilbenallergie sein könnte”, so Dr. Krüll. Etwa 10 Prozent der Bevölkerung reagieren allergisch auf die Exkremente und Verfallsprodukte der Hausstaubmilbe. Weltweit sind sie sogar der häufigste Grund für Allergien. Die Auswirkungen dieser Allergie reichen von erkältungsähnlichen Symptomen bis schlimmstenfalls zu chronischem Asthma.
 
Hilfreiche Tipps für Milbenallergiker
1. Regelmäßig lüften und die Raumtemperatur bei 18 Grad halten
2. Ein Bett mit Kasten durch eines mit Füßen ersetzen – das trägt zu einer besseren Luftzirkulation bei
3. Bettwäsche einmal wöchentlich bei mindestens 60 Grad waschen, um Kissen und Laken von den kleinen Spinnentieren zu befreien
4. Einmal jährlich eine professionelle Matratzenreinigung vornehmen lassen
5. Die Ursache der Allergie durch eine Allergie-Impfung behandeln lassen (auch Hyposensibilisierung genannt)

Beschwerden langfristig loswerden durch Allergie-Impfung
Allergische Erkrankungen wie die Hausstaubmilbenallergie können in jedem Lebensalter entstehen. Um bei einem Verdacht auf eine Allergie Gewissheit zu erhalten, sollten Betroffene einen Allergietest durchführen lassen. Liegt eine Hausstaubmilbenallergie vor, kann der Allergologe eine entsprechende Therapie einleiten. Eine Allergie-Impfung, die sogenannte Hyposensiblisierung, ist die einzige Therapieform, mit der die Ursache einer Hausstaubmilbenallergie erfolgreich und langfristig behandelt werden kann. Der Betroffene erhält dabei in regelmäßigen Abständen eine definierte Menge des Allergens in Form von Tabletten, Tropfen oder Injektionen, um den Organismus langsam an die allergieauslösende Substanz zu gewöhnen. „Durch die Hyposensibilisierung werden nicht nur die Symptome gelindert, sondern auch die Ursache der Allergie behandelt und das Immunsystem des Allergikers wieder ins Gleichgewicht gebracht“, erklärt Dr. Krüll. „Gleichzeitig reduzieren Betroffene mit einer Allergie-Impfung das Risiko, dass sich die Reizung der oberen Atemwege auf die unteren Atemwege ausweitet und ein chronisches Asthma entsteht.“

 
Weitere Informationen zur Hausstaubmilbenallergie und der Allergie-Impfung (sogenannte Hyposensibilisierung) finden Sie auf http://www.allergiecheck.de.

ALK-Abelló Arzneimittel


Anzeige:
Eigenwerbung
 
Weitere Beiträge zum Thema
Kinder und Sport: Alarmzeichen Rückenschmerz
Kinder und Sport: Alarmzeichen Rückenschmerz
©Dusan Kostic - stock.adobe.com

Bei Kindern und Jugendlichen, die intensiv Sport treiben, sollte man auf Alarmzeichen wie Kreuz- und Rückenschmerzen unbedingt achten. Bei der noch wachsenden Wirbelsäule kann es – im Unterschied zum Erwachsenen – zu echten strukturellen Problemen kommen. Werden diese nicht erkannt und therapiert, sind Schäden im Erwachsenen-Alter vorprogrammiert. Die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) beleuchtet dieses Thema intensiv auf ihrem 36. Jahreskongress am 1. und 2. Juli. In Live-Streams und „on demand-Sitzungen“ tauschen sich Hunderte Ärzte, Physiotherapeuten und...

Sport für Kinder: Warum richtiges Training und die vernünftige Dosis so wichtig sind
Sport für Kinder: Warum richtiges Training und die vernünftige Dosis so wichtig sind
©Pixel-Shot - stock.adobe.com

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Ihre Knochen, Muskeln, Sehnen sowie ihr Stoffwechsel, „ticken“ im Alter des Heranwachsens noch anders. Deshalb sollte beim Sport explizit darauf geachtet werden, kind- und entwicklungsgerechtes Training anzubieten und kein reduziertes Erwachsenen-Training durchzuführen. Die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) widmet sich als Partner auf dem Sports, Medicine and Health Summit 2021 unter anderem diesem Thema.

Helm auf beim Fahrradfahren
Helm auf beim Fahrradfahren
© Rido / Fotolia.de

Helm auf beim Fahren mit dem Fahrrad, E-Bike oder E-Scooter empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). Kommt es zu einem Unfall, sind Zweiradfahrer besonders verletzungsgefährdet. Denn das Zweirad bietet keine Knautschzone wie etwa ein Pkw. „Fahrradhelme können Unfälle nicht vermeiden, aber die Verletzungsfolgen deutlich verringern. Kopf- und insbesondere Gehirnverletzungen können irreversible Schäden verursachen. Im Gegensatz dazu können wir heute Knochenbrüche so gut behandeln, dass diese meist...

