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11. November 2016

Osteoporose: Eine unterschätzte Krankheit

Die WHO definiert Osteoporose als systemische Skeletterkrankung, die durch eine erniedrigte Knochenmasse und eine verschlechterte Mikroarchitektur des Knochens gekennzeichnet ist. Die Folgen davon sind zunehmende Knochenbrüchigkeit und häufigere Frakturen.
 
Osteoporose kann fokal, regional (auf eine oder wenige Skelettregionen beschränkt) oder systemisch, generalisiert auftreten. Frakturen in Zusammenhang mit Osteoporose können durch verschiedene Anomalien des Knochens verursacht werden.
 
Besonders stark von Knochenschwund betroffen sind postmenopausale Frauen (als Folge des Östrogenabfalls) und Männer ab 60 Jahren. Ca. 30% aller Frauen entwickeln nach der Menopause eine Osteoporose. Eine präklinische Osteoporose definiert sich durch einen Knochendichte(BMD)-Wert von mehr als 2,5 Standardabweichung (SD) unter dem Mittelwert junger Erwachsener.
  Diagnose: Unspezifische Symptome wie Rückenschmerzen setzen eine gründliche Krankenanamnese und eine Knochendichtemessung voraus, um Osteoporose erfolgreich zu diagnostizieren. Knochendichtemessungen werden mit Hilfe der DEXA-Methode (dual energy x-ray absorptiometry) durchgeführt. Röntgenaufnahmen können Informationen über eine manifeste Osteoporose liefern. Andere bildgebende Verfahren, wie z.B. Morphometrie (MXA), Mikroradioskopie, Skelettszintigraphie, Computertomographie und Magnetresonanztomographie, unterstützen die Diagnosestellung.
 
Therapie:
  • antiresorptive Substanzen z.B. Raloxifen, Bisphosphonate, Calcium, Vitamin D
  • osteoanabole Substanzen z.B. Parathormon, Fluoride, Anabolika
  • Schmerztherapie z.B. Nichtopioidanalgetika, Opioide
  • Bewegungstherapie
  • Umstellung der Lebensweise: körperliche Aktivität, Ernährung
  • physikalische Verfahren: Magnetfeldtherapie, biometrische Stimulation
  • neuere Ansätze: Statine, Wachstumsfaktoren, Tetrazykline, Leptin
Literatur:

Bartl R, Bartl C. Osteoporose-Manual. Diagnostik, Prävention und Therapie. Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2004.

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