Hornhautveränderungen bei Liderkrankungen
Hornhautveränderungen bei Liderkrankungen
©Vera Kuttelvaserova - stock.adobe.com

Die Augenoberfläche ist ein sensibles System. Jedes einzelne ihrer Bestandteile – die Lider, die Bindehaut, die Hornhaut und der Tränenfilm – spielt eine wichtige Rolle. So lange alles funktioniert, ist uns gar nicht bewusst, wie komplex dieses Zusammenspiel ist. Doch eine Störung an einem Teil wirkt sich auf alle anderen aus. Das kann gravierende Folgen für das Sehvermögen und das Wohlbefinden des Betroffenen haben.

Frühlingssonne genießen – Hautkrebs vermeiden: Deutsche Krebshilfe und ADP einfache Tipps gegen Hautkrebs
Frühlingssonne genießen – Hautkrebs vermeiden: Deutsche Krebshilfe und ADP einfache Tipps gegen Hautkrebs
©Brian Jackson / Fotolia.de

Warmes, sonniges Frühlingswetter: „Balsam für die Seele“ nach entbehrungsreichen Winterwochen im Pandemie-Lockdown. Neben wohltuender Wärme und sichtbarem Licht gehören allerdings auch unsichtbare ultraviolette (UV-) Strahlen zum Spektrum der Sonne. Viele Menschen unterschätzen gerade im Frühjahr die Gefahren der schon jetzt intensiven Sonnenbestrahlung. Die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V. (ADP) raten daher: Gewöhnen Sie Ihre Haut behutsam an die sonnenreiche Jahreszeit und vermeiden Sie...

Das könnte Sie auch interessieren

Pflege: „24-Stunden-Betreuung“ nicht wörtlich verstehen

Pflege: „24-Stunden-Betreuung“ nicht wörtlich verstehen
© Halfpoint - stock.adobe.com

Auch wenn es so klingt: Bei Angeboten einer „24-Stunden-Betreuung“ zu Hause kann die Pflegekraft nicht rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Es gilt das Arbeitszeitgesetz, erklärt die Verbraucherzentrale Berlin. Somit sei ein Arbeitstag in der Regel nach maximal 10 Stunden zuzüglich Pause vorbei, auch wenn die Pflegekraft mit im Haus wohnt. Wer tatsächlich auf 24 Stunden Betreuung Wert legt, muss für die Ruhe- und Pausenzeiten der Pflegekraft genügend Ersatz einplanen.

Lymphknoten–Transplantation: Hilfe bei Lymphödemen

Lymphknoten–Transplantation: Hilfe bei Lymphödemen
© pixologic / fotolia.com

Neues Verfahren bietet erstmals Heilungschance bei Lymphstauungen. Vor allem Krebspatienten haben darunter zu leiden: Zwar ist der Krebs erfolgreich behandelt, doch zurück bleiben Folgen wie beispielsweise Lymphstauungen an Armen und Beinen. Meist handelt es sich um geschwollene, schmerzende Extremitäten, in denen die Lymphflüssigkeit nicht mehr abfließen kann, weil das feine System der dafür nötigen Kanäle beschädigt wurde. Bisher konnten nur die Symptome gelindert werden, oft eine unbefriedigende und lebenslang leidvolle Situation für die Betroffenen. Die plastischen Chirurgen am...

Weltglaukomtag am 12. März 2021: Lasern als Alternative zu Augentropfen bei grünem Star

Weltglaukomtag am 12. März 2021: Lasern als Alternative zu Augentropfen bei grünem Star
©Sergey Nivens - stock.adobe.com

Der grüne Star ist eine der häufigsten Ursachen für Erblindung in der westlichen Welt, in Deutschland sind etwa eine Million Menschen betroffen. Um das Fortschreiten des Augenleidens aufzuhalten, werden meistens Augentropfen eingesetzt. Neue Studien belegen, dass eine Laserbehandlung ähnlich wirkungsvoll sein kann wie eine medikamentöse Behandlung. Anlässlich des Weltglaukomtages empfehlen Experten der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) daher, Lasern als Alternative zu Augentropfen bei einigen Formen des grünen Stares anzubieten, die noch...

COVID-19: Perspektiven auf die aktuelle Forschung

COVID-19: Perspektiven auf die aktuelle Forschung
©SciePro - stock.adobe.com

Wissenschaft ist zentral, um mit der Corona-Pandemie umzugehen und sie zu bekämpfen – das hat das vergangene Jahr gezeigt. Forschende schaffen ständig neues Wissen über das Virus, sie beraten Politik und Wirtschaft in medizinischen, ethischen und sozialen Fragen. Führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) und des Klinikums rechts der Isar geben mit den COVID-19 Lectures ab dem 14. April 2021 Einblicke in ihre aktuelle Forschung zur Pandemie – und beleuchten dabei verschiedene Fachdisziplinen.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Hausstaubmilbenallergie kann Schlafstörungen auslösen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • CHMP empfiehlt SARS-CoV-2-Impfstoff von Moderna für Jugendliche von 12-17 Jahren (Quelle: PEI, 23.7.2021)
  • CHMP empfiehlt SARS-CoV-2-Impfstoff von Moderna für Jugendliche von 12-17 Jahren (Quelle: PEI, 23.7.2021)